DE287993C - - Google Patents

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DE287993C
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phenylquinoline
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/48Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
    • C07D215/50Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4
    • C07D215/52Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4 with aryl radicals attached in position 2

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 287993 -KLASSE 12p. GRUPPE
KALLE & CO. AKT.-GES. in BIEBRICH a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Oktober 1913 ab.
Aus den bisherigen klinischen Veröffentlichungen über 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure sowie deren Homologen, Analogen und Derivaten geht hervor, daß diese selbst immer noch das leistungsfähigste Präparat in bezug auf die Beeinflussung der Harnsäureausscheidung ist. Die Phenylchinolincarbonsäure besitzt nur einen sehr üblen, gallenbitteren Geschmack, und ferner reizt sie, ganz wie die Salicylsäure, den Magen und stört die Verdauung. Man versuchte daher sehr bald, einige Derivate der Phenylchinolincarbonsäure, wie die 6-Methyl-, die 8-Methoxy- oder den Äthylester der ö-Methyl^-phenylchinolin^-carbonsäure u. a., einzuführen, die diese Nebenwirkungen nicht zeigen sollen. Im großen und ganzen ist aber mit allen diesen Verbindungen das erstrebte Ziel doch nicht derart erreicht worden, daß ein tatsächlich vollwertiger Ersatz ohne die üblen Nebenwirkungen vorhanden wäre.
Es ist nun gefunden worden, daß man die unangenehmen Nebenwirkungen der Phenylchinolincarbonsäure und ihrer Derivate — nämlich den bitteren Geschmack und die Reizwirkung auf den Magen ·— beseitigen kann, wenn man sie in Tanninverbindungen überführt. Untersuchungen haben nämlich ergeben, daß in der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure die Basicität des Chinolinkerns noch genügend groß ist, um die Darstellung beständiger Tanninverbindungen zu ermöglichen. Ähnlich liegt der Fall auch bei den Derivaten, z. B. dem Äthylester, ferner bei den Alkyloxyphenylchinolincarbonsäuren usw.
Die Tannate besitzen die gleichen Eigenschaften der Ausgangsstoffe sowohl bezüglich der Beeinflussung der Harnsäureausscheidung als auch der entzündungswidrigen, schmerzstillenden Wirkung.
Die Herstellung der Tanninverbindungen geschieht, je nachdem noch eine freie Carboxyl- oder Hydroxylgruppe vorhanden ist oder nicht, in etwas verschiedener Weise, indem man im ersteren Falle eine verdünnte Lösung des Körpers in Alkali, im letzteren eine solche in Säuren nacheinander mit einer Lösung von Tannin und verdünnter Essigsäure bzw. Lösung von essigsaurem Natrium vermischt. Dabei ist darauf zu achten, daß die Tanninmenge genügend groß ist und in hinreichender Verdünnung gearbeitet ■ wird.
Beispiel 1.
25 Teile 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure werden mit 10 Teilen Soda in 1000 Volumenteilen Wasser in der Wärme gelöst und abgekühlt. Zu der kalten Lösung gibt man eine Auflösung von 50 Teilen Tannin in 300 Volumenteilen Wasser und gießt das Gemisch rasch in verdünnte Essigsäure (15 Gewichtsteile Eisessig auf 3000 Volumenteile Wasser) aus. Der blaßgelbe Niederschlag wird gut ausgewaschen und bei gelinder Wärme (etwa 35 bis 40 °) ge-
trocknet. Trocknet man den frischen Niederschlag ζ. B. auf dem Wasserbade, so zieht er sich zu spröden Harzklumpen zusammen.
- Beispiel 2.
26,5 Teile 2-Oxyphenylchinolin-4-carbonsäure (2'-oder 4'-Verbindung) (vgl. Patent 284233)
■■ und 12 Teile Natronlauge von 40 ° Be werden zusammen in etwa 1000 Volumenteilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 60 Teilen Tannin in 300 Teilen Wasser vermischt. Das Wasser muß luftfrei sein, und auch sonst ist der Luftzutritt abzuhalten. Die gemischten Lösungen werden rasch in verdünnte Essigsäure (6 bis 10 Teile Eisessig und 3000 Volumenteile Wasser) ausgegossen und dann weiter nach Beispiel 1 verfahren.
. Beispiel 3.
27,7 Teile 2-Phenylchinolin-4-carbonsäureäthylester werden unter möglichst gelindem Erwärmen in etwa 650 Teilen verdünnter Salzsäure (ioprozentig) gelöst und dann die Lösung mit Eiswasser verdünnt. Sollte die Lösung noch etwas milchig getrübt sein, so gibt man ein wenig Salzsäure zu, bis sie eben ganz klar ist. Diese eiskalte Lösung gießt man nun unter gutem Rühren in eine ebenfalls eiskalte Lösung von etwa 56 Teilen Tannin und 280 Teilen kristallisiertem Natriumacetat in 2800 Teilen Eiswasser. Der blaßgelbliche Niederschlag wird abfiltriert und mit kaltem Wasser gewaschen. Er muß sehr vorsichtig bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet werden, da er sich, solange er feucht ist, außerordentlich leicht zu harzigen Klumpen zusammenzieht.
Beispiel 4.
Ersetzt man im Beispiel 3 den benutzten Ester durch 26,4 Teile des Amids der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure und verfährt in analoger Weise, so erhält man ebenfalls eine Tanninverbindung. Indes kommt man hier mit weniger Salzsäure aus, kann konzentrierter arbeiten und die Menge des erforderlichen Natriumacetats etwa zur Hälfte durch Soda ersetzen. Auch ist Kühlung weniger notwendig. Die nach Beispiel 3 und 4 erhältlichen Verbindungen besitzen einen gewissen Tanningeschmack, üben aber ebenso wie die übrigen Tannate keine Reizwirkung auf den Magen aus. - Verwendet man an· Stelle der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure des Beispiels 1 oder der 2-Oxyphenylchinolin-4-carbonsäure des Beispiels 2 die äquivalenten Mengen z. B. der 6-Methyl-2-phenylchinolin-4-carbonsäure oder der 2-Piperönylchinolin-4-carbonsäure, so entstehen ebenfalls die entsprechenden Tannate.
Die so erhältlichen Tanninverbindungen schmecken nicht bitter und reizen den Magen nicht. In ihren Eigenschaften sind sie sich sehr ähnlich. Sie bilden wenig gefärbte (fast weiße bis blaß graugelbliche oder rötliche) feine Pulver, die bisher nicht kristallisiert erhalten werden konnten. In Wasser und verdünnten 65' Säuren sind sie so gut wie unlöslich, zerfallen aber bei längerem Stehen damit schon in der Kälte langsam unter Abgabe von Tannin. Kohlensäure und Ätzalkalien sowie Ammoniak spalten diese Tannin verbindungen leicht; hat die Chinolincomponente freie Hydroxylgruppen, so geht alles glatt in Lösung.
In organischen Lösungsmitteln sind die Löslichkeitsverhältnisse verschieden. So löst sich z. B. die Tanninverbindung der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure in Alkohol oder Aceton leicht, schwer dagegen in Eisessig und so gut wie nicht in Äther, Ligroin und Benzol.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von salzartigen Verbindungen aus 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure, ihren Derivaten, Homologen und Analogen, darin bestehend, daß man die erwähnten Ausgangsstoffe nacheinander, so-. weit sie eine freie Carboxyl- oder Hydroxylgruppe enthalten, in verdünnter alkalischer Lösung mit einer Tanninlösung und verdünnter Essigsäure, andernfalls in verdünnter saurer Lösung mit einer Lösung von Tannin und Natriumacetatlösung behandelt.
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