DE29422C - Selbstthätiges Feuerzeug mit Cigarrenabschneider - Google Patents

Selbstthätiges Feuerzeug mit Cigarrenabschneider

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DE29422C
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DE
Germany
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match
lever
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arm
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DENDAT29422D
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Original Assignee
E. LOHAUSEN in Halle a. S
Publication of DE29422C publication Critical patent/DE29422C/de
Active legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24FSMOKERS' REQUISITES; MATCH BOXES; SIMULATED SMOKING DEVICES
    • A24F13/00Appliances for smoking cigars or cigarettes
    • A24F13/24Cigar cutters, slitters, or perforators, e.g. combined with lighters

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. April 1884 ab.
Dieses Feuerzeug hat den Zweck, durch Druck auf einen Stempel eine Cigarrenspitze abzuschneiden und zugleich ein Zündholz brennend, fertig zum Abnehmen, austreten zu lassen.
Dasselbe besteht aus dem Zündholzbehälter^·, Fig. ι und 3 , einem viereckigen Kästchen mit lose aufliegendem Deckel, welcher durch zwei kleine in den oberen Rand von g eingelassene Stifte in seiner Lage erhalten wird. Dieses Kästchen ist oben auf zwei Seiten zum Theil so weit offen, dafs der Arm c, welcher das Zündholz greift, hinein und heraus kann. Der Boden von g ist innen von jeder Seite nach der Mitte zu abgeschrägt, damit die Hölzer stets nach unten rollen. Dann sind im Boden drei Schlitze, durch welche drei feststehende Stege, Fig. 5, beim Niederdrücken heraustreten und als Führung dienen. Der mittelste Steg hat oben der Länge nach eine Rinne, worin sich stets bis aufs letzte ein Streichhölzchen befindet. Diese Rinne ist an einer Stelle, wo die Klaue zum Greifen des Holzes sich einsenkt, in einer Länge von 12 mm vertieft, Fig. 4.
Aufserdem sind zum Zusammenhalten der Hölzer auf den schrägen Flächen im Kästchen g diese umfassende Bleche d angebracht. Der Boden von g ist von unten zur theilweisen Bergung zweier Springfedern m entsprechend ausgehöhlt. Seitlich an den Behälter g ist ein Ansatz h, Fig. 1 und 4, fest angeschraubt. In denselben ist ein Federgehäuse c" zum Theil eingelassen, woran sich beiderseitig ein kleiner Arm c und c' setzt. Der Arm c hat eine federnde Klaue i, Fig. 2 und 5, zum Greifen und Festhalten eines Streichhölzchens und der Arm c' eine Rolle k, Fig. 1 und 4.
Aufserdem befindet sich auf diesem Ansatz h ein kleiner Gummiwürfel b, Fig. 4, befestigt, welcher der rotirenden Bewegung des Armes ein Ziel setzt. Dann ist unter der Trommel c" dieser Ansatz vertical in Drahtstärke durchbohrt, weil von unten gegen den Boden der Trommel ein Hemmstift /, Fig. 1, durch eine permanent wirkende Feder angeprefst wird.
Der Ansatz h ist unter der Bewegungslinie des Armes c excentrisch vom Mittelpunkt der Federtrommel begrenzt, wodurch das Streichholz während der Drehung möglichst weit vorgeschoben werden soll, Fig. 4.
Auf der entgegengesetzten Seite des Kästchens befindet sich ein konisch eingesetztes Thürchen a, Fig. 1 und 4, welches durch eine aufsen angeschraubte Schlagfeder angedrückt wird; an diesem Thürchen a, welches keilförmig nach innen vortritt, ist die Streichfläche für die Zündhölzer angebracht.
Seitlich aufsen ist an den Behälter g ein Cigarrenmesser/, Fig. 1, angeschraubt, hierunter ist ein Streifen in der Verlängerung einer Wand des Behälters g angebracht, welcher dazu dient, den Auftrieb der zwei Springfedern m nach oben zu begrenzen, indem dieser Streifen, oben angekommen, durch einen vorstehenden Stift gehemmt wird, Fig. 1. l
Concentrisch zum Mittelpunkt der Federtrommel c" ist am Boden des Apparates ein Theil eines Cylindermantels e fest angeschraubt, welcher, Fig. 1 und 4, in Höhe unter der Rolle h anfangend, auf ca. 900 Länge und 26 mm Höhe
nach einer Schraubenlinie abgeschnitten ist und dann vertical abfällt.
Die beiden stets nach oben drückenden Springfedern m befinden sich unter dem Behälter g und werden in zusammengedrücktem Zustande zum Theil vom ausgehöhlten Boden des Apparates und anderentheils oben im Boden von g aufgenommen, Fig. 3, 4 und 5.
Der Apparat ist von einem Mantel umgeben, in welchem sich vier Oeffhungen befinden; eine oben in der Mitte, durch welche ein Stempel geht, die zweite seitlich schlitzförmig (s. Fig. 2), durch welche das brennende Streichholz vorgebracht wird; auf derselben Seite ist ein rundes Loch (s. Fig. 5) zum Cigarrenabschneiden. Diesem letzteren gerade gegenüber ist auf der entgegengesetzten Seite ein Schlitz zum Hineinwerfen von Geldalmosen für arme Waisenkinder. Der Sockel ist hohl und zur Aufnahme von Cigarrenspitzen und Geld bestimmt. Der Mantel ist durch eine einfache Schliefsvorrichtung nur vom Besitzer abnehmbar.
Beim Druck auf den Stempel gleitet die Rolle k, Fig. 4, des Armes c' auf der Curve e hinunter und dreht hierdurch auch den Arm c um einen rechten Winkel. Gleichzeitig sind mit dem Behälter g sämmtliche Streichhölzer hinuntergegangen und bleibt nur eines in der Rinne des Mittelsteges oben liegen; dieses Hölzchen wird von dem Greifer i des Armes c gefafst, welch letzterer fixirt wird, indem sich der Stift /, Fig. ι, welcher gegen den Boden der Trommel c" drückt, worin sich an entsprechender Stelle ein Loch befindet, einsenkt. Indem die zwei Springfedern m den Behälter g mit Ansatz h wieder nach oben drücken, löst sich, nachdem das Hölzchen in Höhe der Streichfläche angekommen ist, durch einen am Boden befestigten Haken n, Fig. 1, der Fixirstift / aus dem Trommelboden und der Arm c schnellt das Streichholz vermöge der in der Trommel befindlichen Feder an der Reibfläche vorbei und so entzündet durch den Mantelschlitz nach aufsen.
Durch den nach unten gerichteten Druck ist gleichzeitig vermittelst des seitlich angebrachten Messers/, Fig. 1, die Cigarrenspitze in üblicher Weise abgeschnitten worden.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Ein Feuerzeug, bei welchem durch Niederdrücken des Stempels einerseits der (Zigarrenabschneider / in Wirkung tritt, andererseits infolge Niedergehens des Zündholzbehälters g ein einzelnes Hölzchen in die Höhe gehoben wird und, indem die Rolle k des Hebels c' auf der Curve e geführt wird, dieser Hebel eine Drehung um 900 macht und mit dem an dem Hebelarm c befestigten Greifer i dieses Zündholz erfafst. Bei Rückdrehung des Hebels c durch die Feder in dem Gehäuse c" wird, während der Behälter g durch die Wirkung der Federn m wieder in die Höhe geht, das Zündholz an der federnden Reibfläche α vorbeigeführt und tritt entzündet aus dem Gehäuse, wobei es durch die zu c" excentrische Fläche h nach aufsen geschoben wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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