DE281398C - - Google Patents

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DE281398C
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briquette
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■'- M 281398 -. KLASSE 10 δ. GRUPPE
JULIUS ALEXANDER in ALTONA.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juni 1912 ab.
Im Eisenbahnbetriebe werden an brennbaren
Abfällen insbesondere gewonnen: Koksklein (Lokomotivrauchkammerlösche), Sägemehl und
. Hobelspäne und bei der Fettgasbereitung Fettgas teer sowie Ölruß.
Von diesen Abfallstoffen sind bisher Sägespäne und Koksklein zur Herstellung von Briketten verwendet worden, die jedoch bei der bekannten üblichen Verwendung von Pech
ίο oder Steinkohlenteer oder anderen bei der trokkenen Destillation fester Ausgangsstoffe entstehenden dickflüssigen Teeren als Bindemittel nicht brauchbar waren, weil selbst bei hohem Pressungsdruck das Pech oder der Teer die Koksstückchen nur äußerlich zusammenheftet, während die in den unzähligen Kokspofen enthaltene Luft bei der Pressung fest eingeschlossen wird und nicht aus diesen entweichen kann. Die Folge hiervon ist, daß derartige Brikette, auf dem Kesselrost entzündet, sehr schnell, wie die Erfahrung gelehrt hat, auseinanderfallen, weil die in den Poren des Kokskieins befindlichen Luftteilchen bereits bei Beginn der Verbrennung sich ausdehnen und einen Zerfall der Brikette herbeiführen, bevor eine lebhafte Verbrennung einsetzen kann. Hierdurch wird aber der ganze Zweck der Brikettierung des Kokskieins, das unbrikettiert nur auf besonders gestalteteil Rosten mit einer große Betriebskosten erfordernden Unterwindfeuerung verbrannt werden kann, hinfällig.
Auch das schon als Bindemittel vorgeschlagene Rohpetroleum erfüllt seinen Zweck nicht, weil seine Bindekraft äußerst gering ist und zum Zusammenpressen einen sehr starken Druck erfordert, der die Herstellung der Brikette beträchtlich verteuert.
Gemäß vorliegender Erfindung wird für die Brikettierung von Koksklein an Stelle von Pech oder Steinkohlenteer als Bindemittel dünnflüssiger, bei der Fettgasbereitung gewonnener Teer verwendet, der, wie Versuche ergeben haben, bereits bei Anwendung eines Preßdrucks von 100 Atm. imstande ist, in 4S die Poren des Kokskieins einzudringen und hierbei die Luft aus diesen Poren zu verdrängen. Gleichzeitig erweist sich dieser Teer auch deshalb als ein weit besseres Bindemittel gegenüber dem als Bindemittel bereits bekannten Steinkohlenteer, weil bei normaler Vergasung der Gasöle noch rund 30 Prozent davon teils unverändert, teils als flüssige und feste Kohlenwasserstoffe in den sich niederschlagenden ölgjisteer übergehen und die Bindekraft dieses Teeres" und seinen Heizwert — etwa 10600 W. E. — gegenüber dem Steinkohlenteer bedeutend erhöhen.
Diese, Vorzüge des Ölgasteeres als Bindemittel werden gemäß vorliegender Erfindung noch dadurch erhöht, daß ihm der in den Retorten und Leitungen sich niederschlagende Fett- (Öl-) Ruß hinzugefügt wird.
Es entsteht demgemäß nach vorliegender Er-
findung.; ein hochwertiges Brikett mit einem Heizwert von etwa 6900 W. E., das, wie eingehende Versuche ergeben haben, bereits bei einem;. Preßdruck von 100 Atm. herstellbar ist und bei der Verbrennung auf gewöhnlichem Rost den üblichen Zusammenhang, wie gewöhnliche Steinkohle, behält.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch :
    Brikett aus Koksklein für sich oder im Gemisch mit Holzabfall, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Ölgasteer mit oder ohne Zusatz von Ölruß eingebunden ist. .-''':
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