DE2850847C2 - Bodenbearbeitungsmaschine - Google Patents

Bodenbearbeitungsmaschine

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DE2850847C2
DE2850847C2 DE2850847A DE2850847A DE2850847C2 DE 2850847 C2 DE2850847 C2 DE 2850847C2 DE 2850847 A DE2850847 A DE 2850847A DE 2850847 A DE2850847 A DE 2850847A DE 2850847 C2 DE2850847 C2 DE 2850847C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Bodenbearbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei einer bekannten Maschine dieser Art (DE-OS 18 07 202, Fig. 5) sind als Bodenbearbeitungswerkzeuge Zinker vorgesehen, die den Boden durch Aufbrechen und Krümeln zu Saatbeet aufbereiten.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Werkzeugeinheiten so auszubilden, daß sie — ähnlich wie ein Pflug — Erdbalken ausheben und in die so entstandene Furche gewendet zurücklegen.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst
Infolge dieser Ausbildung und Anordnung des Werkzeugträgers in der Axialebene der Werkzeugeinheit, das ist die durch die Drehachse der Werkzeugeinheit gehende Eben«?, arbeiten die Werkzeugträger in Verbindung mit den messerartigen Werkzeugen ähnlich wie das Streichblech eines Pfluges, wobei aber die Erdbalken nicht neben, sondern in der entstandenen Furche abgelegt werden. Das so bearbeitete Feld hat darum wesentlich weniger ausgeprägte Furchen und Dämme als ein in konventioneller Weise gepflügter Acker. Dabei ist wegen des rotierenden Antriebs und der Schräglage der Werkzeugeinheiten, nämlich der Neigung der Werkzeugdrehachsen an ihren oben liegenden Enden in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine nach vorne, so die erforderliche Zugleistung erheblich geringer als beim Pflügen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Bodenbearbeitungsmaschine in Draufsicht, F i g. 2 einen Schnitt nach H-II in F i g. 1, in vergrößerter Darstellung,
T7 ι fr
a,na Λ nci/tl^t
C/.kmii .,-„U III III
in F i g. 2,
Fig.4 eine Ansicht nach IV-IV in Fig. 1, in vergrößerter Darstellung.
Die dargestellte Bodenbearbeitungsmaschine arbeitet als Rotorpflug und hat ein quer zur Arbeitsrichtung A verlaufendes Gestell 1. Das Gestell besteht aus zwei gleichen Teilen 2 und 3,die an ihren seitlichen Flaschen mit Schraubbolzen 4 zu einem Kastenbalken verschraubt
3 4
sind. I π diesem Gestelll sind mit einem Mittenabstand von Zahnrädern 12 gebildete Stirnradgetriebe paarweise
vorzugsweise jeweils 25 cm zwölf aufwärts gerichtete gegensinnig angetrieben.
Wellen 5 und 5A gelagert, die je eine als Pflugkörper Die in der Reihe aufeinanderfolgenden, gleichsinnig ausgebildeteWerkzeugeinheit6antreiben.AusFig.2ist angetriebenen Werkzeugträger25 sind jeweils um eine ersichtlich, daß in der Arbeitsstellung der Maschine das 5 Zahnbreite der Zahnräder 12 in Umlaufrichtung gegen-Gestell eine solche Lage einnimmt, df.ß die einzelnen einander versetzt, so daß die Verbindungsgeraden zwi-WellenSundS^mitihrerLängsachsea.diegleichzeitigdie sehen den Seitenrändern 26 bzw. den Werkzeugen 27 Drehachse einer Werkzeugeinheit 6 bildet, einen Winkel bei den aufeinanderfolgenden gleichsinnig rotierenden von mindestens 40° mit der Horizontalen einschließen. Werkzeugeinheiten 6 jeweils einen Winkel von etwa Die Welle 5.Λ befindet sich nahe der Mitte des Gestelles 1. 10 15° einschließen, wie aus F i g. 3 ersichtlich ist. Die Wellen 5 und die Welle 5 A weisen jeweils nahe ihrem Vor dem Kastenbalken 1 liegt ein Querträger 29, der unteren Ende eine Schulter 7 auf, auf der der Innenring vorne Aufnahmebuchsen 30 für die Schaftteile von Seeines die Welle abstützenden Kugellagers 8 aufsitzt, des- chen 31 aufweist, die in den Buchsen höhenverstellbar sen Lagergehäuse 9 den Boden des Kastenbalkens 1 mit je einer Schraube 32 befestigt sind. Die Buchsen 30 durchsetztundmitseinemFlanschdurch von unten einge- 15 sind über die Länge des Querträgers 29 derart verteilt, setzte Schrauben 10 am Kastenbalken befestigt ist Die daß je ein Sech 31, in Fahrtrichtung gesehen, zwischen Welien 5 und SA sind jeweils von einer Buchse 11 umge- zwei Werkzeugeinheiten angeordnet ist und außerdem ben,dieeinaufdieWelleaufgekeiltesZahnradl2abstützt, endseitig an dem Querträger ebenfalls je ein Sech vordas von einem in einer Kappe 14 liegenden Federring 13 handen ist. Die Seche stehen etwa parallel zu den Drehgehalten ist Unter Einfügung eines Distanzringes 14Λ 20 achsen der Werkzeugeinheiten, bzw. 15 ist oberhalb der Kappe 14 ein zweites Kugellager Ein weiterer Querträger 33 liegt hinter dem Kasten-16angebracht,dasbeiden WellenSineinemmit Bolzen 18 balken 1 und erstreckt sich ebenfalls über dessen ganze am Kastenbalken befestigten Lagergehäuse 17 angeord- Länge. An diesem Träger sind höhenverstellbar paarnet ist Die Zahnräder 12 benachbarter Wellen greifen weise einstückig ausgebildete Federstahl-Zinken 34 mit ineinander. Ein überwiegend innerhalb des Lagergehäu- 25 ihren Wendeln 35 befestigt, von denen aus die Zinken ses 9 liegender Ringflansch 19 der Wellen trägt einen bogenförmig gekrümmt nach hinten verlaufen, so daß Zentrierzapfen 20, der in eine passende Zentrieröffnung ihre freien Enden über den Boden gleiten. An den Enden einer runden Befestigungsscheibe 21 eingreift, die einen des Gestelles sind Seitenplatten 33Λ befestigt, an denen etwas größeren Durchmesser hat als der Ringflansch 19 je ein Tragarm 35A für ein Laufrad 37 um einen Zapfen und an ihm mit Schrauben 22 befestigt ist Zwischen der 30 34A schwenkbar und mittels eines Bolzens 38 in ver-Befestigungsscheibe 21 und dem Ringflansch 19 liegt der schiedenen Schwenklagen feststellbar angebracht ist. Boden eines kreisrunden Tellers 23, dessen nach oben Die Laufräder 37 sind mit ihren Achsen 36 an den Traggerichteter Rand bis in eine ringförmige Abschirmung 24 armen 35Λ befestigt und vor dem Gestell angeordnet, reicht.die mitden Befestigungsschrauben lOdes Lagerge- Die Antriebswelle 5/4 des mittleren Werkzeugträgers häuses 9 an den Boden des Kastenbalkens angeschraubt 35 ist mit ihrem oberen Lager 16 in einem als Lagergehäu- und von dort nach unten gerichtet ist Jede Werkzeugein- se 39 dienenden Ansatz eines Getriebegehäuses 40 abheit 6 weist einen an der Befestigungsscheibe 21 ange- gestützt, das auf dem Kastenbalken 1 befestigt ist und brachten flachen Werkzeugträger 25 auf, der ein platten- ein Stirnrad-Wechselgetriebe 41,48 umschließt. Das eiförmiges Gußteil ist. Der Werkzeugträger 25 erstreckt ne Stirnrad 41 sitzt auf der Werkzeugwelle SA und das sichnachhintenunduntenundistsoangeordnet.daßseine 40 andere Stirnrad 42 auf einer Welle 43, die in einem Längsachse mit der die Drehachse der Werkzeugeinheit Doppellager 44 abgestützt ist, dessen unteres Lager in bildenden Achse a der Welle 5 bzw. 5Λ fluchtet Die einem abnehmbaren Deckel 47 des Getriebegehäuses Schmalseiten des Werkzeugträgers sind geradlinig und 40 gehalten ist. Der Gehäusedeckel 47 ist durch Paßstifkonvergierennachunten.ZweiimMittelbereichvorgesete 45 und Flügelmuttern 46 lösbar befestigt. Die Welle hene,einanderdiametralgegenüberstehendeRippen26/4 45 43 wird über ein Zahnrad-Winkelgetriebe 49, 50 angeerstrecken sich von oben bis über die halbe Höhe des trieben, das von einem an der Abdeckplatte 47 befestig-Werkzeugträgers hinaus und haben nach unten abneh- ten Gehäuse 48 umschlossen ist. Das obere Kegelrad 50 mende Breite. Die obere Breite des Werkzeugträgers des Winkelgetriebes sitzt auf einer Welle 51, die über entspricht etwa dem Durchmesser der ringförmigen Ab- eine Gelenkwelle von der Zapfwelle eines Schleppers schirmung 24. Der Werkzeugträger hat in Drehrichtung 50 anzutreiben und auch rückseitig genutet ist, so daß sie der Werkzeugeinheit abgebogene Seitenränder 25, die als Antriebswelle für nachgeordnete Maschinen oder jeweils einen Winkel von etwa 75° mit der durch die Geräte z. B. Sämaschinen oder Kunstdüngerstreuer geLängsachse des Werkzeugträgers gehenden Längsebene nutzt werden kann.
A-A einschließen, woraus sich ein etwa S-förmiger Quer- Für den Anschluß an die Dreipunkt-Hebevorrichtung
schnitt ergibt (Fig.3), der nach unten abnimmt Die 55 des Schleppers ist ein Anbaubock 52 vorgesehen, der
umgebogenen Seitenränder 26 erstrecken sich über die mit seinen Ständerplatten 53 am Kastenbalken 1 befe-
ganze Länge des Werkzeugträgers 25 und tragen jeweils stigt ist.
messerartige Werkzeuge 27, die mit Schrauben 28 befe- Die Arbeitstiefe der Werkzeugeinheiten und der Se-
stigt sind und mit der Unterkante des Werkzeugträgers ehe 31 wird durch Höhenverstelbn der Laufräder 37
bündigabschließen(F i g. 2). 60 eingestellt. Während der Fahrt schneiden die Seche .11
Wie die F i g. 2 und 4 zeigen, sind die Werkzeuge 26 vor jeder rotierenden Werkzeugeinheit die Seiten eines
oben an ihrer Innenseite derart ausgeklinkt, daß sie mit Erdbalkens an, der von den messerartigen Werkzeugen
ihrem äußeren Rand die Unterkante der ringförmigen 27, di? an den flachen Werkzeugträgern 25 befestigt
Abschirmung überragen und mit ihrer Innenkante in sind, losgeschnitten und anschließend bei der Drehung
unmittelbarer Nähe der Abschirmung 24 liegen. Die Au- 65 der Werkzeugeinheit 6 von den Rippen 26,4 mitgeführt
ßenseiten der Werkzeuge 27 sind am oberen Ende abge- wird. Da die Werkzeugeinheiten schrägstehend ange-
rUn5!et· . ordnet sind, wird der abgetrennte Erdbalken nach oben
Uie Werkzeugeinheiten werden über das von den verlagert, wobei der Werkzeugträger 25 eine Führung
5 bildet. 25 \ 6 /■,■;>
Der Erdbalken wird an der Oberseite und an der 30
Rückseite der Werkzeugeinheit 6 gewendet und in die 35
ser Lage in die Furche zurückgelegt. Beim Wenden wir
ken die Werkzeugeinheiten mit den federnden Zinken 5 ff
34 zusammen, die als Rückhalteglieder dienen und au
ßerdem die Erde krümeln. Infolge der Schräglage der I
45
Werkzeugeinheiten ist der Weg des Erdbalkens beim 50
Wenden kurz und daher der Kraftbedarf relativ gering. 55 I
Der gegensinnige Antrieb benachbarter Werkzeugein- 10 60 i
heiten und deren überlappende Arbeitsbahnen ergeben 65 1,
einen ruhigen Lauf der Maschine, wozu auch die ver
setzte Lage der aufeinanderfolgenden Werkzeugträger
beiträgt Das Wechselgetriebe erlaubt die jeweils gün 1I
stigste Einstellung der Drehzahlen der Werkzeuge. Bei 15
der dargestellten Ausführungsform sind die Antriebs
wellen der Werkzeugträger im Winkel von etwa 40°
zum Boden angestellt, der Winkel kann jedoch auch
größer oder kleiner gewählt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
iy
fei
28 50 847 ί

Claims (17)

Patentansprüche:
1. Bodenbearbeitungsmaschine mit in einer Reihe nebeneinander angeordneten, zwangläufig angetriebenen Werkzeugeinheiten, deren Drehachsen in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine nach vorne geneigt sind und deren Werkzeuge an Trägern befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugträger (25) Flachteile sind, welche sich über die ganze Höhe der Werkzeugeinheit (6) in deren Axialebene erstrecken und an ihren nach unten konvergierenden Seitenrändern (26) die messerartigen Werkzeuge (27) aufweisen.
2. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenränder (26) der Werkzeugträger (25) aus der Axialebene zu Halterungen für die Werkzeuge (27) gegensinnig abgewinkelt sind.
3. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen den Seitenrändern (26) und der Axialebene jeweils etwa 75° beträgt
4. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abgewinkelten Seitenränder (26) über die ganze Höhe des Werkzeugträgers (25) reichen.
5. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden abgewinkelten Seitenränder (26) jedes Werkzeugträgers (25) in zueinander parallelen Ebenen liegen.
6. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (27) ihren Träger (25) nach oben überragen.
7. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb jedes Werkzeugträgers (25) eine ringförmige Abschirmung (24) angeordnet ist.
8. Bodenbearbeitungsmaschine nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (27) außerhalb der Abschirmung (24) bis über deren untere Begrenzung nach oben ragen.
9. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (27) im Bereich der Abschirmung (24) an ihrem inneren Randbereich Ausklinkungen aufweisen.
10. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die messerartigen Werkzeuge (27) in ihrem oberen äußeren Eckbereich abgerundet sind.
11. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugträger (25) auf ihren Flachseiten mittig angeordnete Längsrippen (26A) aufweisen.
12. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Längsrippen (26A) vom oberen Rand der Werkzcuct.päff£r sus bis zu deren mittlerem Bereich i?«ch unten erstrecken.
13. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß pro Werkzeugträger (25) zwei zu dessen Längsachsen diametral angeordnete Längsrippen (26A) vorhanden sind.
14. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur Axialebene der Werkzeugträger (25) gemessene Breite der Längsrippen (26A) von oben nach unten stetig abnimmt
15. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugträger (25) in der Reihe der Werkzeugeinheiten (6) derart gegeneinander versetzt sind, daß die Axialebenen von je zwei aufeinanderfolgenden, gleichsinnig rotierenden Werkzeugträgern (25) im spitzen
ίο Winkel von vorzugsweise 15° zueinander stehen.
16. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mittig vor zwei benachbarten Werkzeugeinheiten (6) ein Sech (31) angeordnet ist
is
17. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden der Reihe von Werkzeugeinheiten (6) zusätzlich je ein Sech vor dem Eingriffsbereich der äußeren Werkzeugeinheit angeordnet ist
DE2850847A 1977-11-30 1978-11-24 Bodenbearbeitungsmaschine Expired DE2850847C2 (de)

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