DE290657C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE290657C DE290657C DENDAT290657D DE290657DA DE290657C DE 290657 C DE290657 C DE 290657C DE NDAT290657 D DENDAT290657 D DE NDAT290657D DE 290657D A DE290657D A DE 290657DA DE 290657 C DE290657 C DE 290657C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- retorts
- furnace
- iron
- gas
- heating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/06—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
- C01B3/061—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of water with metal oxides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/06—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
- C01B3/08—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals
- C01B3/10—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals by reaction of water vapour with metals
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E60/00—Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
- Y02E60/30—Hydrogen technology
- Y02E60/36—Hydrogen production from non-carbon containing sources, e.g. by water electrolysis
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290657 KLASSE 12 f. GRUPPE
WILIBALD NÄHER und MARTIN NÖDING in PFORZHEIM.
Mit nachfolgend beschriebenem Ofen mit Beheizung soll erreicht werden, daß man nach
kurzer Zeit der Anheizung in der Lage ist, Wasserstoffgas in großen Mengen und zu einem
billigen Preise herzustellen, wobei der Erzeuger — in diesem Falle der nachstehend beschriebene
Ofen — einen sehr Meinen Raum einnimmt.
Die gegenwärtig bekannten Verfahren, die von der Zerlegung des Dampfes an erhitztem
ίο Eisen ausgehen, dieses wiederum reduzieren
und dann wieder oxydieren, arbeiten mit öfen, die meistens aus Schamotte gebaut und mit
Generator- oder Wassergas beheizt werden. Die beiden letztgenannten Gase liefern eine
hohe Temperatur, greifen jedoch Retorten aus Eisen, in welchen wiederum Eisenmassen lagern,
nach kurzem Gebrauch derart an, daß dieselben nach kurzer Zeit durchgebrannt sind und
weggeworfen werden müssen.
Vorstehende Neuerung verwendet Retorten, die gezogene Eisenrohre sind. In diesen Retorten
lagern die Eisenmassen, durch welche überhitzter Dampf gedrückt wird und welche
selbst mit ihrem Inhalt auf etwa 800 ° gebracht werden durch äußere Beheizung. Die äußere
Beheizung ist eine Teerölflamme. In dieser Flamme können diese Retorten aus gezogenen
Eisenröhren monatelang liegen, ohne daß dieselben durchbrennen.
Die Retorten R liegen (Fig. 1) im Kreise um die
langgezogene Teerölflamme F herum mit einem gewissen Abstand voneinander (Fig. 2 Längsinnenansicht
mit Flamme F). Durch einen Mantel M mit Ummauerung ist der Feuerraum
umschlossen, der Abzug der Hitze ist j unten, wodurch eine bedeutende Wärmestauung
in dem Ofen erzielt wird dadurch, daß die Teerölflamme, durch Zerstäuben des Teeröls
erzeugt, hineingedrückt wird.
Mit der Beheizung mittels dieser Teerölflamme ist man ferner imstande, bei den größten
Anlägen schon nach einer Stunde Anheizung Gas zu machen, was bei einer Beheizung nach
der bekannten Art mit Generator- oder Wassergas ausgeschlossen ist. Abgesehen davon, daß
der Generatorofen selbst, bevor er richtig in Brand ist, lange Zeit braucht, dauert es viele
weitere Stunden, bis der Ofen, in welchem in Retorten oder Rohren aus Eisen oder Schamotte
der Eiseninhalt lagert, die zum Gasmachen nötige Temperatur hat. In die Retorten aus
gezogenen Eisenrohren von zweckmäßiger lichter Weite — je nach Leistung der Anlage —
kann der Dampf unter Druck eingelassen werden, was bei Retorten aus Schamotte ausgeschlossen
ist. Unter Druck geht die Zerlegung des überhitzten Wasserdampfes an ' den erhitzten
Eisenmassen rascher und energischer vor sich, wodurch im Verhältnis zu anderen Verfahren ■ die Leistung eines entsprechenden
Retorten Volumens eine größere wird.
Die Retorten selbst sind auswechselbar, in1 dem dieselben (Fig. 3) bei K konisch abgedichtet
sind. Von der Seite A (Fig. 2) wird beispielsweise der überhitzte Dampf eingelassen, dann
geht Wasserstoffgas auf der andern Seite B ab
zum Kühler. (Die Ein- und Auslaßrohre des Dampfes sind in der Zeichnung weggelassen.)
Jede Retorte, hat am Ende zwei Ventile (Fig. 4) oder Hähne, die an jedem Teil des Ofens, sowohl
beim Einlaß des Dampfes und Abgang des Gases paarweise alle miteinander gekuppelt sind, so
daß mit einer Hebelbewegung jeweils die entsprechenden Rohre für Wasserdampf oder Re
duktionsgas, oder analog für Wasserstoff und Kohlensäure geschlossen oder geöffnet werden.
Nachdem die Leistung der Retorte nachläßt, wird auf dieselbe Weise reduziert, indem die
Reduktionsgase — als solche kommen Generatorgas oder Wassergas in Frage — in derselben
oder umgekehrter Richtung durch die Retorten, in welchen nunmehr Eisenoxyd lagert, gedrückt
werden. Sind die Eisenoxydmassen wieder reduziert, beginnt wieder die Gasperiode usf.
Der Generator, der das Reduktionsgas erzeugt, muß so konstruiert sein, daß er unter Druck arbeitet; dann kann auch in dem Ofen für die Wasserstoffbereitung unter Druck reduziert werden, wodurch die Reduktion rascher und energischer vor sich geht und wodurch eine Reduktion von gewöhnlichem, metallischem Eisen überhaupt erst möglich ist.
Der Generator, der das Reduktionsgas erzeugt, muß so konstruiert sein, daß er unter Druck arbeitet; dann kann auch in dem Ofen für die Wasserstoffbereitung unter Druck reduziert werden, wodurch die Reduktion rascher und energischer vor sich geht und wodurch eine Reduktion von gewöhnlichem, metallischem Eisen überhaupt erst möglich ist.
Durch die Möglichkeit, unter Druck Gas zu machen, wie auch unter Druck zu reduzieren,
die durch die eben beschriebene Ofenkonstruktion ausführbar ist, ist man in den Stand gesetzt,
aus kleinem Ofen hohe Leistungen zu erzielen, was das Wasserstoff gas gegenüber den
bekannten Verfahren bedeutend verbilligt. Auch kann man einen solchen Ofen transportabel
bauen, sowohl auf Lastwagen wie Eisenbahnen, man braucht nur noch die innere Schamotteausmauerung
wegzulassen und dafür vor die innere Umhüllung eine Asbestdecke zu legen.
Eine sehr wichtige Neuerung ist jedoch die, daß man jede Anlage in kurzer Zeit — etwa I bis 2
Stunden — durch die ölfeuerung auf eine Temperatur bringt, die zum Gasmachen nötig
ist, während im Gegensatz hierzu Anlagen, die mit Retorten und Generatorofen arbeiten, das
Zehnfache an Zeit brauchen. Durch die Mög-Hchkeit der raschen Anheizung ist ein vielfach
unterbrochener Betrieb ebenfalls rentabel und vor allen Dingen praktisch und bequem. Transportable
Anlagen bis 1000 cbm Stundenleistung sind mit wenig Mitteln zu erbauen und mit
wenigen Leuten zu bedienen. Stationäre Anlagen können rasch und leicht von einem Ort
zum andern gebracht werden, was bei den bisher gebräuchlichen Anlagen mit Generatorfeuerung
und Schamotteöfen nicht möglich war.
Für die Luftschiffahrt, die unbedingt mit einem niedrigen Preis für Wasserstoffgas rechnen
muß, wären Anlagen, die transportabel sind und zu einem niedrigen Preis Wasserstoffgas
in großen Mengen darstellen, von großer Bedeutung und würden das Verwenden des Wasserstoffes in Stahlbomben, was den Kubikmeter
Gas sehr verteuert und die Verarbeitung umständlich macht, in Wegfall bringen.
Claims (2)
1. Retortenofen mit äußerer Beheizung zur Darstellung von Wasserstoffgas aus
Eisen und Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen aus einer Anzahl kreisförmig mit einem kleinen Abstand
gegeneinander um eine Teerölflamme angeordneten Retorten, die ausgewechselt werden
können, besteht.
2. Ausführungsform des Ofens nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Retorten aus gezogenen Eisenrohren bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE290657C true DE290657C (de) |
Family
ID=545600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT290657D Active DE290657C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE290657C (de) |
-
0
- DE DENDAT290657D patent/DE290657C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE583851C (de) | Verfahren zur Gewinnung kohlenstoffreicherer Kohlenwasserstoffe durch Erhitzen von Methan | |
| DE290657C (de) | ||
| DE1401769B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur verbrennung von schwerfluech tigen fluessigkeiten | |
| DE1039040B (de) | Vorrichtung fuer die Erhitzung von fluessigen, dampffoermigen, gasfoermigen oder festen Stoffen und Verfahren zu deren Betrieb | |
| DE430818C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Wasserstoff | |
| DE326228C (de) | Verfahren zur getrennten Vorwaermung von Reaktionsstoffen, insbesondere fuer die Stickstoffverbrennung | |
| DE625636C (de) | Ofen zur Waermebehandlung von feinkoernigem oder staubfoermigem Gut | |
| DE671109C (de) | Vorrichtung zum Umwandeln von Brenngas von hohem Heizwert in ein Gas von niedrigerem Heizwert | |
| DE738585C (de) | Aufkohlen von Eisen und Stahl mit gasfoermigen Einsatzmitteln | |
| DE958235C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verbrennung eines Gas-Luft-Gemisches von geringem Heizwert, insbesondere zur Verwertung von Grubenwettern | |
| AT19717B (de) | Verfahren und Ofen zum Brennen zu emaillierender Gegenstände oder zum Glühen beliebiger Stoffe. | |
| DE325635C (de) | Regenerativofen zur Verbrennung von Stickstoff | |
| DE171873C (de) | ||
| DE661010C (de) | Verfahren zur Gewinnung von metallischem Magnesium | |
| AT51719B (de) | Verfahren zur Ausnutzung der Wärme von heißem Walzgut. | |
| DE222125C (de) | ||
| DE191864C (de) | ||
| DE945087C (de) | Mehrstufige Roehrenerhitzeranlage | |
| DE153749C (de) | ||
| DE841063C (de) | Blankgluehverfahren | |
| DE14766C (de) | Neuerungen an heizbaren Wärmeflaschen für Eisenbahnwagen | |
| DE890557C (de) | Verfahren zur Beheizung von Regenerativoefen | |
| DE151583C (de) | ||
| AT87301B (de) | Transportabler Heizkörper. | |
| AT68328B (de) | Kessel zur Erzeugung von Dampf oder zum Eindampfen von Lösungen. |