DE28865C - Selbstausleger an - Google Patents

Selbstausleger an

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DE28865C
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Germany
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DENDAT28865D
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Original Assignee
MORSE'schen Schreibtelegraphen. G. F. A. NOACK in Dresden, Pirnaische Str. 18
Publication of DE28865C publication Critical patent/DE28865C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/28Code reproducing apparatus
    • H04L15/30Writing recorders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)

Description

/ιψ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Zx: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. December 1883 ab.
Der Selbstausleger an dem Morse'sehen Schreibtelegraphen besteht aus einem Hebel a, welcher durch die Achse b in den Gehäusewänden ί s des Apparates befestigt ist. An dem rechten Ende desselben ist eine Walze c von weichem Eisen angebracht, welche durch den darunter befindlichen doppelten Elektromagneten d d angezogen werden kann, der seine Stromleitung direct von dem grofsen doppelten Elektromagneten// erhält, welch letzterer den Hebel mit dem Schreibstift bewegt. Am linken Ende mündet der Hebel in eine Gabel e aus, die einen kleinen Zapfen lose umschliefst, der sich an dem zur Seite des Federgehäuses g und auf dessen Achse drehbar angebrachten Zahnrade / fest befindet. Das Zahnrad / kann sich nach jeder Seite drehen; dasselbe hat durch den aufliegenden Hebel·« seinen Schwerpunkt auf der rechten Seite, kann aber in dieser Richtung sich nicht allein bewegen, weil die am Gehäuse g angebrachte Feder h sich in dessen Zähne einlegt und das Zurückgehen verhindert. Es ist nun möglich, dafs das Zahnrad / in der Richtung nach links allein bewegt werden kann, wobei die Zähne die sehr schwache Feder seitwärts drücken, bis dieselbe in die Zahnlücken einspringt. Nur wenn sich das ganze Federgehäuse dreht, was stets in der Richtung nach rechts geschieht, kann auch das Zahnrad/ sich gleichzeitig in derselben Richtung, und zwar nur in derselben Geschwindigkeit des Gehäuses drehen. Nahe der Hebelachse b befindet sich ein nach unten gehender längerer Zapfen 2, welcher, wenn der Apparat im Ruhezustande ist, dicht an die runde Welle k andrückt, welche neben dem Zahnrade / fest auf der Achse dieses Rades angebracht ist, so dafs dieses Rad, welches infolge der vielen Zahnradübersetzungen bedeutende Schnelligkeit in der Umdrehung hat und demzufolge nur eines ganz geringen Druckes bedarf, um zum Stillstand gebracht zu werden, sich nicht mehr bewegen kann und dadurch das ganze Rädergetriebe zum Stehen bringt. Am unteren Theil des Zapfens i ist ein Gummiplättchen befestigt, um eine gröfsere Reibung zu erzielen. Die Räder m η 0 sind die bei jedem Apparat nothwendigen Zahnräder, / / der grofse Elektromagnet, über dem der Schreibstiftanker liegen würde.
Die bei jetzigen Schreibapparaten gebräuchliche Einrichtung, dafs ein kleiner Anker in das Zahnrad als Hemmung eingeschoben wird und erst von der bedienenden Person herausgenommen werden mufs, sofern der Apparat laufen soll, kommt ganz in Wegfall.
Sobald nun von einer Station ein Zeichen gegeben wird und der elektrische Strom den Elektromagneten / / und in directer Verbindung die neu eingeschalteten Elektromagneten dd umkreist, werden die letzteren den über ihnen liegenden Anker mit Hebel anziehen. Das linke Ende desselben hebt sich mit seiner Gabel in die Höhe und drückt den Zapfen des Zahnrades f, wodurch dasselbe um einige Zähne in der Richtung von rechts nach links bewegt wird, in welcher Lage es verbleiben mufs, da die Feder h das Wiederzurückdrehen verhindert. In Verbindung damit kann der Hebel α nicht zurückfallen, weil er durch den Zapfen des Rades / an seiner Gabel in der neuen Lage gehalten wird. Durch diese veränderte Hebellage
wird nun der Zapfen i von der Welle k entfernt und beginnt nunmehr, weil der Druck des Federgehäuses ungehindert auf das ganze Werk einwirken kann, dasselbe zu laufen und setzt den Apparat in vollständige Bewegung. Nun nimmt auch das Federgehäuse seinen gewöhnlichen Kreislauf in der Richtung von links nach rechts gleichmäfsig wieder auf und kann sich das Zahnrad f in gleicher Langsamkeit nach seiner ursprünglichen Lage zurückbewegen, sofern kein Zeichen auf dem Telegraphen mehr erfolgt. Hat es dieselbe erreicht, so bremst der Zapfen i wieder an die Welle k an und das Räderwerk steht abermals still. Die Bewegung des Zahnrades f an seiner höchstmöglichen Lage bis in die ursprüngliche Ruhelage würde immerhin 6 bis io Secunden dauern, während welcher Zeit also der Apparat noch läuft.
Werden nun ununterbrochen telegraphische Zeichen gegeben, so wird beim ersten derselben der eben geschilderte Vorgang stattfinden, das Getriebe ins Laufen kommen und der Apparat arbeiten. Die schnell auf einander folgenden Zeichen erlauben nun dem Zahnrad / nicht, in die ursprüngliche Lage zurückzukehren, sondern dasselbe wird nur eine kleine Distanz mit dem Federgehäuse zusammen zurücklegen können, weil sein Zapfen durch den Hebel an dem rechten Anker c fortwährend angezogen und bezw. wieder abgelassen wird, in der hohen Lage erhält bezw. beim Verlassen derselben stets in dieselbe zurückgedreht wird. Nur wenn kein Zeichen mehr erfolgt, würde es sich im Tempo des Federgehäuses der unteren Lage wieder zudrehen, woselbst das Werk durch den inzwischen wieder anbremsenden Zapfen i vollständig zum Stillstand gelängt.
Der Selbstausleger, wie vorbeschrieben, bringt also bei einer einzigen Anrufung den Apparat ins Laufen und schliefst sich erst wieder nach vollständiger Beendigung des Telegrammes und wenn innerhalb 6 bis io Secunden nach dem letzten Zeichen kein solches mehr erfolgte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anwendung einer bei geschlossenem Stromkreis sowohl selbstthätig auslegenden, als auch nach beendeter Zeichengabe selbstthätig wieder schliefsenden Vorrichtung zur Hemmung der den Schreibtelegraphen bewegenden Triebfeder, bestehend aus dem Elektromagneten d mit Ankerhebel a, dem Gesperre fg und der Bremse i k.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT28865D Selbstausleger an Active DE28865C (de)

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