DE286679C - - Google Patents
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/13—Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
- C03B9/14—Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
- C03B9/16—Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung derjenigen Glasblasemaschine^
bei welchen ein Paar Vorformen und ein Paar Fertigformen in der Weise zusammengeordnet
sind, daß die gegenständigen Vorformen um eine wagerechte Achse kreisen, die gegenständigen Fertigformen dagegen um eine
senkrechte Achse, wobei die Ümlaufachse der Fertigformen in der Drehungsebene der Vorformen
gelegen ist, und sämtliche Formen in gleicher Höhe stehen.
Nach der Erfindung wird die bekannte Anordnung weiter noch dadurch verbessert, daß
sowohl die vier Vor- wie die vier Fertigform half ten je uni ein und dieselbe Achse drehbar
angeordnet sind. Hierdurch, in Verbindung mit den bekannten Anordnungen, daß die
beiden Vorformen in gleicher Höhe stehen und daß die Drehachse der Fertigformen in der
Drehebene der Vorformen, bestimmt durch die Bewegung der Mittellinien der Vorformen
während des Schwenkens, liegt, ist es möglich, daß sämtliche bewegliche Formteile so nahe
an ihrer Drehachse liegen, daß sie ihre Bewegung in der erforderlich kurzen Zeit ausführen
können, ohne daß sie eine derartig große Geschwindigkeit erhalten müssen, daß durch die Beschleunigungs- und Bremskräfte
ungünstig wirkende Stöße auftreten.
Eine derartige Maschine ist auf der Zeichnung in den Fig. 1 bis 4 in einer Ausführungsform
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι den Aufriß im Längsschnitt, Fig. 2 die
Draufsicht, Fig. 3 die Seitenansicht von rechts, und Fig. 4 einen horizontalen Querschnitt in
der Höhe der Drehebene des Vorformrahmens. Wie daraus zu ersehen ist, besteht die Maschine
aus den Gestellblöcken 1, die durch eine Rahmenplatte 2 miteinander verbunden sind.
An den oberen Enden der Gestellblöcke 1 sitzen Lager 3, in denen ein Rahmen 4 mittels
Zapfen 5, 6 drehbar gelagert ist. Der Zapfen 6 ist hierbei über sein Lager 3 hinaus verlängert
und trägt ein mit Handgriffen 7 versehenes Rad 8. Innerhalb der Zapfen 5, 6 ist eine
Welle 9 gelagert, die über den Zapfen 6 hinausragt und eine Kurbel 10 trägt. Der Handgriff
11 der Kurbel 10 sitzt auf einer Blattfeder
12, die mittels eines Sicherungsstiftes 13 in kleine Ausnehmungen 14 des Handrades 8
einfaßt und dadurch die Kurbel 10 in einer bestimmten Lage zum Rade 8 hält (Fig. 4). Das
Handrad 8 selbst wird hierbei durch einen über dem Lager 3 in einer Hülse 15 geführten Bolzen
16 gegenüber dem Gestell 1 in einer gewünschten Lage dadurch gesichert, daß dieser
Bolzen 16 unter Vermittlung einer Schraubenfeder 17 ebenfalls in kleine Ausnehmungen 18
des Handrades 8 einfaßt (Fig. 3). Der Rahmen 4 trägt in seiner Mitte einander gegenüberstehende
Zapfen 19, die mittels Stellschrauben 20 befestigt sind. Auf diesen Zapfen
19 sind die Vorformenhälften 21 drehbar gelagert.
Je eine Hälfte der Vorform 21 steht nun mit einer rückwärts stumpfwinklig anschließenden
gleichen Hälfte direkt oder scharnierartig in Verbindung (Fig. 1 und 2). Gegenüber
den Zapfen 19 sind von den Längsseiten-
kein des Rahmens 4 seitlich abstehende, die Kopfformen 22 der Flaschen tragende und
einander entgegengesetzte Ausleger 23 angeordnet, in welchen durch Blattfedern 24 abgefederte,
zur Bildung der Flaschenmündung dienende Dorne 25 verschiebbar gelagert sind (Fig. 1). Die Kopfformen 22 bestehen aus zwei
Teilen, von denen die vorderen Teile (»vorn» ist die in Fig. 3 und 4 linke Seite) um BoI-zen
26 drehbar sind und unter Vermittlung von Federn 27 in der Schließläge gehalten
werden, während die hinteren Teile der Kopfformen 22 auf den Auslegern 23 befestigt sind
(Fig. i, 3 und 4). Jedes Paar der Vorformhälften 21 trägt ein horizontal angeordnetes
Kegelradsegment 28, das mit einem der auf der Welle 9 befestigten Kegelräder 29 kämmt.
In gleicher Höhe wie die Vorformen 21 sind nun rechts von diesen auf einem Drehzapfen 30
die Fertigformen 31 drehbar gelagert, deren Hälften gleichfalls paarweise miteinander in
Verbindung stehen. Der Drehzapfen 30 ist weiterhin auf einem Ausleger 32 der Rahmenplatte
2 drehbar gelagert und steht mit einer Tischplatte 33 in fester Verbindung. Diese
Tischplatte 33 trägt zwei in Lagern 34 senkrecht geführte Bodenformen 35, die mittels unter
Einwirkung von Federn 36 in Rasten 37 ihrer Schäfte 38 einfassender Klinken 39 in der höchsten
Stellung gehalten werden (Fig. 1). Das Hochheben der Bodenformen 35 geschieht hierbei
durch einen senkrecht angeordneten, einerseits in einer Führung 40 der Rahmenplatte 2,
andererseits in einem Quersteg 41 des Maschinengestelles 1 geführten Stellstab 42, der mit
seinem unteren Ende an einem Hebel 44 angelenkt ist, welcher mit einem am Gestell 1
gelagerten Fußtritt 43 in Verbindung steht (Fig. ι und 3). Auf der Tischplatte 33 ist in
Lagern 45 eine Welle 46 gelagert, die Kegelräder 47 trägt, welche mit an je einem Paar
Fertigformen 31 befestigten Kegelradsegmenten 48 kämmen. Gleichachsig zur Welle 46 ist
vor der Tischplatte 33 in einem auf einem Ausleger 49 der Rahmenplatte 2 ruhenden Lager
50 eine Hülse 51 drehbar gelagert, die ein Kegelrad 52 trägt, das mit einem Zahnkranz 53
der Tischplatte 33 kämmt (Fig. 4). Innerhalb der Hülse 51 ist eine Kupplungswelle 54 gelagert,
die in achsialer Richtung etwas verschiebbar ist und am inneren Ende Mitnehmernasen
55 trägt,· die entweder mit Ausnehmungen 56 des Kegelrades 47 oder mit Ausnehmungen
57 des Kegelrades 52 in Eingriff gebracht werden können, so daß dadurch einerseits die Drehung der Fertigformen 31,
andererseits die der Tischplatte 33 erfolgen kann. Auf dem äußeren Ende der Kupplungswelle 54, das allenfalls zum leichteren Erfassen
zwecks Verschiebens mit einem Knopf 58 versehen sein kann, ist eine Kurbel 59 befestigt
(Fig. 3 und 4). Um die Tischplatte 33 in einer bestimmten Lage zu sichern, ist unter dem
Lager 50 ein Sicherungsbolzen 60 angeordnet, der unter Vermittlung einer Schraubenfeder 61
in Ausnehmungen 62 der Tischplatte 33 eingreift (Fig. 3). Um das ungehinderte Schwenken
des Rahmens 4 zu ermöglichen, muß je die linke Bodenform 35 in die tiefste Lage eingestellt werden, was dadurch erreicht wird,
daß auf dem Ausleger 32 ein Anschlagstift 63 vorgesehen ist, gegen den sich die Klinken 39
anlegen und aus den Rasten 37 der Bodenformschäfte 38 herausgehoben werden, so daß
diese jeweils teilweise in die Führung 40 des Stellstabes 42 hineingleiten. Das Anheben der
Dorne 25 geschieht entweder mittels des am Gestell 1 gelagerten doppelarmigen Handhebels
64 oder unter Vermittlung einer Zugstange 65 durch einen weiteren Fußtritt 66 (Fig. 3
und 4). An die Rahmenplatte 2 ist eine Luftpumpe 67 angeschlossen, die mittels eines
am Gestell 1 gelagerten Winkelhebels 68, der nach oben zu einer Handhabe ausgebildet
ist, betätigt wird. Von dieser Luftpumpe 67 führt eine Rohrleitung 69 in ein Lager 3 und
steht mit einem im Lager 3 und im Rahmen 4 vorgesehenen Kanal in Verbindung, der weiterhin
in den Führungsraum des Domes 25 unter der linken unteren Kopfform 22 mündet. Auf
dem Lager 3 ist ferner ein Anschlußstutzen 70 (Fig. 2) angeordnet, an den eine Druckluftleitung
oder gegebenenfalls auch (mittels eines Dreiweghahnes) die Luftpumpe 67 angeschlossen
wird, die dann ebenfalls mit einem weiteren Kanal im Lager 3 und Rahmen 4 in Verbindung kommt und die Preßluft jeweil«
in die obere rechte Kopfform 22 und damit zur eingefüllten Glasmasse gelangen läßt.
Durch das Schwenken der Vorformen werden die beiden Bohrungen für die Luftzuführungen
in der Achse auch um 180 ° gedreht, so daß immer die obere Kopfformhöhlung mit der
Luftleitung des Stutzens 70, die untere aber immer mit der des Stutzens 69 in Verbindung
ist. Je die hintere Hälfte der Fertigformen 31 trägt an der Stirnseite einen Anschlagstift 71,
der bei geschlossener Form sich gegen eine Nut 72 der vorderen beweglichen Backe der
Kopfform 22 anstellt und beim Drehen des Tisches 33 in dieser Nut 72 gleitet und die
Backe zur Seite schiebt (Fig. 1, 3 und 4).
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: In der Anfangsstellung befindet sich ein Paar der Vorformhälften umgekehrt und geschlossen in der linken senkrechten Lage (Fig. 1), wobei die Schließlage der Vorform 21 durch den in das Handrad 8 einschnappenden federnden Kurbelgriff 11, 13 gesichert ist. Diese geschlossene Vorform wird nun mit Glasmasse gefüllt und gleichzeitig mittels der Luftpumpe 67 die Luft in der Vorform ab-
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: In der Anfangsstellung befindet sich ein Paar der Vorformhälften umgekehrt und geschlossen in der linken senkrechten Lage (Fig. 1), wobei die Schließlage der Vorform 21 durch den in das Handrad 8 einschnappenden federnden Kurbelgriff 11, 13 gesichert ist. Diese geschlossene Vorform wird nun mit Glasmasse gefüllt und gleichzeitig mittels der Luftpumpe 67 die Luft in der Vorform ab-
gesaugt und der die Flaschenmündung bildende Dorn 25 mittels des Handhebels 64 oder
des Fußtrittes 66 nach oben bewegt. Hierauf wird der Rahmen 4 mittels des nach jeder
halben Umdrehung durch den Sicherungsstift 16 gehaltenen Handrades 8 um 180 ° gedreht, d. h.
die gefüllte Vorform 21 in aufrechte Lage nach rechts gebracht, und nunmehr in dieser Stellung
die Bodenform 35 mittels des durch den Fußtritt 43 bewegbaren Stellstabes 42 angedrückt,
die durch die Klinke 39 in dieser Lage gehalten wird. Nun wird entweder nach Umsteuerung des Dreiweghahnes von der Luftpumpe
67 oder mittels einer Druckluftleitung Preßluft durch den Anschlußstutzen 70 unter
den Dorn 25 in die Glasmasse geblasen, wodurch das Glaskülbel bis zur Bodenform 35
gedrückt wird, worauf nunmehr die Vorform 21 mittels des Kegelrädergetriebes 9, 29, 28 geöffnet
werden kann und sofort die Fertigform 31 mittels des durch die Kurbel 59 bewegten
Kegelradgetriebes 46, 47, 48 um die Glasmasse geschlossen wird und diese nunmehr von der
Handpumpe 67 oder einer maschinell betriebenen, mittels Druckluftleitung angeschlossenen
Pumpe zur Flasche fertig geblasen wird. Beim Schließen der Fertigform 31 bewegt sich gleichzeitig
ein auf der Stirnseite der einen Hälfte sitzender Anschlagstift 71 gegen eine Nut 72
des beweglichen vorderen Backens der Kopfform 22, so daß nunmehr nach erfolgtem
Fertigblasen der Flasche beim Herausdrehen derselben diese Backe durch den Anschlagstift
71, der in der Nut 72 gleitet, zur Seite gedreht wird und den Kopf der Flasche freigibt.
Das Herausdrehen der Fertigform mit der fertigen Flasche erfolgt hierbei durch das
nach Herausziehen der Kupplungswelle 54 eingeschaltete Kegelradgetriebe 52, 53, wobei die
Tischplatte 33 nach jeder halben Umdrehung durch den Sicherungsstift 60 in der neuen Lage
gesichert wird.
Das Auswechseln der Fertigformen 31 geschieht durch Abheben von deren Drehzapfen
30, während das Auswechseln der Vorformen 21 nach Lösen der Stellschrauben 20 und Verschieben
der Zapfen 19 erfolgen kann.
Durch die sehr zweckmäßige Verbindung der Vorform- und der Fertigformhälften mit
je einem rückwärts anschließenden gleichen g0
Hälftenpaar und die damit ermöglichte Lagerung der vief Formen in gleicher Höhe wird
nicht nur die Handhabung der Maschine bei Herstellung von Glashohlkörpern, insbesondere
von Flaschen, bedeutend vereinfacht, sondern es wird auch noch der große Vorteil erzielt,
daß, da sich immer nur je eine Vor- und Fertigform zum Vor- und Fertigblasen des
Werkstückes in Arbeitsstellung befinden, sich die andere Vor- und Fertigform entsprechend Q0
abkühlen kann, so daß hierdurch auch eine vollständig gleichmäßige Wärmeentziehung der
zu pressenden Glasmasse gewährleistet und Verluste durch Zerspringen, hervorgerufen durch
Spannungen infolge ungleichmäßiger Wärme- ß5
entziehung, vermieden sind.
Claims (2)
1. Glasblasemaschine, insbesondere zur Herstellung von Flaschen, bei welcher die
gegenständigen Vorformen um eine wagcrechte Achse, die gegenständigen Fertigformen
um eine senkrechte, in der Drehebene der Vorformen gelegene Achse kreisen und sämtlich in gleicher Höhe stehen, dadurch
gekennzeichnet, daß sowohl die vier Vor- wie die vier Fertigformhälften (21, 31) um je ein
und denselben Bolzen (19, 30) drehbar gelagert sind.
2. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
je eine Hälfte der Fertigformpaare an der Stirnseite einen Anschlagstift (71) trägt,
der sich bei geschlossener Form gegen eine Nut (72) der beweglichen Kopfformbacke (32)
legt, so daß beim Herausdrehen der Form mittels des Tisches (33) der Stift in der
Nut gleitet und die Backe zur Seite schiebt, wodurch der Kopf der Flasche freigegeben
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286679C true DE286679C (de) |
Family
ID=541976
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286679C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2523737A (en) * | 1944-05-19 | 1950-09-26 | Tourres Jacques | Method and a machine for the production of drinking glasses and similar glass articles |
-
0
- DE DENDAT286679D patent/DE286679C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2523737A (en) * | 1944-05-19 | 1950-09-26 | Tourres Jacques | Method and a machine for the production of drinking glasses and similar glass articles |
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