DE375408C - Bodenbearbeitungsmaschine mit um eine senkrechte oder schraege Achse kreisenden Werkzeugen - Google Patents
Bodenbearbeitungsmaschine mit um eine senkrechte oder schraege Achse kreisenden WerkzeugenInfo
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Description
AUSGEGEBEN
AM 14. KAI1923
AM 14. KAI1923
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Bodenbearbeitungsmaschine,
bei welcher zweckmäßig aus um eine senkrechte Achse kreisenden gekrümmten Flächen
bestehende Bodenbearbeitungswerkzeuge angewendet sind, welche den Boden entweder
nur schneiden und lockern oder mittels eines dem Streichbrett oder Rüster ähnlichen Ansatzes
den gelockerten Boden auch wenden oder kippen. Im ersteren Falle kann die
Maschine für verschiedene Bodenlockerungs-, Schneid- und Zerkleinerungsarbeiten (Geländeebnung,
Graben, Grabenziehen usw.), im zweiten Falle aber für ordnungsmäßiges
Pflügen benutzt werden.
Gemäß der Erfindung sind die das Werkzeug bildenden Flächensegmente, welche in an
und für sich bekannter Weise sich unter einem Winkel zu der die absolute Bewegungsbahn
des Werkzeuges bilden !en Zykloide neigen, so daß die Kante der Segmente ein
Schneiden des Bodens, der übrige Teil aber dessen Lockerung bewirkt, außer der drehbaren
Anordnung um die Kreisungsachse, um eine eigene senkrechte Achse schwingbar angeordnet
und mit einer eigenartigen Steuerung versehen, welche die schwingbare und kreisende gekrümmte Fläche während der
Arbeit derselben in einer derartigen, bestimmten Weise steuert, daß die Fläche, deren
Querschnitte in übereinander befindlichen wagerechten Ebenen wirken, in der einen
Hälfte der kreisenden Bewegung ein Schneiden und Lockern bewirkt, -worauf sie, bei
ihrer Rückkehr nach dem Ausgangspunkt ihres Umlaufes, den durch sie bereits einmal
bearbeiteten Bodenteil nur glatt durchschneidet, ohne daß sie denselben wieder zu lockern
oder in anderer Weise stark abzutrennen bestrebt wäre. In dieser Weise treten in der
zweiten Hälfte des Umlaufes des Werkzeuges, d. h. bei Rückkehr, überhaupt keine nennenswerten
Bodenreaktionen auf.
Diese Bodenbearheitungswerkzeuge mit gesteuerten
Flächen haben vom praktischen Ge-Sichtspunkte große Bedeutung, wie dies aus nachstehenden Erwägungen klar hervorgeht:
Ein bekannter Nachteil der mit geradlinig
fortschreitenden oder um eine senkrechte Achse kreisenden, an einer Drehscheibe o. dgl.
starr befestigten pflugartigen Werkzeugen arbeitenden Motorpflüge oder pflugartigen
Kraftmaschinen besteht darin, daß während der Arbeit des Pfluges o. dgl. eine so starke,
dem Zug des Fahrzeuges entgegenwirkende Bodenreaktion auftritt, daß dem System ein
das eigentlich benötigte Gewicht bedeutend ) übersteigendes größeres Gewicht (totes Gewicht)
erteilt werden muß, damit die Überwindung der Bodenreaktion bei entsprechendem, rollendem Zugvorgang möglich sei. Die
Beseitigung dieses hohen Gewichtes stellt eine ; wichtige Aufgabe dar, deren befriedigende
Lösung aber bis jetzt nicht gelang, und zwar auch nicht bei den Maschinen derjenigen Art
(Bodenfräser oder Rotationspflüge), bei welcher die Werkzeuge um eine an dem Fahrzeug-)
gestell angebrachte wagerechte Achse drehbar angeordnet sind und bei welcher während der
Bodenbearbeitung, namentlich beim Eingriff der Werkzeuge in den Boden Bodenreaktionen
von solcher Richtung auftreten, daß dieselben ; das sich drehende Werkzeug und dadurch das
ganze System aus dem Boden herauszuheben trachten. Hier treten zwar dem Zug des Fahrzeuges fortwährend entgegenwirkende
Bodenreaktionen nicht auf, und es wäre daher aus diesem Grunde die in Rede stehende bedeutende
Gewichtsvergrößerung nicht nötig; nichtsdestoweniger machen andere, die erwähnte
aushebende Bestrebung aufweisende Bodenreaktionen gleichfalls ein hohes totes Gewicht erforderlich.
Bei den um eine senkrechte Achse kreisenden und zweckmäßig in der erwähnten Weise
gesteuerten gekrümmten Flächen gemäß der Erfindung treten nun im größten Teile des
D Umlaufes überhaupt keine schädlichen Bodenreaktionen auf, sogar wirken in einem Teil
der eigentlichen Arbeit des Werkzeuges, d. h. der ersten Hälfte der kreisenden Bewegung
gerade solche Bodenreaktionen, welche in wagerechter Richtung, und zwar in der Fahrtrichtung
nach vorne zeigen, was sehr günstig ist, zumal diese Reaktionen die Maschine gewissermaßen
nach vorwärts zu schieben trachten und in dieser Weise den Gesamtarbeitso bedarf des Zuges verringern. Dieser letztere
Vorteil ist zwar an sich in gewisser Hinsicht bereits erkannt worden, doch hat man es erst
durch die eigenartige Steuerung gemäß der Erfindung in der Hand, diesen Vorteil vollkommen
auszunutzen.
Außerdem können gemäß der Erfindung durch die Kombination von mehreren Werkzeugen
in der unten zu beschreibenden zweckmäßigen Anordnung nicht nur die seitlichen ο Drehmomente in an und für sich bekannter j
Weise ausgeschaltet werden, sondern man ί kann überdies erreichen, daß die während der
Drehung der Werkzeuge auftretenden verschiedenen Momente den Motor selbst während
des ganzen Umlaufes gleichmäßig belasten.
Infolge dieser Vorteile kann die Anwendung des obenerwähnten großen toten Gewichtes
gänzlich entfallen, ein leichter, schnelllaufender Motor verwendet und im allge-
meinen das ganze System im Gegensatz zu den bisherigen Maschinen dieser Art außerordent- ,
lieh leicht gebaut und billig hergestellt werden, wie auch der Betrieb infolge des geringeren
Arbeitsbedarfes viel billiger wird, weshalb die Maschine nicht nur für die eigentlichen
landwirtschaftlichen Bodenarbeiten in erweitertem Maße anwendbar ist, sondern · auch für dieZweckederverschiedenstenjBodenarbeiten
solcher Art eingeführt werden kann, bei welcher bisher die motorische Arbeit kaum
in Betracht kommen konnte.
Ein weiterer Vorteil der Maschine gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Lockerung
des Bodens in beliebigem Maße bewirkt werden kann, und zwar kann man von einer
mehr minder großen Schollenbildung an bis zur vollkommenen Zerkleinerung eine beliebige
Stufe — einfach durch Änderung der Umlaufzahl der Werkzeuge — erreichen.
Hinsichtlich der Anwendbarkeit der Maschine gemäß der Erfindung für verschiedene
Zwecke kommen z. B. folgende Fälle in Betracht: Bei den Erdarbeiten von größeren >■
Kanälen, bei der Herstellung von Eisenbahndurchschnitten usw. wird die Verschiebung
•der Bodenteile bekanntlich nicht durch Handarbeit, sondern gewöhnlich durch maschinelle
Einrichtungen vorgenommen, welche Einrichtungen aber in ihrer bisherigen Form zur
raschen Entfernung von kleineren Teilmassen wirtschaftlich nicht verwendet werden können.
Bisher geschah die Aushebung des Bodens für die Grundarbeiten von Gebäuden, die Ebnung
eines Grundes von geringerem Umfange und unebener Oberfläche, ferner die Herstellung
eines Grabens für Wasserableitungszwecke oder für Erdgasleitungen, die Durchführung
von kleineren Durchschnitten, die für Bewässerungskanaleinrichtungen, Straßen- und n0
Eisenbahnbau erforderlich sind usw., durch Handarbeit, gegebenenfalls auch durch Maschinen,
welche aber bisher den Anforderungen nicht entsprochen haben. Alle diese und ähnliche Aufgaben können durch die an einem
automobilartigen, selbstfahrenden Fahrzeug geeignet verteilte, gruppenweise angebrachte
Anordnung der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Maschine kreisenden
Systems durchwegs befriedigend gelöst werden. Der Gegenstand der Erfindung kann als Grabmaschine derart gebaut werden, daß
sie den gelockerten Boden gleichzeitig empor-
. hebt und entweder auf die eine Seite der !Maschine oder aber auf ein daneben laufendes
Fahrzeug streut, welches denselben nach der entsprechenden Stelle hinbefördert. Da durch
die Grabmaschine zweckentsprechend nur je eine Erdschicht von beschränkterer Stärke
entfernt werden kann, so läßt sich eine dickere Erdmasse natürlich nur schichtenweise bewegen.
Die Herstellung eines schmalen, aber tiefen Grabens kann in einzelnen Stufen erreicht
werden, und zwar zweckmäßig in der Weise, daß durch den ersten Gang eine muldenartige
Furche gegraben wird, von welcher der bereits gelockerte Boden durch eine
gleichfalls an dem Motorwagen angebrachte Schöpfvorrichtung entfernt wird; die zweite,
gegebenenfalls auch eine dritte Stufe, wird entweder durch einen an einem besonderen
oder an demselben Kraftwagen angeordneten Tiefgang vollführt, wobei — wenn die
Maschine gegebenenfalls in nivellierter Richtung geführt wird — durch eine mechanische
Hebung bzw. Senkung der Grabvorrichtung ein Graben mit nivelliertem Boden innerhalb
gewisser Grenzen erreicht werden kann. Mit derselben Leichtigkeit können auch andere
praktische Aufgaben gelöst werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung, welcher noch andere
unten beschriebene Vorteile aufweist, in einigen Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt einzelne Lagen und die einfache Zvkloidenbahn der einfachsten Form des '
gesteuerten Werkzeuges gemäß der Erfindung in Draufsicht.
Abb. 2 veranschaulicht zwei die Bahnen eines doppelten Werkzeuges bildende ineinandergreifende
Zykloiden gleichfalls in Draufsicht.
In Abb. 3 ist eine beispielsweise Steuerung und die Arbeitsweise des in Verbindung mit
Abb. ι erwähnten Werkzeuges in perspektivischer Ansicht dargestellt.
Abb. 3a veranschaulicht die Drehmomentverhältnisse, welche zu der unten beschriebenen
eigenartigen Anordnung der Kante des Werkzeuges führten.
Abb. 4 zeigt ein doppeltes Werkzeug in perspektivischer Ansicht, welches gemäß der
in Abb. 2 dargestellten zweifachen Z)'kloide arbeitet.
In Abb. S ist ein doppeltes Werkzeug dargestellt,
welches mit einer vollkommen staubdichten Umhüllung und mit Arbeitsflügeln von
schrägem Profil versehen ist.
Abb. 6 ist eine Seitenansicht eines Werkzeuges, bei welchem die Maßnahme des
Schneidens nicht durch die Kante der das eigentliche Werkzeug bildenden gekrümmten
Fläche, sondern durch eine besonders angebrachte feststehende Kante bewirkt wird.
Abb. 7 zeigt eine Ausführungsform der für die Zwecke der Bodenlockerung und des Wendens
(d. h. zum Pflügen) geeigneten Werkzeuge.
Abb. 8 zeigt eine Ausführungsform der, Maschine gemäß der Erfindung als Grabmaschine
in Seitenansicht und Abb. 9 in senkrechtem Querschnitt.
In Abb. 10 ist eine Ausführungsform der Maschine gemäß der Erfindung als Ackermaschine
in Seitenansicht,
in Abb. 11 in Draufsicht dargestellt, während Abb. 12 eine bauliche Einzelheit dieser
Maschine zeigt.
Abb. 13 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform
der Ackermaschine mit angehobenen Pflugköpfen, 8(
Abb. 14 dieselbe mit gesenkten Pflugköpfen in Seitenansicht, während
Abb. 15 dieselbe Maschine in Draufsicht zeigt.
Abb. 16 veranschaulicht die Phasen verhält- 8j
nisse der unten beschriebenen mehrfachen Werkzeuganordnung, während
Abb. 17 ein die Drehmomentverhältnisse dieser Anordnung veranschaulichendes Diagramm
darstellt.
Wenn die zur Zeichnungsebene senkrecht stehende (durch eine stärkere volle Linie angedeutete)
Werkzeugfläche α um eine in Rieh- ν
tung des Pfeiles c mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fortschreitende Achse in Riehtung.
des Pfeiles b gedreht wird, so beschreibt die Kante der Fläche α auf der Erdoberfläche
oder in der Erde die gezeichnete Zykloidenbahn. Die unter der Wirkung der unten zu
beschreibenden Steuerung in der ersten Hälfte ihrer kreisenden Bewegung zur Zykloidenbahn
beständig unter dem Winkel α geneigte Fläche α bewirkt, während sie bei
ihrer Drehung und Vorwärtsbewegung die Lagen av a2 usw. einnimmt, eine Lockerung
des vor ihr befindlichen Bodens und verbleibt in einer zur Zvkloidenbahn unter dem Winkel
α geneigten Stellung, bis sie den (schraffierten) halbmondförmigen Bodenabschnitt
abgeschnitten hat, und sobald sie in den wäh- no rend der vorangehenden Drehungen gelockerten
Boden gelangt, wird der Winkel α zu Null, so daß die Werkzeugfläche (in der zweiten Hälfte ihrer kreisenden Bewegung,
d.h. bei der Rückkehr), sich der Zykloide n5
anschmiegend, den Boden einfach glatt durchschneidet. Dieses letztere Verhalten der
gesteuerten Werkzeugfläche ist durch die beispielsweisen Lagen a3, at angedeutet.„^
Mit der oben beschriebenen Bodenlockerung verglichen, stellt der bisherige gewöhnliche
Vorgang des Pnugens nichts anderes dar als
Im Falle dieser Anordnung hat der Flügel A kein Schneiden, sondern nur eine Lockerung
zu bewirken, d. h. er erleidet eine geringere Beanspruchung; mit anderen Worten wird die
Kante des Flügels durch den Kolter geschont, wobei das wesentlich schmälere und billiger
herstellbare Messer k für den Fall seiner Ab-. nutzung zweckmäßig auswechselbar angebracht
werden kann. Ferner erscheint es ■ ίο zweckmäßig, wenn die Bodenfläche der gelockerten
Erde durch eine an der Werkzeugfläche angebrachte (oder mit dem Messer k
zusammen ausgebildete) Kante g (Abb. 6) glatt abgeschnitten wird.
Soll während des oben beschriebenen Vorganges durch die Flügelfläche nicht nur ein
Schneiden und eine Lockerung bewirkt, sondern der abgetrennte Bodenabschnitt auch gewendet
werden, so wird das Werkzeug als Pflugkörper ausgebildet und in diesem Falle der Flügelfläche z. B. die Form nach Abb. 7
erteilte Natürlich steht auch hier der Anordnung nichts im Wege, daß die Zykloidenbahn
durch ein Messer im voraus aufgeschnitten werde, wie dies in Verbindung mit Abb. 6
beschrieben wurde.
An derselben Drehachse können auch zwei oder mehrere Werkzeuge angebracht werden,
wobei man zu einer für die Praxis vorteilhaften Lösung gelangt, wenn die in Abb. 3
dargestellte Daumenscheibe durch ein Exzenter ersetzt wird, wobei während der Arbeit
nach erfolgter Lockerung des abgetrennten Bodenabschnittes jede der Flügelflächen in
dem bereits gelockerten Boden, d. h. bei der Rückkehr, sich mit großer Annäherung ihrer
Zykloidenbahn anschmiegen, d. h. den gelockerten Boden mit befriedigender Annäherung
bloß durchschneiden wird, ohne denselben zurückzudrängen.
Eine derartige Ausführungsform des zweifachen Werkzeuges zeigt Abb. 4, und zwar
mit zum Graben dienenden Flügeln (sich der Zykloidenbahn anschmiegenden Zylinderflächensegmenten)
A1, A2 ausgestattet; bei
dieser Lösung beschreiben die Kanten der Flügel beispielsweise die doppelte Zykloide
gemäß Abb. 2 als die Resultierende ihrer kreisenden und fortschreitenden Bewegung.
Die Flügel A1, A2 sind um Zapfen G1, G2
schwingbar, welche in einem Gußstück L gelagert sind. Das letztere ist um eine Achse N
drehbar. Die Steuerung der Flügel erfolgt unter Vermittlung der an ihnen angreifenden
Arme H1, H2 und eines Kranzes K mittels des
sonst feststehenden Exzenters M. Wird diese Vorrichtung in Richtung des Pfeiles ω mit
konstanter Winkelgeschwindigkeit gedreht und in Richtung des Pfeiles χ geradlinig
gleichmäßig vorwärts bewegt, so beschreiben die Flügel ineinandergreifende Zykloidenbahnen,
wie dies in Verbindung mit Abb. 2 beschrieben wurde. Entlang dieser Zykloiden geht die Bodenlockerung ganz ähnlich der in
Verbindung mit Abb. 3 beschriebenen Arbeitsweise vor sich. Durch die als Ansätze der
Flügel A1, A2 angebrachten Kanten ev c, wird
die Bodenfläche des gelockerten Abschnittes glatt abgehobelt. Es ist klar, daß, wenn
dieses doppelte Werkzeug mit dem Streichbrett gemäß Abb. 7 versehen wird, sich dem
Vorgang der Bodenlockerung auch ein Wenden des Bodens anschließt, d.h. der Pflugkörper
die Arbeit des Pflügens vollführt.
Das Streichbrett wird zweckmäßig derart geformt, daß sich alle (übereinander versetzt
liegenden) Querschnitte desselben der Zykloidenbahn möglichst anschmiegen, so daß
während der Steuerung bei der Rückkehr auch durch das Streichbrett nur ein Schneiden
und keine Lockerung vollführt wird.
Gegen die schädlichen Einflüsse des Staubes kann die Antriebsvorrichtung der Werkzeuge
leicht dadurch geschützt werden, daß dieselbe mit einem in Abb. 4 gestrichelt angedeuteten
Gehäuse umhüllt wird. Eine derartige staubdichte Vorrichtung ist durch voll ausgezogene
Umrißlinien in Abb. 5 dargestellt, wo als ein weiteres Ausführungsbeispiel auch zum
Schneiden eines schrägen Profiles (z. B. zur Herstellung eines Grabenprofiles) geeignete
kegelförmige Flügelflächen A3, A4 ersichtlich
sind.
Das Werkzeug bildet in der in Verbindung mit Abb. 4 und 5 beschriebenen Ausbildung
(als Grabkopf) einen wichtigen Bestandteil der einen in Abb. 8 und 9 veranschaulichten
Ausführungsform der Grabmaschine, welche zur Herstellung von Gräben und zur Durchführung
von Geländeebnungsarbeiten in gleicher Weise geeignet ist. Zur Erreichung dieses Zweckes werden Grabköpfe E1, E2 in ■
der Ausbildung gemäß Abb. 4 an dem Rahmen K einer in Abb. 6 sowie in der einen
Schnitt nach Linie a-ß der Abb. 8 darstellenden Abb. 9 ersichtlichen automobilartigen
Maschine angebracht, an welchem Rahmen im vorliegenden Falle auch Grabköpfe E3, E1 mit
schrägen Flügelflächen gemäß Abb. 5 angeordnet werden, welche das Profil des herzustellenden
Grabens ausfräsen. Der Rahmen K kann mittels der um feststehende Zapfen schwingbaren Arme R1, R2 und der Schraubenspindeln
S1, S2 gesenkt werden (für welche
Senkung vorteilhaft auch die mit einem in Abb. 13 bis 15 mit A bezeichneten, unten beschriebenen
Exzenter versehene Einrichtung angewendet werden kann), so daß in dieser Weise die Grabköpfe E1... usw. bis zu einer
beliebigen Tiefe herabgelassen werden können, ohne die senkrechte Lage derselben zu verändern.
Die Grabköpfe erhalten ihre kreisende
Bewegung von einer durch den Motor vom Rade T1 aus unter- Zwischenschaltung der
Kettenräder T2 und T3 angetriebenen Welle t
mittels einer Schneckenrad- oder Kegelradübersetzung. Durch die Grabmaschine wird
während ihrer Vorwärtsbewegung in den Boden die in Abb. 8 mit a, b, c bezeichnete
bzw. in Abb. 9 im Querschnitt dargestellte Mulde d, e, f, g hergestellt, aus welcher der
gelockerte Boden durch eine gleichfalls von der Achse des Rades T1 aus angetriebene, heb-
und ■ senkbare Schöpfvorrichtung P hinaufgetragen und auf ein in Ouerrichtung'laufendes
Transportband R geworfen wird, welches sodann die Bodenmasse je nach der Bewegungsrichtung
des Bodens nach der rechten oder linken Seite des Grabens (nach der in Abb. 9 mit h bezeichneten Stelle) abwirft.
Sollte die in dieser Weise hergestellte
Sollte die in dieser Weise hergestellte
20" Mulde in Abb. 8 bis zur Linie k, I bzw. in
Abb. 9 im Querschnitt .bis zur Linie m,n ausgetieft werden, so kann diese Maßnahme
• durch einen der Maschine mit der soeben beschriebenen Grab- und Schöpfvorrichtung
ähnlichen, und zwar entweder an einem besonderen oder an demselben selbstfahrenden
Fahrzeug angebrachten Tiefgang durchgeführt werden. In dieser Weise kann der Graben stufenweise bis zu einer praktischen
Grenze ausgetieft werden. Da die Maschine gemäß der Erfindung bei aller Leichtigkeit
eine äußerst wirksame, feine Lockerung bewirkt, ist auch' die Arbeit der Schöpfvorrichtung
eine viel leichtere als bei den bisherigen Maschinen dieser Art, folglich kann diese
Vorrichtung gleichfalls leichter gebaut werden.
Soll die Maschine für Geländeebnungs-
. arbeiten in Anspruch genommen werden, so kann hierfür die Maßnahme der Umgestaltung
einfach durchgeführt werden. Es seien nämlich die Grabköpfe E3, E41 mit schrägem Profil
(Abb. 9) abgenommen gedacht und an den mit E5, F6 bezeichneten Stellen des Rahmens
K Grabköpfe mit derjenigen der Grabköpfe E11E2 gleicher Bauart angebracht. In
dieser Weise läßt sich die Mulde/>, r, s, ic
herstellen, wobei mit Rücksicht auf den Radstand, welcher geringer ist als der Abstand
p, u, die hinter der den gelockerten Boden heraushebenden Schöpfvorrichtung befindlichen,d.
h. hinteren Lauf räder V der Maschine in an sich bekannter Weise (z. B. durch eine verstellbare Achszapfenlagerung)
in die Lage V1 (Abb. 8) gesenkt werden können, so daß die Hinterräder nicht auf der
Erdoberfläche, sondern am Boden der Mulde laufen.
Bei der in Abb. 10 in einer Seitenansicht, in Abb. 11 in Draufsicht und in Abb. 12 in
einer Einzelheit dargestellten Ausführungsform der Maschine gemäß der Erfindung, als
Ackermaschine, sind die Werkzeuge A1... A^
(im vorliegenden Falle Pflugköpfe) am hinteren Teil des auf den Rädern B1, B2, B3, B4
laufenden Kraftwagens an den in einem heb- und senkbaren, V-förmig ausgebildeten Rahmen
D gelagerten SpindelnO1, O2.. .oa angebracht;
eine Ausführungsform dieser Werkzeuge wurde in Verbindung mit Abb. 3 und 4 bzw. das dazugehörige Streichbrett in Verbindung
mit Abb. 7 bereits beschrieben. In Abb. 10 sind die Pflugkörper in Seitenansicht,
wie sie angebracht sind, ersichtlich, während in Abb. 11 der Einfachheit halber durch
Kreise A1, A2 ... A8 bloß die Wirkungsstellen :.
der Pflugköpfe angedeutet sind. Der Antrieb der Pflugköpfe erfolgt durch ein Getriebe,
welches an der mit F., bezeichneten Stelle des Kraftwagens angebracht ist und dessen Einzelheiten
in Abb. 12 in größerem Maß stäbe ersichtlich sind. Demgemäß wird durch eine
Welle m mittels eines Kegelräderpaares g eine in dem Rahmen F2 angebrachte Achse η angetrieben, von welcher die in Richtung dieser
Welle gleitbaren, jedoch durch diese beim Drehen mitgenommenen Kettenräder (gegebenenfalls
Zahnräder) j die Drehbewegung auf die Spindeln der Pflugkörper in folgender
Weise übertragen: Die Kettenräder / sind an einem an dem erwähnten Rahmen D angebrachten
Gußstück/ gelagert, und zwar steht eines derselben mit der Spindel des Pflugkörpers
A3, das andere aber mit derjenigen des Pflugkörpers A± in Verbindung; in Abb. 10
ist das an der Spindel des Pflugkörpers A3 '■
angebrachte Kettenrad/» ersichtlich, welches seine Bewegung von dem Kettenrad / erhält
und in dieser Weise den Pflugkörper A3. sowie
unter Vermittlung der Kegelräder r eine Welle s und unter Zwischenschaltung der an
der letzteren angebrachten Kegelräder-, paare T1, r2 die Pflugköpfe A1, A2 antreibt. In
ähnlicher Weise werden von dem anderen Kettenrad/ aus, an der anderen Seite der
Maschine, auch die Pflugkörper A1, As, Ae angetrieben.
Das Heben und Senken des Rahmens D bzw. der an ihm angebrachten Pflugkörper
geschieht folgendermaßen: Der Rahmen D nowird durch die Schraubenspindeln C1, c„, C3,
welche an den mit F1, F2, F3 bezeichneten
Lagerteilen des Kraftwagens angebracht sind, getragen, wobei "die Drehung der Schraubenspindeln
eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Rahmens D verursacht. Die Ausbildung des an der Stelle F1 befindlichen Schraubenspindelantriebes
stimmt mit derjenigen, welche sich an der Stelle F3 befindet, überein. '
Aus Abb. 10 ist eine beispielsweise Ausbildung
des Antriebes der zur StClIeF1 und F2
gehörenden Spindeln C1 bzw. c2 ersichtlich.
Beim Vergleich der Abb. 12 mit Abb. 10
und 11 ersieht man, daß die von der Achse η
angetriebene ReibungskupplungS dieDrehung auf das Kegelräderpaar u sowie auf die
Schraubenspindel c2 überträgt und in dieser Weise unter Vermittlung der Wellen S1, s.2
die Kegelräder Ji1,2/, und die auf der Achse
des betreffenden wagerechten Kegelrades aufgekeilte Schraubenspindel C1 bzw. C2 antreibt,
welche sodann unter Mitwirkung der Schraubenspindel c2 ein Heben oder Senken des
Rahmens D und der dazugehörigen Teile bewirken.
Eine andere Ausführungsform der Ackermaschine zeigt Abb. 13 mit gehobenen,
Abb. 14 mit gesenkten Pflugköpfen, beide in Seitenansicht, Abb. 15 in Draufsicht. Die
Pflugköpfe E1, E2, E3, E± sind auch hier an
einem Rahmen K angebracht, welcher mittels der Exzenter A innerhalb gewisser Grenzen
bis zu einer beliebigen Tiefe gesenkt werden kann, und damit hierbei die senkrechte Lage
der Spindeln der Pflugköpfe gesichert sei, wird der Rahmen K durch ein Parallelogramm
geführt, welches durch die um feststehende Zapfen schwingbaren Gestänge B1, B2 gebildet
wird. Die Spindeln der Pflugköpfe erhalten ihre Drehbewegung von einer durch den
Motor angetriebenen Welle tx aus in folgender Weise: Die an einer die Spindeln der Pflugköpfe
E2, E3 antreibenden Welle t„ angebrachten
Kettenräder C2 stehen mit den Kettenrädern C1 in Verbindung, welche an der durch
den Motor angetriebenen Welle I1 angebracht
sind, wobei die Kettenräder C1 und C2 einen
gemeinsamen Mittelpunkt mit den entsprechenden Zapfen der Stangen B1 besitzen.
Die Welle t2 überträgt ihre Drehung unter Vermittlung der Kettenräder C3 und C4 auf
die Welle i3, damit in dieser Weise auch die
Pflugköpfe E1 und Eit gegebenenfalls durch
Kegelrad- oder Schneckenradantrieb, eine kreisende Bewegung erhalten, welche Pflugköpfe
E1 und E1 die den Spuren der hinteren
\5 Laufräder entsprechenden Streifen bearbeiten.
Die hinteren Laufräder der Ackermaschine erhalten ihre Bewegung mittels der durch den
Motor angetriebenen Kettenräder D1 und D2.
Die in Abb. 15 dargestellte Gruppierung der ;o Pflugköpfe E1, E2, E3, Is4 ergibt zwar mechanische
Vorteile, doch kann man vom Gesichtspunkte der Einfachheit auch die Anordnung treffen, daß die Pflugköpfe nebeneinander in
einer Reihe stehen, wodurch der gesamte Antriebsmechanismus eine einfachere Ausführung
erhält.
Wenn die in Abb. 10 bis 15 dargestellten
Ausführungen der Ackermaschine nicht mit Pflugköpfen, sondern nur mit Grabköpfen
ο ausgestattet werden (wobei also nur ein Schneiden und eine Lockerung des Bodens
bezweckt wird), so wird dadurch die Ackermaschine in eine Bodenbearbeitungsmaschine
anderer Art: in einen Bodenfräser umgewandelt.
Wie aus obigem ersichtlich, kann der Werkzeugantrieb auch bei den eigenartigen Werkzeugen
gemäß der Erfindung mit Tiefenreguliervorrichtungen beliebiger Art vorteilhaft
vereinigt werden.
Ferner kann bei jeder Ausführungsform der Geländeebnungs-, Grab- oder Bodenfräsmaschine
und der Ackermaschine gemäß der Erfindung die in Abb. 16 in beispielsweiser
schematischer Draufsicht veranschaulichte mehrfache Werkzeuganordnung vorteilhaft
angewendet werden. Demgemäß ist der gegenseitige Antrieb der (mit stärkerer Linie angedeuteten)
doppelten Werkzeuge A1, A2,
A3, Ai derart getroffen, daß die Werkzeuge A1
und Ai entgegengesetzt zu den Werkzeu- "
gen A2 und A3 kreisen und die Werkzeuge von
gleicher Drehrichtung gegeneinander, z. B. mit einer Phasenverschiebung von 900 laufen.
Das derart gebildete System schreitet in Richtung des Pfeiles α vorwärts. Prüft man
die Wirkung der vom Bodenwiderstand herrührenden Reaktionen, so findet man zunächst,
daß jeder Lage eines jeden Werkzeuges eine solche Lage des zu ihr entgegengesetzt
kreisenden Werkzeuges entspricht, daß die vom Bodenwiderstand herrührenden Reaktionen
in bezug auf den Massenmittelpunkt, des Systems einander entgegengesetzte seitliche
Verdrehungen hervorzurufen bestrebt sind, so daß die Drehmomente ihre Wirkung gegenseitig aufheben. So trachtet z. B. in der
Anfangslage des Werkzeuges A1 (in Abb. 16
bedeuten die stark ausgezogenen Lagen die Anfangslagen) der Bodenwiderstand das too
ganze Maschinensystem in einer zum Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung zu verdrehen,
während bei dem zu ihm entgegengesetzt kreisenden Werkzeug .^3 ein mit der
Richtung des Uhrzeigers übereinstimmendes Reaktionsmoment auftritt; die Arme dieser
beiden Drehmomente sind zwar einander nicht genau gleich, doch bestehen hinsichtlich der
Werkzeuge A2 und A1 (in umgekehrter
Reihenfolge) dieselben Verhältnisse, so daß im Endergebnis sämtliche Seitenmomente
einander gegenseitig das Gleichgewicht halten und daher die -Maschine in der Richtung ihrer
geradlinigen Vorwärtsbewegung nicht schädlich beeinflussen.
Außer den Drehmomenten halten auch die verschiedenen nach vorn und rückwärts
zeigenden Bodenwiderstände einander das Gleichgewicht, folglich entstehen keine solchen
Kräfte (wenn solche gegebenenfalls auch entstehen, so spielen sie eine sehr untergeordnete
Rolle), welche die Maschine an ihrem Fort-
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schreiten hindern, d. h. den Charakter von zurückziehenden Kräften aufweisen wurden.
Infolgedessen kann die Maschine aus den eingangs angeführten Gründen sehr leicht gebaut
werden.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der Anordnung gemäß Abb. 16 besteht in folgendem:
Es sei angenommen, daß jedes der Werkzüge um einen Winkel β von der Anfangslage aus
ίο in die gestrichelt "angedeutete Lage gelangt ist
(Abb. 16), und es seien die vom Bodenwiderstand herrührenden Drehmomente in bezug
auf die besondere Achse jedes Werkzeuges berechnet, welche Drehmomente sodann gemeinschaftlich
die Achse des Motors belasten. " Der summierte Wert dieser Drehmomente sei in Abb. 17 auf den einen Schenkel des Winkels
β radial aufgetragen. Wurden die gesamten Drehmomente für jede Winkelverdrehung
bestimmt und ihre Werte radial aufgetragen, so gelangt man zu dem in Abb. 17
strichpunktiert dargestellten Diagramm, aus welchem ersichtlich ist, daß sich die Drehmomente
während des ganzen Umlaufes aller Werkzeuge nur in geringem Maße ändern: der Höchstwert (Mmax) und das Minimum
(Mmin) der Drehmomente weichen von dem
mittleren Wert (Mmitiel) kaum ab, d. h. der
Motor wird durch den Bodenwiderstand bei der Gruppierung der Werkzeuge gemäß Abb. 16
oder einer ähnlichen Gruppierung beinahe ganz gleichmäßig belastet:
An Stelle der Anordnung nach Abb. 16 kann auch eine andere mehrfache Anordnung
mit gleichem Ergebnis . angewendet werden. So kann man z. B. mehrere Werkzeuge nebeneinander
derart anordnen bzw. antreiben, daß jedes Werkzeug entgegengesetzt zu dem benachbarten
kreist und z. B. das erste und vierte Werkzeug gegeneinander mit einer Phasenverschiebung von i8o° laufen; desgleichen
das zweite und dritte Werkzeug usw. Das Wesen der Erfindung erleidet natürlich keine Änderung, wenn die Werkzeuge nicht
um einen senkrechten, sondern um eine zur Senkrechten mehr oder minder geneigte Achse
gedreht werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Bodenbearbeitungsmaschine mit um eine senkrechte oder schräge Achse kreisenden Werkzeugen, bestehend aus Flächensegmenten, welche sich unter einem Winkel zu der die Bewegungsbahn des Werkzeuges bildenden Zykloide neigen, so daß die Kante der Segmente ein Schneiden des Bodens, der gekrümmte Teil aber eine Lockerung desselben bewirkt, gekennzeichnet durch eine Steuerung, welche auf die in bezug auf die Kreisungsbahn schwingbar gelagerten Werkzeuge derart einwirkt, daß diese sich während ihrer Bewegung in dem rückkehrenden Teil der Zykloidenbahn der letzteren anschmiegen, zum Zwecke, damit die Werkzeuge beim Rückgang nur ein Schneiden des Bodens ohne Lockerung vollführen.
- 2. Maschine nach Anspruch r, gekennzeichnet durch mit einer feststehenden Daumenscheibe zusammenwirkende, die Werkzeuge tragende Schwingarme (D) und die Schwingachse mit der Drehachse verbindende, um die letztere samt >den Werkzeugen und den Armen (D) drehbare Arme (C).
- 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkante der Werkzeuge im wesentlichen in der Linie der Schwingachse angeordnet ist
- 4. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher die Fläche des Werkzeuges sich in einem an sich bekannten Streichbrett fortsetzt, so daß das Werkzeug während seiner Kreisung auch ein Wenden des Bodens nach mehreren Richtungen vollführt, gekennzeichnet durch ein Streichbrett, dessen sämtliche (übereinander versetzt liegenden) Querschnitte sich der Zykloidenbahn möglichst anschmiegen, so daß das Streichbrett bei der Rückkehr im wesentlichen gleichfalls nur ein Schneiden des Bodens bewirkt.
- 5. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 bis 4, bei welcher mehrere■ Werkzeuge abwechselnd oder gruppenweise abwechselnd mit zueinander entgegengesetzten Drehrichtungen und gegeneinander mit Phasenverschiebung derart angeordnet sind, daß die Seitenmomente der Bodenreaktionen in bezug . auf den Massenmittelpunkt der Maschine sowie die Bodenreaktionen selbst ausgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge gegeneinander in solcher Phasenverschiebung (Abb. 16) angeordnet sind, daß die Summe der von den Boden-• reaktionen herrührenden Drehmomente in bezug auf die Drehachsen der Werkzeuge während des ganzen Umlaufes die no Achse des Motors im wesentlichen gleichmäßig belasten (Abb. 17).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU375408X | 1915-06-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE375408C true DE375408C (de) | 1923-05-14 |
Family
ID=10978978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK81729D Expired DE375408C (de) | 1915-06-28 | 1922-04-25 | Bodenbearbeitungsmaschine mit um eine senkrechte oder schraege Achse kreisenden Werkzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE375408C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914565C (de) * | 1944-09-24 | 1954-07-05 | Otto Dierks | Bodenbearbeitungsgeraet mit einem oder mehreren dem Pflugschar vorgeschalteten Drehkoerpern |
| DE1045698B (de) * | 1957-05-23 | 1958-12-04 | Holder G M B H Grunbach | Kraftbetriebenes Anbaugeraet |
| DE1048059B (de) * | 1957-01-08 | 1958-12-31 | Porta Natale Fa | Landwirtschaftliches Geraet zum Zerkleinern von Erdschollen |
| FR2410421A1 (fr) * | 1977-11-30 | 1979-06-29 | Patent Concern Nv | Machine de travail du sol |
| DE10016663A1 (de) * | 2000-04-04 | 2001-10-11 | Konrad Hendlmeier | Rotierende Bodenbearbeitungseinrichtung |
-
1922
- 1922-04-25 DE DEK81729D patent/DE375408C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914565C (de) * | 1944-09-24 | 1954-07-05 | Otto Dierks | Bodenbearbeitungsgeraet mit einem oder mehreren dem Pflugschar vorgeschalteten Drehkoerpern |
| DE1048059B (de) * | 1957-01-08 | 1958-12-31 | Porta Natale Fa | Landwirtschaftliches Geraet zum Zerkleinern von Erdschollen |
| DE1045698B (de) * | 1957-05-23 | 1958-12-04 | Holder G M B H Grunbach | Kraftbetriebenes Anbaugeraet |
| FR2410421A1 (fr) * | 1977-11-30 | 1979-06-29 | Patent Concern Nv | Machine de travail du sol |
| DE10016663A1 (de) * | 2000-04-04 | 2001-10-11 | Konrad Hendlmeier | Rotierende Bodenbearbeitungseinrichtung |
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