DE77722C - Etagenbackofen - Google Patents

Etagenbackofen

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Publication number
DE77722C
DE77722C DENDAT77722D DE77722DA DE77722C DE 77722 C DE77722 C DE 77722C DE NDAT77722 D DENDAT77722 D DE NDAT77722D DE 77722D A DE77722D A DE 77722DA DE 77722 C DE77722 C DE 77722C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oven
sides
pipe
furnace
gases
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77722D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. J. FRIEDERICHS, Köln, Weichserhof 7
Publication of DE77722C publication Critical patent/DE77722C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B1/00Bakers' ovens
    • A21B1/40Bakers' ovens characterised by the means for regulating the temperature

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES.
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2: Bäckerei.
H, J. FRIEDERICHS in KÖLN. Etagenbacköfen.
Pateritirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1893 ab.
Der vorliegende Backofen setzt sich aus folgenden Haupttheilen zusammen: einem Uriterth'.eil A, mehreren Mitteltheilen BB1B2 und dem Obertheil C. Alle Theile bestehen aus feuerfestem Material, welches von Eisenwänden umschlossen ist. Sie . sind am oberen und unteren Rande mit ringsum gehenden. Flantr sehen versehen und werden durch Verschrau^· bung mittelst dieser Flantsc'hen mit einander verbunden. . . .
-ein dem unteren Theile A befindet sich die Feuerung α und in den Theilen B B1 B2 je eine herausnehmbare Backröhre bbx b2. Oberhalb der Feuerung α befindet sich eine Feuerdecke c aus feuerfesten Steinen,. welche den Zweck hat, die directe Einwirkung der Heizgase auf den Boden der unteren Backröhre zu verhindern. ,
: IUm-die Hitze in den Backröhren nicht zu stark werden zu lassen, befindet sich im Innern jeder Backröhre auf dem Boden eine herausnehmbare, aus schlecht die Wärme leitendem Material hergestellte Steinplatte d, welche nicht gerade so lang ist, wie der. Boden der Backröhre selbst, damit, man durch geeignetes Verschieben der Steinplatte den Heizgasen den Zutritt entweder nur an der Rückseite oder nur an der Vorderseite, oder aber an beiden Seiten zugleich gestatten kann, je nachdem, die Platte so gelegt ist, wie:, in der Backröhre b der Zeichnung, oder wie: in. der Backröhre bx oder wie in der Backröhre: b2. Auf . diese Weise vermag man der Wärme ganz nach Wunsch eine, gröfsere oder kleinere Wirkung auf den Boden der Backröhre am hinteren oder vorderen Ende zu geben.
Unterhalb der Feuerdecke c theilen sich die Heizgase nach beiden Seiten und steigen durch die Kanäle e und f in die Höhe, jedoch mit der Mafsgabe, dafs sie in der Nähe der Feuerthür durchweine verschiebbare und je nach ihrer Stellung den Kanal e mehr oder weniger verschliefsende winkelförmige gufseiserne Platte C1 mehr gegen die Vorderwand hin geleitet werden, um den durch die Ausstrahlung aus den Eisentheilen der Thüren entstehenden Verlust an Wärme stets möglichst zu ersetzen; andererseits soll aber auch diese Ablenkung der Heizgase nach vorn der naturgemäfs bei allen Oefen an der Vorderseite stärker auftretenden Abkühlung durch kalte. Aufsenluft entgegen wirken. Zugleich wird durch das Einschalten dieser gufseisernen Platte die Unterfläche der untersten Backröhre b mehr oder weniger gegen die Einwirkung der Stichflamme, geschützt; es ist also durch die Vereinigung der Platte C1 mit der feuerfesten Decke c eine jusfirbare Feuerdecke geschaffen.
Aus den Kanälen e und f nehmen die Gase ihren Weg in breiter Schicht zu beiden Seiten der Backröhren aufwärts, werden jedoch an jeder Seite durch die von oben nach unten durchgehende Scheidewand g bezw. gx in einen vorderen und hinteren Strom getheilt, deren jeder durch die oberhalb der untersten Backröhre b beginnenden verticalen Scheide-
wände h und i bezw. hs und Z1 nochmals gespalten wird, so dafs also die Gase schliefslich in je vier zu beiden Seiten der Backröhre befindlichen Kanälen jklm bezw. den diesen gegenüberliegenden J1 k1 I1 To1 aufsteigen, gemäfs den in Fig. ι gezeichneten Pfeilrichtungen. Sehr wesentlich und neu gegenüber allen bisherigen derartigen Anordnungen von Zugscheidewänden ist einerseits die Verkürzung der seitlichen Scheidewände gegenüber der mittleren Scheidewand und andererseits die durch die seitlich unter einem Winkel an letztere anschliefsenden Bleche Z2 I2 herbeigeführte glockenartige Erweiterung des unteren Endes der mittleren Scheidewände,, so dafs die Heizgase von der Mitte aus gleichmäfsig nach vorn und hinten geleitet werden und gezwungen sind, aufser durch die den kürzesten Weg zum Schornstein darstellenden mittleren Züge k und Z bezw. k\ und Z1 auch durch die äufseren Züge j und m bezw. J1 und To1 nach oben zu steigen. Oben treten sie dann in die Abzugsröhren η op q, welche, je mit einer Klappe r versehen sind, um durch Stellen dieser Klappen die Temperatur an den verschiedenen Stellen der Backröhren reguliren zu können und so ganz gleichmäfsig beheizte Flächen an den einzelnen Backröhren zu erzielen. Die Abzugsröhren nopq münden in ein gemeinschaftliches horizontales Rohr, den Rauchsammler D, an welches der Kaminstutzen E sich anschliefst.
Auf ihrem ganzen Wege vom Feuerherd bis zum Kamin kommen die Heizgase nicht direct mit den Seitenwänden der Backröhren in Berührung, sondern diese sind durch eine schlecht Wärme leitende Isolirschicht eingeschlossen, welche die Wärme aufnimmt und allmählich an die inneren Backröhren abgiebt. Zwischen Backröhrenwand und Isolirschicht befindet sich aufserdem noch eine vermittelnde Luftschicht s.
Zur. ferneren Reguliruug der Temperatur im Ofen, speciell zur Abkühlung befinden sich zu beiden Seiten der unteren Backröhre b correspondirend mitj kl in bezw. J1 A1 I1 To1 durch die Schieber regulirbare Mündungen tuvw. Die Mündungen bestehen aus in die Wand eingesetzten eisernen Rahmen x, in welche die Schieber y von viereckigem, ebenfalls rahmenartigem Querschnitt mit durchbrochenen Seiten-, Ober- und Unterwänden eingeschoben werden. Durch diese Mündungen gestattet man der kalten Aufsenluft je nach Bedürfnifs freien Zu-. tritt. Die Schieber können auch beliebige andere praktische Formen erhalten oder durch Klappen, Rosetten und dergl. ersetzt werden.
Die Ausnutzung der Heizgase wird dadurch eine möglichst vollständige, dafs die Backröhren, aufser an den Seiten, auch an der Vorder- und Rückseite mit einer Isolirschicht ausgerüstet sind. ■■ ■
Ueber der letzteren, eine Backröhre enthaltenden Abtheilung B2 des Ofens befindet sich die Decke C. Sie besteht aus einer schlecht die Wärme leitenden Isolirschicht, welche direct auf der obersten Abtheilung B2 aufliegt. Sie wird durchbrochen von den Kaminrohren nopq, in welchen sich die Klappen r befinden, und welche sämmtlich mit dem horizontal über ihnen liegenden Rauchsammelrohr υ in Verbindung stehen. Ueber dem Ganzen, nämlich Raüchsammler, Kaminrohre nopq und Isolirschicht, befindet sich dann eine Haube F, aus welcher nur der Kaminstutzen E herausragt, und welche an ihrer Vorder- und Rückseite mit Klappen versehen ist, um die am Rauchsammler befindlichen Ventilationsvorrichtungen handhaben und event, den ganzen Rauchsammler herausnehmen zu können, zum Zwecke von Reparaturen oder Reinigung des letzteren selbst, sowie der Kaminrohre.
Diese ganze Anordnung der Isolirschicht und Haube hindert ein Ubermä'fsiges Ausstrahlen der Hitze aus den über der Ofendecke heraustretenden Kaminrohren nopq und dem Rauchsammlerrohr £>, und die Haube fängt die durch die Ausstrahlung der Decke und den natürlichen Luftzug an den Ofenwänden vorbei nach oben geführte Hitze auf, so dafs unter der Haube eine zusammengeprefste Menge heifser Luft gesammelt wird, welche nach unten drückt, also dem Luftzug nach oben hemmend entgegenwirkt und dazu beiträgt, den Verlust an Wärme so gering wie möglich zu machen.
Der Rauchsammler D besitzt an beiden Seiten Ventilationsvorrichtungen Z, nach deren Oeffnung auch die unter der Haube angesammelte Hitze durch D und E zum Kamin abgesaugt, also eine schnelle Abkühlung des Ofens bewirkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: ;
    i. Ein Etagenbackofen für Conditoreiwaaren, dadurch gekennzeichnet, dafs die Heizgase zunächst an einer Feuerdeckplatte c, die vorn mit einem verschiebbaren Winkelstück C1 ausgerüstet ist, aufsteigen und alsdann, indem sie die einzelnen Backröhren unten, an den Seiten und oben umspülen, auf jeder Seite zunächst durch eine bis zur Deckplatte (c) reichende verticale Scheidewand g bezw. g1 in zwei breite Ströme getheilt und durch die zu einer unteren Verbreiterung der Verticalscheidewand dienenden geknickten Bleche (I2 L2) mehr von der Mitte ab nach vorn und hinten gedrängt werden, um schliefslich durch oberhalb der ersten Backröhre beginnende verticale Zwischenwände h Zz1 bezw. i Z1 noch-
    mais getheilt zu werden und in je vier zu beiden Ofenseiten liegenden Zügen j k I m bezw. J1 Ar1 Z1 mx aufwärts zu steigen.
    An dem unter i. gekennzeichneten Ofen die Vereinigung der aus den gegenüberliegenden Zügen j und J1, k und Ic1, I und I1, m und Ot1 kommenden Heizgase in einem der vier mit verstellbaren Zugklappen versehenen Rohrstutzen η op q, aus welchen die Gase in den über den Rohrstutzen angeordneten Rauchsammler D gelangen, von dessen Mitte das Kaminrohr E abgeht, wobei über Ofendecke, Rohrstutzen und Rauchsammler eine als Wärmespeicher dienende Haube (F) angeordnet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT77722D Etagenbackofen Expired - Lifetime DE77722C (de)

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