DE455652C - Windschutzbremse fuer Krananlagen - Google Patents

Windschutzbremse fuer Krananlagen

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DE455652C
DE455652C DEM94908A DEM0094908A DE455652C DE 455652 C DE455652 C DE 455652C DE M94908 A DEM94908 A DE M94908A DE M0094908 A DEM0094908 A DE M0094908A DE 455652 C DE455652 C DE 455652C
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Beck & Henkel Maschb AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C9/00Travelling gear incorporated in or fitted to trolleys or cranes
    • B66C9/18Travelling gear incorporated in or fitted to trolleys or cranes with means for locking trolleys or cranes to runways or tracks to prevent inadvertent movements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

Bei großen Krananlagen, wie sie besonders häufig in Häfen vorhanden sind, besteht die Gefahr, daß der ganze Kran, der eine große Angriffsfläche für den Wind besitzt, durch einen Sturm in Bewegung gesetzt werden kann, wenn er von der Bedienungsmannschaft verlassen ist. Es ist auch, wie die Erfahrung zeigt, im allgemeinen unzweckmäßig, daß der Kran beim Einsetzen eines
ίο Sturmes in Betrieb bleibt, und da der Kranwärter meist nicht übersehen kann, wann der Winddruck dem Kran gefährlich wird, so ist es zweckmäßig, die Krananlagen selbsttätig still zu setzen und den Kranwärter auf die Gefahr hinzuweisen, sobald die Wind stärke ein bestimmtes Maß überschreitet. Ist der Kran nicht mehr unter Aufsicht und nicht hinreichend abgebremst, so kann es vorkommen, daß er beispielsweise über eine Kaimauer abstürzt oder durch Auffahren auf ein Hindernis selbst Schaden nimmt oder andere Gegenstände beschädigt. Es sind bereits Einrichtungen bekannt, mit denen ein solcher Kran bei eintretendem Winde zum Stillstand gebracht werden soll, doch wirken diese Einrichtungen in vielen Fällen schon dann, wenn kurze aber kräftige Windstöße auftreten. Da letztere im allgemeinen dem Kran nicht gefährlich sind, so wirkt es in solchen Fällen sehr störend, wenn der Kran stillgesetzt wird. Zur Auslösung der Bremswirkung benatzt man bei solchen Anlagen auch schon eine Windturbine.
Die Erfindung ist nun eine Windschutzbremse für Krananlagen, bei der unter Verwendung einer Windturbine dafür Sorge getragen wird, daß der Kran nur dann zum Stillstand kommt, wenn ein kräftiger Wind anhaltend weht, so daß er also dem Kran gefährlich werden könnte. Das grundlegende Merkmal der Erfindung Hegt darin, daß in die bekanntermaßen von der Windturbine zur Fahrwerksbremse führenden Kraftübertragungsmittel ein totes Spiel eingeschaltet ist, das ein Anziehen der Bremse auch bei starken, aber kurzen Windstößen verhütet. Es kann dabei die Windturbine mit einer Seiltrommel in Verbindung stehen, an der ein Gewicht aufgehängt ist, das erst bei einer bestimmten Hubhöhe auf ein Gestänge einwirkt, oder es ist auch angängig, als Übertragungsmittel zwischen Windturbine und Bremse eine an sich bekannte Wandermutter zu verwenden, die einen erheblichen toten Gang besitzt.
In der Zeichnung ist eine derartige Windschutzbremse für Krananlagen in einer Ausführungsform beispielsweise schematisch veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die ganze Anordnung bei gelösten Bremsbacken; in Abb. 2 ist die gleiche Einrichtung bei angezogener Bremse dargestellt.
Je nach den Abmessungen des Kranes wird bei einer bestimmten Windstärke die Gefahr bestehen, daß der Sturm den inneren Fahrwiderstand des Kranes überwindet und letzteren auf den Gleisen verschiebt. Es ist nun
an geeigneter Stelle des Kranes eine Windturbine« angebracht, die sich erst in Drehung setzt, wenn die eben erwähnte Windstärke eintritt. Die Turbine steht durch Räder b und c mit einer Seiltrommel d in Verbindung, über die ein Seile läuft, das durch ein entsprechend schweres Gewicht/ belastet ist. Die Übersetzungsverhältnisse sind so gewählt, daß die Turbine das Gewicht / langsam ίο von der Unterlage abhebt, wenn ein entsprechend starker Wind längere Zeit hindurchweht. In genügend angehobenem Zustand wirkt das Gewicht auf eine an sich bekannte Auslösevorrichtung für die Bremse ein. In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel greift das Gewicht/ unter einen ebenfalls gewichtsbelasteten, um den Punkt g4 drehbaren zweiarmigen Hebel h, der im Ruhezustand mit seinem kurzen Schenkel an dem Anschlag i anliegt und mit seiner nach oben umklappbaren Nase/e unter einen durch das Gewicht/ belasteten, um den Bolzentn drehbaren Arm/z greift. Dieser ist durch das Gestänge 0 mit den Bremshebeln ρ verbunden, deren Klötze sich gegen die Bremsscheibe q legen können, die ihrerseits in bekannter Weise auf das Fahrwerk des Kranes einwirkt. Die erwähnten Teile nehmen die Stellung1 nach Abb. 1 ein, solange kein Wind von· gefährlicher Stärke auftritt. Entstehen Windböen, wie sie besonders bei Hafenanlagen häufig sind, so ist es im allgemeinen nicht erforderlich, daß die Bremse festgestellt wird, da die Kraft der kurzen Windstöße nicht ausreicht, um den Kran zu bewegen. Das Windrad wird zwar auch dann in Bewegung gesetzt, das Gewicht/ hebt sich, es kommt aber wegen der Kürze der Windstöße nicht an den Hebel h heran, kann also die Bremse nicht auslösen und senkt sich sofort nach Aufhören des Windstoßes auf seine Unterlage zurück. Weht dagegen ein ständiger starker Wind, so hebt die gleichmäßig umlaufende Windturbine das Gewicht so weit hoch, daß es, wie Abb. 2 zeigt, den Hebelh mitnimmt. Dieser schließt kurz vor Erreichung seiner Höchststellung zweckmäßig einen in der Zeichnung nicht dargestellten Stromkreis, an den eine am Führerstand vorgesehene Alarmvorrichtung (Läutewerk o. dgl.) angeschlossen ist. Hierdurch soll der Kranführer darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Windstärke ein für den Kran gefährliches Maß angenommen hat und daß es daher zweck mäßig ist, die Krananlage stillzusetzen. Kurz darauf gibt dann die Nasefe das Gewicht/ frei, dieses sinkt aus der Stellung nach Abb. 1 in die Lage gemäß Abb. 2, iind die Bremse wird angezogen. Um ein zu schnelles Anlegen der Bremsbacken an die Bremsscheibe zu verhüten, ist zweckmäßig noch ein Luftpuffer r vorgesehen. Ist auf diese Weise der Kran zum Stillstand gebracht, während noch eine Last an ihm hängt, die nicht in der Schwebe bleiben darf, so ist dafür gesorgt, daß der Kranführer die Bremse für kurze Zeit anlüften und die Last absetzen kann. Wenn durch geeignete Bremseinrichtungen im Hubwerk des Kranes dafür gesorgt ist, daß "auch beim Ausbleiben des Stromes die Last nicht selbsttätig sinken kann, so ist es zweckmäßig, mit der Windschuitzbremse einen Schalter zu verbinden, der den Kranstrom ausschaltet, sobald die Windschutzbremse in Tätigkeit tritt. Diesen Schalter kann der Kranführer von Hand wieder einlegen, wenn sich, wie oben, erwähnt, die Notwendigkeit herausstellt, nach erfolgter Bremsung den Kran für kurze Zeit wieder in Betrieb zu setzen.
Die Übertragungsglieder von der Windturbine auf die Bremsbacken sind in der Zeichnung nur als ein Ausführungsbeispiel dargestellt, sie können ohne weiteres durch andere geeignete Mittel, etwa durch eine mit erheblichem toten Gang arbeitende, für andere Zwecke bereits verwendete Wandermutter ersetzt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Windschutzbremse für Krananlagen mit einer auf dem Kran angeordneten, auf die Fahrwerksbremse einwirkenden Windturbine, dadurch gekennzeichnet, daß in die Übertragungsmittel zwischen Windturbine und Bremse ein totes Spiel eingeschaltet ist, das ein Anzielen der Bremse bei starken, aber kurzen Windstößen verhütet.
2. Windschutzbremse für Krananlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Windturbine (α) mit einer Seiltrommel (d) in Verbindung steht, an der ein Gewicht .(/) aufgehängt ist, das beim Umlaufen der Turbine eine Hubbewegung ausführt und bei Erreichung eines gewissen Hubes in an sich bekannter Weise einen die Bremse beeinflussenden Hebel (h) auslöst.
3. Windschutzbremse für Krananlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit erheblichem toten Gang .versehene Wandermutter das Übertragungsmittel zwischen Windturbine und Bremse bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM94908A 1926-06-12 1926-06-12 Windschutzbremse fuer Krananlagen Expired DE455652C (de)

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