DE290600C - - Google Patents

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DE290600C
DE290600C DENDAT290600D DE290600DA DE290600C DE 290600 C DE290600 C DE 290600C DE NDAT290600 D DENDAT290600 D DE NDAT290600D DE 290600D A DE290600D A DE 290600DA DE 290600 C DE290600 C DE 290600C
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acid
methylsulfonic acid
methylsulfonic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D473/00Heterocyclic compounds containing purine ring systems
    • C07D473/02Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6
    • C07D473/04Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms
    • C07D473/06Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3
    • C07D473/08Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3 with methyl radicals in positions 1 and 3, e.g. theophylline
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    • C07D473/12Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3 with methyl radicals in positions 1, 3, and 7, e.g. caffeine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290600 KLASSE XIp. GRUPPE
in BERN, Schweiz.
Zusatz zum Patent 285579*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Dezember 1914 ab. Längste Dauer: 17. Mai 1928.
In weiterer Ausbildung des durch Patent 285579' und dessen Zusatz 287801 geschützten Verfahrens zur Darstellung von salzartigen Doppelverbindungen der cu-Methylsulfosäure des p-Aminophenylesters der Salicylsäure mit Purinderivaten wurde gefunden, daß außer den daselbst verwendeten Alkali- bzw. Erdalkalisalzen der ω-Methylsulfosäure des Salicylsäure-p-aminophenylesters auch die Alkalisalze der κ,-Methylsulfosäuren vieler anderer carbo- oder heterocyklischer Amine befähigt sind, mit den basischen Abkömmlingen des Purins leicht lösliche salzartige Doppelverbindungen zu bilden.
Dieselben Doppelverbindungen entstehen auch, wenn man die freien ω-Methylsulfosäuren der betreffenden Amine auf die Alkaliverbindungen der Purinabkömmlinge einwirken läßt. Von den neuen Verbindungen sind viele therapeutisch wertvoll, und zwar besitzen sie im· wesentlichen die gleichen wertvollen Eigenschaften wie die entsprechenden Coffein- und Theophyllinverbindungen des Verfahrens des Hauptpatents.
Beispiel 1.
In eine warme wässerige Lösung von 23*g des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des Anilins oder von 24 g des Natriumsalzes der u;-Methylsulfosäure des p-Toluidins werden 2i,2 g Coffein eingetragen, die Lösung filtriert und unter fortwährendem Umrühren bei nicht zu hoher Temperatur eingedampft. Man erhält eine farblose kristallinische, in Wasser leicht lösliche Masse, die gepulvert und getrocknet wird.
Die Coffeinverbindungen des Natriumsalzes der tu-Methylsulfosäuren des Anilins und des p-Toluidins sind in Alkohol, Äther, Aceton unlöslich. Die wässerige Lösung der Coffein-Verbindung des Natriumsalzes der a-Methylsolfosäure des Anilins gibt, mit einem Tropfen Eisenchlorid versetzt, eine schöne Grünfärbung. Chlorkalklösung ruft eine schwache Gelbfärbung hervor.
Die wässerige Lösung der Coffeinverbindung des Natriumsalzes der cu-Methylsulfosäure des p-Toluidins gibt mit Eisenchlorid keine charakteristische Färbung. Chlorkalk erzeugt überhaupt keine Färbung.
Beispiel 2.
23 g des Natriumsalzes der ou-Methylsulfosäure des Anilins oder 24 g des Natriumsalzes der oj-Methylsulfosäure des p-Toluidins werden unter Erwärmen in Wasser gelöst, mit 19,8 g
Früheres Zusatzpatent: 287801.
ι · 3"Dimethyl-2 · 6-dioxypurin versetzt, die Lösung filtriert und unter Umrühren eingedampft. Die erhaltene Theophyllinverbindung stellt ein weißes kristallinisches Pulver dar, das sich in Wasser mit neutraler Reaktion löst. In Alkohol und Äther ist es unlöslich.
Man kann auch so verfahren, daß man
molekulare Mengen von Theophyllin und dem Natriumsalze der a-Methylsulfosäure des Anilins bzw. p-Toluidins in heißem 80- bis goprozentigem Alkohol löst, nitriert und dann den Alkohol verjagt.
Beispiel 3.
4,1 g der «.-Methylsulfosäure des Anilins (Zersetzungspunkt 87° C) bzw. 4,4 g der oo-Methylsulfosäure des p-Toluidins werden in eine wässerige Lösung von 4,4 g Theophyllinnatrium eingetragen, erwärmt, die Lösung filtriert und eingedampft. Die erhaltenen Verbindungen besitzen die gleichen Eigenschaften wie die nach Beispiel 2 dargestellten.
In diesem Beispiel kann an Stelle von Wasser 80- bis cjoprozentiger Alkohol verwendet werden.
Beispiel 4.
23,9 g des Natriumsalzes der oo-Methylsulfosäure des p-Phenetidins (vgl. Patentschrift 209695, Kl. 12 q) werden fein gepulvert und mit einer Lösung von 21,2 g Coffein in Chloroform versetzt. Man schüttelt gut durch und läßt das Chloroform unter fortwährendem Umrühren bei nicht zu hoher Temperatur verdampfen. Die zurückgebliebene Masse ist in Wasser leicht löslich und gibt mit Eisenchlorid zuerst eine rote und dann eine schön violette Färbung. In Aceton, Äther, Benzol ist die Verbindung unlöslich.
Die Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der «j-Methylsulfosäure des p-Phenetidins kann nach Beispiel 2 oder 3 dargestellt werden. Sie ist in Wasser besonders bei ganz
in Alkohol, Äther
Name des Präparates Zersetzungstemperatur
Coffeinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methyl-
sulfosäure des Anilins
250° unter Gasentwicklung und
Rotfärbung.
Coffeinverbindung des Natriumsalzes der w-Methyl-
sulfosäure des p-Toluidins
Die Substanz beginnt bei 233° C
sich zu verändern. Vollständige
Zersetzung unter Rotfärbung und
Gasentwicklung tritt bei 236 bis
237° C ein.
Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der le-Methyl-
sulfosäure des Anilins
216 bis 217 ° unter Gasentwicklung
und Rotfärbung.
leichtem Erwärmen leicht,
dagegen schwer löslich.
Beispiel 5.
21,2 g Coffein werden in eine warme wässerige Lösung von 26 g des Natriumsalzes der oi-Methylsulfosäure des a- oder ß-Naphtylamins eingetragen, wobei es in Lösung geht.
Die sirupdicke, gelb gefärbte Lösung hinterläßt beim weiteren Eindampfen ein weißes Pulver, das in Wasser leicht löslich ist, sich dagegen in Äther, Alkohol, Petroläther nicht auflöst.
Beispiel 6.
21,2 g Coffein werden in Chloroform gelöst und die Lösung in eine Chloroform-, Alkohol· oder Acetonsuspension von 32 g des Natriumsalzes der (Λΐ-Methylsulfosäure des i-Phenyl-2 · 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolons (vgl. Patentschrift 254711, Kl. 12 p) eingetragen. Unter Umrühren wird dann das Chloroform bei nicht zu hoher Temperatur verjagt.
Die Verbindung ist in Wasser leicht löslich. Eisenchlorid erzeugt keine Färbung. Mit salzsaurem Phenylhydrazin erwärmt und dann mit Ferricyankalium und Salzsäure versetzt, ergibt sie eine starke Rotfärbüng.
Beispiel 7.
.6,4 g des Natriumsalzes der tu-Methylsulfosäure des 1 -Phenyl -2 -3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolons und 4 g Theophyllin werden in 80- bis 85prozentigem Alkohol unter Erwärmen gelöst, die Lösung filtriert und bei nicht zu hoher Temperatur das Lösungsmittel verjagt. Die Verbindung bildet ein weißes Pulver, das sich in Wasser, besonders bei ganz schwachem Erwärmen, leicht löst, in Alkohol, Äther, Benzol aber unlöslich ist.
In der nachstehenden Tabelle sind die Eigenschaften einiger der neuen Doppelverbindungen zusammengestellt.
Name des Präparates Zersetzungstemperatur
Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des p-Toluidins 219 bis 220° unter Rotfärbung und Gasentwicklung.
Coffeinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des p-Phenetidins 225 bis 226 ° unter Rotfärbung und Gasentwicklung.
Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der iu-Methylsulfosäure des p-Phenetidins 210 bis 2ii° unter Rotfärbung und Gasentwicklung.
Coffeinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des ß-Naphtylamins 231 ° unter Gasentwicklung und
Rotfärbung.
Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des ß-Naphtylamins
Coffeinverbindung des Natriumsalzes der ω-Methylsulfosäure des i-Phenyl-2 · 3-dimethyl-4-amino-
5-pyrazolons ° unter Gelbfärbung und Gasentwicklung.
198 bis 199 ° unter Gelbfärbung und Gasentwicklung.
Theophyllinverbindung des Natriumsalzes der c/;-Methylsulfosäure des i-Phenyl 2 · 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolons
190 bis 191 ° unter Gelbfärbung und Gasentwicklung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung der durch Patent 285579 und dessen Zusatz 287801 geschützten Erfindung, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der m-Methylsulfosäure des Salicylsäure-p-aminophenylesters Alkali- 65 salze von ui-Methylsulfosäuren anderer carbo- oder heterocyklischer Amine bzw. die entsprechenden freien cu-Methylsulfosäureh und Alkaliverbindungen von basischen Purinabkömmlingen verwendet werden. 70
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944518C (de) * 1950-08-20 1956-06-14 Byk Gulden Lomberg Chem Fab Verfahren zur Herstellung von Loesungen von in 1, 3-Stellung substituierten Xanthinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944518C (de) * 1950-08-20 1956-06-14 Byk Gulden Lomberg Chem Fab Verfahren zur Herstellung von Loesungen von in 1, 3-Stellung substituierten Xanthinen

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