DE517018C - Faellbad fuer das Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren - Google Patents

Faellbad fuer das Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren

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DE517018C
DE517018C DEL70186D DEL0070186D DE517018C DE 517018 C DE517018 C DE 517018C DE L70186 D DEL70186 D DE L70186D DE L0070186 D DEL0070186 D DE L0070186D DE 517018 C DE517018 C DE 517018C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/02Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts
    • D01F2/04Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts from cuprammonium solutions

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Description

  • Fällbad für das Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren Bei dem Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren stören bekanntlich die sich im Fällbad durch Ausscheidung aus der Fällflüssigkeit entwickelnden Luft- und Gasbläschen das gleichmäßige Strecken des Fadens. Diese Störung wurde bisher dadurch vermieden, daß die in der Fällflüssigkeit gelöst enthaltenen Gase vor dem Gebrauch des Bades daraus restlos entfernt wurden; dies Verfahren ist jedoch umständlich und zeitraubend.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß in dem Fällbad sehr wohl gelöste Gase enthalten sein können, ohne den Spinnprozeß zu stören, wenn sie nur eine so hohe Löslichkeit besitzen, daß sie sich bei den beim Fällen angewendeten Badtemperaturen nicht ,in Form von Bläschen ausscheiden, wie dies bei Gasen geringerer Löslichkeit, z. B. Luft und Kohlensäure, geschieht.
  • Die Erfindung besteht nun zunächst darin, bei den Fällbädern die Gase geringerer Löslichkeit, wie Luft und Kohlensäure, gegen solche höherer Löslichkeit auszutauschen. Bei zweckentsprechender Wahl der zum Austausch verwendeten Gase kann man dabei gleichzeitig eine günstige chemitechnische Einwirkung auf die Fäden erreichen. Verwendet man z. B. als Austauschgase solche mit reduzierenden Eigenschaften, welche an sich nicht fällend wirken, so erreicht man dadurch, daß das sonst sehr störende Verkleben der einzelnen Fäden miteinander vermieden wird. Bei dem neuen Verfahren stellte sich der weitere Vorteil heraus, daß die Konzentration der Säure zur Härtung der Fäden, die bisher genauestens eingehalten werden mußte, in weiteren Grenzen veränderlich sein kann, ohne daß das Ergebnis dadurch gestört wird.
  • Die schädlichen Gase können z. B. durch die gasförmige, an sich nicht fällend wirkende schweflige Säure ausgetauscht werden, die gegenüber der Kohlensäure eine mehr als 40fache Löslichkeit besitzt. In einem so hergestellten Fällbad findet ein Abscheiden von Gasbläschen während des Streckspinnens nicht mehr statt, vielmehr geht das Spinnen sehr sicher vor sich. Die Fäden verkleben nicht, sondern bleiben offen, haben große Wasserfestigkeit und hohen Glanz.
  • Soweit das Einleiten von schwefliger Säure in Fällbäder schon bekannt war, bezog sich dieses nur auf das Regenerieren von Fällbädern und hatte mit der Beseitigung der Gasblasenbildung in der Fällflüssigkeit durchaus nichts zu tun.
  • Als leicht lösliche Gase kommen außer schwefliger Säure noch in Betracht Acetylen, Stickoxydul, Schwefelwasserstoff, wofür folgende Beispiele dienen: r. Schwefeldioxyd Das zum Spinnen verwandte Fällbad wird unter den vormalen Verhältnissen teilweise entlüftet. Da unter normalen Verhältnissen in r 1 Wasser bei a5° etwa 17 ccm Luft gelöst sind, wäre der Luftgehalt auf etwa 4. bis 6 ccm herabzudrücken. Darauf wird mit den geeigneten Vorrichtungen Schwefeldioxyd gelöst, und zwar: genügen 8o bis ioa ccm pro Liter. Das Gas wird .ohne Schwierigkeiten aufgenommen, da sich normalerweise bei der angegebenen Temperatur von 25' nahezu 33 1 in i 1 lösen.
  • 2. Acetylen Die Entlüftung geht genau wie unter Beispiel i vonstatten, nur daß an Stelle des Schwefeldioxyds Acetylen eingeleitet wird. Da dessen Löslichkeit etwa das Fünfzigfache der Luft beträgt, wird auch dieses Gas ohne Schwierigkeiten aufgenommen. Es äußert genau wie Schwefeldioxyd leichte stabilisierende Wirkungen auf den Faden. Es genügen in dem Falle 6o bis 7o ccm pro Liter.
  • 3. Stickoxydul Stickoxydul "ist etwa 3ofach -leichter löslich in Wasser als Luft. Es genügt ein Auflösen von etwa 5o bis 6o ccm pro Liter, die noch ohne Schwierigkeiten aufgenommen werden. Es ist in dem Falle jedoch wünschenswert, die vorhergehende Entlüftung möglichst weitgehend durchzuführen, um eine Oxydation des Stickoxyduls durch den andernfalls noch in sehr reichlicher Menge gelösten Sauerstoff im Wasser zu dem bedeutend weniger löslichen Stickoxyd zu vermeiden.
  • q.. Schwefelwasserstoff Von Schwefelwasserstoff lösen sich etwa 2,3 1 in 11 bei 25°. Es wird auch hier vorher z. T. entlüftet und mit den geeigneten Zerstäubern Schwefelwasserstoff eingeführt. Man kommt bereits bei 6o bis 7o ccm pro Liter zu brauchbaren Resultaten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fällbad für das Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren unter Verwendung einer im wesentlichen aus Wasser bestehenden Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, .daß sie an Stelle der in bekannter Weise zuvor oder zum Teil entfernten Gase geringer Löslichkeit Gase höherer Löslichkeit, insbesondere solche mit reduzierenden Eigenschaften, wie z. B. schweflige Säure, enthält. .
DEL70186D 1927-11-08 1927-11-08 Faellbad fuer das Kupferoxydammoniakcellulosestreckspinnverfahren Expired DE517018C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916571C (de) * 1950-08-22 1954-08-12 Harry Asdour Kuljian Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden aus Cellulosehydrat

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE916571C (de) * 1950-08-22 1954-08-12 Harry Asdour Kuljian Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden aus Cellulosehydrat

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