DE28204C - Umsteuerungsmechanismus für HEIL-MANN'sche Stickmaschinen - Google Patents

Umsteuerungsmechanismus für HEIL-MANN'sche Stickmaschinen

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DE28204C
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DENDAT28204D
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Original Assignee
B. NEUBAUER in Plauen i. Voigtl
Publication of DE28204C publication Critical patent/DE28204C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/08Thread-tensioning arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. October 1883 ab.
Der Mechanismus hat den Zweck, das bis jetzt mittelst Handbetriebes functionirende sogenannte H eil man η'sehe System der Stickmaschinen durch Motoren selbstthätig zu betreiben.
Dies wird durch den auf den Zeichnungen dargestellten Betriebsmechanismus, welcher in einen äufseren und inneren getheilt werden soll, bewirkt, und zwar in folgender Weise:
Durch die von der Transmission aus continuirliche Hauptriemscheibe I und mittelst der im Innern des Hauptgestelles liegenden Zahnräder Z1 und Z3 , Fig. 11, werden diese selbst und die auf den Wellen α und b sitzenden Riemscheiben II und III, Fig. 14, in fortwährende, nach innen und unten gerichtete Umdrehung versetzt.
Die auf den Scheiben II und III liegenden Riemen werden zu gewissen, vom Betriebe bedingten Zeiten durch die um Welle h drehbare und mittelst Kurbel K1, Schraube ohne Ende C und Zahnräder Z3 Z4 und Z6 stellbare Rollenbremse A B angespannt und soll jetzt der mittelst Rolle A angespannte Riemen R3, Fig. 14, den Betrieb der Welle b auf die Welle c und Riemscheibe V übertragen; durch die auf dieser jetzt betriebenen Welle c mit aufsitzende Riemscheibe VII und mittelst des jetzt als gespannt angenommenen Riemens Ji3 wird die Riemscheibe VIII, Fig. n, und Zahnrad Z3 und von diesem wieder Zahnrad Z4 und Riemscheibe X betrieben, wodurch der hintere Wagen I an seinem Laufriemen Ji1 eingefahren wird, welche Einfahrt in der Zeichnung als eben vollendet aufgezeichnet ist. Das am Wagen I mittelst des abwärts gehenden Armes S aufgehängte Zahnradsegment Z3, Fig. 11, wird durch den einfahrenden Wagen in das in fortwährender Drehung begriffene Zahnrad Z1 eingesetzt und dadurch eine Drehung der auf der Welle I1 festgekeilten Excenter T U und V nach aufwärts bewirkt.
Die Thätigkeit dieser Excenter, welche durch die Fig. 6 bis 10 dargestellt ist, ist folgende:
Noch ehe der Wagen I ganz eingefahren, also auch noch bevor das Zahnradsegment Z8 in das Rad Z1 eingreift, wirkt der auf der Welle I1 mitbefestigte, vor den anderen Excentern etwas vorstehende Excenter U schiebend auf die erste noch weiter nach links vorstehende Stange G, durch deren Hineinschieben nach rechts mittelst der an ihr angegossenen seitlichen, vorn abgeschrägten Nasen nun zunächst der von einer Spiralfeder aufwärts gedrückte Stift 1 niedergedrückt und aus seiner in der Schieberstange E befindlichen Oeffnung herausgezogen wird, wodurch in diesem Moment die vorher feststehende Stange E beweglich und seitlich verschiebbar wird.
Während dieser schiebenden Bewegung des Excenters U und der Auslösung des Federstiftes 1 ist nun Wagen I vollends eingefahren, das Zahnradsegment Z8 mit dem Rade Z1 in Eingriff gesetzt und sämmtliche drei Excenter T U und V machen eine aufwärtsdrehende Bewegung, die folgendes Resultat ergiebt: Zunächst legt das Excenter T an die Schieberstange E an und wird durch seine Aufwärtsbewegung bis zu dem Moment, wo sein Punkt & in die Horizontale xy eintritt, die vorher durch Auslösung des Stiftes 1 beweglich gemachte Schieberstange E so weit nach rechts schieben, dafs der mit ihr durch Bolzen k verbundene Hebel Ji, Fig. 11, auf die Mitte geschoben und vertical
gestellt wird. Infolge dieser Hebelstellung wird die in diesem Hebel ihr rechtsseitiges Lager habende Welle c, Fig. 11, um ihr anderes Lager im drehbaren Ständer JB1, Fig. 14 und 15, eine geringe Pendelbewegung machen, wodurch die Spannung des Riemens R3 aufgehoben, die des Riemens R& aber noch nicht bewirkt wird, so dafs jetzt auf die die Wagen treibenden Riemscheiben X und XI keinerlei Bewegungsübertragung erfolgt und sowohl Wagen II als namentlich Wagen I stillstehen wird.
Gleichzeitig mit der Drehung des Excenters T, deren Folgen eben beschrieben sind, hat sich aber auch Excenter U drehend weiter bewegt und dadurch die Stange G noch weiter nach rechts geschoben, wodurch mittelst der zweiten, etwas nach links versetzten Nase der Stift 2, Fig. 7 und 10, niedergedrückt und aus seiner in der Schieberstange F befindlichen Oeffnung zurückgezogen und so die Stange F kurz vor dem Moment, bevor sich das Excenter V an sie anlegt, verschiebbar und beweglich gemacht wird.
Bei der nun weitergehenden Excenterbewegung wird das Excenter T nicht mehr schiebend wirken, da an ihm das nicht excentrische Kreisstück eingefügt ist, Hebel H somit ruhig stehen bleiben und die Wagen keine Bewegung mehr erhalten, so dafs jetzt der sogenannte Abzug oder die Abtretung der Klupper, d. h. die Loslassung der Nadeln durch die Klupper des Wagens I und die Aufnahme derselben durch die Klupper des Wagens II bei vollständigem Stillstand der Wagen auf folgende Art vor sich gehen wird: Das Excenter V, welches mit seinem Punkt £■ an die Schieberstange F angelegt hatte, wird durch seine Aufwärtsdrehung bis Punkt λ die Stange F aus ihrer äufsersten linken Lage in die äufserste rechte Lage schieben, in welcher Lage sie durch den in die Oeffnung 4* einspringenden Federstift 4 festgehalten wird. Durch diese nach rechts verschobene Stange F wird mittelst des mit ihr verbundenen und um den Bolzen / drehbaren Hebels J, Fig. 11, 12 und 13, die Stange L nach rechts gedrückt und durch den Winkelhebel MN und die Zugstange O der in dieselbe mit dem Wagen eingefahrene Hebel P Q niedergezogen und der Abzug mittelst Druckschiene oder Excenterwelle, welche über den Kluppern hinweggeht, wie bei den jetzigen Handstickmaschinen bewirkt.
Zu gleicher Zeit wird durch diese Rechtsbewegung der Stange L der rechte Winkelhebel MN und die Zugstange O1, Fig. 1, in die Höhe gelassen und die Klupper des Wagens II geschlossen. Nach dem so bewirkten Oeffnen und Schliefsen der Klupper und dem erfolgten Einschnappen des Federstiftes 4 in die Oeffnung 4* der Stange F, Fig. 7, ist Punkt λ des Excenters V und ε des Excenters T in die Horizontale xy eingetreten, der sogenannte todte Gang des letzteren Excenters hört auf und durch Aufwärtsdrehung vom Bogen ε η des Excenters T wird nun Hebel H vollends nach rechts verschoben; Stift-3, Fig. 7, schnappt in die Oeffnung 3X der Stange E ein, der Riemen i?5, Fig. 11, wird angespannt und die sich bis jetzt immer noch gleich gebliebene Rotation der Riemscheibe VI, Fig. 16 und 11, auf die Scheibe IX, Zahnräder Z5 und Z5 und Riemscheibe XI übertragen, so dafs jetzt der Wagen II mit seinen Kluppern und von diesen aufgenommenen Nadeln ausfährt, wodurch zunächst die freigewordenen Excenter in ihre Einfahrtslage zurückfallen oder durch eine anzubringende Feder gelegt werden.
Auf den nun infolge der Ausfahrt des Wagens sich anspannenden Stickfäden ruht in der ganzen Breite der Maschine ein durch die Fadenleiterarme Y1 und Y1, Fig. 1, gehaltener stärkerer Draht, welcher durch die sich anspannenden Stickfäden gehoben und durch Drehung der Fadenleiterarme den unter P. R. No. 24592 patentirten elektrischen Fadenanzugsregulator in Thätigkeit setzt, welcher für die nun kommende Umkehrung der Wagenbewegung in zweifacher Weise und Construction benutzt werden kann.
Durch die Aufwärtsbewegung der Fadenleiterarme wird ein mit der Welle der letzteren verbundener Contact, dessen nähere Details aus der Patentschrift No. 24592 hervorgehen, geschlossen und nun
entweder: wie bei der auf den zugehörigen Zeichenblättern detaillirten Construction angenommen ist, eine in die Leitung eingeschaltete elektrische Klingel in Thätigkeit gesetzt, welche dem die Maschine bedienenden Manne das Zeichen giebt, die Kurbel K1 und den damit in Verbindung stehenden Mechanismus, Fig. 2, 14, 15 und 16, in Umdrehung zu versetzen, so dafs der Riemen R2 losgebremst, dafür aber der Riemen R1 angebremst wird, was zur Folge hat, dafs jetzt mittelst der Riemscheiben II und IV die auf der Welle c aufsitzenden Scheiben VI und VII eine der früheren entgegengesetzte Rotation machen und durch die Riemscheibe TX., Fig. 11, und Zahnräder Z5 und Z6 und Scheibe XI der Wagen II aus seiner am weitesten ausgefahrenen Stellung, Fig. 1, wieder eingefahren wird und durch die an seinem abwärtsgehenden Arm befestigten Excenter bei seiner Einfahrt dieselbe Umsteuerung hervorbringt, wie die schon beschriebenen Excenter des Wagens I;
oder: durch den im Fadenanzugsregulator circulirenden schwächeren elektrischen Strom wird das Relais eines kräftigen, dynamisch erzeugten Stromes geschlossen, wodurch ein Elektromagnetenpaar in Thätigkeit gesetzt wird, welches abwechselnd zwei Mitnehmerscheiben durch Einlegen eines verschiebbaren Kuppelmuffes in
Umdrehung bringt und dadurch die Welle c abwechselnd ihre Rotation von der Riemscheibe II in dem einen Sinne oder Riemscheibe III in dem anderen Sinne empfangen läfst.
Nachdem nun auf eine der beiden angegebenen Arten der Wagen I eingefahren, durch dessen Excenter dann der Wagen II zur Ausfahrt kommt, fährt letzterer nur eine kurze Strecke aus, die gerade zum Durchstechen der Nadeln riöthig ist, und ohne die Fäden straff anzuziehen, fährt er sogleich wieder retour und giebt die Nadeln wieder an Wagen I ab, welcher nun bei seiner Ausfahrt die Fäden für den Doppelstich anzuziehen hat.
Die kurze Ausfahrt dieses hinteren Wagens I wird nicht durch den Schlufs des Stromes vermittelst des Fadenanzugsregulators, welcher sich jetzt gar nicht aufhebt, begrenzt, sondern der durch die Signalglocke oder durch das Relais des kräftigen elektrischen Stromes laufende schwächere Strom wird durch einen Contact geschlossen, welcher durch das Anfahren des Wagens an eine vorstehende Feder direct angedrückt wird. '
Die auf Grund des erfolgten Glockenzeichens in Umdrehung versetzte Kurbel K1 mit Bremse oder die durch Schlufs des Relais bewirkte elektrisch-magnetische Umsteuerung wird nun den Wagen I wieder umkehren und einfahren lassen, wonach sich die Thätigkeit der ganzen Maschine von vorn wiederholt.
Der ohne etwaige Schutzmittel erfolgende harte Anprall des einfahrenden Wagens an die festen Theile des Gestelles wird durch am sogenannten Anschlag angebrachte Bufferfedern derart gemindert, · dafs der eingefahrene Wagen aus der ihn nach irgend einem der jetzigen Systeme ausgeführten Einklinkung oder Zuhaltung nicht gewaltsam zurückspringt, sondern in derselben verharrt, bis dieselbe auch nach einer der jetzt gebräuchlichen Art und Weise gelöst ist, infolge der mit der Abtretung zusammenhängenden Verbindung.
Sollen mit der Maschine die zur Ausführung gewisser Muster nöthigen Löcher in den Stoff gebohrt werden, so wird die Transmission aufser Thätigkeit gesetzt, der Keil D, Fig. 16, gelöst, das Zahnrad Z5 in die Stellung Z\ und dadurch aufser Eingriff mit dem Rade Z6 gebracht, welches nunmehr direct mittelst Kurbel K2 und Zahnrad Z7 gedreht und dadurch dem Wagen die hin- und hergehende Bohrbewegung ertheilt werden kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Der äufsere Bestriebsmechanismus, bestehend aus den auf den Wellen α b und c aufsitzenden Riemscheiben Π, ΠΙ, IV, V, VI, VII und den von diesen Scheiben ihre Rotation erhaltenden Scheiben VIII und IX, welche insgesammt durch die von Bremse A B abwechselnd bewirkte Umbremsung die der Hauptwelle α seitens der Transmission ertheilte einseitige stetige Rotation in eine für den jeweiligen Arbeitszustand der Maschine erforderliche Umdrehungsrichtung übersetzen.
  2. 2. Der innere Betriebsmechanismus, bestehend aus den Excentern T U und V, den Schieberstangen EF und G nebst Sicherungsstiften i, 2, 3 und 4 und den Hebeln H und J, welcher die einfahrende Bewegung des einen Wagens in die ausfahrende Bewegung des anderen Wagens überführt und die sogenannte Abtretung, d. h. das Oeffnen der Klupper des einen Wagens und das Schliefsen der Klupper des anderen Wagens selbstthätig durch geeignete Umsetzung der der Welle α ertheilten Ursprungsrotation bewirkt.
    Hierzu 7 Blatt Zeichnungen.
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