DE284544C - - Google Patents

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DE284544C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-: JVe 284544 KLASSE 256. GRUPPE
JOHANN KRENMAYR in BRUGGER Schweiz.
Flecht- und Klöppelmaschine ohne Gangplatte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1913 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Flecht- und Klöppelmaschine ohne Gangplatte. Bei derselben sind im Gegensatz zu den bekannten derartigen Einrichtungen die Tellerräder mit winkligen Ausschnitten versehen, in welche sich die Klöppelachse entsprechenden Querschnittes einlegt.
Ferner ist die Verriegelungseinrichtung so geschaffen, daß die Anschlagsglieder im Winkel von i8o° zueinander und einseitig einer durch zwei Tellerachsen und den Klöppel gelegten Vertikalebene liegen. Hierdurch wird die neue Wirkung erzielt, daß der Klöppel gegen Drehung um seine Achse gesichert wird, ig ehe die Verstellung des Verriegelungsgliedes zur Verriegelung des Klöppels an dem anderen Teller erfolgt.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht zweier Kerzen mit einem Klöppel,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. i,
Fig· 3 eine Draufsicht auf Fig. i,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3. ■ ·
Fig. 5 einen Teil der Fig. 3 bei anderer Stellung der Teile,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 1, in größerem Maßstab dargestellt, und
Fig. 7 ein Verriegelungsglied, ebenfalls in größerem Maßstab dargestellt.
Es sind 1 und ia. zwei feststehende Kerzenachsen, um welche die ineinandergreifenden Zahnräder 2 und 2'1 drehbar gelagert sind. Mit diesen Zahnrädern 2 und 2a stehen die Teller 3 und 3" in starrer Verbindung. Diese Teller haben an ihrem Rande rechtwinklige Kerben 4 und 4", welche, wenn sie in der Mitte zwischen den beiden Tellern zusammentreffen, sich zu einem Vierkantloch gegenseitig ergänzen. Mit den Tellern 3 und 3" stehen in starrer Verbindung Umschaltscheiben 5 und 5a, welche an ihrem Umfang spitzwinklige Kerben 6, 6J besitzen. Es ist 7 der Klöppel, in welchen oben, wie bekannt, der Spulenträger, welcher nicht dargestellt ist, eingestellt wird. Zwischen zwei Bunden 8 und 9 ist die Klöppelachse 10 mit. einem Vierkantstück 11 versehen, das in seiner Größe dem Vierkantloche entspricht, welches durch zwei Einkerbungen 4 und 4" gebildet werden kann. Der Klöppel sitzt auf dem Rande eines Tellers, der zwischen die Bunde 8 und 9 eingreift, so daß er mit dem Vierkant 11 in eine Kerbe 4 oder 4" eingreift. In dem oberen Bund 9 und einem über ihm liegenden Bund 12 sind als Verriegelungsglieder zwei Zapfen 13 und 14 vertikal verschiebbar geführt. Federn 15 haben das Bestreben, diese Zapfen stets nach unten zu drücken. In dem Klöppel 7 ist ein Verriegelungsmechanismus horizontal verschiebbar angeordnet. Dieser besitzt zwei horizontale Stangen 16, an deren Enden vertikale Platten 17 festsitzen. Diese vertikalen Platten 17 haben unten, wie besonders aus Fig. 6 und 7 ersichtlich ist, Haken 18 mit schräg anlaufenden Bahnen, welche unter entsprechende Nasen 19 der Zapfen 13 und 14 lose greifen. Hierdurch wird bei Verschie-
bung dieses Verriegelungsmechanismus gleichzeitig der eine Zapfen gehoben und der an-. dere gesenkt, was bei einer anderen Gattung von Klöppelverriegelungen bereits bekannt ist. Es ist aber bei vorliegender Erfindung den Haken 18 so viel Spiel gegeben, daß die Zapfen 13 und 14 nicht in starrer Bewegungsverbindung mit dem Verriegelungsmechanismus stehen, sondern in nachgiebiger und durch die Federn 15 elastischer. An den Platten 17 sind Anschläge 20 fest, welche, wie Fig. 3 erkennen läßt, einseitig an der Verriegelungsvorrichtung sitzen und auf derselben Seite der vertikalen Ebene, welche man durch die Kerzenachsen 1 und xa und den Klöppel 7 legt. Auf der anderen Seite dieser Ebene liegen keine Anschläge. Die Teller 3 und 3'' haben noch Verriegelungslöcher 21, 21'7, in welche die Zapfen 13 oder 14 eingreifen können.
Die Arbeitsweise dieser Klöppelverriegelung ist folgende.
Angenommen der Klöppel sitzt auf dem Rande der Scheibe 3, und die Teller 3 und 3" drehen sich in Pfeilrichtung der Fig. 3. Der Klöppel soll nun von der Scheibe 3 auf die Scheibe 3J wandern. Ehe er in die Mitte zwischen die Achsen 1 und ia kommt, und zwar in der Stellung, in welcher er in Fig. 5 dargestellt ist, legt sich eine Kerbe des Tellers 3'T an den Vierkant 11, so daß dieser Vierkant 11, wie Fig. 2 zeigt, gegen ungewollte Drehung zunächst gesichert wird. Bei der Überführung eines Klöppels von einem Teller zum andern ist nämlich bei allen Maschinen niemals zu verhüten, daß während eines ganz kurzen Augenblickes der Klöppel weder an dem einen noch an dem anderen Teller gehalten ist. Es kann vorkommen, daß gerade während dieses Augenblickes der Klöppel ζ. B. durch Fadenzug ungewollt gedreht wird, wodurch dann ein Weiterwandern des Klöppels unmöglich gemacht wird. Bei vorliegender Erfindung wird nun, wie oben angegeben, erreicht, daß der Klöppel gegen Drehung-gesichert ist, ehe der Augenblick eintritt, wo er von dem einen Teller zum andern wandert. Bei der Weiterdrehung der beiden Teller 3 und 3Λ stößt der Randteil χ der Umschaltscheibe 5ci gegen den Anschlag 20 und schiebt so den Verriegelungsmechanismus 16, 17 dem Teller 3 zu, was zur Folge hat, daß der eine Zapfen aus dem Loche 21 des Tellers 3 herausgezogen und der andere Zapfen in das Loch 2ia des Tellers 311 eingesteckt wird, wodurch die Verriegelung des Klöppels mit dem Teller 3" erfolgt ist. Der andere Anschlag 20 trat hierbei in eine Kerbe 6 der Umschaltscheibe 5 ein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Flecht- und Klöppelmaschine ohne Gangplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellerräder (3, 3") mit winkligen Ausschnitten (4, 4") versehen sind, in welche sich die Klöppelachse entsprechenden Querschnittes (11) einlegt, und daß die Verriegelungseinrichtung so beschaffen ist, daß die Anschlagglieder (20) im Winkel von 180° zueinander und einseitig einer durch zwei Tellerachsen und den Klöppel gelegenen Vertikalebene liegen.
    Hierzu 1 Rhut Zeichnungen.
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