DE284563C - - Google Patents

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DE284563C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/34Operating mechanisms
    • G10K1/344Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein mechanisches Glockenläutewerk, bei welchem der Antriebsmotor ständig in der gleichen Richtung umläuft und mittels einer abwechselnd ein- und auszurückenden Kupplung die Glocke stets nach der gleichen Schwingungsrichtung antreibt. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht nun darin, daß in das durch die Glockenschwingungen bewegte Getriebe, welches zum Steuern der Antriebskupplung dient, eine Flüssigkeitsbremse eingeschaltet ist, die infolge ihres Flüssigkeitswiderstandes derart wirkt, daß sie die Antriebskupplung jedesmal beim Beginn der Vorwärtsbewegung einschaltet, beim Beginn der Rückschwingung dagegen wieder ausschaltet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das neue mechanische Glockenläutewerk in den Fig. 1 bis 3 in zwei verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. Im vorliegenden Falle wird zum Antrieb der Glocke α ein Elektromotor b benutzt, der ständig in der gleichen Richtung umläuft und mittels der Kette d und des Kettenrades c die Achse f in ständige Umdrehung versetzt. Das Kettenrad c sitzt bei der gezeichneten Ausführung auf der Nabe der festen Scheibe g einer Reibungskupplung, deren lose Scheibe h. von einer Feder i für gewöhnlich von der festen Kupplungsscheibe abgedrückt wird. Auf der Nabe der losen Scheibe h sitzt ferner ein Kettenrad k, welches mittels der Kette I mit dem Zugrad m der Glocke in Verbindung steht. Die Scheibenkupplung wird bei jeder Vorwärtsschwingung der Glocke eingerückt, beim Beginn der Rückschwingung dagegen wieder ausgerückt. Die Glocke erhält daher bei jeder Vorwärtsschwingung einen Antrieb und schwingt dann leer zurück.
Das Ein- und Ausrücken der Antriebskupplung wird nun gemäß der Erfindung durch die Glockenschwingungen in folgender Weise bewirkt : An einer Speiche des auf der Glockenachse sitzenden' Zugrades m greift gelenkig eine Stange η an,' die an ihrem unteren Ende ■ den Kolben 0 einer Flüssigkeitsbremse p erfaßt. Die letztere ist unten gelenkig mit dem einen Ende eines Hebels q verbunden, der am anderen Ende um einen festen Bolzen r drehbar gelagert ist. Durch das Gewicht dieser Flüssig- , keitsbremse und des Hebels q wird, wenn das Glockenläutewerk in Ruhe ist, ein um den Bolzen s drehbarer Winkelhebel t, u derart verdreht, daß der Arm u dieses Winkelhebels mittels der an seinem freien Ende angebrachten Rollen ν die lose Kupplungsscheibe h entgegen der Kraft der Feder i gegen die feste Kupplungsscheibe g leicht andrückt. Das Gewicht der Flüssigkeitsbremse und des Hebels q ist derart bemessen, daß der Druck dieser Teile ein wenig stärker ist als der Druck der Feder i. Auf diese Weise wird bewirkt, daß die Kupplung im Ruhezustande des Glockenläutewerkes eingeschaltet ist. ■
Sobald nun der Motor b anläuft, erhält die
Glocke, da die Kupplung eingeschaltet ist, sofort einen Antrieb. Daher wird die Stange n mit dem Kolben ο durch die Glockensclrwin-, gung abwärts bewegt, und infolge der Kompression der unterhalb dieses Kolbens im Zylinder p befindlichen Flüssigkeit wird auch der Zylinder selbst zusammen mit dem Hebel q abwärts gedrückt. Der Winkelhebel t, u wird hierdurch noch weiter in der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeilrichtung gedreht, so daß die lose Kupplungsscheibe h jetzt noch stärker gegen die feste Kupplungsscheibe angedrückt und die Glocke um ein entsprechendes Stück weiter mitgenommen wird. Da die unterhalb des Kolbens befindliche Flüssigkeit nur verhältnismäßig langsam durch Öffnungen e des Kolbens bzw. Öffnungen 10 der hohlen Kolbenstange sich hindurchdrängt, so wird infolge dieses Flüssigkeitswiderstandes der Druck aufrechterhalten, und die Kupplung bleibt eingerückt.
Der Glockenantrieb findet von selbst sein Ende durch das Schwergewicht der Glocke, da dieses Gewicht in einer bestimmten Lage der aufwärts schwingenden Glocke die Reibung zwischen den beiden Kupplungsscheiben g, h überwindet, so daß dann ein Schleifen der letzteren eintritt und die Glocke zurückzufallen beginnt. Bei diesem Beginn der Rückschwingung wird die Stange η mit dem Kolben 0 durch die Glocke wieder emporgezogen, wodurch infolge der Bremswirkung die ganze Flüssigkeitsbremse mit dem Hebel q ebenfalls emporgezogen wird. Der Widerstand der Flüssigkeitsbremse muß natürlich so groß sein, daß er das Gewicht der Steuerungsteile überwindet. Die Feder i drückt daher nunmehr die lose Kupplungsscheibe h wieder von der Scheibe g .ab, wodurch die Kupplung gelöst wird.
Wenn die Glocke am Ende der Rückschwingung umkehrt, wird der Kolben ö der Flüssigkeitsbremse wieder abwärts bewegt und die Antriebskupplung von neuem eingeschaltet. Die Glocke erhält auf diese Weise jedesmal bei der Vorwärtsschwingung bis nahe zum Umkehrpunkt einen Antrieb, während sie auf der Rückschwingung ohne Antrieb bleibt.
Wie aus obigem ohne weiteres hervorgeht, wirkt die beschriebene Einrichtung vom ersten Anläuten an gleichmäßig sowohl bei kleinen wie bei großen Ausschlägen der Glocke und kommt, solange der Motor läuft, niemals außer Wirkung.
Bei großen Glocken kann es vorkommen, daß das Gewicht der Flüssigkeitsbremse und des Hebels q nicht groß genug ist, um im Ruhezustand des Läutewerkes die beiden Kupplungsscheiben g und h derart gegeneinander zu pressen, daß die schwere Glocke mitgenommen wird. Um nun mit Sicherheit beim Einschalten des Motors ein Mitnehmen der Glocke zu bewirken, ist gemäß Fig. 3 folgende Einrichtung vorgesehen: Die vom Motor angetriebene Achse f trägt einen Ring χ mit den Fliehgewichten y, welche beim Anlaufen des Motors, sobald dieser die entsprechende Geschwindigkeit erreicht hat, ausschlagen und hierbei mittels ihrer Winkelansätze ζ und der Stangen 2 den Ring 3 in der eingezeichneten Pfeilrichtung verschieben. Hierdurch wird der Winkelhebel 4, 5 derart gedreht, daß er mittels seines Armes 5 den Kolben 6 einer kleinen Pumpe 7 nach vorwärts (links) schiebt, welche mit dem Zylinder p der Flüssigkeitsbremse durch eine biegsame Leitung 8 verbunden ist. Die in der Pumpe enthaltene Flüssigkeit wird daher in den Zylinder p hineingepreßt, und da der Kolben 0 vorläufig noch stillsteht, wird durch die Zusatzflüssigkeit der Zylinder p mit entsprechender Kraft abwärts gedrückt. Hierdurch wird die lose Kupplungsscheibe so stark gegen die feste Scheibe g angepreßt, daß die schwere Glocke nach oben mitgenommen wird und nunmehr unter Vermittlung der Flüssigkeitsbremse das Ein- und Ausschalten der Kupplung selbsttätig bewirken kann.
Während des ganzen Betriebes bleibt die Zusatzflüssigkeit im Zylinder p, da ja die Achse f ständig umläuft und die Fliehgewichte y daher ständig ausgeschwungen bleiben. Erst wenn der Motor stillgesetzt wird und die Fliehgewichte zusammenfallen, so daß auch der Ring 3 wieder zurückgezogen wird, zieht eine Feder 9 den Doppelhebel 4, 5 in seine frühere Lage zurück. . Hierdurch wird auch der Kolben 6 der kleinen Pumpe 7 wieder nach rechts bewegt und die Zusatzflüssigkeit in diese Pumpe zurückgesaugt. ■
Die beschriebene Ausführungsform (Fig. 3) bietet den weiteren Vorteil, daß erst dann, wenn der Motor seine volle Geschwindgikgeit besitzt, der Antrieb einsetzt und die schwere Glocke mitzunehmen beginnt. ·

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Mechanisches Glockenläutewerk, bei welchem der ständig in der gleichen Richtung umlaufende Antriebsmotor mit Hilfe einer durch die Glockenschwingungen abwechselnd ein- und auszurückenden Kupplung . die Glocke stets nach der gleichen Schwingungsrichtung antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß in das durch die Glockenschwingungen bewegte, zum Steuern der Antriebskupplung (g, h) dienende Getriebe eine Flüssigkeitsbremse (0, p) eingeschaltet ist, die infolge ihres nach beiden Schwingungsrichtungen hin wirkenden Flüssigkeitswiderstandes entsprechende Bewegungen ausführt, durch welche die Antriebskupplung (g, h) jedesmal beim Beginn der Vorwärtsschwingung eingeschaltet, beim Be-
    ginn der Rückschwingung dagegen wieder ausgeschaltet wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Glockenläutewerkes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß schon bei Stillstand des Motors die Antriebskupplung (g, h) durch das Gewicht der Flüssigkeitsbremse (o, f) und der Steuerungsteile (q) in eingerücktem Zustand gehalten wird, so daß die Glocke sofort beim Einschalten des Motors einen Antrieb erhält.
  3. 3. Eine Ausführungsform des Glocken-
    läutewerkes nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für schwere Glocken beim Anlaufen des Motors etwa unter Vermittlung von Fliehgewichten (y) durch eine an die Flüssigkeitsbremse (0, -p) angeschlossene kleine Pumpe (6, 7) so viel Zusatzflüssigkeit in den Zylinder (-p) der Flüssigkeitsbremse hineingepumpt wird, daß die letztere, bevor noch die Glocke schwingt, in Bewegung gesetzt wird und die Kupplungsscheiben mit entsprechender Kraft aneinanderpreßt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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