DE2828C - Rangirbremse für Eisenbahnwagen - Google Patents

Rangirbremse für Eisenbahnwagen

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F. W. eichholz, Eisenbahn-Maschinenmeister, in Posen
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H9/00Brakes characterised by, or modified for, their application to special railway systems or purposes
    • B61H9/003Brakes characterised by, or modified for, their application to special railway systems or purposes for shunting operation or for narrow gauge trains

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Handcart (AREA)

Description

1S78.
Klasse 20.
F. W. EICHHOLZ in POSEN. Rangirbremse für Eisenbahnwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. März 1878 ab.
Neben den Innenseiten der Räder einer Axe des, Eisenbahnwagens befinden sich die beiden aus Holz oder anderem Materiale hergestellten ungleicharmigen Hebel abc und a' b ' c'. Die Drehzapfen b b' der Hebel sind am Wagengestell befestigt. Die längeren Hebelarme sind in die beiden auf die Zugstange ggl aufgenieteten Oesen //' gesteckt. Die Zugstange selbst ist mittelst vier Schleifen </, ^1 ex dl an das Wagengestell gehängt, in diesem aber der Längsrichtung nach beiderseits verschiebbar. Wird die Zugstange am Ende g erfafst und aus dem Wagen herausgezogen, so drückt der Hebel a1 b1 cl mit seinem kurzen Ende gegen das nebenbefindliche Rad und übt, falls der Wagen in Bewegung ist, eine Bremswirkung aus. Diese Bremswirkung kann durch einen am Wagengestell befindlichen Hebel ikl verstärkt werden, der zu diesem Zweck aus seinem Ruhehaken m herausgehoben, mit dem Stift k in eines der in der Zugstange passend angebrachten Löcher gesteckt und an seinem Griff nach auswärts gezogen wird. Nach dem Gebrauch wird der Hebel wieder in den Haken gelegt und die Zugstange zur Mittellage geschoben, worin sie durch gewisse Einschnitte festgehalten wird, damit die Bremshebel nicht an die Räder anstreifen.
An der andern Wagenseite ist ein gleicher Hebel i1 kHl, der gebraucht wird, wenn der Bremser sich dort befindet.
Aenderungen in der Form einzelner Constructionstheile bleiben vorbehalten.
Diese Hand-Rangirbremse soll die jetzt an den meisten Eisenbahnwagen fehlende Hemmeinrichtung ersetzen, damit auch diese Wagen einzeln mit Sicherheit durch Abstofs oder Ablauf rangirt werden können.
Durch ihre Anwendung können folgende Vortheile erreicht werden:
ι. Der damit versehene Wagen braucht nicht, wie bei der Bockbremse, behufs der Hemmung bestiegen zu werden.
2. Die Bedienung ist einfach und gefahrlos.
3. Der in aufrechter Haltung neben dem Wagen gehende Bremser kann das anliegende Geleise und den Anstofs gegen andere Wagen deutlich beobachten.
4. Der Bremser kann nach Ermessen den Lauf des Wagens mäfsigen und ihn stillstellen.
5. Die wegen zu heftigen Anstofses der Wagen gegeneinander häufig erfolgenden Defecte werden vermieden.
6. Der Bremser kann nach Bedienung der Bremse das Kuppeln der Wagen schneller besorgen als von der Bockbremse.
7. Ueberhaupt wird das Rangirgeschäft erleichtert und beschleunigt.
Von anderen Handbremsen unterscheidet sich die beschriebene Einrichtung darin, dafs
a) die Bremswirkung auf die Innenseite der Räder ausgeübt wird;
b) die von einer Person geübte Kraft durch eine eigenthümliche Hebelcombination zu starkem Bremsdrucke verstärkt wird, welcher auch bei einiger Abnutzung der Bremsmittel wirksam genug bleibt;
c) die Bedienung von beiden Wagenseiten und in demselben Sinne erfolgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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