DE294733C - - Google Patents

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DE294733C
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matrices
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/08Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled
    • B41B7/12Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled in which a justified line is composed of matrices and a type line is cast in one piece
    • B41B7/16Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled in which a justified line is composed of matrices and a type line is cast in one piece the lines of matrices being composed and justified by machine operation, e.g. line type casting machines, "intertype" machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Collation Of Sheets And Webs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 294733 KLASSE 15«. GRUPPE
Typographische Setzmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf solche typographische Setzmaschinen, bei denen im Kreislauf geführte Matrizen aus einem Magazin in der Reihenfolge ausgelöst werden, in welcher sie im Druck erscheinen sollen, alsdann zu einer Zeile gesammelt werden und die gesetzte Zeile vor eine Gießform geführt wird, in die geschmolzenes Metall eingespritzt wird, zum Zwecke, eine Letternzeile herzustellen, worauf
ίο die Matrizen angehoben und durch den Ableger dem Magazin zugeführt werden, aus dem sie entnommen wurden.
Bei Setzmaschinen dieser Art ist es häufig erwünscht, auf den Zeilen vergrößerte Schriftzeichen anzubringen, und zwar Schriftzeichen von größerer Breite als sie auf Matrizen angeordnet werden können, die noch in der Maschine verwendbar sind. Man hat daher bereits vorgeschlagen, Ergänzungsmatrizen zu benutzen, von denen jede in der senkrechten Richtung eine vollständig abgeschlossene Schriftzeichenvertiefung enthält, deren wagerechte Ausdehnung indessen nur einen Teil des sich sehr breit ausdehnenden Schriftzeichens besitzt, so daß, wenn diese Ergänzungsmatrizen seitlich aneinander in der Zeile stehen, sie zusammen ein vollständiges Schriftzeichen bilden und dieses entsprechend auf der gegossenen Letter entsteht. Diese Matrizen sind dann in verschiedenen Magazinkanälen der Maschine untergebracht und die zu diesen Kanälen gehörigen Auslösevorrichtungen so miteinander gekuppelt, daß bei einmaligem Anschlagen einer Taste zuerst eine Matrize aus dem einen und unmittelbar darauf eine Matrize aus dem anderen Kanal selbsttätig ausgelöst wird. Diese 45
Einrichtung hat indessen den Nachteil, daß sie die Aufnahmefähigkeit des Magazins beschränkt; wenn z. B. alle Schriftzeichen aus je zwei Teilen bestehen, so wird das Magazin nur die Hälfte verschiedener Schriftzeichen aufnehmen können. Mit der Einrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun dasselbe Ergebnis erreicht wie bei den bekannten Einrichtungen, indessen ohne daß die Fähigkeit des Magazins, einen ganzen Satz von Matrizen aufzunehmen, irgendwie beeinträchtigt wird.
Zu dem Zweck sind die sich zu einem Schriftbild ergänzenden Matrizen mit der gleichen Ablege verzahnung versehen, so daß diese Matrizen in ein und demselben Magazinkanal abgelegt werden, wobei aber die Zahl der den ersten Schriftzeichenteil tragenden Matrizen um eins größer ist als die Anzahl der den anderen Schriftzeichenteil tragenden und die Matrizen in dem gleichen Magazinkanal abwechselnd angeordnet sind. Demzufolge können sie durch aufeinanderfolgendes Anschlagen einer einzigen Taste der Reihe nach an denselben Stellen ausgelöst und darauf durch den Ableger in den gleichen Magazinkanal zurückbefördert werden.
In der Zeichnung ist eine vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung als Beispiel an einer Matrizenzeilensetz- und -Gießmaschine dargestellt, und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht eines Paares von zusammengehörigen Matrizen, die ein verbreitertes Schriftzeichen tragen;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht einer dieser Matrizen und zeigt die Ablegeverzahnung, die
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mit derjenigen der anderen Matrize identisch ist;
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung gewisser Teile der oben erwähnten typographisehen Setzmaschine, und
Fig. 4 zeigt die Führung der Matrize in dem besonderen für sie geeigneten Magazinkanal.
Beide Matrizen A und B können den gewöhnlieh benutzten Matrizen gleichartig sein, mit der Ausnahme, daß sie, anstatt ein vollständiges Schriftzeichen zu enthalten, mit je einer sich zu einem Ganzen ergänzenden Hälfte a, b eines verbreiterten Schriftzeichens versehen sind, z. B. des Buchstabens »S«, welcher breiter hergestellt ist als das Bild einer anderen Matrize. Wenn die beiden Matrizen seitlich aneinandergefügt sind, bilden sie in Wirksamkeit eine einzige Matrize, die ein breiteres Bild auf der Typenzeile gießt, als es sonst möglich ist. Solche Matrizen können in ein und demselben Kanal M des Magazins laufen, und zu diesem Zweck sind sie mit Ablegezähnen c (Fig. 2) versehen, welche bei beiden Matrizen gleich sind, so daß sie der Reihe nach an derselben Stelle durch den Ableger ausgelöst werden und beide in denselben Magazinkanal zurückkehren.
Das Magazin C (Fig. 3) enthält die Kanäle zum Aufstapeln und zur Führung der Matrizenreihe. Das Tastbrett D ist von gewöhnlicher Bauart und mit Tasten versehen, um die einzelnen Schriftzeichen auszulösen. Diese Tasten sind mit nicht dargestellten Auslösevorrichtungen in Verbindung, durch welche die bezeichneten Schriftzeichen ausgelöst und nach dem geneigten Sammlerriemen E abgeliefert werden, durch welchen sie der Reihe nach in den Sammler F gelangen. Die gesetzte Zeile wird nun in der gewöhnlichen Weise, wie durch einen Pfeil angedeutet, zuerst aufwärts, dann seitwärts und dann abwärts nach dem Gießmechanismus G bewegt, durch welchen die Zeilen gegossen werden, alsdann werden sie aufwärts, dann seitwärts, dann aufwärts und wiederum seitwärts nach dem Ableger H geführt, durch welchen die Matrizen an die oberen Enden der Magazinkanäle, aus denen sie ursprünglich ausgelöst wurden, in bekannter Weise zurückgebracht werden.
Bei der dargestellten Maschine werden die Matrizen nach dem Sammler in einer Richtung, und zwar von rechts nach links in der Reihenfolge A B abgeliefert, aber bei dem Ablegen werden sie in der umgekehrten Richtung zurückgeliefert, also von links nach rechts in der Reihenfolge B A. Mit anderen Worten, obwohl die Matrize A den gemeinschaftlichen Magazinkanal zuerst verlassen hat, wird sie zuletzt in ihn zurückgebracht. Wenn infolgedessen ein Paar von Matrizen A, B oder eine gleiche Anzahl der beiden Sorten Matrizen A und B verwendet werden, so werden sie nach dem ersten Durchgang durch die Maschine in unrichtiger Reihenfolge abgelegt werden. Diese Schwierigkeit wird dadurch beseitigt, daß die Matrizen abwechselnd in einem einzigen Magazinkanal M, aber in verschiedener Anzahl untergebracht werden, d. h. wenn es sich um Doppelmatrizen der in Frage stehenden Art handelt, werden durch abwechselnde Lagerung und durch Vorsehen einer gleichen Anzahl der einen und einer um eins vermehrten Anzahl der anderen Art, z. B., indem man die Matrizen in dem Magazinkanal M in der Reihenfolge ABABA usw. aufstapelt, oder mit anderen Worten, indem man von den Matrizen A mehr verwendet als von den Matrizen B, wie z. B. in Fig. 4 gezeigt ist. Da auf diese Weise stets eine Matrize A die oberste und die unterste im Kanal ist, folgt, daß, selbst wenn das unterste Paar von Matrizen in der Reihenfolge A B ausgelöst und dann an das andere Ende des Kanals in der Reihenfolge B A zurückgebracht wird, die gewünschte Abwechselung der Matrizen nicht gestört wird. Diese zuletzt erwähnte Anordnung ist natürlich dann unnötig, wenn die Matrizen in den Magazinkanal M in der gleichen Reihenfolge zurückgeliefert werden, in der sie ausgelöst sind.
Wenn der Setzer einen breiteren Buchstaben zu setzen wünscht, so braucht er nur hintereinander die gleiche Taste zu berühren, um ein Paar oder einen Satz von zusammengehörigen Matrizen auszulösen, und dieser Vorgang kann so oft als gewünscht erfolgen, ohne daß die automatische Wirkung der anderen Teile einschließlich der Ablegevorrichtung irgendwie geändert zu werden braucht. Mit anderen Worten, die zusammengehörigen Matrizen werden aufgestapelt und laufen in dem Magazinkanal in der gewöhnlichen Weise und werden durch hintereinanderfolgende Betätigung einer gleichen Taste oder einer ähnlichen Auswählvorrichtung herausgeholt und in den Kanal in der richtigen Reihenfolge wieder abgelegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Typographische Setzmaschine, bei welcher Matrizen oder Patrizen Verwendung finden, von denen mehrere einander ergänzen und die einzelnen nur einen Teil des Schriftbildes tragen, welches zwar in senkrechter Richtung vollständig ist, in der seitlichen Richtung aber von mehreren Matrizen gebildet wird, und bei welcher diese Matrizen selbsttätig in ein mit Kanälen versehenes Magazin abgelegt werden, wobei jede einzelne Matrize mit einer sie von den anderen
    unterscheidenden Signatur versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Signaturen der verschiedenen sich einander zu einem Schriftbild ergänzenden Matrizen die gleichen sind, so daß diese Matrizen alle in den gleichen Magazinkanal abgelegt werden, j wobei die Zahl der den ersten Schriftzeichenteil tragenden Matrizen oder Patrizen um eins größer ist als die Zahl der den anderen Schriftzeichenteil tragenden, und die Matrizen in dem gleichen Magazinkanal abwechselnd angeordnet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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