DE2921075B2 - Elektrostatographisches Gerät - Google Patents
Elektrostatographisches GerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrostatographisches Gerät der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung.
Aus der DE-OS 21 63 591 ist ein Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Abbildungen einer Vorlage
bekannt, bei dem Farbauszugsbilder jeder Vorlage als latentes Bild mit zugeordnetem, diskretem Potential
aufgezeichnet werden; diese latenten Bilder werden nacheinander entsprechend abnehmenden Potentialen
mit farbigem Toner zu einem Tonerbild entwickelt; dabei wird die Entwicklung in der Weise durchgeführt,
daß der jeweils zugeführte Toner nur in den mindestens ein vorgegebenes Potential aufweisenden Bildbereichen
aufgebracht wird.
Dabei müssen an die verschiedenen Entwicklungseinrichtungen genau definierte Vorspannungs-Potentiale
angelegt werden, um die einwandfreie Entwicklung der verschiedenen latenten »Farbauszugsbilder« zu gewährleisten.
Bei diesem Verfahren werden im allgemeinen zweifarbige Abbildungen hergestellt, wobei die
Bildbereiche mit höherem Potential den dunkleren Bildfiächen zugeordnet und dementsprechend beispielsweise
mit schwarzem Toner entwickelt werden, während die Bildbereiche mit niedrigerem Potential mit
farbigem Toner entwickelt werden. Hierbei läßt sich jedoch nicht vermeiden, daß farbige Tonerteilchen auch
auf die bereits entwickelten dunklen Flächen des Tonerbildes aufgebracht werden, dieses schwarze
Tonerbild also eine gewisse Farbtönung erhält. Die vollständige Trennung der beiden Farben und damit
scharfe, unverwaschene, zweifarbige Abbildungen können mit dem bekannten Verfahren nicht hergestellt
werden.
Weiterhin ist ein elektrophotographisches Verfahren entwickelt worden (DE-OS 29 06 500, DE-OS
28 25 385), bei dem ein Aufzeichnungsträger mit zwei photoleitenden Schichten mit unterschiedlicher spektraler
Empfindlichkeit verwendet wird; die äußere Schicht ist transparent und für Licht einer ersten Farbe,
beispielsweise rot, unempfindlich, während die innere Schicht im gesamten Spektralbereich empfindlich ist.
Ein solcher, im allgemeinen trommeiförmiger Aufzeichnungsträger wird zumindest zweimal mit unterschiedlicher
Polarität aufgeladen und mit einer Abbildung der Vorlage belichtet, die zumindest zwei verschiedene
Farben enthält, beispielsweise schwarz und rot auf weißem Untergrund. Aufgrund ihrer unterschiedlichen
spektralen Empfindlichkeit erhalten die photoleitenden Schichten bei dieser Belichtung unterschiedliche Leitfähigkeiten,
so daß ein bipolares, elektrostatisches Ladungsbild entsteht, also ein Ladungsbild, das aus
positiv geladenen, negativ geladenen und entladenen Bereichen besteht. Beispielsweise können die roten
Bildbereiche positiv, die schwarzen Bildbereiche negativ und die weißen Bildbereiche ohne jede Ladung sein. Das
so erzeugte bipolare, elektrostatische Ladungsbild wird durch negativ geladenen, roten Toner, der auf den
positiv geladenen, roten Bereichen des elektrostatischen Ladungsbildes haftet, und mit positiv geladenem,
schwarzem Toner, der an den negativen, schwarzen Bereichen des elektrostatischen Ladungsbildes haftet,
zu einem zweifarbigen Tonerbild entwickelt, das dann auf ein Bildempfangsmaterial übertragen und dort
fixiert wird.
Die verschiedenfarbigen Toner können miteinander gemischt und in einem einzigen Arbeitsgang auf den
Aufzeichnungsträger aufgebracht werden. Die Bildqualität läßt sich jedoch dadurch verbessern, daß die
beiden Toner nacheinander auf den Aufzeichnungsträ- iu
ger aufgebracht werden. Beispielsweise wird mit einer ersten Entwicklungseinrichtung zunächst der rote
Toner und dann mit einer zweiten Entwicklungseinrichtung der schwarze Toner auf das elektrostatische
Ladungsbild auf dem Aufzeichnungsträger aufgebracht, ι >
In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, daß sich die Qualität des bei der ersten Entwicklung erzeugten
Tonerbildes bei der zweiten, andersfarbigen Entwicklung verschlechtert Dabei fällt manchmal der zuerst
aufgebrachte Toner bei der zweiten Entwicklung von :o
dem Aufzeichnungsträger ab, so daß das fertige Tonerbild keinen ausreichenden Schwärzungsgrad
mehr hat. Außerdem mischt sich der erste Toner mit dem zweiten Toner, so daß der zweite Toner nicht mehr
sauber ist und deshalb ein qualitativ einwandfreies -'"» Tonerbild in dieser Farbe nicht mehr hergestellt werden
kann. Außerdem befindet sich die zweite Entwicklungseinrichtung in Bewegungsrichtung des trommeiförmigen
Aufzeichnungsträgers im allgemeinen über der ersten Entwicklungseinrichtung am Umfang des Auf- «>
Zeichnungsträgers; dann besteht jedoch die Gefahr, daß der zweite Toner aus dem zwangsläufig vorhandenen,
schmalen Spalt zwischen der zweiten Entwicklungseinrichtung und dem Aufzeichnungsträger austreten und
auf die erste Entwicklungseinrichtung herabfallen kann, r> wodurch es zu einer Verschmutzung des ersten Toners
kommt. Außerdem sind die beiden Toner mit entgegengesetzter Polarität aufgeladen und ziehen einander
elektrisch an. Wenn sich jedoch Tonerteilchen mit entgegengesetzter Polarität berühren, neutralisieren sie -to
sich, so daß mit solchen neutralen Tonerteilchen keine Entwicklung zu einem Tonerbild mehr durchgeführt
werden kann. Alle diese Einflüsse führen dazu, daß Tonerbilder mit verwischten Rändern und verwaschenen
Farben erzeugt werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein elektrostatographisches Gerät der angegebenen
Gattung zu schaffen, bei dem die Verschlechterung des ersten Tonerbilries bei der zweiten Entwicklung
verringert und die Verschmutzung des ersten Toners w durch den zweiten Toner verhindert wird, wenn sich die
zweite Entwicklungseinrichtung über der ersten Entwicklungseinrichtung an der Bewegungsbahn des
Aufzeichnungsträgers befindet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen <>o
insbesondere darauf, daß eine Vorspannung an die Entwicklungselektrode zumindest einer Entwicklungseinrichtung
angelegt wird. Diese Vorspannung erfüllt eine Doppelfunktion: Zunächst verhindert sie, daß der
andere Toner in diese Entwicklungseinrichtung gelangen und den dort befindlichen Toner verschmutzen
kann, da dieser Toner durch die angelegte Vorspannung zurückgestoßen wird. Bei diesem Toner kann es sich
beispielsweise um den bereits auf dem Aufzeichnungsträger befindlichen Toner oder aber um Toner handeln,
der aufgrund der räumlichen Anordnung der beiden Entwicklungseinrichtungen aus einer Entwicklungseinrichtung
in die andere herabfällt. Dadurch wird also sicher verhindert, daß sich die beiden Toner mischen
können und dadurch eine verwaschene, farblich unscharfe Abbildung entsteht.
Außerdem erleichtert diese Vorspannung die Aufbringung des zugehörigen Toners auf das Ladungsbild
auf dem Aufzeichnungsträger, so daß die Qualität des zugehörigen Tonerbildes verbessert wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausiührungsform der Erfindung,
F i g. 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der Erfindung, und
Fig.4 eine schematische Darstellung einer vierten
Ausführungsform dir Erfindung.
In Fig. 1 weist ein in seiner Gesamtheit mit 11 bezeichnetes, elektrostatisches Kopiergerät eine photoleitende
Trommel 12 auf, die mit konstanter Drehzahl entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Obwohl es
nicht im einzelnen dargestellt ist. weist die Trommel 12
zumindest zwei photoleitende Schichten mit unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit auf. Beispielsweise
kann die eine Schicht panchromatisch sein, während die andere Schicht orthochromatisch (unempfindlich gegenüber
rotem Licht) ist. Die Trommel wird mindestens zweimal mit entgegengesetzten Polaritäten geladen, um
ein geschichtes Ladungsmuster zu erzeugen. Die Trommel 12 wird dann bildmäßig mit einer Vorlage mit
schwarzen und roten Bildbereichen belichtet, wodurch ein bipolares, elektrostatisches Ladungsbild entsteht.
Die Einrichtungen zur Erzeugung dieses bipolaren, elektrostatischen Ladungsbildes sind nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung und beispielsweise in der DE-OS 28 25 385 beschrieben.
Die elektrostatischen Bildflächen auf der Trommel 12, die roten Bildbereichen entsprechen, sollen positive
Polarität haben, während die schwarzen Bildflächen negative Polarität haben. Die weißen Untergrundbereiche
des Ladungsbildes haben keine Ladung.
Das Gerät U weist eine erste Entwicklungseinrichtung 13 für die Entwicklung des roten Tonerbildes und
eine zweite Entwicklungseinrichtung 14 für die Entwicklung des schwarzen Tonerbildes auf. Mit der Entwicklungseinrichtung
13 werden negativ geladene, rote Tonerpartikel auf die Trommel 12 aufgebracht, die an
den positiven elektrostatischen Bildbereichen haften. Hierdurch entsteht ein rotes Tonerbild. Mittels der
Entwicklungseinrichtung 14 werden schwarze Tonerpartikel auf die Trommel 12 aufgebracht, welche an den
negativen elektrostatischen Bildbereichen haften, um ein schwarzes Tonerbild zu erzeugen. Nach dem mit der
Entwicklungseinrichtung 14 durchgeführten Entwicklungsvorgang trägt die Trommel 12 ein Zweifarben-Tonerbild
mit roten und schwarzen Flächenbereichen. Dieses Zweifarben-Tonerbild wird an ein Kopierblatt
übertragen und auf diesem fixiert, um dadurch eine dauerhafte Wiedergabe bzw. Kopie der Vorlage zu
schaffen. Zur Erläuterung sind die negativ geladenen roten Tonerpartikel und die positiv geladenen schwarzen
Tonemartikel übertrieben groß dargestellt und mit
16 bzw. 17 bezeichnet. Die Tonerpartikel 16 und 17 können in Form einer Komponente vorgesehen sein
oder können mit Trägerpartikeln in Form von Zweikoniponcnten gemischt sein. Die Trägerpartikel
können magnetisch oder nichtmagnetisch sein. Die Tonerpartikel sind vorzugsweise aus farbigem Harz
oder Glas hergestellt.
Die Entwicklungseinrichtung 13 weist eine magnetische Bürste 18 auf, welche mit konstanter Drehzahl
entgegen dem Uhrzeigersinn im Innern eines Entwicklungsbehälters 19 gedreht wird, welcher die Tonerpartikel
16 enthält. Im Falle eines Toners aus zwei Komponenten werden mittels einer Rühreinrichtung 21
der Toner 16 und Trägerpartikel der magnetischen Bürste 18 zugeführt, welche sie zu der Trommel 12
weiterbefördert. Die Tonerpartikel 16 haften an den positiven elektrostatischen Bildbereichen auf der
Trommel 12, während die (nicht dargestellten) Trägerpartikel mittels einer Abstreicheinrichtung 22 zusammen
mit nicht benutzten Tonerpartikeln 16 für ein Rückführen von der Bürste 18 abgeschabt werden.
Die Entwicklungseinrichtung 14 weist einen Entwicklungsbehälter 23, eine magnetische Bürste 24, eine
Rühreinrichtung 26 und eine Abstreicheinrichtung 28 auf, welche dieselben Aufgaben wie die entsprechenden
Teile in der Entwicklungseinrichtung 13 erfüllen.
Das Gerät 11 weist eine Vorspannungsquelle 29 auf,
welche eine negative Vorspannung an die magnetische Bürste 24 anlegt. Die Polarität der Vorspannung ist
dieselbe wie die der schwarzen elektrostatischen Bildbereiche auf der Trommel 12 und sie hat eine
Polarität, die der der Tonerpartikel 17 entgegengesetzt ist. Hierbei ist jedoch am wichtigsten, daß die Polarität
der durch die Quelle 29 angelegten Vorspannung dieselbe Polarität wie die Tonerpartikel 16 hat, welche
mittels der Entwicklungseinrichtung 13 auf die Trommel
12 aufgebracht werden, um ein rotes Tonerbild zu schaffen. Durch die Vorspannung an der magnetischen
Bürste 24 werden die roten Tonerpartikel 16 gegenüber der Trommel 12 abgestoßen und es ist wirksam
verhindert, daß sie von der Trommel 12 auf die zweite Entwicklungseinrichtung 14 kommen. Hierdurch ist eine
Abnahme des »Schwärzungsgrades« des roten Tonerbildes, eine Verschmutzung der schwarzen Tonerpartikel
17 in dem Behälter 23 und eine weitere unerwünschte Erscheinung vermieden, die in Verbindung
mit der Erfindung beschrieben worden ist. Die Größe der Vorspannung ist so gewählt, daß sie kleiner
als das Potential der schwarzen Flächenbereiche des elektrostatischen Bildes auf der Trommel 12 ist.
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform eines in
seiner Gesamtheit mit 31 bezeichneten, elektrostatischen Kopiergeräts gemäß der Erfindung dargestellt.
Hierbei sind die gleichen Teile mit denselben in Fi g. 1 verwendeten Bezugszeichen bezeichnet. Während die
Entwicklungseinrichtung 13 und 14 in dem Gerät 11 horizontal nebeneinander angeordnet sind, sind sie in
der Einrichtung 31 vertikal (übereinander) angeordnet. Hierbei ist wichtig, daß die zweite Entwicklungseinrichtung
14 über der ersten Entwicklungseinrichtung 13 angebracht ist.
Die Schwierigkeit bei dieser Anordnung besteht darin, daß ein kleiner Spalt zwischen der Entwicklungseinrichtung
14 und der Trommel 12 vorgesehen sein muß, und daß eine nicht vernachlässigbare Menge an
Tonerpartikeln 17 durch diesen Spalt auf die Entwicklungseinrichtung 13 fällt, wodurch die Tonerpartikel 16
verschmutzt werden. Mit dem Bezugszeichen 17a ist ein Tonerpartikel 17 bezeichnet, welcher sich aus der
Entwicklungseinrichtung 14 zu der Entwicklungseinrichtung 13 bewegt.
In dem Gerät 31 ist die Vorspannungsquelle 29 weggelassen, jedoch ist eine Vorspannungsquelle 32
vorgesehen, durch welche eine positive Vorspannung an die magnetische Bürste 18 angelegt wird. Diese positive
Vorspannung hat dieselbe Polarität wie die Tonerpartikel 17 und hat die Wirkung, die Tonerpartikel 17
abzustoßen und zu verhindern, daß die Tonerpartikel 17 in die Entwicklungseinrichtung 13 gelangen. Durch
diese Anordnung ist wirksam eine Verschmutzung der Tonerpartikel 16 durch die Tonerpartikel 17 verhindert,
welche aufgrund der Schwerkraft zu der Entwicklungseinrichtung 13 gedrängt werden. Die Tonerpartikel 17
werden durch die Vorspannung an der magnetischen Bürste 18 zurück in die Entwicklungseinrichtung 14
zurückgestoßen. Die Größe der mittels der Quelle 32 angelegten Vorspannung ist so gewählt, daß sie
niedriger ist als das elektrostatische Potential der roten Flächenbereiche des elektrostatischen Bildes.
In F i g. 3 ist eine weitere Ausführungsform eines elektrostatischen Kopiergeräts 41 dargestellt, welches
eine Verbindung der Ausführungsformen der F i g. 1 und 2 ist. Die Entwicklungseinrichtungen 13 und 14 sind wie
in dem Kopiergerät 31 vertikal angeordnet. Jedoch weist das Kopiergerät 41 die Vorspannungsquelle 29 des
Kopiergeräts 11 auf. Die Vorspannungsquellen 29 und 32 haben die gleichen vorstehend beschriebenen
Wirkungen. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, daß die mittels der Quellen 29 und 32 angelegten
Vorspannunger, eine entgegengesetzte Polarität zu den Tonerpartikeln 17 und 16 haben und deren Anziehen an
die magnetischen Bürsten 24 bzw. 18 unterstützen.
In F i g. 4 ist ein weiteres elektrostatisches Kopiergerät
51 gemäß der Erfindung dargestellt, das eine photoleitende Trommel 52 derselben Art wie die
Trommel 12 aufweist. Ein bipolares elektrostatisches Bild wird auf der Trommel 52 in derselben Weise wie bei
der Trommel ^geschaffen.
Eine Entwicklungseinrichtung 53 für rote und schwarze Tonerpartikel weist einen Entwicklungsbehälter
54 auf, der mit einem flüssigen Dispersionsmittel gefüllt ist. Durch eine Abtrennung 56 ist der
Entwicklungsbehälter 54 in einen roten Entwicklungsabschnitt 57 und einen schwarzen Entwicklungsabschnitt
58 unterteilt. Der untere Teil der Abtrennung 56 ist weggeschnitten, um dadurch eine Fluidverbindung
zwischen den Abschnitten 57 und 58 zu ermöglichen. Obwohl der obere Rand der Abtrennung 56 sehr nahe
bei der Trommel 52 angeordnet ist, muß ein schmaler Spalt zwischen der Abtrennung 56 und der Trommel 52
vorgesehen sein, um einen Verschleiß durch Reibung zu verhindern.
In den Abschnitten 57 und 58 sind elektrisch leitende
Rollen 59 und 61 vorgesehen, die mit konstanter Drehzahl entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden.
Von einer Vorspannungsquelle 62 wird eine positive Vorspannung an die Rolle 59 angelegt, deren Größe
ι kleiner ist als die der roten elektrostatischen Flächenbereiche auf der Trommel 52. Von einer Vorspannungsquelle 63 wird eine negative Vorspannung an die Rolle
61 angelegt deren Größe kleiner ist als die der schwarzen elektrostatischen Flächenbereiche auf der
Trommel 52. Rote negativ geladene Tonerpartikel 64 werden in den Abschnitt 57 eingebracht und schweben
in dem Dispersionsmittel. Schwarze positiv geladene Tonerpartikel 66 wenden in den Abschnitt 58 einge-
bracht und schweben ebenfalls in dem Dispersionsmittel.
Die Vorspannung, die von der Quelle 62 aus an die Rolle 59 angelegt worden ist, schafft eine doppelte
Funktion, indem nämlich die roten Tonerpartikel 64 an die Rolle 59 gezogen und die schwarzen Tonerpartikel
66 weg von der Rolle 59 und dem Abschnitt 57 in den Abschnitt 58 zurückgestoßen werden. Tonerpartikel 66,
vvelche versuchen, über oder unter der Abtrennung 56 von dem Abschnitt 58 in den Abschnitt 57 einzudringen,
verden durch die Vorspannung an der Rolle 59 in den Abschnitt 58 zurückgestoßen.
Die Vorspannung, die von der Quelle 63 an die Rolle f)\ angelegt ist, hat ebenfalls eine doppelte Aufgabe,
nämlich die schwarzen Tonerpartikel 66 an die Rolle 61 anzuziehen und die roten Tonerpartikel 64 in den
Abschnitt 57 zurückzustoßen. Gemäß einem wichtigen Merkmal der Erfindung bewirkt die Vorspannung an
der Rolle 61 auch ein Abstoßen der roten Tonerpartikel 64 gegenüber der Trommel 52 und verhindert eine
Verschlechterung des roten Tonerbildes während der Entwicklung des schwarzen Tonerbildes, infolgedessen
können mit dem Gerät 51 ausgezeichnete Zweifarbenkopien hergestellt werden.
Bei der Anordnung der Fig.4 kann der Entwicklungsbehälter
54 anfangs mit einer Mischung aus roten und schwarzen Tonerpartikeln 64 und 66 gefüllt werden,
die in dem Dispersionsmittel schwebend gehalten sind. Durch die an die Rolle 59 angelegte Vorspannung
werden die roten Tonerpartikel 64 zu der Rolle 59 gezogen, um sie auf der Trommel 52 aufzubringen, und
die schwarzen Tonerpartikel 66 werden durch den Ausschnitt unter der Abtrennung 56 in den Abschnitt 58
zurückgestoßen. Durch die Vorspannung an der Rolle 61 werden die schwarzen Tonerpartikel zu der Rolle 61
hin angezogen, um sie auf die Trommel 52 aufzubringen, und die roten Tonerpartikel werden durch den
Ausschnitt unter der Abtrennung 56 in den Abschnitt 57 zurückgestoßen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Elektrostatographisches Gerät mit einem
Aufzeichnungsträger, auf dem ein bipolares, d. h., aus
positiv geladenen, negativ geladenen und entladenen Bereichen bestehendes, elektrostatisches Ladungsbild
ausgebildet ist, mit einer ersten Entwicklungseinrichtung zum Aufbringen von Toner einer ersten
Farbe und Polarität auf das Bild und mit einer zweiten Entwicklungseinrichtung, um danach Toner
einer zweiten Farbe und Polarität auf das Bild aufzubringen, gekennzeichnet durch eine
Vorspannungseinrichtung (29; 32; 62, 63), um eine Entwicklungselektroden-Vorspannung zumindest an
eine der beiden Entwicklungseinrichtungen (13; 57; 14; 58) mit einer Polarität anzulegen, die der
Polarität des Toners entgegengesetzt ist, welcher durch die entsprechende Entwicklungseinrichtung
(13,14; 57,58) auf das Bild (12; 52) aufgebracht wird.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Vorspannungseinrichlung (32)
eine Vorspannung an die erste Entwicklungseinrichtung (13) angelegt wird.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung, welche mittels der
Vorspannungseinrichtung (32) an die erste Entwicklungseinrichtung (13) angelegt wird, dem Betrag
nach kleiner ist als das Potential der Bereiche des elektrostatischen Bildes, welche die zweite Polarität
aufweisen.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Vorspannungseinrichtung (29) eine
Vorspannung der ersten Polarität an die zweite Entwicklungseinrichtung (14) angelegt wird.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung, welche mit der Vorspannungseinrichtung
(29) an die zweite Entwicklungseinrichtung (14) angelegt ist, dem Betrag nach kleiner ist als das Potential der Bereiche des
elektrostatischen Bildes, welche die erste Polarität aufweisen.
6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Vorspannungseinrichtung (29; 32;
62, 63) eine erste Vorspannung der ersten Polarität an die zweite Entwicklungseinrichtung (14; 58) und
eine Vorspannung der zweiten Polarität an die erste Entwicklungseinrichtung (13; 57) angelegt wird.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufzeichnungsträger
(12) in einer aufwärts gerichteten Bahn an den beiden Entwicklungseinrichtungen vorbeigeführt
wird und die zweite Entwicklungseinrichtung (14) über der ersten Entwicklungseinrichtung (13) angeordnet
ist.
8. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Entwicklungseinrichtung
(53) zusammen einen Entwicklungsbehälter (54), eine erste Rolle (59), eine zweite Rolle (61), und
eine Abtrennung (56) aufweist, welche die erste und zweite Rolle (59, 61) in dem Entwicklungsbehälter
(54) voneinander trennt, daß mittels der Vorspannungseinrichtung (62; 63) die Vorspannung der
ersten Polarität an die zweite Rolle (61) und die Vorspannung der zweiten Polarität an die erste
Rolle (59) angelegt wird, und daß der Toner (64) der ersten Farbe in einer Flüssigkeit dispergiert ist, in
welche die erste Rolle (59) eingetaucht ist, und der Toner (66) der zweiten Farbe in einer Flüssigkeit
dispergiert ist, in welche die zweite Rolle (61) eingetaucht ist.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung (56) in ihrem unteren Teil
ausgeschnitten ist.
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