DE29296C - Kombinirter Zimmerofen für Heiz-, Koch- und Ventilationszwecke - Google Patents
Kombinirter Zimmerofen für Heiz-, Koch- und VentilationszweckeInfo
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- DE29296C DE29296C DENDAT29296D DE29296DA DE29296C DE 29296 C DE29296 C DE 29296C DE NDAT29296 D DENDAT29296 D DE NDAT29296D DE 29296D A DE29296D A DE 29296DA DE 29296 C DE29296 C DE 29296C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24B—DOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
- F24B1/00—Stoves or ranges
- F24B1/26—Stoves with additional provisions for cooking
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Baking, Grill, Roasting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36 V5HEIZUNGSANLAGEN.
id.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 2. December 1883 ab«
Die Neuerungen an Zimmeröfen haben den Zweck, die Heizkraft des Brennmaterials in
vollkommener Weise auszunutzen, wobei die erzeugte Wärme zu Heiz-, Koch- und Ventilationszwecken verwendet wird."" ~ ~ '
In den Zeichnungen stellen Fig. 1 bis 8 Neuerungen an Kachelöfen mit Rostfeuerung
dar, welche mit dem Schornstein in llirecter Verbindung stehen.
Fig. ι ist ein verticaler Querschnitt nach der
Linie I-1 der Fig. 2,
Fig. 2 ein verticaler Längsschnitt nach der Linie II-II der Fig. 6 (die Kästen sind in Ansicht
dargestellt),
Fig. 3 eine Seitenansicht,
Fig. 4 ein verticaler Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 5 ein Längsschnitt durch . den Luftzuführungskanal von aufsen nach der Linie IV-IV
der Fig. 6,
Fig. 6 ein horizontaler Querschnitt nach der
Linie V-V der Fig. 2,
Fig. 7 ein ebensolcher nach der Linie VI-VI der Fig. 2 und
Fig. 8 ein solcher nach der Linie VII-VII der Fig. 1.
Der Ofen ist durch einen horizontalen Zwischenboden Z in zwei Theile getheilt. Der untere
enthält den Kochraum K, der durch die aus doppelten Eisenplatten w wl mit dazwischenliegender
Luftschicht bestehende Heizplatte H mittelst der Feuerung F geheizt wird. Die
Feuergase nehmen den in Fig. 2 durch Pfeile angezeigten Weg und gelangen nach Erhitzung
der Heizplatte H und der eisernen Seitenwand c in den Rauchkanal b, Fig. 4. Soll im Sommer
der Ofen nur für Ventilationszwecke, z. B. in Schulen, Krankenhäusern, Kasernen etc., angeheizt
werden, so werden die Heizgase durch eine Drosselklappe d, Fig, 4,. veranlafst, direct
in den Schornstein abzuziehen.
Der Kochraum K ist durch eine Schiebeglasthür
abgeschlossen und der Wrasen und die Kochdünste ziehen durch das Wrasenrohr e ab, —■
das durch einen Doppelschieber /, der gleichzeitig das Wärmerohr schliefsen bezw. öffnen
kann, absperrbar ist. Das Wrasenrohr e ist mit dem Rauchkanal verbunden und kann durch
einen Schieber g von dem Ofen abgesperrt werden.
Will man durch den. _Ofen eine lebhafte ';
Ventilation_des Zimmers erzielen, so Bringt man ι
die Drosselklappe ä, Fig. 4, ebenso die Drosselklappe h in dem Rauchkanal b in die punktirte j
Lage und zieht den Schieber g zurück, wonach ; die Verbrennungsgase in dem Rauchkanal b
senkrecht emporsteigen und mit dem Wrasen zusammen durch den Rohrstutzen nach dem
Schornstein abziehen. Auf diese Weise wird der neben dem Rauchkanal b liegende Ventilationskanal
i, Fig. i, 6 und 7, stark erhitzt, und da derselbe unten durch den Kanal k, Fig. 1
und 8, mit dem Zimmer, oben durch Oeffnung 7, Fig. i, mit dem Rauchkanal oder
Schornstein in Verbindung steht, wird die schlechte, verbrauchte Zimmerluft nahe dem
Boden__des Zimmers abgesaugt und in den .^
Schornstein abgeführt Durch Verlängerung "dieses Rohres k kann man auch andere Räume,
z. B. Closets oder Corridore, ventiliren und dadurch Uebelständen abhelfen, zu welchen die
meist fensterlosen, dunklen Corridore in Verbindung mit Cioseträumen führen.
[■■ r Soll der geheizte Ofen Koch- und Heiz-
(?.■■*!;:':.■;■· zwecken dienen, so bringt man die Drossel-
.:'·]. klappe h in die in Fig. 4 gezeigte Stellung,
;;■_.■ während man die Drosselklappe d in der punk-
tirten Lage, Fig. 4, beläfst. Die Verbrennungsproducte treten infolge dessen durch die Oeffnung
m, Fig. 2 und 4, direct oberhalb des Zwischenbodens Z in den über demselben gelegenen
Theil des Ofens, steigen in Richtung der Pfeile in den von den Chamottekästen C
gebildeten Zügen empor, erhitzen~3ie~in~3iesen
befindliche Luft und gelangen nach vollständiger Abgabe der Wärme durch die Oeffnung n,
Fig. 4, in den Rohrstutzen h und weiter in den Schornstein.
Die hohlen Chamottekästen C sind durch gegen einander versetzt angeordnete Rohrstutzen
S verbunden, von denen der unterste ~Burch~eine OefFnung im Zwischenboden Z mit
dem Kochraum K in Verbindung gebracht ist, wobei jedoch diese Stutzen, wenn der Ofen nur
Kochzwecken dienen soll, durch den erwähnten Schieber / abgeschlossen werden. Nach oben
mündet die Reihe Chamottekästen in ein gebogenes sogenanntes Wärmerohr s.
~~ Neben dem Rauchkanal b, Fig. 5, liegt ein
Luftzuführungskanal 0, der durch das Rohr /
von aufsen frische Luft erhält, die durch die 73effnimg q, Fig.p)., in den untersten Chamottekästen
C eintreten kann, wenn man den durch den Kochraum K zugänglichen Schieber r zurückzieht.
Die kalte Luft wird begierig durch das Rohr/ den durch den Rauchkanal b erhitzten Kanal 0
und durch die Oeffnung q in die mit heifser Luft gefüllten Chamottekästen eintreten, sich
mit derselben mischen und eine derartige Circulation herbeiführen, dafs die stark erwärmte und
dennoch relativ wenig Kohlensäure enthaltende Luft durch das Rohr s ins Zimmer geleitet
wird, also neben der strahlenden Wärme des eigentlichen Ofens zur Heizung des Zimmers
wesentlich beiträgt.
Auf diese Weise ist es auch leicht möglich, durch Ableiten dieser Röhren in andere Räume
dieselben durch einen anderswo placirten Ofen bequem zu erwärmen, wobei man die Ausstrahlung
der Wärme durch Bepackung des Rohres ί verhindert.
Auf ähnliche Weise kann man die im Unterbau des Ofens vorhandene Wärme zu Heiz-
und Ventilationszwecken nutzbar machen. Durch die nahe dem Fufsboden angeordnete Rosette t,
jFig. 4 und 8, wird die Zimmerluft angesaugt
"und durch "Hen Kanal u unter den Feuerzug
geführt, um erwärmt durch die seitlichen Kanäle vv\ Fig. 2 und 8, zu streichen und durch
die Rosetten ws wz ins Zimmer zu treten.
Die den Chamottekästen C zum Zweck der
Die den Chamottekästen C zum Zweck der
Entziehung ihrer Wärme zugeführte Luft kann auch von aufsen durch den Kanal ο und Rosette
v" zugeleitet werden. j-J-Jj .,$ ,
Soll der mäfsig angeheizte'' Ofen nur Ventilationszwecken
dienen, so öffnet man das den Kochraum abschliefsende_ Schiebefenster ein
wenig, wodurch die Zimmerluft veranlafst wird, unter lebhaftem Zug einzutreten, um durch das
offene Wrasenrohr abzuziehen, wobei die stets lebhafte Circulation durch die strahlende Wärme
der Heizplatte H erreicht wird.
Diese Heizplatte H besteht aus einer unteren Feuerplatte w und einer oberen Plattete/1, zwischen
welchen eine Luftschicht vorhanden ist, um das Glühendwerden der oberen Platte w\
zu verhindern. Diese Luftschicht steht durch einen Kanal ze>2, Fig. 4, mit dem Rauchkanal b
in Verbindung und wird dadurch zur Circulation gezwungen, dafs man an der vorderen Seite
des Ofens eine Anzahl Löcher, die durch einen Schieber, wenn nothwendig, regulirt werden
können, anordnet, so dafs also auch auf diesem Wege eine Ventilationswirkung für das Zimmer
erreicht wird.
In den Fig. 9 bis 13 ist eine Kachelofen-Construction
dargestellt, bei welcher die Verbindung mit dem Schornstein nicht unmitteL·
bar erfolgen kann und bei welcher statt der Rost- eine Füllschachtfeuerung angeordnet ist.
Fig. 9 ist ein verticaler Querschnitt durch den Ofen nach der Linie VII-VII der Fig. 10,
Fig. 10 ein verticaler Längsschnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 12,
Fig. 11 ein verticaler Querschnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 10,
Fig. 12 ein Horizontalschnitt nach der Linie
X-X der Fig. 10 und
Fig. 13 ein solcher nach der Linie XI-XI der Fig. 9.
D ist der Verbrennungsraum, α1 der bewegliche
Rost, G und G1 sind die seitlich ausmündenden
Füllschächte mit oberen doppelten Wandungen, zwischen welchen isolirende Packung
zwecks Verhinderung der Bildung von Kohlenoxydgas angeordnet sein kann. Die Verbrennungsproducte
gelangen durch die unterhalb der Heizplatte ZT1 angeordnete Oeffnung y in
den hier beginnenden Rauchkanal b\
Die Sockelwärme wird in ähnlicher Weise, wie vorher dargestellt, dadurch nutzbar gemacht,
dafs die Zimmerluft durch die Kanäle ζ und z1 abgeleitet wird, welche sich um die
Füllschächte herumziehen, so dafs die erhitzte Luft durch weitere Kanäle zi z3 emporsteigen
und, durch die seitlichen Rosetten erwärmt, wieder austreten kann. Auf dem Rauchkanal b'
ist das Rauchrohr b2, das beliebig weitergeführt werden kann, angeordnet, mit dem das Wrasenrohr
e in Verbindung gebracht wird.
Im übrigen ist die Anordnung der in den Fig. ι bis 8 dargestellten nahezu analog.
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:Die Anordnung der durch Rohrstutzen ,S verbundenen Kästen C_ im Verbindung mit dem Frischluftkanal o, so dafs die durch Rohr / zugeführte frische Aufsenluft durch das Rohr ί erhitzt ins Zimmer gelangt bezw. einem anderen Raum zugeführt werden kann, oder in Verbindung mit dem Kochraum K, wobei durch Oeffnen des Doppelschiebers/ bei gehobener Schiebethür die Zimmerluft zur Circuiajion^gezwungen_wi^
Die Anordnung des Rauchkanals b mit Drosselklappen d und h in Verbindung mit dem Ventilations- und Luftzuführungskanal i bezw. ο zwecks Erwärmung derselben und Abführung der Verbrennungsproducte entweder_zur_JHfiizung^ durch m in den Ofen oder zwecks Ventilation direct in den Schornstein.^. Die Verbindung der vorgewärmten Kanäle i und ο mit Kanälen k bezw. / zu dem Zweck, um dem an das Zimmer angrenzenden Corridor oder Ciosetraum auf der einen Seite die schlechte Luft zu entziehen, auf der anderen Seite (durch f) frische Aufsenluft zuzuführen, die durch Rosette v2 eintritt und erwärmt ins Zimmer gelangt.μ Die Anordnung der seitlichen Kanäle vvl in Verbindung mit der regulirbaren Rosette und der Zuleitung», sowie der Rosetten wsw3, um durch Circulation auch die Sockelwärme des Ofens, wie beschrieben, nutzbar zu machen.;. Die Anordnung der doppelten Heizplatte H, wobei die Circulation der zwischen den Platten w w1 befindlichen Luftschicht durch Kanal w2 und regulirbare Oeffnungen im Ofen erreicht wird, zu dem beschriebenen Zweck.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29296C true DE29296C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE (1) | DE29296C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238844B (de) * | 1965-10-12 | 1967-04-13 | Interconsult Ab | Tragbare Saugduese zum pneumatischen Foerdern von grob- oder feinkoernigem Schuettgut |
-
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- DE DENDAT29296D patent/DE29296C/de active Active
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1238844B (de) * | 1965-10-12 | 1967-04-13 | Interconsult Ab | Tragbare Saugduese zum pneumatischen Foerdern von grob- oder feinkoernigem Schuettgut |
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