DE287668C - - Google Patents

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DE287668C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/08Modifications for reducing interference; Modifications for reducing effects due to line faults ; Receiver end arrangements for detecting or overcoming line faults

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Schaltung, die es ermöglicht, mit Gleichstrom wechselnder Richtung (Doppelstrom) über Leitungen zu telegraphieren, die von Fremdströmen durchflössen werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Vermittlung des Empfanges der durch Doppelstromtasten oder sonstige bekannte, auch automatisch wirkende Vorrichtungen gegebenen telegraphischen Zeichen in Form von aufeinanderfolgenden positiven und negativen Stromstößen zwei Wechselstromrelais mit auf dem Anker aufruhenden, leicht beweglichen und hintereinander geschalteten Kontakten dienen, die mit ihren Wicklungen auf entgegengesetzte Wirkung in die Leitung eingeschaltet sind, und durch deren Kontakte Kurzschlüsse zu den Wicklungen eines mit zwei Elektromagneten versehenen Empfangsapparates gebildet werden.
Die Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, die sich voneinander nur dadurch unterscheiden, daß bei der Einrichtung nach Fig. 2 ein Transformator in die Leitung geschaltet ist. Die Fig. la und 2a zeigen den Verlauf der Schließungs- und Öffnungsinduktionsstöße.
In Fig. ι sind die nach der Erfindung verwendeten Wechselstromrelais mit 1 und 2 bezeichnet. Sie bestehen aus einem permanenten Magneten m mit zwei Polschuhen p aus weichem Eisen. Auf diesen sind zwei Magnetwicklungen w vorgesehen. Ein Anker α wird entgegen der Wirkung einer Feder f durch die Kraft des permanenten Magneten an den Polschuhen festgehalten. Der Anker α trägt isoliert aufgesetzt Stromschlußstücke s, auf denen Kontaktkörper k aufliegen. Der Strom wird diesen Kontaktkörpern durch biegsame Leitungen I zugeführt und fließt dabei über mehrere hintereinander geschaltete" Kontaktstellen. Der Stromweg über diese Kontaktkörper stellt an jedem der beiden Relais 1 und 2 einen Kurzschluß für die Wicklungen χ und y eines Relais oder sonstigen Empfangsapparates dar. Als Beispiel ist in der Zeichnung ein Morseapparat veranschaulicht, dessen Schreibhebel in bekannter Weise durch die Ströme in den Wicklungen χ und y entweder an den Papierstreifen angelegt oder von ihm abgezogen wird und unter der Wirkung eines Polarisationsmagneten oder, wie dargestellt, eines Druckrädchens in den Endlagen festgehalten wird. Die Batterie ζ liefert einen Ruhestrom, dessen Stärke durch den Widerstand«1 geregelt werden kann.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen dienen als Gebeeinrichtungen Doppelstromtasten g. Wird mittels einer dieser letzteren ein kurzdauernder Stromstoß durch die Leitung gesandt, so durchfließt dieser die Wicklung des Relais 1 in einer und die des Relais 2 in entgegengesetzter Richtung. Der permanente Magnetismus des einen Relaiskernes wird verstärkt und der des anderen so weit geschwächt, daß der Anker unter der Einwirkung der Abreißfeder f abfällt und die Kontaktkörper k infolge ihres Beharrungsvermögens den Ruhestrom für einen Augenblick unterbrechen. Der Kurzschluß der einen Wicklung χ des Empfangsapparates 3 wird aufgehoben, und der Schreibhebel legt sich nach
der entsprechenden Seite um. Das Umlegen des Schreibhebels nach der anderen Seite tritt ein, wenn mittels der Gebeeinrichtung g ein entgegengesetzter Stromstoß in die Leitung gesandt wird.
Fig. ia zeigt den zeitlichen Verlauf der Schließungsinduktionsstöße bei m und der öffnungsinduktionsstöße bei n. Wird nach Fig. 2 in die Leitung ein Transformator t zwecks Isolierung der Gebeeinrichtung von der Leitung geschaltet, so verläuft der Schließungsinduktionsstoß m in der Sekundärwicklung bei der Betätigung einer Gebetaste abgeflacht, während der Öffnungsinduktionsstoß η spitze Form besitzt, wie aus Fig. 2a ersichtlich. Werden die beiden Empfangsrelais derart eingestellt, daß der flach verlaufende Schließungsstrom nicht imstande ist, den permanenten Magnetismus zu überwinden, so sprechen die Relais nur auf den Öffnungsstrom an. und zwar abwechselnd je nach der Richtung des Primärstromes. Es ist daher möglich, auch unter Zwischenschaltung eines Isoliertransformators durch Absenden positiver und negativer Stromstoße mittels der Gebeeinrichtung telegraphische Zeichen zu übertragen.
Die gleiche Wirkung tritt ein, sobald die Anker α nicht auf den Polschuhen p fest aufliegen, sondern sich vor den Polschuhen in einer durch entsprechende Anspannung der Feder f hergestellten Schwebelage befinden. Wird der Anker α hierbei von dem Magneten infolge eines entsprechend gerichteten Stromes angezogen, so folgen die Kontaktkörper dieser Bewegung des Ankers, ohne den Stromkreis zu unterbrechen. Wird dagegen durch einen entgegengesetzt gerichteten scharf ansteigenden Stromstoß entweder direkt, wie nach Fig. 1, oder durch Induktion, wie nach Fig. 2, der Anker von dem Magneten mit einer ruckartigen Bewegung entfernt, so unterbrechen die Kontaktkörper durch ihre Massenwirkung den sie durchfließenden Ruhestrom, und der Schreibhebel des Registrierapparates wird umgelegt.
Um ein langsames Ansteigen des Schließungsstromes zu erzielen, werden zweckmäßig in die Leitungen Drosselspulen d eingeschaltet.
Der Anker α mit der Feder f kann auch durch eine federnde Eisenmembran 0. dgl. ersetzt werden, ohne daß an der Art der Betätigung hierdurch etwas geändert wird.
Werden die Telegraphenleitungen infolge Beeinflussung durch eine benachbarte Wechselstromhochspannungsleitung von einem zusätzlichen Wechselstrom von einer in Kraftübertragungsanlagen üblichen Periodenzahl von 50 pro Sekunde und darunter durchflossen, so wird die Schwebelage des Ankers α dem Zusatzstrom entsprechend verändert, ohne daß jedoch hierbei infolge der im Vergleich zur Masse des Ankers und der Kontaktkörper verhältnismäßig langsamen Schwingungen die Kontaktkörper ihre Unterlage verlassen und eine Wirkung des Wechselstromes auf den Empfangsapparat übermitteln. Der Telegraphierstrom lagert sich hierbei über den Störungsstrom und seine Wirkung auf den schwingenden Anker mit den Kontaktkörpern ist die gleiche wie auf den ruhenden Anker. Es ist also hiernach möglich, trotz eines verhältnismäßig starken Fremdwechselstromes durch Absenden positiver und negativer Stromstöße den telegraphischen Empfangsapparat zu beeinflussen und somit den Störungsstrom bis zu einem verhältnismäßig hohen Betrage unschädlich zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Schaltung zum Telegraphieren mit Gleichstrom wechselnder Richtung, gekennzeichnet durch die Verwendung zweier auf entgegengesetzte Wirkung eingeschalteter Wechselstromrelais mit in an sich bekannter Weise auf den Ankern aufruhenden, leicht beweglichen und durch Kontaktstücke auf den Ankern hintereinander geschalteten Kontakten, über die im Ruhezustand jedes der Relais je eine der entgegengesetzt wirkenden Wicklungen des Empfangsapparates kurzgeschlossen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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