DE284232C - - Google Patents

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DE284232C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/48Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
    • C07D215/50Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4
    • C07D215/52Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4 with aryl radicals attached in position 2

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 284232 -KLASSE 12p. GRUPPE
in BERLIN.
In der bisherigen Literatur über die therapeutisch wichtige 2 - Phenylchinolin - 4 - carbonsäure ist stets zum Ausdruck gebracht, daß die Anwesenheit einer Phenylgruppe in Stellung 2 des Pyridinkerns der Chinolin-4-carbonsäure zur Auslösung der Wirkung auf den Purinstoffwechsel eine Bedingung ist, und daß in derselben Stellung befindliche Alkylgruppen in dieser Hinsicht ohne Wirkung sind.
Es wurde nun gefunden, daß auch die Naphtylgruppe eine besondere Wirkung auf die Harnsäureausscheidung hat. Das Verfahren besteht darin, daß man entweder Isatin oder Methylisatin mit Acetonaphtonen oder deren Kernsubstitutionsprodukten in alkalischer Lösung oder Anilin oder dessen Derivate mit Brenztraubensäure und Naphtaldehyden kondensiert. Im Gegensatz zur 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure wird nach Einnahme der betreffenden 2-Naphtylchinolin-4-carbonsäure bei stark vermehrter Harnsäureausscheidung ein klarer Urin entleert.
Beispiele:
i. 80 g Isatin werden in 500 g Alkohol und 300 g 33 prozentiger Kalilauge gelöst und mit 90 g α-Acetonaphton ein'ge Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Nach Abdestillieren des Alkohols wird die Lösung mit verdünnter Salzsäure neutralisiert, wobei das Reaktionsprodukt ausfällt. Das aus Natriumcarbonatlösung umgefällte Produkt wird aus verdünntem Alkohol umkristallisiert. Die erhaltene 2 · i'-Naphtylchinolin-4-carbonsäure kristallisiert in gelbroten Nadeln vom Schmelzpunkt 198 ° und ist in Benzol und Essigester unlöslich, leicht löslich in absolutem Alkohol.
2. 40 g Isatin werden in 300 g Alkohol und 150 g 33 prozentiger Kalilauge gelöst und mit 45 g ß-Acetonaphton auf dem Wasserbad einige Stunden erwärmt. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie im Beispiel 1. Die erhaltene 2 · 2'-Naphtylchinolin-4-carbonsäure fällt aus 5oprozentigem Alkohol in gelben Kristallen aus, die bei 234° schmelzen. Sie ist in Aikohol, Essigester und verdünnten Alkalien leicht löslich, unlöslich in Benzol.
Man kann auch das nach der Vorschrift von Stobbe und Lenzner (Annalen der Chemie Bd. 380 [1911], S. 95) erhaltene Gemisch von a- und ß-Acetonaphtonen zur Kondensation benutzen. Das erhaltene Gemisch der in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen i 2-Naphtylchinolin-4-carbonsäuren läßt sich aus verdünntem Alkohol Umkristallisieren.
3. 40 g 5-Methylisatin werden in 300 g Alkohol und 40 g 33prozentiger Kalilauge mit 45 g ß-Acetonaphton einige Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Die weitere Verarbeitung geschieht nach den Beispielen 1 und 2. Die erhaltene 6 - Methyl - 2 · 2'- Naphtylchinolin - 4 - carbonsäure ist in Alkohol und Essigester löslich, in Äther und Benzol unlöslich und schmilzt bei 249 °.
4. 15 g Isatin werden in 50 g Alkohol und 60 g 33 prozentiger Kalilauge gelöst und mit
jf
19g 2-Acetyl-poxynaphtalin (vgl. Ber. 28 [1895],
S. 1946/47; Jo [1897], S. 1466) erwärmt. Die weitere Verarbeitung geschieht nach Beispiel 1. Die so erhaltene 2 · i'-Oxynaphtylchinolin-4-carbonsäure
■-'// COOH
löst sich in Alkohol, Äther, Essigester und Benzol. Sie schmilzt bei 295 °.
In den Beispielen 1 bis 4 kann der Alkohol fortgelassen werden.
5. 18 g Anilin werden mit 30 g a-Naphtaldehyd in alkoholischer Lösung auf dem Wasserbad erwärmt. Sodann werden allmählich zu der siedenden Lösung 16 g Brenztraubensäure, gegebenenfalls in alkoholischer Lösung, zugegeben und das Kochen einige Zeit fortgesetzt.
Nach dem Abdestillieren des Alkohols wird der Rückstand mit verdünnter Natriumcarbonatlösung aufgenommen und mit Säure neutralisiert. Die Eigenschaften der erhaltenen 2 · i'-Naphtylchinolin-4-carbonsäure sind im Beispiel 1 beschrieben.
6. 20 g p-Toluidin werden mit 30 g ß-Naphtaldehyd in alkoholischer Lösung auf dem Wasserbad erwärmt. Zur siedenden Lösung fließen allmählich 30 g Brenztraubensäure, am besten in alkoholischer Lösung. Das Kochen wird noch einige Zeit fortgesetzt. Der nach dem Verdampfen des Alkohols erhaltene Rückstand wird aus verdünnter Sodalösung mit Säure ausgefällt und umkristallisiert. Die erhaltene Säure entspricht in ihren Eigenschaften der im Beispiel 3 beschriebenen 6-Methyl-2 · 2'-Naphtylchinolin-4-carbonsäure.
Die in den Beispielen 5 und 6 beschriebenen Methoden können auch dahin abgeändert werden, daß die Brenztraubensäure bei gewohnlicher Temperatur zur alkoholischen Naphtylidenanilinlösung gegeben und dann gekocht wird, oder daß das betreffende Amin zu der alkoholischen Lösung der beiden anderen Komponenten gegeben wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von 2-Naphtylchinolin-4-carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man Isatin oder Methylisatin in alkalischer Lösung mit Acetonaphtonen oder deren Kernsubstitutionsprodukten bzw. Anilin oder dessen Derivate mit Naphtaldehyden und Brenztraubensäure kondensiert.
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