<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Arretieren und Versenken des Torpedos beim Versagen der Gyroskop-
Steuerung.
EMI1.1
In beiliegender Zeichnung ist eine im Sinne der Erfindung construierte Vorrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen durch die betreffende Torpedokammer geführte Querschnitt, durch
EMI1.2
Ist oin Theil dor Fig. 4, bei Hinweg) passung eines ihn verdeckenden Theiles. nochmals dal gestellt.
Die Construction der Vorrichtung ist folgende :
Auf einem passenden Supporte a, welcher durch zwei durch die Löcher 38 und 39 greifenden Schrauben 5, 36 (Fig 1 und 4) an der Schotte befestigt ist, wird eine Führungs- hülse 3 getragen, in welchet ein cylindrischer oder prismatischer Bolzen 4 geführt ist : ein
EMI1.3
Bolzen 9 schwingbar montierten Sectors 6 (Fig. 1 und 2), welcher in der Bogenmitte (bei 7) ein wenig eingedrückt ist (siehe Fig. 2).
Der in der Hülse 3 geführte Bolzen 4 wird durch eine Feder 5 (in Fig. 2'abgebrochen gezeichnet), welche einerseits an dem Drebbotzen ss, andererseits an einem, an dom Bolzen 4 befestigten und durch einen Schlitz der Führungshülse 3 nach aussen reichenden Stift 8 befestigt ist, gegen die Peripherie des Sectors 6 gedrückt und fällt demgemäss, wenn ) letzterer in schwingende Bewegung versetzt wird, immer dann in die an der Peripherie
EMI1.4
während des restlichen Thei ! cs der Amplitude des Sectors 6 durch die nicht eingedrückten Theile der Peripherie desselben nach vorwärts gedrängt.
<Desc/Clms Page number 2>
Der Sector 6 ist (siehe Fig. 1, 2 und insbesondere Fig. 4) durch eine Zugstange M und den doppelarmigen Hebel 11 mit der vom Gyroskopmotor bethätigten Steuerstange m zwangläufig verbunden und wird demnach mittelbar durch die alternativen Ausschläge des Gyroskops in pendelnde Bewegung versetzt.,
In der oberwähnten, am äusseren'Ende des Bolzens 4 sitzenden Coulisse 2 ist ein
EMI2.1
Rotation versetzt wird.
Der Schlitten 1, dessen Abwärtsbewegung durch eine Stellschranbc 14 genau begrenzt
EMI2.2
stetig rotierende Zahnrad 13 erfasst wird.
Der Stegtheil des Schlittens 1 ist mit einer Ausnehmung 18 versehen, in welche der Kurbelzapfen 19, einer Hahnkurbel 2C eingreift, deren Hahn 21 in eine von der Hauptluftleitung abzweigende Nebenluftleitung 22 eingeschaltet ist.
Der Hahn 21 ist, um eine leichte Bewegung desselben zu erzielen, in bekannter Weise als entlasteter Hahn construiert, so dass der Luftdruck nicht einseitig zur Wirkung gelangt.
Der Schlitz 18, in weichen der Kurbelzapfen 19 eingreift, hat eine derartige Breitendimension, dass der Schlitten 1 die zum Ein- und Ausrücken in das Zahnrad 13 nötbige,
EMI2.3
Die Bemessnug der Länge des Schlittens 18 unterliegt gleichfalls einer bestimmten Conatructionsbedingung, worauf jedoch erst bei Besprechung der Function des Apparates zurückgekommen werden soll.
Die durch den Hahn 21 gesperrte Luftleitung 22 mündet an der Bodenseite eines geschlossenen Cylinders 23 (Fig. 1 und 4), in welchem ein Kolbcn 24 geführt ist. der durch eine gelenkig montierte Kolbenstange 25 mit dem Abzughcbel n in Verbindung steht, welcher in bekannter Weise beim Lancieren des Torpedo aus der punktiert ge-
EMI2.4
der Kolben 24 an sein dem Cylinderboden zunächst liegendes Hubende gelangt ist, wohingegen die geschlossene (in Fig. 4 punktierte) Lage des Abzughebels M der \or (leren End-
EMI2.5
horizontal stehenden Zapfen 26 vorsehen ist.
Dieser Zapfen 26 erfasst einen Stift 27, dessen Kopf in einem passend befestigten Augo 28 ruht uml desson unteres Ende durch einc an der Vcntilspindol 29 angeordnete Öse 31 hindurchgreift. (Der Kopf des Stiftes 27 sowie das Auge 28 werden in Fig. 4 durch die Organe und 25 verdeckt, weshalb diese Theile in Fig. 6 gesondert dargestellt sind).
EMI2.6
yolllioht, und hiedurch das Ventil 32 öffnet.
Die Function der Vorrichtung ist folgende : Hekanntlich vollführt das von einem ordnungsmässig functionierenden Gyroskope bethätigte Soiionstouer, wenn es nicht vollkommen in der Lancierebene verbleibt, regelmässig schwingende Bewegungen, welche sich durch die früher erwähnte, zwangläufige Verbindung zwischen dem Steuergestänge Mt und dem Sector 6 auf den letzteren übertragen, so dass auch dieser bei regulärem Functionieren des Gyroskops eine regelmässig pendelnde Bewegung voli ieht, wenn nicht der oberwähntc Fall eintritt, dass das Steuer vollkommen genau in der Lancierebene verbleibt und das Torpedo sohin von der Lancierrichtung überhaupt nicht abweicht.
<Desc/Clms Page number 3>
Infolge dieser regelmässig sich vollziehenden Schwingungen des Sectors 6 wird der in der Hülse 3 geführte Bolzen 4 während des Ausschlagens des Sectors 6 nach vorne gedrückt, im Momente aber, in welchem der Sector 6 seine Ruhelage passiert unter dem Einflusse der Feder 5 zurückweichen.
Die am Schlitten 1 angeordnete Verzahnung 12 wird demgemäss immer dann mit dem mit gleichbleibender Drehrichtung und gleicher Geschwindigkeit rotierenden Zahnrade 13 in Eingriff stehen, wenn der Bolzen 4 seine Vorderstellung einnimmt, und wieder ausser Eingriff
EMI3.1
ertheilton Bewegung von einer entsprechend angeordneten Feder 15 gezogen wird, so wird er in dem Augenblicke, in welchem seine Verzahnung 12 ausser Eingriff mit dem Zahnrade 13 gelangt, entgegen seiner früheren Bewegungsrichtung nach rückwärts schnellen.
Aus dem Gesagten geht sohin hervor, dass der Schlitten 1 in jenen Zeitintervallen, welche zwischen zwei Durchgängen des Sectors 6 durch seine Ruhelage liegen, entgegen der Feder 15 im Sinne des Pfeiles 33 nach aufwärts gedrückt (siehe punktierte Lage in Fig. 1) und in jenem Augenblicke zurückgerissen werden wird. in welchem der Sector 6 seine Ruhelage passiert.
Die Länge des in dem Schlitten 1 angeordneten Schlitzes 1l ist derart gewählt, dass er grösser ist als der bei ordnungsmässigem Functionieren des Gyroskops überhaupt mögliche Schlittenhub, so dass auch das Ende des Schlitzes 18 den Kurbelzapfen 19 insolange nicht erreichen wird, als die vorerwähnten Intervalle keine grössere Dauer haben als jene. welche bei dem Functionieren des Gyroskops überhaupt möglich ist.
Würde jedoch das Gyroskop nicht funktionieren und das Steuer dauernd in einer beliebigen Seitenlage verbleiben, wodurch dio Gefahr entstünde, dass der Torpedo in die eigene Schlachtlinie zurückkehrt, so würde auch der Schlitten 1 dauernd mit dem Zahn- rädchen in Eingriff verbleiben und hiedurch soweit vorgeschoben werden, dass der
Kurbelzapfen 19 von der Schmaiwand des Schlitzes 18 erfasst, mitgenommen und der Luft-
EMI3.2
wie früher erörtert, das Versenkungsventil 32 geöffnet und der Torr'o versenkt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : t. Kino Vorrichtung, wekhe bezweckt, bei den mit der Obry'schen Ueradelauf\or- richtung vorschcnon Torpedos den Zutritt der Luft zur Maschine zu sperren und den Torpedo zu versenken, falls die Uyroskopsteuerung versagt, im Wesen dadurch gekenn- zeichnet, dass ('incs der, durch den Geradlaufregulator in hin-und hergehende Bewegung \ ersetzten Organe auf die Bewegung einer Schleife derart steuernd einwirkt, dan Schleife während dos Zeitintervalles, welches zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen der StouerHossc durch ihre Ruhelage verstreicht,
von einem in gleichförmige Bewegung vorsetzten Antriehsorgane in einer Richtung mitgenommen wird und in seine Anfangslage wieder zurückschnellt, wenn die Steuerflosse ihre Mittellage passiert, wobei die Grösse der Schleife derart bemessen ist, dass ein in dieselbe hineinragender Kurbelzapfen eines llahnhebels nicht heoinnusst wird, wenn diese Zeitintervalle ein gewisses Maximum nicht überschreiten. während im Gegenfalle die sich über diese Maximalzeitdauer nach einer Richtung hin fortbewegende Schleife den Kurbelzapfen mitnimmt und hiedurch den eine Druckluftleitung sperrenden Hahn öffnet, wodurch vermittelst der mechanischen Wirkung der Druckluft der Abzughebel in seine Verschlusstellung gebracht
EMI3.3
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.