DE2929322C2 - Anwärmofen - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Anwärmofen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Bei einem bekannten Anwärmofen dieser Art (DE-PS 38 129) sind Einschöbe zur Beschickung des Ofens mit
dem Gut vorgesehen. Die Einschöbe laufen im Ofen auf ofenfest gelagerten Laufrollen und stützen das außerhalb
des Ofens auf sie aufgebrachte Gut unverlagerbar ab. Die Lagerflächen der Laufrollen unterliegen dabei
wegen der hohen Belastung und der hohen Temperaturen im Ofen einem starken Verschleiß und müssen deshalb
häufig gewartet bzw. ausgetauscht werden. Dies erfordert Stillsetzen des Ofens und umständliches Ausbauen
der Laufrollen.
Ein anderer Anwärmofen ähnlicher Bauart (DE-PS 04 549) unterscheidet sich von dem oben beschriebenen
Ofen dadurch, daß die Laufrollen nicht ofenfest sind, sondern den Einschüben zugeordnet sind, und zwar
leichi montierbar und demontierbar. In diesem Fall sind die Laufschienen im Ofen vorgesehen, auf denen die
Einschöbe über die Laufrollen verfahrbar sind. Auch in
diesem Fall wird das Gut unverlagerbar auf den Einschüben abgestützt bzw. aufgelegt, die wiederum zur
Beschickung und Entleerung des Ofens dienen. Auch in
diesem Fall erfordert eine Wartung bzw. ein Austausch der verschlissenen Laufschienen ein Stillsetzen des
Ofens und umständliche Montagearbeiten inrüfen.
Es ist auch ein Anwärmofen bekannt (DE-PS 18 07 504), bei dem die Transportvorrichtung von einer
endlosen Förderkette gebildet ist Die Förderkette ist sowohl auf der Beschickungsseite als auch auf der Entnahmeseite
des Ofens aus dem Ofen herausgeführt, um das anzuwärmende Gut in den Ofen einzusetzen bzw.
aus ihm herausnehmen zu können. Die Förderkette trägt aus dem Ofenraum Wärme nach außen und verschwendet
daher unnötig Energie.
Es sind schließlich Öfen bekannt, in denen das Gut unmittelbar auf Herdrollen oder Gleitkufen abgestützt
ist, welche in fest eingebauten Lagern gelagert sind. Wegen der im Ofenraum herrschenden hohen Temperaturen
unterliegen die Herdrollen bzw. Herdkufen und ihre Lagerflächen einem hohen Verschleiß und müssen
häufig ausgewechselt werden. Im bekannten Fall muß dazu der Herd auseinandergebaut werden. Mit zunehmendem
Verschleiß der Herdrollen bzw. -kufen und ihrer Lagerflächen kommt das Gut auf dem Herd immer
tiefer zu liegen. Bei Kombination des Ofens mit einer Folgeeinrichtung, wie einer Barren-Warmschere, bei
der es für einen störungsfreien Betrieb auf exakte Höhenausrichtung zwischen Ofen und Folgeeinrichtung
ankommt, ist dies deshalb nachteilig, weil diese Höhenausrichtung aufgrund des Verschleißes nicht erhalten
bleibt. Ferner können die bekannten öfen mit Herdrollen oder -kufen nicht leergefahren werden, da der Ofen
für Beschickung und Entnahme immer ganz gefüllt sein muß.
Der Erfindung liegt die Aufgab,, zugrunde, einen Anwärmofen
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der thermische Wirkungsgrad verbessert und damit
Energie gespart wird und daß die mit der Abnutzung von zur Abstützung des Gutes dienenden Teilen verbundenen
Wartungs- und Austauscharbeiten seltener und einfacher durchführbar werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Anwärmofen der genannten Art gemäß der Erfindung die Merkmale
des Anspruchs 1 vorgesehen.
Bei dem Anwärmofen nach der Erfindung bleibt der Einschub beim Beschicken und Entleeren des Gutes,
d. h. bei Normalbetrieb, im Ofenraum, so daß keine Wärmeenergie über Teile der Transportvorrichtung
nach außen gelangen kann und außerdem verschleißerzeugende Bewegungen des Einschubes nicht stattfinden.
Nur zur Wartung bzw. zum Austausch der Herdrollen wird der Einschub aus dem Ofen herausgezogen, so daß
dann die Herdrollen oder -kufen bzw. ihre Lagerung freiliegen und leicht inspizierbar und wartbar bzw. austauschbar
sind.
Vorteilhaft ist der Einschub auf Schienen gleitend oder mittels Laufrollen verfahrbar, wie an sich bekannt
(DE-PS 9 04 549). Um stets gleiche Höhe des Gutes im Ofenraum auch bei fortgeschrittenem Verschleiß der
Herdrollen bzw. -kufen und/oder ihrer Lagerung zu gewährleisten, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Anwärmofens vorgesehen, daß die Schienen in der Höhe einstellbar sind.
Der Ein-.chub ist zweckmäßig in mehrere miteinander
?; kuppelbar Glieder unterteilt, wobei jedes Glied bei eiv
ner Ausfühning der Erfindung ein Lagergestell und eiy
nen darauf lose aufgelegten Lageraufsatz mit Lageraus- :-■:. nehmungen für Lagerzapfen an den Herdrollen auf-
> weist. In diesen Lagerausnehmungen sind zweckmäßig
;5 Lagerhalbschalen zum Einlegen der Herdrollen vorgesehen.
■ Die Glieder des Einschubes können mittels einer BoI-
! zenkupplung kuppelbar sein, bei der ein Bolzen am ei-
■■■ nen Glied in ei:i Loch in einer Lasche am anderen Glied
Cj einrastbar ist
Bei der an sich bekannten Unterteilung des Einschu- % bes in mehrere Glieder(DE-PS 9 04 549) ist die Gesamt-
; länge des Einschubes durch Ab- bzw. Ankuppeln variaybeL
Da der Ofen stets voll sein soll, wird man die Ge-";
samtlänge des Einschubes jedoch in der Regel gleich ' wählen. Die Unterteilung in Glieder ist denn auch vor
J allem im Hinblick auf das abschnittsweise mögliche = Warten bzw. Auswechseln von Herdrollen und ihrer
■\ Lagerung von Vorteil. Die außerhalb des Ofenraumes
'} verlegten Schienen müssen deshalb bei dieser Ausfüh- ^ rung der Erfindung nicht der Gesamtlänge des Einschu-
'■}: bes entsprechen, so daß man außerhalb de; Ofens mit
einem kleineren Platzbedarf, im Grenzfall auf der Beschickungs^ und/oder der Entnahmeseite je mit einer
'.- Schienenlänge entsprechend der Länge eines Gliedes, : auskommt.
Bei der Erfindung ist das Auswechseln der Herdrollen bzw. -kufen im Vergleich zu dem bekannten Herdrollenofen
mit ortsfester Lagerung der Herdrollen im Ofenraum vereinfacht Da die Schienen, auf welchen der Einschub
in und außerhalb des Herdraumes ruht, in der Höhe einstellbar sind, lassen sich die Höhenausrichtung
auf «ine Folgeeinrichtung, wie eine Barren-Warmschere, beibehalten und die Wartung bzw. das Auswechseln
der Herdrollen oder -kufen bzw. ihrer Lagerung in vergrößerten Zeitintervallen vornehmen.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch einen Anwärmofen mit einer Transportvorrichtung gemäß der Erfindung;
F i g. 2 einen Teilschnitt in Längsrichtung durch die Transportvorrichtung nach F i g. 1.
Der gezeigte Anwärmofen hat einen von einer Außenverkleidung 1 abgedeckten Ofenraum 2 mit Herdschalen 3, die auf dichtenden Abstützungen 4 unterstützt
und im einzelnen in der DE-PS 18 07 504 beschrieben sind. Die Herdschalen 3 und die Abstüczungen
4 lassen zwischen sich einen durchgehenden Längsschlitz 5 frei, durch weichen das Lagergestell 6 eines
Gliedes 7 eines Einschubes paßt. Mehrere solche Glieder 7 sinu in Fig.2 zu sehen. Sie umfassen jeweils ein
umgekehrt U-förmiges Bodenprofil 8, in dessen beiden Schenkel jeweils an den Längsenden Laufrollen 9 gelagen
sind. Von jedem Bodenprofil 8 ragen Wandprofile 10 senkrecht nach oben, die sich in der Seitenansicht
gemäß F i g. 2 gesehen nach oben verjüngen und an ihrer höchsten Stelle quer verlaufende Stützen 11 tragen.
Auf mehrere solcher benachbarter Stützen ist je ein Lageraufsatz 12 aufgelegt.
Der Lageraufsatz 12 ist von einem Rahmen mit in Längsrichtung verlaufenden Stegen 13 mit Lagerausnehmungen
14 sowie von die Längsstege 13 verbindenden Querstegen 15 gebildet. Die Querstege 15 haben an
ihrer Unterseite cu den Stützen It passend gestaltete
Ausnehmungen 16 mit Kerben 17 zum Durchlassen der höchstgelegenen Berek rieder Wand^rofile 10.
Die Lagerausnehmungen 14 sind konisch ausgebildet und jeweils in zwei gegenüberliegenden Längsstegen 13
derart aufeinander ausgerichtet, daß sie die entsprechend konischen Lagerzapfen 18 an den beiden Enden
einer Herdrolle 19 aufnehmen können (vgL F i g. 1). Jede Herdrolle 19 hat benachbart den Lagerzapfen je eine
sich zur Mitte der Herdrolle hin konisch verjüngende Lauffläche 20, auf denen das in F i g. 1 mit 50, 50' bezeichnete
Gut abläuft, sowie zwischen den beiden Laufflächen 20 einen im Durchmesser kleineren zylindrischen
Bundabschnitt 21.
Wie am besten aus F i g. 2 zu ersehen ist, weist jedes
Bodenprofil 8 an einem Ende einen nach unten ragenden Bolzen 23 auf, der einen konischen Einführbereich
24 hat und in ein Loch in einer Lasche 25 paßt, weiche am anderen Ende des Bodenprofils 8 des benachbarten
Gliedes 7 angeschweißt ist Auf diese Weise lassen sich benachbarte Glieder 7 durch Anheben an ihrem Ende
mit dem Bolzen 23 und Einführen in das Loch in der Lasche 25 des benachbarten Gliedes in einfacher Weise
kuppeln und entkuppeln.
Die Laufrollen 9 laufen auf parallelen Schienen.
Die Schienen 30 für die Laufrollen 9 sind in der Höhe individuell einstellbar. Hierzu sind die Schienen 30 mit
Winkelprofilen 31 verbunden, auf deren Oberseiten Muttern 32 angeschweißt sind. Mit den Muttern 32 wirken
Schraubbolzen zur Höheneinstellung zusammen, die durch Löcher in einem am Ofengestell angeordneten
Profil 34 gesteckt sind. Bei Drehung der Schraubbolzen 33 gleiten die Winkelprofile 31 vertikal längs den Profilen
34. Auf diese Weise lassen sich die Schienen 30 je nach dem Grad der Abnutzung der Lagerzapfen 18 bzw.
Lagerflächen 20 der Herdrollen in der Höhe nachstellen, so daß ein Auswechseln der Herdrollen 19 erst nach
vergleichsweise großen Zeitintervallen notwendig wird.
Ein solches Auswechseln geschieht in aus dem Ofenraum ausgefahrenem Zustand mindestens eines Gliedes
7 des Einschubes einfach durch Herausnehmen der Herdrollen 19 aus ihren LagerausnehmL-ngen 14 und
Ersetzen durch neue Herdrollen und ggf. durch Auswechseln einer Lagerauskleidung 22 in der Lagerausne:;mung
14.
Im normalen Betrieb beim Beschicken und Entladen bleibt jedoch der Einschub mit den Gliedern 7 im Ofenraum,
wobei das Gut von außen beispielsweise je über einen Rollgang auf der Beschickungsseite bzw. der Entnahmeseite
des Ofens eingeführt bzw. herausgebracht wird.
Damit der Einschub in definierter Lage im Ofenraum fixierbar ist, weist mindestens ein Glied 7 (das in F i g. 2
rechts zu sehende Glied) an dem Bodenprofil 8 eine Haltelasche 36 mit einer Bohrung auf, in welche ein
Haltezapfen 37 in einem ortsfesten, mit einem Schlitz 38 zur Vifnahme der Haltelasche 36 versehenen Klotz 39
eintreibbar ist. Auf diese Weise ist im Normalbetrieb der Einschub in de'inierter Lage im Ofenraum gesichert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Anwärmofen zum Anwärmen von metallischem
Gut, insbesondere von Barren, Stangen, Bolzen oder
dgL, aus Leichtmetall wie Aluminium und seinen Legierungen, mit einer zum Transport des Gutes in den
und aus dem Ofenraum dienenden Transportvorrichtung, welche von einem in den Ofenraum einfahrbaren
und aus ihm herausziehbaren Einschub ι ο gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
am Einschub leicht montierbar und demontierbar Herdrollen (19) oder -kufen gelagert sind, welche
zum Aus- und Einfahren des Gutes in den Anwärmofen dienen, wobei sie das Gut (50,50') unmittelbar
abstützen, und daß der Einschub nur zur Wartung der Herdrollen oder -kufen aus dem Ofenraum herausziehbar
und in diesen einfahrbar gestaltet ist
2. Anwärmofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeiriaet,
daß der Einschub auf Schienen (30) gleitend oder mittels Laufrollen (9) verfahrbar ist.
3. Anwärmofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schienen (30) in der Höhe einstellbar sind.
4. Anwärmofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einschub in mehrere
miteinander kuppelbare Glieder (7) unterteilt ist.
5. Anwärmofen nach Anspruchs dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Glied (7) ein Lagergestell (6) und einen <''irauf aufgelegten Lageraufsatz (12) mit
Lagerausnehmungen (14) für Lagerzapfen (18) an den Herdrollen (19) aufweist.
6. Anwärmofen nach Anbruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Lagerausnehmungen (14) Lagerhalbschalen (22) zum Einlegen der Herdrollen
(19) vorgesehen sind.
7. Anwärmofen nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder (7) des Einschubes
mittels einer Bolzenkupplung (23, 25) kuppelbar sind, bei der ein Bolzen (23) am einen Glied in
ein Loch in einer Lasche (25) am anderen Glied einrastbar ist.
8. Anwärmofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Einschub durch einen
Längsschlitz (5) zwischen zum Ofenraum (2) dichtenden Abstützungen (4) beweglich ist.
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