DE295972C - - Google Patents

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DE295972C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D1/00Foot or last measuring devices; Measuring devices for shoe parts

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
und Leisten.
Das neue Verfahren beruht auf folgenden Grundlagen.
1. Der Ausgangspunkt für die Messungen, welcher bei allen Fußbeweg'ungen eine relative Ruhelage behält, ist die Mitte des Fußunter-. Schenkelgelenkes. An Stelle dieses unzugänglichen Punktes tritt der Punkt auf der Fußrückenlinie, der in der Horizontalebene durch die Knöchelmitte liegt und dessen verhältnismäßige Unbeweglichkeit bei den verschiedenen Fußbewegungen leicht festgestellt werden kann. Der Punkt werde mit Nullpunkt, P, bezeichnet (Fig. 1).
2. Der Fuß darf nicht in einer beliebigen Lage gemessen werden, sondern muß wegen der bei seiner Bewegung eintretenden Veränderungen unter Berücksichtigung der Absatzhöhe gemessen werden.
3. Es genügt nicht, wenn die.Umfangsmaße des Fußes in einer Länge angegeben sind, weil das nicht verhindert, daß der Schuh auf der Sohle nach innen oder außen geneigt aufgebaut wird und so dem.Fuß eine falsche Vertikallage erteilt. .
Nach dem neuen Meßsystem wird eine Linie auf dem Fußrücken (Fußrückenlinie) und eine auf der Fußsohle (Fußsohlenlinie) festgelegt und die-Umfangslängen zwischen beiden Linien in den verschiedenen Vertikalzonen gemessen. Dabei ist die Fußrückenlinie der Schnitt einer Vertikalebene, die durch den Nullpunkt geht. Diese Ebene (Schrittebene) geht durch die Mitte der zweiten Zehe oder die Lücke zwischen zweiter und dritter Zehe, kann aber auch z. B. durch die große Zehe gehen (Kammlinie). Die Fußsohlenlinie wird zweckmäßig nur in der Schrittebene genommen.
4. Für den vorderen Fußteil genügt die Messung in verschiedenen Zonen senkrecht zu der genannten Vertikalebene.
Der hintere Fußteil wird von dem Nullpunkt aus gemessen.
Von diesem Punkt aus geht ein Strahlenbüschel von Meßlinien auf jeder Seite des Fußes nach zwei vertikalen Linien p, p in der Nähe des Absatzscheitels.
Weiter wird der hintere Fußteil gemessen durch eine Reihe von horizontalen Meßlinien, welche von der hinteren Kontur des Fußes weg nach vorn verlaufen.
5. Die Gestalt des Fußes wird außer durch die Umfangsmessung noch durch Festlegung der Silhouetten festgelegt, und zwar nicht nur der üblichen Silhouette der Sohle, sondern auch des Fußrückens in der Schrittebene, der Fersenlinie und der Fußsohlenlinie in der Schrittebene.
6. Um einen unverrückbaren Ausgangspunkt für die Messung zu haben, genügt es nicht, in üblicher Weise.den Fuß in den Meßapparat hereinzustellen. Nach dem neuen Maßsystem wird die Fußlage dadurch in einer immer wieder genau auffindbaren Stellung" festgelegt, daß die, Vorderkante des Schienbeines an ein Lineal angelegt wird,
welches in der Schrittebene steht, daß der oben genannte Nullpunkt an das untere Ende dieses Lineals gelangt und die Höhenlage des Absatzes durch . Aufhängung desselben in Meßbändern festgelegt wird, und endlich die zweite Zehe auf dem Boden des Apparates in
. dessen Mittellinie durch eine Schlaufe oder sonstiges Befestigungsmittel befestigt wird.
Der Apparat ist endlich mit einer Einrichtung zur plastischen Wiedergabe der ganzen Fußsohle versehen.
Die weiteren Eigentümlichkeiten der Erfindung werden sich im Anschluß an die Ausführungsformen derselben ergeben, die in den Zeichnungen dargestellt sind. .
In diesen Zeichnungen sind:
Fig. ι ein Vertikalschnitt durch einen Apparat nach der Linie 1-1 der Fig. 2,
Fig. 2 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4 und 5 Einzelansichten des Fußhalters,
Fig. 6 eine Einzelansicht der Fersenmeßschnureinrichtung.
Fig. 7 bis 11 sind andere Ausführungsformen.
Der Meßapparat hat die Form eines Kastens, in welchen der Fuß eingeführt wird. Dieser Kasten hat einen Boden a, der von einem Gestell a1 getragen wird. Der Kasten dient zur Stützung und Führung von fünf Tasterreihen oder Schieberreihen, welche von verschiedenen Seiten an den Fuß herangeschoben werden. Die beiden Reihen l·, b, welche von der Seite an den vorderen Fußteil geschoben werden, die Reihe c, welche senkrecht von oben an den Fußrücken geschoben wird, die Reihe d, welche an die Fersenlinie geschoben wird, und die Reihe e, welche von unten nach oben sich an die Fußsohle anlegt. Zu dem Gestell gehören noch zwei Joche α2, an welchen der Fuß mittels Bänder aufgehängt wird (Fußhalter).
Die genannten Teile sollen zunächst nur hinsichtlich ihrer Funktion, die verschiedenen Silhouetten festzulegen, beschrieben werden. Fußhalter. In den Jochen α2, α2 bzw. deren Ständern as, as ist senkrecht verschiebbar der Fußhalter F angeordnet. Dieser setzt sich zusammen aus zwei senkrecht verschiebbaren, mit Skala versehenen Schienen / *, welche durch Schrauben f2 festklemmbar sind, aus den horizontalen Tragbalken fz mit der Riemenunterstützung f für den Oberschenkel und den Gurtklemmen f5.
. Die beiden Gurte f6, fe werden in der ersichtlichen Weise um den Fuß gewickelt, wobei eine Absatzplatte f mit vier Schlitzen /8, f, f10, f11 zur Führung der Gurte dient.
Durch zwei Gurtschlingen, wie die ■ angegebenen, läßt sich nicht nur die Höhenlage des Absatzes, sondern aach die Schräglage des Fußes genau regulieren und bestimmen. Um auch diese Maße festzulegen, sind die Gurten mit Skala versehen, deren Einspielen an den Klemmen abgelesen werden kann, und die Gurten sind so anzubringen, daß der Nullpunkt der Skala bei dem einen Gurt unterhalb des inneren und bei dem anderen unterhalb des äußeren Knöchels liegt.
Weiter läßt sich ein Maß nehmen, welches bisher überhaupt nicht genommen wird, das ■Fußwurzelmaß. Dieses ist die Länge des Bandes von dem Punkt unterhalb des Knö- 75, chels um die Ferse nach der Mitte der Sohle in der Fußhöhlung (Gelenk, s. Fig. 11).
Nachdem so die Fußlage in dem Fußhalter bestimmt .ist, wird das Schienbein an das Lineal C angelegt. Hiermit ist die Lage des Unterschenkelfußgelenkes fixiert.
Zehenbefestigung. Zur Festlegung der Schrittebene wird die zweite Zehe mittels der Zehenleiste ζ festgelegt. Diese ist eine horizontale, in der Mittelachse des Kastenbodens verschiebbare Leiste am Zeilenende des Apparates. Sie trägt an ihrem vorderen Ende eine Schlaufe z1, in welcher die zweite Zehe gefangen und durch Anziehen des Endes z2 festgehalten und dicht an das Leisten- go ende angedrückt wird. Die Einstellung der Zehenleiste kann nunmehr an einer Skala abgelesen werden und die Zehenleiste auch zur. Verhinderung von Fußbewegungen während der Messung durch Einstecken eines Pflokkes s3 in eines der Löcher z* verriegelt werden.
Hiermit ist die Lage des Fußes in dem Apparat gekichert und mittels der Skalen jederzeit wieder genau herstellbar. Dies ist von Bedeutung für zweierlei. Einmal wird auf dieselbe Weise wie die Lage des Fußes nach-' her die Lage des herzustellenden Leistens in dem Apparat bestimmt, und zweitens können Veränderungen des Fußes auf dieser Grund-, lage leicht gemessen werden.
Statt der Befestigung einer Zehe an dem Apparatboden kann auch die oben erwähnte Absatzplatte f zu einer ganzen Sohle ausgebildet werden, . die am besten rahmenförmig n0 gestaltet ist, um die Sohlenmitte frei zu lassen, und die Zehenlage kann dann auf dieser Sohle festgelegt werden.
S i 1 h ο u e 11 e η b e s t i m m u η g. Die sämtlichen Taster dienen sowohl zur Bestimmung der Silhouetten als der Umfangsmaße, sollen aber zunächst nur unter dem ersten Gesichtspunkte beschrieben werden.
Seitentaster. Die Reihe der Seitenschieber erstreckt sich über die ganze Fußlänge. Durch Vorschieben dieser Schieber bis zur Berührung mit dem Fuß wird dessen
Grundrißsilhouette bestimmt. Die Seitentaster ruhen auf dem Boden α auf und führen sich gegenseitig und zwischen den beiden Wänden α4, α4 an den Enden der Reihe.
Nachdem die Taster zur Berührung mit dem Fuß vorgeschoben sind, können sie durch eine Klemmschraube a5 festgestellt werden. Einzelne Taster können durch das Schieberschraubenpaar a°, a1 festgestellt werden, welches mittels seines Schiebers auf der Leiste as reitet und auf jeden Punkt derselben verschoben werden kann.
Jeder Seitentaster ist mit einem spitzen Markierstift b1 versehen, welcher die Stellung des einzelnen Schiebers angibt. Sämtliche Markierstifte b1 zusammengenommen geben die Grundrißsilhouette des Fußes an. Durch Aufdrücken eines Kartonstückes auf die Markierstifte kann also diese Silhouette ohne wei- teres abgebildet werden.
Fußrücken- und Fußsohlen-
.taster. Diese sind ganz entsprechend den Seitentastern gebaut, nur bestehen sie nicht aus Platten, sondern aus einzelnen Stäben von der Dicke der Platte. Die Fußrückentaster c senken sich durch ihr eigenes Gewicht auf den Fußrücken herunter und tragen Markierstifte c1,'oben dient je ein Bindfaden c2 zum Hochheben der Taster.
Die Fußsohlentaster e werden durch die Meßbänder b2 nach oben gezogen, die später zu beschreiben sind.
Fersen taster. Die Reihe der Fersentaster d mit Markierstiften d1 entspricht ganz den Tastern c und e. Nur ist hier zu bemerken, daß der Führungsrahmen α18 dieser Taster selbst um ein Scharnier α9 drehbar ist, um zurückgeklappt werden zu können. Das ist zur Einführung des Fußes in den Apparat nötig.
Fußumfangsmessung. Die sämtlichen Taster sind nun auch eingerichtet, um den Fußumfang an einer bestimmten Stelle zu messen, und zwar mit Rücksicht auf die Schrittebene und auf den Nullpunkt. Zu diesem Zweck sind Meßbänder an den Tastern befestigt bzw. geführt.
Zur Umfangsmessung des vorderen Fußteiles wirken Seitentaster, Fußrückentaster und Sohlentaster zusammen. Die Grundlage der Messung ist, daß jeder Taster für seine Zone des Fußes die Länge der Umfangslinie mißt, welche zwischen dem Schnitt der Schrittebene mit dem Fußrücken einerseits und der Sohle andererseits liegt. Zu diesem Zweck wird diese Länge in zwei Teile zerlegt und jeder von einem besonderen Meßband gemessen. Das eine Meßband b2 ist mit seinem einen Ende an der Spitze der Sohlentaster e befestigt und läuft nach einem Füh-rungsrohr bs (Fig. 3) an der oberen Kante des Tasters b.
Das Ende des zweiten Meßbandes b* ist an dem Fußrückentaster c befestigt und läuft nach einem Führungsrohr b5 an der unteren Kante des Tasters b.
Wenn diese Taster in zurückgeschobenem Zustande sind (rechts der Fig. 3), so kreuzen sich die Meßbänder, sind sie aber zur Berührung mit dem Fuß vorgeschoben (links der Fig. 3), so legen sich die Meßbänder dicht an den Fuß an.
Um die Meßbänder &4 in der ersten Lage gespannt zu halten, so daß der Fuß zwischen sie einschlupfen kann, ist eine Sperrstange ba vorgesehen, welche in der Lage rechts der Fig. 3 festgelegt werden kann und nach Einschlupfen des Fußes aus dem Apparat herausgezogen wird.
Die Meßbänder b2, b* laufen durch die Führungsrohre bz, V" nach der Hinterseite der Taster b und über geeignete Weiterführungen auf einen Tisch b7 und unter einer Klemmschiene b8 durch. Auf der Oberfläche dieses Tisches sind die Meßbänder mit Schiebern fc9, b10, die Markierstifte bu, b12 tragen, befestigt. Auf dem Tisch ist eine Skala angebracht, auf welcher die Länge jedes Meßbandes abgelesen werden kann, die sich an den Fußumfang in dieser vorgeschobenen Stellung anschmiegt. Von den Markierstiften kann g0 wieder ein Diagramm abgenommen werden.
- Die Umfangsmessung des hinteren Fußteiles wird in entsprechender Weise durch je zwei Meßbänder ausgeführt, von welchen die eine Reihe ihre Endpunkte an dem Nullpunkt und die andere an den Fersentastern hat.
Von dem Nullpunkt gehen die Meßbänder bls nach einer Reihe von Führungsrohren £>14 (Fig. ι und 2) in dem hintersten Seitentaster b. Die inneren Enden dieser Führungsröhren erstrecken sich. über die ganze Höhe des Tasters b. Die Meßbänder werden auf der Rückseite nach einer Skala auf der senkrechten Wand b10 oberhalb des Tisches geführt.
Hier ist wiederum eine Skala angebracht, auf welcher die Schieber b15 einspielen und die Längen der Meßbänder bls von dem Nullpunkt bis zur Fersenlinie anzeigen..
Die zweite Messung des hinteren Fußteiles erfolgt durch die Meßbänder bw. Deren Enden sind an den Fersentastern befestigt, und sie verlaufen durch Führungsröhren 51T eines Seitentasters, welcher in Höhe des Nullpunktes angeordnet ist. Auch diese Röhren b17 haben ihre inneren Enden über die ganze Höhe des Seitentasters. Die Bänder blz werden auch nach der Wand &70 und horizontal über eine Skala weitergeführt und mit Schiebern bls versehen. An diesen können die Längen von der Fersenlinie bis zu einer Linie abgelesen werden, welche von dem Nullpunkt
in der Vertikalebene um den Fuß herumläuft.
Aus der Beschreibung soweit gehen die Grundgedanken des Verfahrens und Apparates hervor, sowie daß diese auf sehr verschiedene Weise ausgeführt werden können.
Fig. 7 zeigt zwei weitere Gestaltungen. Nach ihnen können die Seitentaster oder einzelne von ihnen in eine Reihe von Stäben fr19
ίο aufgelöst werden, von welchen jeder für sich verschiebbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, für verschiedene Vertikal- und Horizontalschnitte senkrecht zur Schrittebene die Umrißlinie des Fußes festzustellen. Die elnzelnen Stäbe sind wieder mit Markierstiften b20 versehen. Damit die Markierstifte der unteren Stäbe nach oben durchkommen können, sind die Stäbe mit entsprechenden Vertikalschlitzen versehen.
Die nebeneinander stehenden Markierstifte seitlich benachbarter Taster geben gleich die horizontalen Umrißlinien.
InFig. 7 ist eine weitere abgeänderte Ausführungsform des Apparates dargestellt. Die Abänderungen beziehen sich einmal, auf die Festlegung der Umrißlinie der Fußsohle senkrecht zur Schrittebene und zweitens auf die Bestimmung der Umfangslänge senkrecht zur Schrittebene. . Aus der Fig. 7 ist schon eine Einrichtung zur plastischen Abbildung der Fußsohle zu ersehen. Eine Platte aus plastischer Masse e1 wird durch Ausdehnung eines Luftkissens e2 an die Sohle so stark angepreßt, daß sie deren Form annimmt. Dies ist besonders wichtig, um die unsymmetrischen Hohlflächen auf beiden1 Seiten der Schrittebene am Mittelfuß festzustellen.
Aus der Fig. 8 geht nun noch eine Tasterreihe es hervor, welche zwischen . das Luftkissen <?3 und die elastische Platte e1 einge-. schaltet ist. Diese elastische Platte kann in . diesem Fall eine -Gummiplatte sein, welche später ihre ursprüngliche Form wieder einnimmt. In derselben Weise wie durch, die geschilderten anderen Tasterreihen wird so durch die Stellung der einzelnen Taster e3 die ■Umrißlinie des betreffenden Fußquerschnittes festgestellt. Auch auf diesen Schiebern können Markierstifte ew angebracht sein, welche die Umrißlinie abzeichnen und die Abnahme der Linie und Anfertigung einer Schablone gestatten. Außerdem aber kann durch diese Taster unmittelbar auch die Länge dieser Linie festgestellt werden.
Zu diesem Zweck sind die sämtlichen Taster in gleichem Abstand von ihrem oberen Ende von Löchern e5 senkrecht zur Schrittebene durchbrochen, und durch diese Löcher e5 ist ein Meßband eB gezogen, dessen Dicke genäu der lichten Weite der Löcher e5 entspricht. Auf diese Weise nimmt das Meßband in seinem mittleren Teil genau die Form der abgetasteten Umrißlinie an. Das Meßband, ist dann durch Führungen e1, es nach der Unterseite des Kastenbodens α geführt und hier, wie die anderen Meßbänder, mit einem Schieber e9 und Markierstift e10 verbunden. Dieser Markierstift spielt auf einer Skala e11 ein, an der die betreffenden Längen des abgetasteten Sohlenteiles abgelesen werden können.
Jeder Taster trägt eine zweite Bohrung e15 parallel der Schrittebene und bei allen Tastern in gleichem Abstande von dem Tastpunkt. Durch diesen wird in" ganz entsprechender Weise die Länge der Umrißlinie der Fußsohle in der Richtung der Schrittebene gemessen.
Dieselbe Art der Abbildung der Umrißlinie durch die Form des Meßbandes und die Messung der entsprechenden Meßbandlängen ist in der Fig. 8 auch für die Seitentaster angegeben, welche dann, wie nach Fig. 7, nicht aus einzelnen Schiebern von der Höhe des ganzen Fußpunktes bestehen, sondern die Auflösung des einzelnen Schiebers in einzelne Stäbchen b20 zeigen. Diese Stäbchen sind, wie für die Sohlentaster beschrieben, von Löchern b21 und b2a durchbrochen, " durch welche sich das Meßband b22 mit Schieber b23 und Markierstift b2i nach der Skala b2" zieht.
Aus Fig. 9 ist eine abgeänderte Ausführungsform ersichtlich, welche nur die hauptsächlichsten der oben beschriebenen Messungen ermöglicht, j ist eine biegsame, mit Skala versehene Stahlfeder, die sich genau dem Fußrücken "oder einer anderen durch den Nullpunkt gehenden Linie und der Fußsohlenmitte anschmiegen läßt, s1 ist eine Stahlfeder, Fersenf eder, die mittels des Schiebers s2 auf s einstellbar ist und mittels der Gabelf eder ss den Unterschenkel umfaßt. An dem Sohlenteil s4' ist eine Reihe von Meßbandpaaren s5 befestigt, die mit Skala versehen sind und durch Schlitze des Fußrückenteiles ίβ gehen. Mit ihnen können ohne weiteres die Fußumfangslinien festgestellt werden. Ein oder mehrere Meßbänder s7 gehen von dem Nullpunkt P nach dem Schnittpunkt der Fersenlinie und der Fußsohlenlinie. An der Fersenfeder s1 sind weitere Meßbänderpaare ss befestigt, die durch eine biegsame Führungsschiene j9 "» gehen, die sich an und oberhalb des Nullpunktes an den Fuß bzw. das Bein anlegt und auch hier die Längenmessung ' des Unterschenkelumfanges ermöglicht, die oben für die Tastenschieber beschrieben worden ist.
Hiermit kann auch noch ein neues wichtiges Maß genommen werden, das Kleinzehen- und Großzehenmaß. Mißt man von dem Punkt unter dem inneren oder äußeren Knöchel um die Ferse herum nach dem' äußeren Ballenpunkt am Ansatz der kleinen Zehe und dem der großen Zehe, so sind die beiden Längen
bei normalem Fuß und normal gestelltem Fuß gleich.
Für diese Messung sind bei diesem Meßgerät noch an der Fersenfeder s1 zwei Meßbänder s10 und s11 angebracht.
An Stelle des elastischen, sich an den Fuß anschmiegenden Stahlbandes können auch andere elastische Körper verwendet werden, im besonderen kann auch über den Fuß ein Strumpf aus elastischem Stoff übergestreift werden, der die entsprechenden Führungen für die Meßbänder besitzt.
In der Fig. io ist eine weitere Ausbildungsform des Apparates veranschaulicht, welche gestattet, den Fußrücken nicht nur in der Fußrückenlinie, d. h. in der Schrittebene abzutasten, sondern auch in beliebigen Winkeln zu dieser Ebene. Zu diesem Zweck ist der Rahmen g, welcher die Fußrückentaster g1 enthält, um den Nullpunkt P drehbar angeordnet. Der Rahmen spielt, auf Skalen g2 und gs ein, an welchen die Winkelstellung abgelesen werden kann. Die Tasteranordnung selbst ist unverändert geblieben.
Es ist ersichtlich, daß auch an den anderen Mechanismen zur Ausführung der Erfindung die mannigfaltigsten Abänderungen angebracht werden können. Grundsätzlich ist die Tastereinrichtung z. B. nicht auf schieberförmige Ausbildung derselben beschränkt, sondern irgendeine Tastereinrichtung kann verwendet werden. Z. B. kann der Taster an einem Hebelarm sitzen und von diesem Hebelarm aus durch eine Schubstange die. Tasterbewegung um einen gleichen Hebelarm übertragen werden, auf welchem sich dann die Markierstifte befinden und der an der Skala spielt.

Claims (23)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Messen von Füßen zur Herstellung von Schuhwerk und Leisten, sowie zur Feststellung von Fußveränderungen, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangspunkt der Messung der Nullpunkt (P) des Fußes gewählt wird, dessen Lage in der Meßvorrichtung festgelegt wird, durch ihn eine den Fußrücken schneidende Vertikalebene gelegt wird, zu deren beiden Seiten die Fußmessungen einzeln stattfinden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Nullpunkt eine Ebene senkrecht zur Schrittebene gelegt wird und von dieser die Längenmaße nach der Fersenlinie genommen werden.
3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Nullpunkt eine Reihe von Maßen nach verschiedenen Punkten eier Fersenlinie genommen wird.
. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß in einem Meßapparat nach dem Nullpunkt, der Fußrückenlinie, der Lage des Absatzes, insbesondere auch der Absatzhöhenlage und der Lage der Fußspitze festgelegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Lage (Höhenlage) des Absatzes durch Aufhängung desselben an einem einstellbaren, mit Skala versehenen Fußhalter (F) festgestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die zweite Zehe am Boden (a) des Meßapparates in der Schrittebene an einer Skala (Z) festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Fußlage durch Anlegen der Vorderkante des Schienbeines an ein Lineal (C) festgelegt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußumfang durch je zwei Längen zwischen der Fußrückenlinie und der Fußsohlenlinie gemessen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den in einer bestimmten Lage festgestellten Fuß von verschiedenen Seiten Taster herangebracht werden, welche durch Markierstifte o. dgl.
an ihrem dem Fuß abgekehrten Ende die abgetasteten Punkte und durch die Gesamtheit derselben die betreffenden Umrißlinien wiedergeben.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei sich kreuzende Meßbänder (b2, &4) in der Weise Anwendung finden, daß sie zusammen den Fußumfang" zwischen den zu messenden Punkten, z.B. von der Fußrückenlinie bis zur Fußsohlenmittellinie bestimmen und durch Anlegen der Taster an die Fußoberfläche an diese Oberfläche angeschmiegt werden.
11. Verfahren zur plastischen Abbildung der Fußsohle nach Anspruch 5, nach welchem von unten eine Platte aus plastischer Masse (e1) an den aufgehängten Fuß angepreßt wird.
12. Leisten zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 7, bei welchem sich an den Fußteil noch ein Beinteil anschließt.
13. Meßvorrichtung zur Ausführung der angegebenen Verfahren, bestehend aus einem Fußhalter (F), in welchem der Absatz schwebend aufgehängt wird, einer • Festlegevorrichtung (Z) für die zweite Zehe an dem Apparatboden (a), einer Reihe von Seitenschiebern (b) zum Abtasten der Umrißlinien senkrecht zur
Schrittebene, einer Reihe von Fußrückentastern (c), angeordnet in der Schrittebene über dem Fuß, einer Reihe von Sohlentastern (e), angeordnet in der Schrittebene unter dem Fuß, einer Reihe von Fersentastern (d), angeordnet in der Schrittebene hinter der Ferse, und die Anordnung von Markierstiften (b1, c1, e1, d1) an der Außenseite aller einzelnen Taster.
ίο
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch die gelenkige Anbringung des Führungsrahmens (α18) für die Fersentaster (d), zum Zweck, diese abzuklappen, um den Fuß in den Apparat einzuführen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch die Anordnung von Meßbändern in der Art, daß die Seitenmeßbänder (i>2j &4) mit ihren Enden an den . Enden der Fußrückentaster (c) und Fußsohlentaster (e) befestigt sind und durch Führungen (bs, b5) oben und unten in dert Seitentastern (b) durch diese hindurch nach außen gelangen und hier über einer Skala eine Anzeigevorrichtung (fr11, b12) tragen, an welcher die sich an den Fuß anschmiegenden Meßbänderlängen abgelesen werden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Fußhalter, bestehend aus einem einstellbaren Tragbalken (f3), an welchem der Fuß mittels einstellbarer, mit Skala versehener Gurten (/6) aufgehängt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Fußzeheiv halter, bestehend aus einer an dem Boden des Meßapparates verschiebbaren Leiste
(Z) mit einer Befestigungsvorrichtung (Z1) für die zweite Zehe an ihrem vorderen Ende.
18. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Nullpunkt und an den Fersentastern (d) befestigten Meßbänder (b1*, b16) durch Führungen (&", b17) in Seitentastern (b) nach außen gelangen und dort mit Skala und Zeigern versehen sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein elastisches Gestell (s), welches sich an die Fußrückenlinie, Fußsohlenlinie und Fersenlinie anschmiegt und Meßbänderpaare (s5, ss) trägt, welche an einem dieser Teile (s1, s41) befestigt und an dem anderen Teil (j6, s9) geführt sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen elastischen Strumpf, auf welchem Meßbänder gemäß Anspruch 19 angebracht sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 und 20, gekennzeichnet durch die Befestigung zweier Bänder (s10, s11) an dem Fersenteil zum Messen des Kleinzehenmaßes und Großzehenmaßes.
22. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 9, bei welchem die Fußrückentaster (g1) in einem Führungsrahmen, (g) angeordnet sind, der sich um eine vertikale Achse durch den Nullpunkt (P) drehen läßt. ' .
23. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch Meßbänder, welche durch Bohrungen der Taster (z. B. es, Fig. 8) geführt sind, welche sich gleichweit von den Tasterenden entfernt befin- den.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5577400A (en) * 1993-09-09 1996-11-26 Palange; Walter Knitting apparatus and method

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5577400A (en) * 1993-09-09 1996-11-26 Palange; Walter Knitting apparatus and method

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