DE724640C - Verfahren zur Behandlung fertiger Braunkohlenbriketts, besonders fuer die Verschwelung oder Vergasung - Google Patents

Verfahren zur Behandlung fertiger Braunkohlenbriketts, besonders fuer die Verschwelung oder Vergasung

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DE724640C
DE724640C DEG94978D DEG0094978D DE724640C DE 724640 C DE724640 C DE 724640C DE G94978 D DEG94978 D DE G94978D DE G0094978 D DEG0094978 D DE G0094978D DE 724640 C DE724640 C DE 724640C
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Germany
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briquettes
coke
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smoldering
finished
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DEG94978D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Artur Fritzsche
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GEWERKSCHAFT MICHEL
Original Assignee
GEWERKSCHAFT MICHEL
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/26After-treatment of the shaped fuels, e.g. briquettes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung fertiger Braunkohlenbriketts, besonders für die Verschwelung oder Vergasung Durch Verschwelung von Braunkohlenbriketts wird bekanntlich Braunkohlenteer und Schwelkoks erzeugt. Das Bestreben der Schweltechnik ist in steigendem Maße darauf gerichtet, einen möglichst stückigen Schwelkoks herzustellen, der für die verschiedensten Zwecke besser geeignet ist als feinkörnige Erzeugnisse. Es ist schon vorgeschlagen worden, die Stückigkeit des Schwelkokses dadurch zu erhöhen, daß als Ausgangsstoff für die Verschwelung Braunkohlenbriketts . verwendet werden, die aus einem auf unter a mm Korn gemahlenen Gut und mit einem niedrigen Wassergehalt von etwa S °%o hergestellt sind. Es ist weiter vorgeschlagen worden, an Stelle der Schubkurbelpresse, mit- der sich Preßdrücke bis zu etwa i5oo kg/cm ° erzeugen lassen, die Ringwalzenpresse zur Herstellung, von für die Verschwelung geeigneten Braunkohlenbriketts zu benutzen, weil hiermit höhere Preßdrücke erzeugt und dementsprechend festere Braunkohlenbriketts hergestellt werden können, die nach der Verschwelung einen stückfesteren Koks ergeben sollen. Nach dem bisherigen Stand der Technik ist es zwar möglich einen stückreicheren Schwelkoks aus den dafür besonders hergestellten Braunkohlenbriketts zu erzeugen. Dieser Schwelkoks genügt jedoch hinsichtlich der Stückigkeit und Festigkeit für viele Verwendungszwecke nicht. Die Erfindung schafft hier Abhilfe.
  • Auch bei der Vergasung und Verbrennung von Braunkohlenbriketts kommt es besonders beim Arbeiten im Höchstlastbetrieb darauf an, daß der glühende Koks während seiner Verbrennung möglichst standfest ist, d. h. möglichst lange stückig bleibt, bevor er zu Asche zerfällt. Es ist zur Verbesserung der Standfestigkeit von Braunkohlenschwelkoks schon vorgeschlagen worden, Rohbraunkohlenformlinge herzustellen und diese ohne Anwendung von Druck mit gesättigtem Wasserdampf zu durchwärmen, dann durch allmähliche Erniedrigung der Wasserdampft' zu trocknen und anschließend in bekannter Weise mit Spülgasen zu verschwelen. Der hierbei erhaltene Schwelkoks wird erfahrungsgemäß nur körnig mit einem Durchmesser der Kokskörner von bis zu wenigen Millimetern. Grobe Koksstücke von praktisch größer als 15 mm und teilweise über 25 mm Durchmesser, wie sie bei Anwendung des neuen Verfahrens anfallen, können mit dem bekannten Verfahren nicht erzeugt werden.
  • Nach einem anderen Verfahren werden sperrig lagernde bituminöse Brennstoffe mit Spülgasen verschwelt, wobei die Spülgase zur Regelung der Temperatur und der Gasmenge überhitzten Wasserdampf zugesetzt erhalten und so geführt werden, daß sie die untere Zone des Schwelschachtes im O_uerstrom durchspülen. Die sperrigen Brennstoffe zerfallen bei der fortschreitenden Schwelung und geben einen feinkörnigen Schwelkoks, der dicht lagert und deshalb nur durch Anwendung der besonderen Spülgasführung ausgegart werden kann. Durch Anwendung des neuen Verfahrens bleibt der Koks bei fortschreitender Verschwelung stückig, wodurch einmal wertvoller Stückkoks gewonnen und zum anderen die Spülgasführung wesentlich erleichtert und eine gewisse Staubfreiheit der abziehenden Schwelgase erreicht wird.
  • Es wurde beobachtet, daß eine Lockerung des Brikettgefüges und die sich daraus ergebende Einbuße an Koksstückigkeit und -festigkeit bei der Verschwelung vermieden werden kann, wenn die in bekannter Weise hergestellten Briketts vor der Verschwelung bei erhöhtem Druck mit gesättigtem oder nahezu gesättigtem Wasserdampf von entsprechender Temperatur behandelt «-erden. Mit der Anwendung des zunehmenden Drukkes und dementsprechend zunehmender Dampftemperatur geht die Zeitdauer der erforderlichen Brikettbehandlung zurück. Die Briketts verlieren nach dieser Behandlung ihre feste Form nicht, was um so überraschender ist, als nach den bisherigen Anschauungen anzunehmen war, daß Braunkohlenbriketts bei der Behandlung mit gesättigtem und gespanntem Dampf ebenso zerfallen würden, wie etwa beim Lagern in normal siedendem Wasser. Die nachfolgende übliche Verschwelung derart vorbereiteter Briketts ergibt einen Schwelkoks, der in bezug auf Stückigkeit und Festigkeit wesentlich verbessert ist.
  • Dem genannten Verfahren können sowohl die auf der Schubkurbelpresse als auch die auf der Ringwalzenpresse oder sonst in bekannter Weise hergestellten Braunkohlenbriketts unterworfen werden. In allen Fällen zeigt sich eine überraschende Güteverbesserung des nach der Verschwelung anfallenden Kokses. Es ist praktisch nicht mehr nötig, besondere Anlagen für zusätzliche Trocknung und Verpressung zu benutzen, um damit besondere Briketts für die Verschwelung herzustellen. Vielmehr reichen die in üblicher Weise mit Schubkurbelpressen hergestellten Briketts als Ausgangsstoff für die Erzeugung eines stückfesten Kokses vollkotnmeti aus, wenn sie nach dem neuen Verfahren behandelt werden. Das neue Verfahren bringt auch dort Vorteile, wo es auf eine möglichst hohe Standfestigkeit von Braunkohlenbriketts in Gaserzeugern, industriellen Feuerungen usw. ankommt, jedenfalls überall dort, wo der Zustand des Kokses durchlaufen wird.
  • Das neue Verfahren wurde beispielsweise angewendet auf Schubkurbelpressenbriketts mit einem Wassergehalt von j411/,. Diese Briketts wurden i Stunde lang einer Wasserdampfatinospliäre von i 5o° C und 5 at abs. Druck ausgesetzt und dann wie sonst üblich verschwelt. Vergleichsweise wurden auch Briketts ohne Anwendung des neuen Verfahrens verschwelt. Die Güte der jeweils angefallenen Kokse wurde in einer mit Wurfleisten versehenen Abriebtrommel an sich bekannter Bauart und unter sonst gleichartigen Bedingungen mit folgendem Ergebnis geprüft:
    IsorngrUfe in mm
    0 bis 1 5 I 15 bis 25 über 25
    Nach dem neuen Verfahren erhaltener S--liwel-
    koks gibt einen Abriebrückstand in °/o ... 3 67 j 30
    Ohne Anwendung des neuen Verfahrens erhal-
    tener Schwelkoks gibt einen Abriebrückstand i
    in °/o .................................. 62 3b 0
    t i
    Diese Zahlen beweisen deutlich die güteverbessernde Wirkung, die das -neue Verfahren bei der Herstellung von Stückkoks hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung fertiger Braunkohlenbriketts, besonders für die Verschwelung oder Vergasung, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise hergestellten Briketts bei erhöhtem Druck mit gesätttigtem oder nahezu gesättigtem Wasserdampf von entsprechender Temperatur behandelt werden.
DEG94978D 1937-03-11 1937-03-11 Verfahren zur Behandlung fertiger Braunkohlenbriketts, besonders fuer die Verschwelung oder Vergasung Expired DE724640C (de)

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