DE290657C - - Google Patents

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DE290657C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
    • C01B3/06Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
    • C01B3/061Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of water with metal oxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
    • C01B3/06Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
    • C01B3/08Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290657 KLASSE 12 f. GRUPPE
WILIBALD NÄHER und MARTIN NÖDING in PFORZHEIM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1914 ab.
Mit nachfolgend beschriebenem Ofen mit Beheizung soll erreicht werden, daß man nach kurzer Zeit der Anheizung in der Lage ist, Wasserstoffgas in großen Mengen und zu einem billigen Preise herzustellen, wobei der Erzeuger — in diesem Falle der nachstehend beschriebene Ofen — einen sehr Meinen Raum einnimmt.
Die gegenwärtig bekannten Verfahren, die von der Zerlegung des Dampfes an erhitztem
ίο Eisen ausgehen, dieses wiederum reduzieren und dann wieder oxydieren, arbeiten mit öfen, die meistens aus Schamotte gebaut und mit Generator- oder Wassergas beheizt werden. Die beiden letztgenannten Gase liefern eine hohe Temperatur, greifen jedoch Retorten aus Eisen, in welchen wiederum Eisenmassen lagern, nach kurzem Gebrauch derart an, daß dieselben nach kurzer Zeit durchgebrannt sind und weggeworfen werden müssen.
Vorstehende Neuerung verwendet Retorten, die gezogene Eisenrohre sind. In diesen Retorten lagern die Eisenmassen, durch welche überhitzter Dampf gedrückt wird und welche selbst mit ihrem Inhalt auf etwa 800 ° gebracht werden durch äußere Beheizung. Die äußere Beheizung ist eine Teerölflamme. In dieser Flamme können diese Retorten aus gezogenen Eisenröhren monatelang liegen, ohne daß dieselben durchbrennen.
Die Retorten R liegen (Fig. 1) im Kreise um die langgezogene Teerölflamme F herum mit einem gewissen Abstand voneinander (Fig. 2 Längsinnenansicht mit Flamme F). Durch einen Mantel M mit Ummauerung ist der Feuerraum umschlossen, der Abzug der Hitze ist j unten, wodurch eine bedeutende Wärmestauung in dem Ofen erzielt wird dadurch, daß die Teerölflamme, durch Zerstäuben des Teeröls erzeugt, hineingedrückt wird.
Mit der Beheizung mittels dieser Teerölflamme ist man ferner imstande, bei den größten Anlägen schon nach einer Stunde Anheizung Gas zu machen, was bei einer Beheizung nach der bekannten Art mit Generator- oder Wassergas ausgeschlossen ist. Abgesehen davon, daß der Generatorofen selbst, bevor er richtig in Brand ist, lange Zeit braucht, dauert es viele weitere Stunden, bis der Ofen, in welchem in Retorten oder Rohren aus Eisen oder Schamotte der Eiseninhalt lagert, die zum Gasmachen nötige Temperatur hat. In die Retorten aus gezogenen Eisenrohren von zweckmäßiger lichter Weite — je nach Leistung der Anlage — kann der Dampf unter Druck eingelassen werden, was bei Retorten aus Schamotte ausgeschlossen ist. Unter Druck geht die Zerlegung des überhitzten Wasserdampfes an ' den erhitzten Eisenmassen rascher und energischer vor sich, wodurch im Verhältnis zu anderen Verfahren ■ die Leistung eines entsprechenden Retorten Volumens eine größere wird.
Die Retorten selbst sind auswechselbar, in1 dem dieselben (Fig. 3) bei K konisch abgedichtet sind. Von der Seite A (Fig. 2) wird beispielsweise der überhitzte Dampf eingelassen, dann geht Wasserstoffgas auf der andern Seite B ab
zum Kühler. (Die Ein- und Auslaßrohre des Dampfes sind in der Zeichnung weggelassen.) Jede Retorte, hat am Ende zwei Ventile (Fig. 4) oder Hähne, die an jedem Teil des Ofens, sowohl beim Einlaß des Dampfes und Abgang des Gases paarweise alle miteinander gekuppelt sind, so daß mit einer Hebelbewegung jeweils die entsprechenden Rohre für Wasserdampf oder Re duktionsgas, oder analog für Wasserstoff und Kohlensäure geschlossen oder geöffnet werden. Nachdem die Leistung der Retorte nachläßt, wird auf dieselbe Weise reduziert, indem die Reduktionsgase — als solche kommen Generatorgas oder Wassergas in Frage — in derselben oder umgekehrter Richtung durch die Retorten, in welchen nunmehr Eisenoxyd lagert, gedrückt werden. Sind die Eisenoxydmassen wieder reduziert, beginnt wieder die Gasperiode usf.
Der Generator, der das Reduktionsgas erzeugt, muß so konstruiert sein, daß er unter Druck arbeitet; dann kann auch in dem Ofen für die Wasserstoffbereitung unter Druck reduziert werden, wodurch die Reduktion rascher und energischer vor sich geht und wodurch eine Reduktion von gewöhnlichem, metallischem Eisen überhaupt erst möglich ist.
Durch die Möglichkeit, unter Druck Gas zu machen, wie auch unter Druck zu reduzieren, die durch die eben beschriebene Ofenkonstruktion ausführbar ist, ist man in den Stand gesetzt, aus kleinem Ofen hohe Leistungen zu erzielen, was das Wasserstoff gas gegenüber den bekannten Verfahren bedeutend verbilligt. Auch kann man einen solchen Ofen transportabel bauen, sowohl auf Lastwagen wie Eisenbahnen, man braucht nur noch die innere Schamotteausmauerung wegzulassen und dafür vor die innere Umhüllung eine Asbestdecke zu legen. Eine sehr wichtige Neuerung ist jedoch die, daß man jede Anlage in kurzer Zeit — etwa I bis 2 Stunden — durch die ölfeuerung auf eine Temperatur bringt, die zum Gasmachen nötig ist, während im Gegensatz hierzu Anlagen, die mit Retorten und Generatorofen arbeiten, das Zehnfache an Zeit brauchen. Durch die Mög-Hchkeit der raschen Anheizung ist ein vielfach unterbrochener Betrieb ebenfalls rentabel und vor allen Dingen praktisch und bequem. Transportable Anlagen bis 1000 cbm Stundenleistung sind mit wenig Mitteln zu erbauen und mit wenigen Leuten zu bedienen. Stationäre Anlagen können rasch und leicht von einem Ort zum andern gebracht werden, was bei den bisher gebräuchlichen Anlagen mit Generatorfeuerung und Schamotteöfen nicht möglich war.
Für die Luftschiffahrt, die unbedingt mit einem niedrigen Preis für Wasserstoffgas rechnen muß, wären Anlagen, die transportabel sind und zu einem niedrigen Preis Wasserstoffgas in großen Mengen darstellen, von großer Bedeutung und würden das Verwenden des Wasserstoffes in Stahlbomben, was den Kubikmeter Gas sehr verteuert und die Verarbeitung umständlich macht, in Wegfall bringen.

Claims (2)

Paten t-An Sprüche:
1. Retortenofen mit äußerer Beheizung zur Darstellung von Wasserstoffgas aus Eisen und Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen aus einer Anzahl kreisförmig mit einem kleinen Abstand gegeneinander um eine Teerölflamme angeordneten Retorten, die ausgewechselt werden können, besteht.
2. Ausführungsform des Ofens nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Retorten aus gezogenen Eisenrohren bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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