DE285246C - - Google Patents
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- DE285246C DE285246C DENDAT285246D DE285246DA DE285246C DE 285246 C DE285246 C DE 285246C DE NDAT285246 D DENDAT285246 D DE NDAT285246D DE 285246D A DE285246D A DE 285246DA DE 285246 C DE285246 C DE 285246C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D73/00—Making files or rasps
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 285246 KLASSE 49 d. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Ziehmaschine für die Vorstücke von Feilen aller Art mit einer in
der Längsrichtung der Werkstücke hin und her bewegten Ziehfeile und quer dazu bewegtem
Werkstückschlitten, auf welchem die Werkstückhalter federnd gehalten werden.
Von den bekannten Maschinen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende hauptsächlich
dadurch, daß gemäß der Erfindung die über dem Werkstücke zwangläufig hin und her
geführte Ziehfeile in der Richtung des späteren Unterhiebes schräg zu den Werkstücken bewegt
wird. Dies hat zur Folge, daß das Werkzeug mehr feilend wirkt, und daß man deshalb ein
gröberes, das Werkstück mehr angreifendes Werkzeug verwenden kann, so daß das Blankmachen
der Feilenvorstücke in bedeutend kürzerer Zeit als bisher bewirkt werden kann. Außerdem wird durch vorliegende Erfindung
noch der weitere Vorteil erreicht, daß die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Rillen in der
Richtung des späteren Unterhiebes liegen können, so daß sie das Aussehen der fertigen Feile
nicht beeinträchtigen und bei feineren Feilen sogar selbst als Unterhieb dienen können.
Um die Bewegung der Ziehfeile schräg zu den Werkstücken in einfacher Weise zu ermöglichen,
sind die federnden Werkstückhalter vorteilhaft so eingerichtet, daß sie den Werkstücken
eine zur Ziehfeile schräge Lage gestatten. Ferner können bei dieser neuen Maschine
die auf den Werkstückhaltern drehbar gehaltenen Werkstücke mit der Antriebsvorrichtung
derart gekuppelt werden, daß ihnen durch die Querbewegung des Werkstückschiittens
zugleich eine Drehbewegung gegeben wird und somit auch eine Bearbeitung von Werkstücken
mit gewölbter Oberfläche möglich ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel ver-
anschaulicht.
Es zeigen:
Fig. ι die Maschine im Aufriß,
Fig. 2 dieselbe im Grundriß,
Fig. 3 dieselbe in Seitenansicht, Fig. 4 bis 6 die Anordnung der Ziehfeile,
Fig. 7 die Anordnung der Werkzeughalter in der Schräglage zur Ziehfeile,
Fig. 8 eine zweite Ausführungsform der Antriebsvorrichtung für den Werkstückschlitten,
Fig. 9 die Ausbildung des Werkstückhalters für Bearbeitung von Ä-Feilen.
Auf der Zeichnung ist 1 das Maschinengestell, in welchem der Werkstückschlitten 2 in der
Querrichtung verschiebbar geführt ist und durch den auf verschiedene Hublänge einstellbaren
Kurbeltrieb 3 (Fig. 1 und 2) hin und her bewegt werden kann. In dem Schlitten 2 sind die in
zwei Reihen angeordneten Bolzen 4 in senkrechter Richtung geführt, welche durch Federwirkung
in der Hochlage gehalten und an ihrem Kopfende je mit einer Gabelung 5 versehen sind, worin die Werkstückhalter 6 mit
ihren Endzapfen 7, wie aus Fig. 2 und 3 er-
sichtlich, gehalten sind. Jeder der Werkstückhalter 6 ist mit einem Klemmfutter 8 zum
Einspannen der Angel und mit einem Auflager 9 für die Spitze des zu bearbeitenden Feilenvor-Stückes
10 versehen, welches im gezeichneten Beispiel als Halbrundfeile gedacht ist.
Die Werkstückhalter 6, welche gewöhnlich durch die je unter Wirkung einer besonderen
Feder stehenden Bolzen 4 in der Hochlage gehalten sind, können einzeln durch die mittels
der am Werkzeugschlitten 2 angelenkten Fußtritthebel 12 und des an den unteren Enden der
Bolzen 4 angreifenden Gestänges 11 zwecks Auswechselung
der Werkstücke gesenkt werden, wobei sie durch die Sperrhaken 13 in der Tieflage
festgehalten werden.
Oberhalb der Werkstücke 10 ist auf den am Maschinengestell angeordneten Stangen 14 ein
bügelartiger Rahmen 15, der Werkzeugschlitten, w^gerecht in der Längsrichtung verschiebbar
geführt, der durch die zu beiden Seiten angreifenden Schubstangen 21 mit den in der
Hublänge einstellbaren Kurbeln 20 der Welle 22 in Verbindung steht und durch diese zur Bearbeitung
der Werkstücke hin und her bewegt wird; zwischen den Schenkeln des Werkzeugschlittens
15 ist der Steg 17 in der Höhenrichtung verschiebbar angeordnet, der an seiner Unterfläche
die das eigentliche Werkzeug bildende Ziehfeile 16 trägt.
Der den Werkzeugträger bildende Steg 17 ist an einem Hebel 19 gehalten, dessen freies Ende
unter Wirkung einer Feder 18 steht und sich dadurch auf den Rücken des schleppschieberartigen
Gleitstückes 24 aufstützt, welches mittels der Muffe 25 in einer Nut der festen Stange
26 geführt ist und bei der Bewegung des Werkzeugschlittens
15 durch dessen Hebel 19 mitgenommen wird. Die Bewegung des Gleit-Stückes
24 wird dabei von den Stellringen 27, 28 begrenzt, welche so eingestellt sind, daß der
Hebel 19, welcher sich bei der Vorbe\vegung des Schlittens in der Pfeilrichtung (Fig. 5) auf
die untere Rast des Gleitstückes auflegt, bei Anschlag des Gleitstückes gegen den Stellring
27 infolge der Weiterbewegung des Werkzeugschlittens, auf der schräg ansteigenden Kante
des Gleitstückes emporgleitend, sich in die Einkerbung 29 desselben einlegt (vgl. Fig. 3) und
dadurch ein Anheben des Werkzeugträgers 17 bewirkt. Die Rückbewegung des Werkzeugschlittens
erfolgt dann, wie aus Fig. 3 ersichtlich, bei angehobenem Werkzeug, bis kurz vor
der Endlage das Gleitstück 24 gegen den Stellring 28 stößt und der Hebel 19 aus Einkerbung
29 heraus und, auf der schrägen Kante des Gleitstückes hinabsinkend, auf die untere
Rast zurückkehrt, um dadurch ein Senken des Werkzeughalters zu bewirken. Auf diese Weise
wird erreicht, daß das Werkzeug bei jedem Arbeitsgang gesenkt und auf das Werkstück
niedergedrückt, beim Rückgang jedoch vom Werkstück abgehoben wird, wie es dem natürlichen
Vorgang beim Feilen entspricht.
Die die Werkstückhalter 6 tragenden federnden Bolzen 4 sind so angeordnet und eingerichtet,
daß den Werkstücken sowohl eine zur Ziehfeile senkrechte. Lage gestattet (Fig. 3) als
auch gemäß der Erfindung eine zum Werkzeug schräge Lage gegeben werden kann, wie dies in
Fig. 7 gezeichnet ist. Die letztere Anordnung kann so getroffen werden, daß die Bewegung der
Ziehfeile so schräg zu den Werkstücken erfolgt, daß die bei der Bearbeitung auftretenden
feinen Rillen in die Richtung des einzubringenden Unterhiebes fallen, so daß sie bei der Herstellung
gröberer Feilen nicht nachteilig wirken, bei feineren Feilen aber selbst als Unterhieb
dienen können.
Handelt es sich um die Bearbeitung von Werkstücken mit gewölbter Oberfläche, also
beispielsweise von Halbrundfeilen, wie auf der Zeichnung angenommen ist, so wird das zum
Einspannen der Feilenangel dienende Klemmfutter 8 drehbar auf dem Werkstückhalter 6
angeordnet und als Auflager für die Spitze des Feilenvorstückes eine gabelförmige Stütze 9 angewendet,
die für die Bearbeitung der gewölbten Flächen von Halbrundfeilen, wie aus Fig. 9
ersichtlich, mit einer Kuppe so versehen ist, daß die Feile auf dieser Kuppe ruht und eine
Drehung" des Werkstückes annähernd um dessen Krümmungsmittelpunkt bei gleichzeitiger Unterstützung
erfolgt.
Um dem Werkstück während der Bearbeitung der gewölbten Flächen eine Drehbewegung erteilen
zu können, ist für jeden Werkzeughalter eine Spindel 30 vorgesehen (vgl. Fig. 3), welche
mit dem betreffenden Klemmfutter lösbar gekuppelt ist und mittels eines Zahnrades 31 mit
der festen Zahnstange 32 in Eingriff steht, so daß bei der Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens
eine gleichzeitige Drehbewegung des Werkstückes um seine Längsachse bewirkt wird. Durch Vorziehen der Spindel 30 kann
diese von dem Klemmfutter 8 losgekuppelt werden, so daß eine Drehung des letzteren mit
dem Werkstück nicht stattfindet und so ebene Flächen bearbeitet werden können. Liegen die
halbrunden Werkstücke schräg zur Ziehfeile, wie in Fig. 7 dargestellt ist, so ist die Zahnstange
32 mit entsprechend schräg stehenden Zähnen zu versehen.
Der Antrieb des Werkstückschlittens 2 durch die Kurbelscheibe 3 hat zur Folge, daß die
Geschwindigkeit bei der Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens in der Nähe der beiden
Endlagen sich vermindert und infolgedessen auch die durch die Zahnräder 31 übermittelte
Drehgeschwindigkeit der Werkstücke abnimmt, welche infolge des unvermeidlichen toten Ganges
des Zahngetriebes sogar eine Zeitlang ganz auf-
hört. Um zu verhüten, daß dabei von den Rändern der gewölbten Flächen zuviel Material
abgenommen wird, ist eine Vorkehrung getroffen, welche bewirkt, daß in den Endlagen
des Werkstückschlittens das Werkzeug ent-.. sprechend lange angehoben bleibt, sich also
nicht bei jedem Hingang auf das Werkstück zur Bearbeitung herabsenkt. Zu diesem Zweck
ist der Stellring 28, welcher, wie bereits oben erläutert, für gewöhnlich so mit dem schleppschieberartigen
Gleitstück 24 zusammenarbeitet, daß das Werkzeug zu jedem Hingang auf das Werkstück herabgesenkt Wird, auf seiner wirksamen
Seite mit einer Aussparung 33 versehen (vgl. Fig. 41) und mit einer durch das am Werkzeugschlitten
angebrachte, spitze Keilstück 34 betätigten Schaltvorrichtung 35 νεΛμηαβη, so
daß bei jeder Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens der Stellring 28 ein wenig weitergedreht
wird. Die Einrichtung ist dabei so getroffen, daß beini Bearbeiten der Ränder der
gewölbten Feilenvorstücke das Gleitstück 24 nicht gegen den Stellring 28, sondern in dessen
Aussparung 33 hinstößt und infolgedessen der Hebel 19 in der Einkerbung 29 des Gleitstückes,
d. h. in der Hochlage verbleibt und das Werkzeug leer über das Werkstück hin und her
geführt wird, bis der Stellring so viel weitergeschaltet ist, daß das Gleitstück nicht mehr
in die Aussparung hineintrifft.
Von der Anordnung der beschriebenen Schaltvorrichtung zum zeitweisen Aussetzen der Bearbeitung
kann gegebenenfalls auch abgesehen werden, wenn man zur Hin- und Herbewegung des Werkstückschlittens an Stelle des Kurbeltriebes
3 einen anderen geeigneten Antrieb wählt, wovon Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel zeigt. Hierbei wird der Schlitten 2 durch das
Gewicht 35 gegen die sich drehende Nockenscheibe 36 gedrückt, deren Gestalt so gewählt
werden kann, daß der Schlitten sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit hin und her bewegt,
oder daß er, wie auf der Zeichnung dargestellt, durch die Nockenscheibe entsprechend langsam
vorbewegt, durch das Gewicht dagegen schnell zurückbewegt wird. Auf diese Weise kann man ebenfalls bei der Bearbeitung von
Feilen mit gewölbten Flächen eine Schonung der Ränder erzielen.
Claims (4)
1. Ziehmaschine für die Vor stücke von Feilen aller Art mit einer in der Längsrichtung
der Werkstücke hin und her bewegten Ziehfeile und quer dazu bewegtem Werkstückschlitten,
auf welchem die Werkstückhalter federnd gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Werkstücken
zwangläufig hin und her geführte Ziehfeile in der Richtung des späteren Unterhiebes
schräg zu den Werkstücken bewegt wird.
2. Ausführungsform der Ziehmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die federnden Bolzen (4) den Werkstücken eine zur Ziehfeile schlage Lage gestatten,
und daß dabei die auf den Werkstückhaltern drehbar gehaltenen Werkstücke mit der Antriebsvorrichtung (31,32) derartig
gekuppelt sind, daß durch die Querbewegung des Werkstückschlittens (2) zugleich
eine Drehbewegung gegeben wird.
3. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Bearbeitung von halbrunden Feilen das Auflager (9) für die Feilenspitze eine gabelförmige
Gestalt mit einer Kuppe in der Gabelöffnung besitzt.
4. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das zum Heben und Senken der Ziehfeile dienende schleppschieberartige Gleitstück
(24) mit einem durch eine Schaltvorrichtung (34) gedrehetn Stellring (28) zusammenwirkt,
welcher mit einer Aussparung (33) versehen ist, zum Zwecke, das Senken der Ziehfeile für eine bestimmte Zeit auszusetzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285246C true DE285246C (de) |
Family
ID=540645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285246D Active DE285246C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285246C (de) |
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0
- DE DENDAT285246D patent/DE285246C/de active Active
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