DE748802C - Verfahren zur Darstellung von 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeurenInfo
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- DE748802C DE748802C DEB188181D DEB0188181D DE748802C DE 748802 C DE748802 C DE 748802C DE B188181 D DEB188181 D DE B188181D DE B0188181 D DEB0188181 D DE B0188181D DE 748802 C DE748802 C DE 748802C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
- C07C309/01—Sulfonic acids
- C07C309/28—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
- C07C309/45—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
- C07C309/47—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system
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Description
- Verfahren zur Darstellun-, von 2-Arninonaphthalin-8-sulfonsäuren Im Gegensatz zur 1, 4, 7-Naphthylamindisulfonsäure liefert die 1, 4, 6-Naphthylamindisulfonsäure bei vorsichtiger Verschmel-' zung mit Alkali --ganz vorwiegend die i-Amino-6-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und nicht die entsprechende Dioxysäure.
- Die i-Amino-6-oxynaphthalin-4-sulfonsäure hat bisher keine technische Verwendung gefunden; sie bildet jedoch das Ausgangsinaterial für andere Zwischenprodukte, die für die Farbstoffsynthese von Wert sind.
- Von besonderem Interesse ist die überraschende Tatsache, daß sich beim Erwärmen mit Ammoniumsulfit (bzw. Bisulfit und Ammoniak) ein Austausch der bei-den auxochr#men Gruppen vollzieht, mit dem Ergebnis, daß sich als Endprodukt die 2-Amino-,5-oxynapht-ha-Iin-8-sulfonsäure bildet, die vor allem durch die Klarheit der aus ihr erhältlichen Azofarbstoffe ausgezeichnet ist und in dieser Beziehung die durch die Alkalischmelze der 1, 4, 7-Naphthylamindisulfonsäure erhältliche 2-Amino-8-oxY-5-Sulfonsäure bei weitem übertrifft.
- Erhitzt man die i-Amino-6-oxynaphthalin-4-sulfonsäure mit Ammoniumsufit und überschüssigein Ammoniak auf etwa i5o', so erhält man die i, 6-Diaminonaphthalin-4-sulfonsäure, während beim Kochen mit viel Bisulfit die :2, 5-Dioxynaphthalin-S-sulfonsäure erhalten wird, die unter den gleichen Reaktionsbedingungen auch aus der 2-Aniino-5-oxynaphthalin-S-sulfonsäure entsteht.
- Läßt man auf die beiden isomeren Aminonaphtholsulfonsäuren oder auf die ihnen entsprechende obenerwähnte Dioxysäure Bisulfit in Gegenwart aromatischer Monoamine einwirken, so bilden sich einheitliche:2-Arylido-5-oxy-8-sulfonsäuren, indem unter den genannten Bedingungen lediglich die zur Sulfogruppe in der i, 7-Stellung befindliche auxochrome Gruppe, über den entsprechenden Schwefligsäureester, zur Arylidogruppe-führt, während die zur Sulfogruppe p-ständige auxochrome Gruppe bzw. die unter der Einwirkung des Bisulfits entstehende Schwefligsäureestergruppe mit dem aromatischen Amin nicht zu reagieren vermag.
- Aliphatische Amine weisen denigegenüber ein dem Ammoniak ähnliches Verhalten auf, indem sie je nach den Reaktionsbedingungen zu Monoalkylderivaten oder zu Dialkyldiamincr#,erbindungen führen.
- Den aliphatischen Aminen analog verhalten sich bekanntlich die aromatischen p-Diamine, die gemäß. der Patentschrift 451 98o auch mit p-ständigen Schwefligsäureestergruppen die entsprechenden p-Aminoarylidoverbindungen liefern.
- -- Beispiel 1 :250 g 1, 6, 4-Aminonaplitholsulfonsäure werden mit 500ccm Animoniaklösung (etwa 3,4111,ig) und 5oo ccm Bisulfitlösung voll 38 bis 4o' B# 20 bis 24 Stunden am Rückflußkühler erhitzt. Man kocht das Reaktionsprodukt mit überschüssiger Kalkmilch, um den entstandenen Schwefligsäureester zu verseifen, und säuert, nach dein Filtrieren und Auswaschen, mit Salzsäure an, um die schweflige Säure zu vertreiben. Beim E-rkalten scheidet sich die :2, 5, S-Aminonaphtholsulfonsäure mit guter Ausbeute in kristallinischer Form aus.
- Beispiel :2 ioo g 1, 6, 4-Aminonaphtholsulfonsäure werden mit iooo ccm Ammoniaklösung (etwa 3e4'/,i,-) und .25occm BisulfitlösungvOn 38 bis 40' B# 24 Stunden auf 125' erhitzt. Rascher verläuft die Reaktion, wenn man die Temperatur bis auf etwa i4o bis i.5o' steilyert. Nach dem Aufarbeiten in üblicher Weise (alkalisch und sauer) scheidet sich die Diaminosäure in nadelförmigen Kristallen ab. Beispiel 3 250 g 1, 6, -1-Aminonaplitholsulionsäure werden mit 1,251 Bisulfitlösung von 38 bis 4o' B# und i5o p-Toluidin am Rückflußkühler erhitzt. Die :2, 5, 8-p-Tolylai-ninoliaplitholsulfonsäure scheidet sich, vermischt mit p-Toluidin, als allmählich erstarrendes Ül ab und wird von der Mutterlauge getrennt, die für die nächste Operation wieder verwendet werden kann. Das Kondensationsprodukt ist in Aceton auffällig leicht löslich. Nach dein Abtrennen von p-Toluidin bildet es ein zieinlieh schwer lösliches Natriumsalz.
- Beispiel 4 i5o 1, 6, l#-Ai-ninonaplitholstilfoiisätire werden mit 7oo ccin Bisulfitlösung von 38 bis 40#--' B#, 300ccm Wasser und i5og p-Phenylendiamin im kochenden Wasserbad erhitzt. Nach 5ostündigem Erhitzen erhält man beim Abkühlen einen rötlich gefärbten halbfesten Niederschlag, der, in Alkali gelhst und mit Salzsäure äusgefällt, das in Wasser sehr schwer lösliche Kondensationsprodukt liefert. Vermutlich enthält es :2 p-Phenylendiaiiiiiireste, und zwar in der :2- und in der 5-Stellung. Seine Konstitution entspricht vermiltlieh der Formel:
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-Z> naplitlialin-8-sulfonsäuren, die in 5-Stellung durch eine Oxyd oder eine Atuinoe gruppe substituiert sind, dadurch gekennz21 zeichnet, daß man die i-Amino-6-oxynaplithalin-,:17sulfonsäure mit Ammoniumbisulfit, gegebenenfalls in Gegenwart von freiem Ainnioniak oder aliphatiscliun oder aromatischen Aminen, auf etwa ioo bis 1250 erhitzt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenel standes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden. 23
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB188181D DE748802C (de) | 1939-07-29 | 1939-07-29 | Verfahren zur Darstellung von 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeuren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB188181D DE748802C (de) | 1939-07-29 | 1939-07-29 | Verfahren zur Darstellung von 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeuren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE748802C true DE748802C (de) | 1944-11-24 |
Family
ID=7010612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB188181D Expired DE748802C (de) | 1939-07-29 | 1939-07-29 | Verfahren zur Darstellung von 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsaeuren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE748802C (de) |
-
1939
- 1939-07-29 DE DEB188181D patent/DE748802C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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