DE285246C - - Google Patents

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DE285246C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D73/00Making files or rasps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 285246 KLASSE 49 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1912 ab.
Die Erfindung betrifft eine Ziehmaschine für die Vorstücke von Feilen aller Art mit einer in der Längsrichtung der Werkstücke hin und her bewegten Ziehfeile und quer dazu bewegtem Werkstückschlitten, auf welchem die Werkstückhalter federnd gehalten werden.
Von den bekannten Maschinen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende hauptsächlich dadurch, daß gemäß der Erfindung die über dem Werkstücke zwangläufig hin und her geführte Ziehfeile in der Richtung des späteren Unterhiebes schräg zu den Werkstücken bewegt wird. Dies hat zur Folge, daß das Werkzeug mehr feilend wirkt, und daß man deshalb ein gröberes, das Werkstück mehr angreifendes Werkzeug verwenden kann, so daß das Blankmachen der Feilenvorstücke in bedeutend kürzerer Zeit als bisher bewirkt werden kann. Außerdem wird durch vorliegende Erfindung noch der weitere Vorteil erreicht, daß die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Rillen in der Richtung des späteren Unterhiebes liegen können, so daß sie das Aussehen der fertigen Feile nicht beeinträchtigen und bei feineren Feilen sogar selbst als Unterhieb dienen können.
Um die Bewegung der Ziehfeile schräg zu den Werkstücken in einfacher Weise zu ermöglichen, sind die federnden Werkstückhalter vorteilhaft so eingerichtet, daß sie den Werkstücken eine zur Ziehfeile schräge Lage gestatten. Ferner können bei dieser neuen Maschine die auf den Werkstückhaltern drehbar gehaltenen Werkstücke mit der Antriebsvorrichtung derart gekuppelt werden, daß ihnen durch die Querbewegung des Werkstückschiittens zugleich eine Drehbewegung gegeben wird und somit auch eine Bearbeitung von Werkstücken mit gewölbter Oberfläche möglich ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel ver- anschaulicht.
Es zeigen:
Fig. ι die Maschine im Aufriß,
Fig. 2 dieselbe im Grundriß,
Fig. 3 dieselbe in Seitenansicht, Fig. 4 bis 6 die Anordnung der Ziehfeile,
Fig. 7 die Anordnung der Werkzeughalter in der Schräglage zur Ziehfeile,
Fig. 8 eine zweite Ausführungsform der Antriebsvorrichtung für den Werkstückschlitten,
Fig. 9 die Ausbildung des Werkstückhalters für Bearbeitung von Ä-Feilen.
Auf der Zeichnung ist 1 das Maschinengestell, in welchem der Werkstückschlitten 2 in der Querrichtung verschiebbar geführt ist und durch den auf verschiedene Hublänge einstellbaren Kurbeltrieb 3 (Fig. 1 und 2) hin und her bewegt werden kann. In dem Schlitten 2 sind die in zwei Reihen angeordneten Bolzen 4 in senkrechter Richtung geführt, welche durch Federwirkung in der Hochlage gehalten und an ihrem Kopfende je mit einer Gabelung 5 versehen sind, worin die Werkstückhalter 6 mit ihren Endzapfen 7, wie aus Fig. 2 und 3 er-
sichtlich, gehalten sind. Jeder der Werkstückhalter 6 ist mit einem Klemmfutter 8 zum Einspannen der Angel und mit einem Auflager 9 für die Spitze des zu bearbeitenden Feilenvor-Stückes 10 versehen, welches im gezeichneten Beispiel als Halbrundfeile gedacht ist.
Die Werkstückhalter 6, welche gewöhnlich durch die je unter Wirkung einer besonderen Feder stehenden Bolzen 4 in der Hochlage gehalten sind, können einzeln durch die mittels der am Werkzeugschlitten 2 angelenkten Fußtritthebel 12 und des an den unteren Enden der Bolzen 4 angreifenden Gestänges 11 zwecks Auswechselung der Werkstücke gesenkt werden, wobei sie durch die Sperrhaken 13 in der Tieflage festgehalten werden.
Oberhalb der Werkstücke 10 ist auf den am Maschinengestell angeordneten Stangen 14 ein bügelartiger Rahmen 15, der Werkzeugschlitten, w^gerecht in der Längsrichtung verschiebbar geführt, der durch die zu beiden Seiten angreifenden Schubstangen 21 mit den in der Hublänge einstellbaren Kurbeln 20 der Welle 22 in Verbindung steht und durch diese zur Bearbeitung der Werkstücke hin und her bewegt wird; zwischen den Schenkeln des Werkzeugschlittens 15 ist der Steg 17 in der Höhenrichtung verschiebbar angeordnet, der an seiner Unterfläche die das eigentliche Werkzeug bildende Ziehfeile 16 trägt.
Der den Werkzeugträger bildende Steg 17 ist an einem Hebel 19 gehalten, dessen freies Ende unter Wirkung einer Feder 18 steht und sich dadurch auf den Rücken des schleppschieberartigen Gleitstückes 24 aufstützt, welches mittels der Muffe 25 in einer Nut der festen Stange
26 geführt ist und bei der Bewegung des Werkzeugschlittens 15 durch dessen Hebel 19 mitgenommen wird. Die Bewegung des Gleit-Stückes 24 wird dabei von den Stellringen 27, 28 begrenzt, welche so eingestellt sind, daß der Hebel 19, welcher sich bei der Vorbe\vegung des Schlittens in der Pfeilrichtung (Fig. 5) auf die untere Rast des Gleitstückes auflegt, bei Anschlag des Gleitstückes gegen den Stellring
27 infolge der Weiterbewegung des Werkzeugschlittens, auf der schräg ansteigenden Kante des Gleitstückes emporgleitend, sich in die Einkerbung 29 desselben einlegt (vgl. Fig. 3) und dadurch ein Anheben des Werkzeugträgers 17 bewirkt. Die Rückbewegung des Werkzeugschlittens erfolgt dann, wie aus Fig. 3 ersichtlich, bei angehobenem Werkzeug, bis kurz vor der Endlage das Gleitstück 24 gegen den Stellring 28 stößt und der Hebel 19 aus Einkerbung 29 heraus und, auf der schrägen Kante des Gleitstückes hinabsinkend, auf die untere Rast zurückkehrt, um dadurch ein Senken des Werkzeughalters zu bewirken. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Werkzeug bei jedem Arbeitsgang gesenkt und auf das Werkstück niedergedrückt, beim Rückgang jedoch vom Werkstück abgehoben wird, wie es dem natürlichen Vorgang beim Feilen entspricht.
Die die Werkstückhalter 6 tragenden federnden Bolzen 4 sind so angeordnet und eingerichtet, daß den Werkstücken sowohl eine zur Ziehfeile senkrechte. Lage gestattet (Fig. 3) als auch gemäß der Erfindung eine zum Werkzeug schräge Lage gegeben werden kann, wie dies in Fig. 7 gezeichnet ist. Die letztere Anordnung kann so getroffen werden, daß die Bewegung der Ziehfeile so schräg zu den Werkstücken erfolgt, daß die bei der Bearbeitung auftretenden feinen Rillen in die Richtung des einzubringenden Unterhiebes fallen, so daß sie bei der Herstellung gröberer Feilen nicht nachteilig wirken, bei feineren Feilen aber selbst als Unterhieb dienen können.
Handelt es sich um die Bearbeitung von Werkstücken mit gewölbter Oberfläche, also beispielsweise von Halbrundfeilen, wie auf der Zeichnung angenommen ist, so wird das zum Einspannen der Feilenangel dienende Klemmfutter 8 drehbar auf dem Werkstückhalter 6 angeordnet und als Auflager für die Spitze des Feilenvorstückes eine gabelförmige Stütze 9 angewendet, die für die Bearbeitung der gewölbten Flächen von Halbrundfeilen, wie aus Fig. 9 ersichtlich, mit einer Kuppe so versehen ist, daß die Feile auf dieser Kuppe ruht und eine Drehung" des Werkstückes annähernd um dessen Krümmungsmittelpunkt bei gleichzeitiger Unterstützung erfolgt.
Um dem Werkstück während der Bearbeitung der gewölbten Flächen eine Drehbewegung erteilen zu können, ist für jeden Werkzeughalter eine Spindel 30 vorgesehen (vgl. Fig. 3), welche mit dem betreffenden Klemmfutter lösbar gekuppelt ist und mittels eines Zahnrades 31 mit der festen Zahnstange 32 in Eingriff steht, so daß bei der Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens eine gleichzeitige Drehbewegung des Werkstückes um seine Längsachse bewirkt wird. Durch Vorziehen der Spindel 30 kann diese von dem Klemmfutter 8 losgekuppelt werden, so daß eine Drehung des letzteren mit dem Werkstück nicht stattfindet und so ebene Flächen bearbeitet werden können. Liegen die halbrunden Werkstücke schräg zur Ziehfeile, wie in Fig. 7 dargestellt ist, so ist die Zahnstange 32 mit entsprechend schräg stehenden Zähnen zu versehen.
Der Antrieb des Werkstückschlittens 2 durch die Kurbelscheibe 3 hat zur Folge, daß die Geschwindigkeit bei der Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens in der Nähe der beiden Endlagen sich vermindert und infolgedessen auch die durch die Zahnräder 31 übermittelte Drehgeschwindigkeit der Werkstücke abnimmt, welche infolge des unvermeidlichen toten Ganges des Zahngetriebes sogar eine Zeitlang ganz auf-
hört. Um zu verhüten, daß dabei von den Rändern der gewölbten Flächen zuviel Material abgenommen wird, ist eine Vorkehrung getroffen, welche bewirkt, daß in den Endlagen des Werkstückschlittens das Werkzeug ent-.. sprechend lange angehoben bleibt, sich also nicht bei jedem Hingang auf das Werkstück zur Bearbeitung herabsenkt. Zu diesem Zweck ist der Stellring 28, welcher, wie bereits oben erläutert, für gewöhnlich so mit dem schleppschieberartigen Gleitstück 24 zusammenarbeitet, daß das Werkzeug zu jedem Hingang auf das Werkstück herabgesenkt Wird, auf seiner wirksamen Seite mit einer Aussparung 33 versehen (vgl. Fig. 41) und mit einer durch das am Werkzeugschlitten angebrachte, spitze Keilstück 34 betätigten Schaltvorrichtung 35 νεΛμηαβη, so daß bei jeder Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens der Stellring 28 ein wenig weitergedreht wird. Die Einrichtung ist dabei so getroffen, daß beini Bearbeiten der Ränder der gewölbten Feilenvorstücke das Gleitstück 24 nicht gegen den Stellring 28, sondern in dessen Aussparung 33 hinstößt und infolgedessen der Hebel 19 in der Einkerbung 29 des Gleitstückes, d. h. in der Hochlage verbleibt und das Werkzeug leer über das Werkstück hin und her geführt wird, bis der Stellring so viel weitergeschaltet ist, daß das Gleitstück nicht mehr in die Aussparung hineintrifft.
Von der Anordnung der beschriebenen Schaltvorrichtung zum zeitweisen Aussetzen der Bearbeitung kann gegebenenfalls auch abgesehen werden, wenn man zur Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens an Stelle des Kurbeltriebes 3 einen anderen geeigneten Antrieb wählt, wovon Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel zeigt. Hierbei wird der Schlitten 2 durch das Gewicht 35 gegen die sich drehende Nockenscheibe 36 gedrückt, deren Gestalt so gewählt werden kann, daß der Schlitten sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit hin und her bewegt, oder daß er, wie auf der Zeichnung dargestellt, durch die Nockenscheibe entsprechend langsam vorbewegt, durch das Gewicht dagegen schnell zurückbewegt wird. Auf diese Weise kann man ebenfalls bei der Bearbeitung von Feilen mit gewölbten Flächen eine Schonung der Ränder erzielen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ziehmaschine für die Vor stücke von Feilen aller Art mit einer in der Längsrichtung der Werkstücke hin und her bewegten Ziehfeile und quer dazu bewegtem Werkstückschlitten, auf welchem die Werkstückhalter federnd gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Werkstücken zwangläufig hin und her geführte Ziehfeile in der Richtung des späteren Unterhiebes schräg zu den Werkstücken bewegt wird.
2. Ausführungsform der Ziehmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Bolzen (4) den Werkstücken eine zur Ziehfeile schlage Lage gestatten, und daß dabei die auf den Werkstückhaltern drehbar gehaltenen Werkstücke mit der Antriebsvorrichtung (31,32) derartig gekuppelt sind, daß durch die Querbewegung des Werkstückschlittens (2) zugleich eine Drehbewegung gegeben wird.
3. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bearbeitung von halbrunden Feilen das Auflager (9) für die Feilenspitze eine gabelförmige Gestalt mit einer Kuppe in der Gabelöffnung besitzt.
4. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Heben und Senken der Ziehfeile dienende schleppschieberartige Gleitstück (24) mit einem durch eine Schaltvorrichtung (34) gedrehetn Stellring (28) zusammenwirkt, welcher mit einer Aussparung (33) versehen ist, zum Zwecke, das Senken der Ziehfeile für eine bestimmte Zeit auszusetzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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