DE280614C - - Google Patents
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- DE280614C DE280614C DENDAT280614D DE280614DA DE280614C DE 280614 C DE280614 C DE 280614C DE NDAT280614 D DENDAT280614 D DE NDAT280614D DE 280614D A DE280614D A DE 280614DA DE 280614 C DE280614 C DE 280614C
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
- F16P3/00—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
- F16P3/12—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine
- F16P3/16—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine with feeling members moved by the machine
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Common Mechanisms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 280614 -KLASSE 47«. GRUPPE
in DRESDEN-HEIDENAU.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung
an Tiegeldruckpressen mit feststehendem
Tiegel und schwingender Form und mit selbsttätiger Ausrückung der Maschine. Die Erfindung besteht darin, daß der Schutzkörper,
wie z. B. ein Schutzgitter, den Raum zwischen feststehendem Tiegel und schwingender
Form erst zum Schluß der Abwärtsbewegung derselben voreilend abdeckt und so gesteuert
ίο wird, daß der Schutzkörper beim Hochgehen
des Druckkopfes sich gleichzeitig mit demselben aufwärts bewegt. Durch diese Ein^
richtung wird bewirkt, daß der Arbeiter mit der Hand oder einem anderen Körperteil nicht
zwischen Form und Tiegel gelangen kann. Sollte dies indessen durch Unvorsichtigkeit
des Arbeiters dennoch geschehen, so soll, die Maschine durch Einwirkung des Schutzgitters
auf die Ausrückvorrichtung stillgesetzt werden.
Auf diese Weise wird bei der Maschine der
vorliegenden Erfindung gleichzeitig die gefährliche Lücke zwischen Form und Tiegel
verdeckt und damit auch das Nachgreifen verhindert. Es wird aber auch die Maschine
ausgerückt, sobald die Hand unvorsichtigerweise auf dem Tiegel liegen bleibt.
Da es bei Pressen mit: schwingender Form erforderlich ist, daß das Schutzgitter oder
der sonstige Schutzkörper sich bereits in der tiefsten Stellung befindet, also auf den Tiegel
aufsetzt, bevor die Form die Oberfläche des Tiegels erreicht hat, so wird der Schutzvorrichtung
bei ihrer Abwärtsbewegung eine Voreilung gegenüber der Abwärtsbewegung des
Druckkopfes gegeben. Die Ausführungsform für diese Einrichtung kann mannigfacher Art
sein. So kann man z. B. den Mechanismus zur Aufwärtsbewegung des Schutzgitters oder
eines sonstigen Schutzkörpers von einer Kurvenführung beeinflussen lassen, welche von dem
Antriebsmechanismus für den Druckkopf, ζ. Β. von der Pleuelstange, bedient wird.
Zweckmäßig ist es hierbei, die Schutzvorrichtung in ihrer tiefsten Lage mit dem Druckkopf
kinematisch derart zu kuppeln, daß bei Aufwärtsbewegung des Druckkopfes das Schutzgitter sofort mitgenommen wird, um
nicht Zeit für das erneute Einlegen zu verlieren. In dem höchsten Punkt der Bahn des
Schutzkörpers muß man alsdann für eine Entriegelung der Sperrvorrichtung Sorge tragen.
Auf den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Tiegeldruckpresse
mit feststehendem Tiegel und mit der neuen Schutzvorrichtung in der höchsten Stellung des Druckkopfes mit gehobenem
Schutzgitter dar.
Fig. 2 zeigt die Presse mit teilweise, gesenktem
Druckkopf; das Schutzgitter hat voreilend bereits seine tiefste Stellung eingenommen.
Fig. 3 veranschaulicht die Presse in einer Unfällstellung, in welcher, das Schutzgitter
die tiefste Stellung nicht einzunehmen vermag.
Fig. 4 zeigt in>.größerem Maßstabe die Presse
60
mit auf dem Tiegel aufliegendem Druckkopf; das Schutzgebiet bleibt in seiner tiefsten
Stellung auf der Ausrück- und Bremsvorrich-· tung liegen.
Der Druckkopf α trägt Führungen b, in
welchen Stangen c auf und ab gleiten können, an denen das Schutzgitter d, welches auch
in einem Blech o. dgl. bestehen kann, sitzt. An das untere Ende einer der beiden Führungsstangen
c ist ein Hebel e angelenkt, welcher gelenkig mit einem doppelarmigen Hebel f
verbunden ist. Der Drehpunkt g dieses Hebels f befindet sich an einem Lager h, welches an dem
Druckkopf α angeschraubt ist.
Der freie Arm des Doppelhebels f zur Bewegung des Schutzgitters d trägt eine Rolle i,
welche dazu bestimmt ist, zeitweilig auf einer Kurvenführung j zu laufen, die mittels einer
Schelle an der Pleuelstange k befestigt ist.
Die Kurvenführung/ ist derart gestaltet, daß ihr Höchstpunkt den doppelarmigen Hebel f
und somit auch das Schutzgitter d in die höchste Lage bringt; während die tiefste
Stelle der Kurve dem doppelarmigen Hebel f und dem Schutzgitter d gestattet, die tiefste
Stellung einzunehmen, also diejenige Stellung, in welcher das Schutzgitter die Öffnung zwischen
Tiegel und Form verschließt. Die Form der Kurvenführung j ist derart gewählt, daß
sich das Schutzgitter d bereits in seiner tiefsten Stellung befindet, bevor die Pleuelstange ihre
tiefste Stellung eingenommen hat, und wenn der Druckkopf ungefähr die Hälfte seines
Weges zurückgelegt hat (siehe Fig. 2).
Die Kupplung des Schutzgitters und des doppelarmigen Hebels f mit der Pleuelstange
bei Beginn der Aufwärtsbewegung derselben erfolgt durch eine besondere Sperrklinke I,
welche sich zum Schluß der Abwärtsbewegung der Pleuelstange k gegen das freie Ende des
doppelarmigen Hebels f legt und diesen sperrt, so daß derselbe bei der Aufwärtsbewegung
der Pleuelstange in gehobener Stellung festgehalten wird. Die sperrende Lage der Sperrklinke
I wird durch eine einstellbare Schraube m
bewirkt, welche an der Pleuelstange sitzt oder von der Schelle getragen wird, mit welcher
das Kurvenstück / an der Pleuelstange befestigt ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Der Druckkopf α schwingt seitlich viel aus,
die Pleuelstange dagegen bleibt angenähert senkrecht stehen; die Relativbewegung beider
wird dazu benutzt, die Links- und Rechtsverschiebung der Kurvenführung j zu bewirken.
Befindet sich das Schutzgitter d und das Gelenk des Hebels f an der Führungsstange c für das Schutzgitter in der Stellung
Fig. 4, dann nimmt bei gehobenem Druckkopf (siehe Fig. 1) der doppelarmige Hebel / seine
höchste Lage ein, wobei die Rolle i auf dem höchsten Punkt der Kurve j steht (Fig. 1).
Bewegt sich nun die Pleuelstange k und damit auch der Druckkopf α abwärts, dann
gleitet die Rolle i auf der Kurvenführung und gelangt, wenn die Form des Druckkopfes noch
ungefähr 120 mm vom Tiegel entfernt ist,' in die tiefste Stellung der Kurvenführung,
wodurch der doppelarmige Hebel f gleichfalls seine tiefste Stellung einnimmt und sich das
Schutzgitter d auf den Ausrückhebel η legt (siehe Fig. 2), der mit der Auslösestange 0
durch zwei aneinandergelenkte Laschen ft, q verbunden ist. Der um s drehbare Hebel r
ist bei t mit der Auslösestange 0 gelenkig verbunden, welch letztere in bekannter Weise
die Maschine ausrückt und gleichzeitig auch die Bremse in Tätigkeit zu setzen vermag.
Das Schutzgitter bleibt nun mit seinem unteren Rahmen auf dem Hebel η liegen, während
die Pleuelstange und der Druckkopf sich noch weiter abwärts bewegen. Hierdurch wird aber der doppelarmige Hebel f wieder
aufwärts gedreht (siehe Fig. 4), und der Bolzen der Rolle i oder ein ähnliches Organ des freien
Armes des Hebels f wird von der Aussparung u der Sperrklinke I gesperrt, deren Bewegung
durch den Anschlag der Schraube m erfolgt. Die feste Lage der Sperrklinke beim Hochgehen
des Druckkopfes wird dadurch erreicht, daß der Bolzen der Rolle i von dem Eigengewicht
des Schutzgitters fest in die Aussparung u der Sperrklinke I gedrückt wird.
Das Auslösen der Sperrklinke wird in der hochsten Stellung des Druckkopfes dadurch bewirkt,
daß die Kurve j den Bolzen der Rolle i etwas anhebt (siehe Fig. 1); dadurch wird
die Sperrklinke frei und fällt durch ihr Gewicht herum, so daß die Rolle i beim Herunterschwingen
des Druckkopfes frei auf der Kurve läuft.
Wenn die Presse normal arbeitet (siehe Fig. 1, 2 und 4), dann befindet sich die Ausrück-
und Bremsvorrichtung n, ft, q, r,.s, 0 in einer solchen Lage, daß der an der Pleuelstange k
sitzende Nocken υ sich an den Hebeln ft und q
frei vorbeibewegen kann. Gerät aber zwischen Schutzgitter und Tiegel ein Fremdkörper, z. B.
die Hand des Arbeiters (siehe Fig. 3), dann no wird der Hebel η nicht niedergedrückt. Der
Nocken υ stößt gegen die Hebel ft, q, und die Auslösestange 0 betätigt die Ausrück- und
Bremsvorrichtung.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein Kurvenstück / zur Erzielung der Voreilung
des Schutzgitters d benutzt; man kann naturgemäß auch andere Mechanismen verwenden,
welche von der Pleuelstange k oder dem Antriebsmechanismus der Maschine betätigt
werden und den gleichen Zweck erreichen.
Ferner ist der Bewegungsmechanismus für das Schutzgitter bei dem Ausführungsbeispiel
der Zeichnungen nur einseitig angeordnet; man kann indessen auch beide Seiten des Rahmens
mit dem Antriebsmechanismus verbinden.
Die Sperrung für den Antrieb des Schutzrahmens d ist eine Gewichtsklinke I; man kann
aber auch die Sperrklinke I von einer Feder beeinflussen lassen.
ίο Ebenso ist es auch möglich, irgendeine andere bekannte Sperrung zu verwenden, welche,
sobald das Schutzgitter oder dessen Bewegungsmechanismus den höchsten Punkt bei der
Aufwärtsbewegung erreicht hat, von dem Antriebsmechanismus für die Bewegung des Schutzgitters selbsttätig entriegelt wird.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Schutzvorrichtung an Tiegeldruckpressen mit feststehendem Tiegel und schwingender Form und mit selbsttätiger Ausrückung der Maschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzkörper, wiez. B. das Schutzgitter (d), den Raum zwischen feststehendem Tiegel und schwingender Form (a) erst zum Schluß der Abwärtsbewegung derselben voreilend abdeckt und so gesteuert wird, daß er beim Hochgehen des Druckkopfes sich gleichzeitig mit demselben aufwärts bewegt.
- 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der Voreilung des Schutzkörpers zum Schluß der Abwärtsbewegung der Form an dem Antrieb (k) für den Druckkopf (α) eine Kurvenführung (/) von entsprechender Profilierung angeordnet ist, auf der der den Schutzkörper bewegende Hebel (f) gleitet.
- 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schluß der Abwärtsbewegung des D.ruckkopfes (a) eine Sperrvorrichtung {Γ), welche von dem Antrieb der Maschine gesteuert wird, den Schutzkörper {d) oder dessen Bewegungsmechanismus (f, i) sperrt, so daß der Schutzkörper beim Hochgehen des Druckkopfes mit demselben gekuppelt ist und sich aufwärts bewegt.
- 4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung (Z) für den Schutzkörper (d) ■ im höchsten Punkt von dessen Bahn durch die Steuerung für den Bewegungsmechanismus (/, i, f) des Schutzkörpers entriegelt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280614C true DE280614C (de) |
Family
ID=536433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280614D Active DE280614C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE280614C (de) |
-
0
- DE DENDAT280614D patent/DE280614C/de active Active
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