DE640697C - Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-Aminophenylarsinsaeure - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-AminophenylarsinsaeureInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/66—Arsenic compounds
- C07F9/70—Organo-arsenic compounds
- C07F9/74—Aromatic compounds
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
Description
Es wurde gefunden, daß man zu therapeutisch besonders wertvollen Verbindungen
gelangt, wenn man p-Aminophenylarsinsäure oder deren Salze mit Dihydroresorcin oder
seine in 4- oder 5-Stellung die verschiedensten Kohlenwasserstoffreste tragenden Derivate
umsetzt. Diese Umsetzung kann man durch bloßes Erhitzen der Umsetzungsteilnehmer
bewirken, doch ist es bei der großen Wärmeempfindlichkeit des Dihydroresorcins und seiner Derivate im allgemeinen vorteilhafter,
die Umsetzung in einem Lösungsmittel, wie z. B. Wasser, vor sich gehen zu lassen.
Die neuen Verbindungen sind beständig. Ihre Löslichkeit in Wasser und Alkohol ist
etwas größer als diejenige der p-Aminophenylarsinsäure. Die Alkalisalze sind in Wasser leicht löslich. Die N-Cyclohexenonylaminophenylarsinsäuren
wirken stark auf Trypanosomen. Ihre überlegene Wirkung tritt sowohl bei peroraler als auch bei intravenöser
Anwendung in Erscheinung, so daß ζ. B. die nicht substituierte Cyclohexenonylaminophenylarsinsäure
bei intravenöser Anwendung einen wesentlich günstigeren therapeutischen Index an der mit Trypanosomen
infizierten Maus besitzt als p-Aminophenylarsinsäure; dasselbe gilt bei peroraler
Verabreichung im Vergleich zu m-Acetylamino-p-oxyphenylarsinsäure.
Die neuen Verbindungen sollen als Arzneimittel Verwendung finden.
In 5000 Gewichtsteilen siedendem Wasser löst man 112" Gewichtsteile Dihydroresorcin
" und gibt sofort unter Rühren 217 Gewichtsteile fein gepulverte p-Aminophenylarsinsäure
hinzu. Nach kurzer Zeit entsteht eine klare Losung, die man 3 Stunden im Sieden hält.
Allmählich scheidet sich Cyclohexenonylaminophenylarsinsäure aus, die man nach
mehrstündigem Stehen in der Kälte abnitriert, auswäscht und trocknet. Das Produkt
ist nahezu rein.
N-Cyclohexen (i)-on (3)-yl (i)-aminophenylarsinsäure
bildet blaßgelbe Blättchen vom Schmelzpunkt 248°, die in Alkohol und
in Wasser ziemlich schwer, jedoch deutlich leichter löslich sind als p-Aminophenylarsinsäure.
Ihre Alkalisalze sind in Wasser leicht löslich; das Natriumsalz kristallisiert mit
5 Mol Wasser. Die Ausbeute beträgt 92% der Theorie.
261 Gewichtsteile wasserfreies p-aminophenylarsinsaures
Natrium werden in 2500 Teilen Wasser gelöst, 140 Gewichtsteile 5, 5-Dimethyldihydroresorcin eingetragen und So
ι Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten werden 370 Gewichtsteile io°/0ige Salzsäure
zugegeben, wonach langsam 5,5-Dimethyl
cyclohexenonyl aminophenyl arsinsäure in blaßgelben Blättchen ausfällt. Nach Kristallisation
aus Alkohol schmilzt die Verbin-
dung bei 2090; sie ist in Wasser ziemlich schwer, in heißem Alkohol leicht löslich. Ihre
Alkalisalze sind in Wasser leicht löslich; das· Natriumsalz kristallisiert mit 2 Mol Wasser,
Die Ausbeute beträgt 94% der Theorie. ,.. ;,
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In eine Lösung von 188 Gewichtsteilen 5-Phenyldihydroresorcin in 800 Gewichtsteilen absolutem Alkohol werden 217 Gewichtsteile
p-Aminophenylarsinsäure eingetragen und unter dauerndem Rühren im Sieden gehalten, bis alles gelöst ist. Anschließend
wird im Vakuum der Alkohol abgetrieben und der feste Rückstand in 1000 Gewichtsteilen
einer 4°/0igen Natronlauge gelöst. Man klärt durch Filtration und stellt dann mit verdünnter
Salzsäure ganz schwach kongosauer. Beim Stehen fällt 5-Phenylcyclohexenonylaminophenylarsinsäure
in Form hellgelber Blättchen vom Schmelzpunkt 2640 aus. Die Verbindung
ist in Wasser und in Alkohol schwer löslich, ihre Alkalisalze sind in Wasser ziemlich
leicht löslich. Die Ausbeute beträgt
2S 82 °/o der Theorie.
202 Gewichtsteile 4-Benzyldihydroresorcin (dargestellt nach dem Verfahren des Patents
621 915, Beispiel 6) und 217 Gewichtsteile
p-Aminophenylarsinsäure werden sorgfältig gemischt und dann unter Luftabschluß 2 Stunden auf 130 bis igo° erhitzt. Nach dem
Erkalten wird mit 1000 Gewichtsteilen 2°/oigem Ammoniak verrührt, vom Ungelösten
abnitriert und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure ganz schwach kongosauer gestellt.
-Nach einigem Stehen fällt 4-Benzylcyclohexenonylaminophenylarsinsäure
aus. Durch Kristallisation aus verdünntem Alkohol erhält £$p£:-Üie Verbindung als fast farblose
i^ Schmelzpunkt 205°, die in ^assjj|^^:ch schwer, in heißem Alkohol
!,'Seicht- iösmfjir sind. Ihre Alkalisalze sind in
Wasser feicht löslich. Die Ausbeute beträgt 60 °/0 der Theorie.
261 Gewichtsteile wasserfreies p-aminophenylarsinsaures
Natrium werden in 3200 Gewichtsteilen Methylalkohol gelöst und nach Zugabe von 112 Gewichtsteilen Dihydroresorcin
4 Stunden am Rückfluß gekocht. Darauf wird der Methylalkohol abdestilliert, der Rest im Vakuum entfernt und der Rückstand
in 500 Teilen Wasser aufgenommen. Vom Ungelösten wird abfiltriert und das Filtrat mit Essigsäure angesäuert. Man erhält
die Cyclohexenonylaminophenylarsinsäure, deren Eigenschaften im Beispiel 1 beschrieben
sind. Die Ausbeute beträgt 870Z0
der Theorie.
Claims (1)
- Patentanspruch :Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-Aminophenylarsinsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man p-Aminophenylarsinsäure oder deren Salze und Dihydroresorcin bzw. seine in 4- oder 5-Stellung durch Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste substituierten Derivate gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln in der Wärme aufeinander einwirken läßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144768D DE640697C (de) | 1935-08-25 | 1935-08-25 | Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-Aminophenylarsinsaeure |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144768D DE640697C (de) | 1935-08-25 | 1935-08-25 | Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-Aminophenylarsinsaeure |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640697C true DE640697C (de) | 1937-01-15 |
Family
ID=7179514
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH144768D Expired DE640697C (de) | 1935-08-25 | 1935-08-25 | Verfahren zur Darstellung von Derivaten der p-Aminophenylarsinsaeure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640697C (de) |
-
1935
- 1935-08-25 DE DEH144768D patent/DE640697C/de not_active Expired
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