AT8498B - Vorrichtung zum Arretieren und Versenken des Torpedos beim Versagen der Gyroskop-Steuerung. - Google Patents

Vorrichtung zum Arretieren und Versenken des Torpedos beim Versagen der Gyroskop-Steuerung.

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AT8498B
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Whitehead & Co
Albert Edward Jones
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  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum Arretieren und Versenken des Torpedos beim Versagen der Gyroskop-
Steuerung. 
 EMI1.1 
 
In beiliegender Zeichnung ist eine im Sinne der Erfindung   construierte Vorrichtung   dargestellt. 



   Fig. 1 zeigt einen durch die betreffende Torpedokammer geführte Querschnitt, durch 
 EMI1.2 
   Ist oin Theil dor   Fig. 4, bei   Hinweg)   passung eines ihn verdeckenden Theiles. nochmals dal gestellt. 



   Die Construction der Vorrichtung ist folgende :
Auf einem passenden Supporte a, welcher durch zwei durch die Löcher 38 und 39   greifenden Schrauben 5, 36 (Fig 1 und   4) an der Schotte befestigt ist, wird eine Führungs- hülse 3 getragen, in welchet ein cylindrischer oder prismatischer Bolzen 4 geführt ist : ein 
 EMI1.3 
 
Bolzen 9 schwingbar montierten Sectors 6 (Fig. 1 und 2), welcher in der Bogenmitte (bei 7) ein wenig eingedrückt ist (siehe Fig. 2). 



   Der in der Hülse 3 geführte Bolzen 4 wird durch eine Feder 5 (in Fig. 2'abgebrochen gezeichnet), welche einerseits an dem   Drebbotzen ss, andererseits   an einem, an dom Bolzen 4 befestigten und durch einen Schlitz der Führungshülse 3 nach aussen reichenden Stift 8 befestigt ist, gegen die Peripherie des Sectors 6 gedrückt und fällt demgemäss, wenn ) letzterer in schwingende Bewegung versetzt wird, immer dann in die an der Peripherie 
 EMI1.4 
 während des restlichen   Thei ! cs der Amplitude   des Sectors 6 durch die nicht eingedrückten Theile der Peripherie desselben nach vorwärts gedrängt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Sector 6 ist (siehe Fig. 1, 2 und insbesondere Fig. 4) durch eine Zugstange M und den doppelarmigen Hebel 11 mit der vom Gyroskopmotor bethätigten Steuerstange m zwangläufig verbunden und wird demnach mittelbar durch die alternativen Ausschläge des Gyroskops in pendelnde Bewegung versetzt.,
In der oberwähnten, am    äusseren'Ende   des Bolzens 4 sitzenden Coulisse 2 ist ein 
 EMI2.1 
 Rotation versetzt wird. 



   Der Schlitten   1,   dessen Abwärtsbewegung durch eine   Stellschranbc 14 genau   begrenzt 
 EMI2.2 
 stetig rotierende Zahnrad 13 erfasst wird. 



   Der Stegtheil des Schlittens 1 ist mit einer Ausnehmung 18 versehen, in welche der Kurbelzapfen   19,   einer   Hahnkurbel 2C eingreift,   deren Hahn 21 in eine von der Hauptluftleitung abzweigende Nebenluftleitung 22 eingeschaltet ist. 



   Der Hahn 21 ist, um eine leichte Bewegung desselben zu erzielen, in bekannter Weise als entlasteter Hahn construiert, so dass der Luftdruck nicht einseitig zur Wirkung gelangt. 



   Der Schlitz   18,   in weichen der Kurbelzapfen   19   eingreift, hat eine derartige Breitendimension, dass der Schlitten 1 die zum Ein- und Ausrücken in das Zahnrad 13 nötbige, 
 EMI2.3 
 



   Die Bemessnug der Länge des Schlittens 18 unterliegt gleichfalls einer bestimmten   Conatructionsbedingung,   worauf jedoch erst bei Besprechung der Function des Apparates zurückgekommen werden soll. 



   Die durch den Hahn 21 gesperrte Luftleitung 22 mündet an der Bodenseite eines geschlossenen Cylinders 23 (Fig. 1 und 4), in welchem ein   Kolbcn 24   geführt ist. der durch eine gelenkig montierte Kolbenstange 25 mit dem Abzughcbel n in Verbindung steht, welcher in bekannter Weise beim Lancieren des Torpedo aus der punktiert ge- 
 EMI2.4 
 der Kolben 24 an sein dem Cylinderboden zunächst liegendes Hubende gelangt ist, wohingegen die geschlossene (in Fig. 4 punktierte) Lage des   Abzughebels M der \or (leren End-   
 EMI2.5 
 horizontal stehenden Zapfen 26 vorsehen ist. 



   Dieser Zapfen 26 erfasst einen Stift 27, dessen Kopf in einem passend befestigten Augo   28 ruht uml desson unteres Ende durch einc   an der Vcntilspindol 29 angeordnete Öse 31 hindurchgreift. (Der Kopf des Stiftes 27 sowie das Auge 28 werden in Fig. 4 durch die Organe und 25 verdeckt, weshalb diese Theile in Fig. 6 gesondert dargestellt   sind).   
 EMI2.6 
   yolllioht,   und   hiedurch   das Ventil 32 öffnet. 



   Die Function der Vorrichtung ist folgende :   Hekanntlich vollführt   das von einem ordnungsmässig   functionierenden Gyroskope   bethätigte Soiionstouer, wenn es nicht vollkommen in der   Lancierebene   verbleibt, regelmässig schwingende Bewegungen, welche sich durch die früher erwähnte, zwangläufige Verbindung zwischen dem   Steuergestänge     Mt   und dem Sector 6 auf den letzteren übertragen, so dass auch dieser bei regulärem Functionieren des Gyroskops eine regelmässig pendelnde Bewegung   voli ieht, wenn   nicht der   oberwähntc     Fall eintritt, dass   das Steuer vollkommen genau in der Lancierebene verbleibt und das Torpedo sohin von der   Lancierrichtung überhaupt   nicht abweicht.

   

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   Infolge dieser regelmässig sich vollziehenden Schwingungen des Sectors 6 wird der in der Hülse 3 geführte Bolzen 4 während des Ausschlagens des Sectors 6 nach vorne gedrückt, im Momente aber, in welchem der Sector 6 seine Ruhelage passiert unter dem   Einflusse   der Feder 5 zurückweichen. 



   Die am Schlitten 1 angeordnete Verzahnung 12 wird demgemäss immer dann mit dem mit gleichbleibender Drehrichtung und gleicher Geschwindigkeit rotierenden Zahnrade 13 in Eingriff stehen, wenn der Bolzen 4 seine Vorderstellung einnimmt, und wieder ausser Eingriff 
 EMI3.1 
   ertheilton   Bewegung von einer entsprechend angeordneten Feder 15 gezogen wird, so wird er in dem Augenblicke, in welchem seine Verzahnung 12 ausser Eingriff mit dem Zahnrade   13   gelangt, entgegen seiner früheren Bewegungsrichtung nach rückwärts schnellen. 



   Aus dem Gesagten geht sohin hervor, dass der Schlitten 1 in jenen Zeitintervallen, welche zwischen zwei Durchgängen des Sectors 6 durch seine Ruhelage liegen, entgegen der Feder 15 im Sinne des Pfeiles 33 nach aufwärts gedrückt (siehe punktierte Lage in Fig. 1) und in jenem Augenblicke zurückgerissen werden wird. in welchem der Sector 6 seine Ruhelage passiert. 



   Die Länge des in dem Schlitten 1 angeordneten Schlitzes   1l   ist derart gewählt, dass er grösser ist als der bei ordnungsmässigem Functionieren des Gyroskops überhaupt mögliche Schlittenhub, so dass auch das Ende des Schlitzes 18 den Kurbelzapfen 19 insolange nicht erreichen wird, als die vorerwähnten Intervalle keine grössere Dauer haben als jene. welche bei dem Functionieren des Gyroskops überhaupt möglich ist. 



   Würde jedoch das Gyroskop nicht   funktionieren   und das Steuer dauernd in einer beliebigen Seitenlage verbleiben, wodurch dio Gefahr entstünde, dass der Torpedo in die eigene Schlachtlinie zurückkehrt, so würde auch der Schlitten 1 dauernd mit dem Zahn-   rädchen in Eingriff   verbleiben und hiedurch soweit vorgeschoben werden, dass der
Kurbelzapfen 19 von der Schmaiwand des Schlitzes 18 erfasst, mitgenommen und der Luft- 
 EMI3.2 
 wie früher erörtert, das Versenkungsventil 32 geöffnet und der   Torr'o   versenkt wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :     t.     Kino Vorrichtung, wekhe bezweckt, bei den mit   der   Obry'schen Ueradelauf\or-   richtung   vorschcnon Torpedos den   Zutritt der Luft zur Maschine zu sperren und den Torpedo zu versenken, falls die   Uyroskopsteuerung versagt,   im Wesen dadurch gekenn-   zeichnet, dass ('incs   der, durch den Geradlaufregulator in hin-und hergehende Bewegung \ ersetzten Organe auf die Bewegung einer Schleife derart steuernd einwirkt, dan Schleife während dos   Zeitintervalles,   welches zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen der   StouerHossc   durch ihre   Ruhelage   verstreicht,

   von einem in gleichförmige Bewegung vorsetzten Antriehsorgane in einer Richtung mitgenommen wird und in seine Anfangslage wieder zurückschnellt, wenn die Steuerflosse ihre Mittellage passiert, wobei die Grösse der Schleife derart bemessen ist, dass ein in dieselbe hineinragender Kurbelzapfen eines   llahnhebels   nicht   heoinnusst wird, wenn   diese Zeitintervalle ein gewisses Maximum nicht überschreiten. während im Gegenfalle die sich über diese Maximalzeitdauer nach einer Richtung hin fortbewegende Schleife den Kurbelzapfen   mitnimmt   und   hiedurch   den eine Druckluftleitung sperrenden Hahn öffnet, wodurch vermittelst der mechanischen Wirkung der Druckluft der Abzughebel in seine Verschlusstellung gebracht 
 EMI3.3 
 

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Claims (1)

  1. 2. Bei einer Vorrichtung der'sub 1 gekennzeichneten Art zum Zwecke der sub 1 gekennzeichneten Steuerung der Bewegung der den Hahnkurbelzapfen beeinflussenden Schleife die Einrichtung, dass das durch das Gyroskop beeinflusste Steuergestänge eine au der Schleife befestigte Zahnstange alternierend in und ausser Eingriff mit einem rotierenden Zahnrado bringt, wobei die betreffende Zahnstange während des Eingriffes in das Zahnrad entgegengesetzt der Wirkung einer Feder bewegt und im Momente der Ausrückung durch diese Feder in ihre Ruhelage zurückgeführt wird. <Desc/Clms Page number 4>
    3. Bei einer Vorrichtung der sub 1 gekennzeichneten Art die Einrichtung, dass der sub 1 gekennzeichnete Hahn eine zu einem Cylinder führende Druckluftleitung beherrscht und dass der Kolben dieses Cylinders mit dem Abzughaken des Torpedos und dem Ver- senknngsventile derart verbunden ist, dass der Abzughaken geschlossen und das Ver- senkungsventil geöffnet wird, wenn in den Cylinder Druckluft gelangt.
    4. Zum Zwecke des periodischen Ein-und Ausrückens der sub 2 gekennzeichneten Zahnstange in das, bezw. aus dem sub 2 gekennzeichneten Zahnrad die Einrichtung, dass die Zahnstange in einer Coulisse geführt ist, welche von einem, senkrecht zur Bewegungrichtung der Zahnstange geführten Bolzen getragen wird, der durch Federwirkung gegen die Peripherie eines in seiner Bogenmitte ausgebuchteten Sectors gedrückt wird, der mit dem Stouergcstänge derart verbunden ist, dass er mit diesem synchron schwingt.
AT8498D 1901-08-19 1901-08-19 Vorrichtung zum Arretieren und Versenken des Torpedos beim Versagen der Gyroskop-Steuerung. AT8498B (de)

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