DE29933C - Neuerung an selbstthätigen Kessel. speise-Apparaten - Google Patents

Neuerung an selbstthätigen Kessel. speise-Apparaten

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Publication number
DE29933C
DE29933C DENDAT29933D DE29933DA DE29933C DE 29933 C DE29933 C DE 29933C DE NDAT29933 D DENDAT29933 D DE NDAT29933D DE 29933D A DE29933D A DE 29933DA DE 29933 C DE29933 C DE 29933C
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DE
Germany
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boiler
valves
water
lever
hollow body
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Application number
DENDAT29933D
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W. F. von nottbeck auf Schlofs Lielax bei Tammerfors in Finland
Publication of DE29933C publication Critical patent/DE29933C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D5/00Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators
    • F22D5/04Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators with pivoting buckets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Quick-Acting Or Multi-Walled Pipe Joints (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
(Finland).
Neuerung an selbsttätigen Kesselspeiseapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. Mai 1884 ab.
Der vorliegende Kesselspeiseapparat gründet sich wesentlich auf die Anwendung der Wirkurgen der Schwere und soll in Bezug auf seine Wirkungsweise aufserordentlich einfach und sicher sein. Eine hohle Kugel oder ein anders gestalteter Hohlkörper, beispielsweise von cylindrischer Form, ist mit den Enden zweier horizontaler, federnder oder beweglicher Rohre derart verbunden, dafs die Enden der vertical über einander liegenden Rohre den Hohlkörper zwischen sich aufnehmen. Die anderen Rohrenden sind mit dem Dampf- bezw. dem Wasserraum des Kessels verbunden, am besten an der Stirnwand desselben, oder dort, wo man das Wasserstandsglas anzubringen pflegt, so dafs man die Thätigkeit des Apparates jeden Augenblick bequem beobachten kann. Es würde nunmehr in dem Hohlkörper immer ein gleich hoher Wasserstand wie im Kessel bleiben, wenn nicht durch je ein kurz vor Eintritt der Rohre in die Kesselwandung eingeschaltetes Ventil die Communication des Apparates mit dem Dampfkesselinnern zeitweiligunterbrochen würde. Bei normalem und höherem als normalem Wasserstande bleiben die Ventile geöffnet, und zwar dadurch, dafs ihre nach aufsen führenden, gemeinschaftlich an einer Schiene befestigten Stangen in die Höhe gezogen werden. Diese Stange ist an dem kurzen Ende eines zweiarmigen Hebels befestigt, dessen langes Ende den zwischen den Rohrenden angebrachten Hohlkörper trägt. Das Gewicht des in letzterem befindlichen Wassers zieht das längere Hebelende abwärts, das kürzere Hebelende, die Schiene und die damit verbundenen Ventile gehen aufwärts, und die Communication bleibt so lange offen, bis der Wasserstand so weit gesunken ist, dafs die federnden Rohre den gleichzeitig leichter werdenden Hohlkörper zu heben vermögen, wodurch das lange Ende des Hebels auf-, das kurze mit der Schiene niedergeht und die Ventile geschlossen werden. Alsbald bildet sich durch die Condensation des im Innern des Hohlkörpers eingeschlossenen Dampfes ein Vacuum, das aus der Speiseleitung unter Oeffnung eines zweiten am unteren Rohre befindlichen Speiseventils ein Zuströmen von Speisewasser veranlafst, welches nunmehr den Hohlkörper anfüllt. Das Gewicht des letzteren wird dadurch gröfser, derselbe senkt sich und infolge dessen werden die Ventile durch Vermittelung des Hebels und der Schiene wieder geöffnet, während gleichzeitig durch den eintretenden Ueberdruck das Speiseventil abgeschlossen wird. Das im Hohlkörper befindliche Wasser fliefst durch die geöffneten Ventile in den Kessel und bringt den Wasserstand wieder auf normale Höhe, bis sich das Spiel in derselben Weise wiederholt, wenn durch Verdampfung der Wasserstand so weit gesunken ist, dafs abermalige Speisung nöthig wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Apparat dargestellt. Der im vorliegenden Falle als Kugel ausgebildete Hohlkörper G ist durch die Verstärkungsflantschen ^1 ^2 und die Kniestücke /Z1 hi mit den federnden Rohren Ji1 H2 dampf- und wasserdicht verbunden, deren an-
dere Enden an die Kesselstirnwand so angeschlossen sind, dafs die Mitte der Kugel ungefähr gleich hoch mit dem normalen Wasserstande X- Y steht. Den Abschlufs der Rohre nach dem Kessel zu bewirken die beiden Ventile F1 und F2; das dritte Ventil- S am unteren Rohr R2 ist das Speiseventil, das durch das Rohr S1 mit einem Speisewasserreservoir in Verbindung steht. Die beiden Rohre R1 und R2 werden zur Versteifung an ihrem Ende durch den Rahmen T besonders gehalten; dieser Rahmen, der an die Kesselwand K angeschraubt ist, trägt auch noch die Pfannen für die Schneiden des Hebels W, an dessen längerem Ende mittelst der Zugstange W1 und des Ringes W2 die Kugel hängt. Das kürzere Ende ist bogenförmig abgerundet, so dafs die unter Vermittlung des elastischen Stahlbandes F am Hebel W hängende Doppelschiene L bei der Bewegung des Hebels W stets in derselben Linie auf- und abgeführt wird. Zur Ausgleichung des auf der längeren Seite des Hebels befindlichen Gewichtes kann noch am unteren Ende der Doppelschiene L L das Gegengewicht N oder auch eine Feder mittelst des die Schienen verbindenden Querstückes / angebracht werden. Gleiche Querstücke / bilden die Führung für die Ventilstangen ν der Ventile V1 V1, die durch Doppelmuttern m so eingestellt ' werden können, dafs die Schienen L erst ein gewisses Stück ihrer Bewegung gemacht haben müssen (das sogenannte todte Spiel), ehe der Anhub der Ventile erfolgt.
Zur Inbetriebsetzung des Apparates öffnet man, vorausgesetzt, dafs Wasser im Kessel bis X- Y vorhanden und bereits Dampf entwickelt, die Kugel aber leer ist und wegen der Belastung durch das Gewicht N die Ventile F1 F2 geschlossen bleiben, erst den Abblasehahn ζ an der Kugel, drückt dann das Gefäfs mit den Händen herab, bis die Ventile sich öffnen und die Communication mit dem Kessel hergestellt ist. Wenn nun Wasser oder Dampf aus ζ herausbläst und alle Luft aus G ausgetrieben ist, schliefst man den Hahn ζ und überläfst den Apparat sich selbst, nachdem man noch vorher dafür gesorgt hat, dafs das Speiserohr S1 mit dem Speisereservoir in Verbindung steht. Steht das Wasser im Kessel nun über die normale Höhe X- Y, so werden die Ventile so lange durch das Gewicht des in G befindlichen Wasserquantums offen gehalten werden, bis der Wasserstand auf X-Y gesunken ist; alsdann reicht das auf der linken Seite des Hebels W befindliche Gesammtgewicht wegen Verminderung des Wasserquantums in G nicht mehr aus, das Gegengewicht N zu halten, dieses senkt sich und die Ventile F1 F2 werden geschlossen; sofort tritt Condensation des noch in der Kugel G befindlichen Dampfes ein, und wegen des entstehenden Vacuums füllt sich die Kugel nach Oeffnung des . Ventils S mit Speisewasser aus der Leitung S1 bis zu dem Augenblick, wo das überwiegende Gewicht der Kugel hinreicht, das Gegengewicht N zu überwinden und abermals die Ventile F1 F2 zu öffnen. Ventil 5 schliefst sich dann sofort, das über dem Normalstande in G befindliche Wasser läuft nach dem Kessel ab, ergänzt das durch Verbrauch abgegangene Wasser und . der Apparat bleibt so lange in dieser Ruhestellung, bis abermals dasselbe Spiel durch Sinken des Wasserstandes unter die Normallinie beginnt. Durch Veränderung des Gewichtes N läfst sich die Höhe, des mittleren Wasserstandes reguliren.
Die Dimensionen des Apparates richten sich nach der Gröfse des Kessels; es wird namentlich die Gröfse des Gefäfses G so gewählt werden müssen, dafs das Gewicht des in demselben' angesaugten Wassers genügt, um den Biegungswiderstand der Röhren, die Reibung in Stopfbüchsen der Ventilstangen und vor allen Dingen den auf die Ventile selbst wirkenden Dampfdruck zu überwinden. Um andererseits nicht zu gröfse Gefäfse anwenden zu müssen, kann man den langen Arm des Hebels W noch verlängern. An Stelle der biegsamen Rohre R1 und R2 können auch steife Rohre mit gelenkigen Verbindungen, etwa mit je einem horizontalen Gelenk, dicht am Träger T liegend, angewendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An dem dargestellten automatischen Kesselspeiseapparat die Combination des mit dem Kessel durch Rohre R1 R2 und Ventile F1 V2 verbundenen Hohlkörpers G mit dem Hebel W-, der einerseits den Hohlkörper G trägt, andererseits durch Stange L mit den Stangen der Ventile V1. V2 verbunden ist, und der Saugleitung S1 mit Ventil ,S.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT29933D Neuerung an selbstthätigen Kessel. speise-Apparaten Expired - Lifetime DE29933C (de)

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