DE2950481A1 - Neues verfahren zur herstellung der ursodesoxycholsaeure - Google Patents

Neues verfahren zur herstellung der ursodesoxycholsaeure

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DE2950481A1
DE2950481A1 DE19792950481 DE2950481A DE2950481A1 DE 2950481 A1 DE2950481 A1 DE 2950481A1 DE 19792950481 DE19792950481 DE 19792950481 DE 2950481 A DE2950481 A DE 2950481A DE 2950481 A1 DE2950481 A1 DE 2950481A1
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Roussel Uclaf SA
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • C07J9/005Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane containing a carboxylic function directly attached or attached by a chain containing only carbon atoms to the cyclopenta[a]hydrophenanthrene skeleton

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Description

ROUSSEL-UCLAF, Paris/Frankreich
Neues Verfahren zur Herstellung der Ursodesoxycholsäure
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung der Ursodesoxycholsäure.
Es ist bereits bekannt, die Ursodesoxycholsäure mit Hilfe einer Reaktionsfolge, ausgehend von der Chenodesoxycholsäure, herzustellen. Ein derartiges Verfahren wird insbesondere von Kamazawa und Mitarb, in CA., 5_1 (1957) 17965 beschrieben.
Die letzte Stufe dieses Verfahrens besteht darin, die 3oc-Hydroxy-7-ketocholansäure mit Natrium in einem Propanolmedium zu reduzieren, um die Ursodesoxycholsäure zu erhalten.
Es ist auch bekannt, die 3a-Hydroxy-7-ketocholansäure mit Natrium in Gegenwart von tert.-Butanol zu reduzieren (JA-Patentveröffentlichung Nr. 78 862/1977).
Gleichfalls ist es bekannt, diese Reduktion mit Kalium in Gegenwart von tert.-Butanol durchzuführen (JA-Patentveröffentlich ung Nr. 79 50/19 77).
Es ist festzustellen, daß die Verwendung von Kalium große Vorsichtsmaßnahmen erforderlich macht und einen ernsthaften Nachteil für eine industrielle Arbeitsweise darstellt.
Die Reduktion mit Natrium oder Kalium in Gegenwart von Alkohol des 7-Keto-Derivats ergibt überwiegend das entsprechende 7ß-Hydroxy-Derivat, d.h. die Ursodesoxycholsäure, ergibt jedoch auch in erheblichem Anteil das entsprechende 7oc-Hydroxy-Derivat, d.h. die Chenodesoxycholsäure.
030026/0807
Erfindungsgemäß wurde nun ein neues Verfahren zur Reduktion der Sc.-Hydroxy-V-ketocholansäure aufgefunden, das es gestattet, die Ausbeute an 7ß-hydroxyliertem Derivat in bezug auf die unter Einsatz der bisher bekannten Verfahren erzielten Ausbeuten zu erhöhen. So enthält das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Reduktionsprodukt das 7ß-h 'droxylierte Derivat (Ursodesoxycholr.äure) in der Größenordnung von 90 % und das 7a-hydroxylierte Derivat (Chenodesoxycholsäure) lediglich in einer Menge von ca. 10 %„ Das erf indungscernäße Verfahren gestattet es daher, ausgehend von 3a-Iiydro>ry-7-ketocholansäure eine rohe Ursodesoxycholsäure, die ledig!ich ca. 10 % Chenodesoxycholsäure enthält, zu erhalten, während der industrielle Einsatz der vorstehend erwähnten Verfahren zu roher Ursodesoxycholsäure mit einem Gehalt an Chenodesoxycholsäure von eindeutig über 10 % führt.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein neues Verfahren zur Herstellung der 3oc, 7ß-Dihydroxycholansäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Scx-Hydroxy-V-ketocholansäure mit Lithium in flüssigem Ammoniak in Gegenwart von Protonendonatoren reduziert.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein derartiges Verfahren, bei dem der Protonendonator ein Alkanol oder ein Ainmoniumsalz ist.
Das Alkanol kann insbesondere Methanol, Äthanol, Pronanol oder tert.-Butanol sein. Das Ammoniurnsalz kann insbesondere Ammoniumacetat oder Ammoniumchlorid sein. Vorzugsweise verwendet man als Protonendonator Methanol.
Die Reduktionsreaktion wird in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels, wie eines Lösungsmittels vom Äther-Typ, durchjjemäß bevorzugten Bedingungen für die Durchführung des erfin üungngemäßen Verfahrens wird die Reaktion in Gegenwart von Tetrahydrofuran durchgeführt.
'ι ? Π Π ? fi / Π <> Π 7
ORIGINAL INSPECTED
In klassischer VJeise kann die Reduktionsreaktion bei einer Temperatur zwischen -700C und der ,
gen Ammoniaks durchgeführt werden.
Temperatur zwischen -700C und der Siedetemperatur des flüssi-
Bevorzugt arbeitet man bei der Siedetemperatur des flüssicjen Ammoniaks.
In klassischer Weise v.ird die Ursodesoxycholsäure aus ihrem im Verlauf der Reduktionsreakti.on gebildeten Lithiumselz mit einer Mineralsäure, wie Chlorwasserstoffsäure oder Schwefeläure, freigesetzt.
Vorzugsweise verwendet man Chlorwasserstoffsäure. Das nachstehende Beispiel erläutert die Erfindung.
Beispiel
Kan mischt unter Rühren 100 g Sa-Hydroxy-V-ketocholansäure,
3 3
1000 cm Tetrahydrofuran und 30 cm Methanol, rührt bis zur vollständigen Auflösung und kühlt auf -32°C ab.
3 Man gibt bei dieser Temperatur auf einmal 1000 cm flüssiges Ammoniak zu und bringt danach bei -32°C während 45 Minuten bis zu einer Stunde 10 g Lithium in kleinen Stücken ein. Man rührt darauf 1 Stunde bei -32°C und fügt danach während 15 Minuten 100 cm Methanol zu. Man verdampft das Ammoniak während einer Stunde mit Hilfe eines Wassorbades bei +300C, gibt auf einmal 400 cm entmineralisiertes Wasser zu und säuert anschließend durch Zugabe von 200 cm Chlorwasserstoffsäure von 22 Be auf einen pH von ungefähr 2 an.
3 ··
Man extrahiert viermal mit 200 cm Athylacetat, wäscht die organische Phase mit entmir.eralisiertem Wasser und destilliert die organische Phase bei 60°C im Vakuum zur Trockne. Man nimmt dreimal mit 100 cm Athylacetat auf, engt unter Vakuum bei 70°C zur Trockne ein und erhält 104 g kristallisierte rohe Ursodesoxycholsäurc. [cc] = +5011° (c = 1 %, Äthanol).
030026/0807
ORIGINAL INSPECTED
Durch Dünnschichtchromatographie stellt man fest, daß die erhaltene rohe Ursodesoxycholsäure ca. 8 % Chenodesoxycholsriure enthält.
030026/0807

Claims (4)

  1. Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmanr, - Dr. R. Koenigsberger
    Dipl.-Phys. R. Holzbauer - Dipl.-Ing. F. Kiingj- eii>en - Dr. F. Zumstsin jun.
    PATENTANWÄLTE
    ΘΟ00 München 2 ■ Brauhausstraße 4 - Telefon SammelNr, 22 5341 · Telegramme Zumpat Telex 529979
    Cas 1867 D
    Patentansprüche
    l.JVerfahren zur Herstellung der 3a, 7ß-Dihydro::ycholan-
    V / säure, dadurch gekennzeichnet, daß
    man die 3a-Hydroxy-7-ketocnolansäure mit Lithium in
    flüssigem Ammoniak in Gegenwart eines Protonendonators
    reduziert.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Protonendonator ein Alkanol ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das /Ikanol Methanol ist.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart von Tetrahydrofuran durchgeführt wird.
    030026/0807
    ORIGINAL INSPECTED
DE2950481A 1978-12-15 1979-12-14 Verfahren zur Herstellung der 3â,7µ-Dihydroxycholansäure Expired - Lifetime DE2950481C2 (de)

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