DE27857C - Verfahren und Vorrichtungen um Gegenstände mit zur Achse schief stehenden Gliederungen zu drehen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen um Gegenstände mit zur Achse schief stehenden Gliederungen zu drehen

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DE27857C
DE27857C DENDAT27857D DE27857DA DE27857C DE 27857 C DE27857 C DE 27857C DE NDAT27857 D DENDAT27857 D DE NDAT27857D DE 27857D A DE27857D A DE 27857DA DE 27857 C DE27857 C DE 27857C
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A. PlNKE. in Berlin
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    • B23Q1/00Members which are comprised in the general build-up of a form of machine, particularly relatively large fixed members
    • B23Q1/25Movable or adjustable work or tool supports
    • B23Q1/44Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms
    • B23Q1/48Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms with sliding pairs and rotating pairs
    • B23Q1/4852Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms with sliding pairs and rotating pairs a single sliding pair followed perpendicularly by a single rotating pair
    • B23Q1/4866Movable or adjustable work or tool supports using particular mechanisms with sliding pairs and rotating pairs a single sliding pair followed perpendicularly by a single rotating pair followed perpendicularly by a single sliding pair
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
zu drehen.
Das Wesen der Erfindung beruht darauf, mit einem Werkzeug eine bis zur Achse eines sich drehenden Körpers -reichende Nuth, die schief zur Achse steht, deren Seiten also parallel zu einander sind, in den Körper eindrehen zu können. Alle weitere Formen der Gliederung, Hohlkehlen, vor- und einspringende ringförmige Kanten etc., ergeben sich von selbst, sowie die erwähnte Nuth gemacht werden kann. Es ist dazu nothwendig, das Werkzeug so zu bewegen, dafs es die zur Achse schief gerichtete Fläche mit seiner schneidenden Spitze stets berührt. Dies wird dadurch erreicht, dafs das Werkzeug in einem Werkzeughalter befestigt ist, der einestheils uni eine Achse oscillirt, welche die Achse des sich drehenden Körpers rechtwinklig schneidet, anderentheils einer radialen Bewegung fähig ist, und dem, wenn eine freiere Arbeit für Bogen, Hohlkehlen etc. verlangt wird, aufserdem noch eine Längsbewegung im Sinne der Achse des Arbeitsstückes gegeben wird. Durch die Combination dieser drei Bewegungen können natürlich beliebige Figurationen hergestellt werden.
Eine praktische Ausführung dieses Verfahrens ist in der in der Zeichnung dargestellten Drehbank gezeigt, es wird aber befürwortet, dafs es auch auf andere, jedem Constructeur geläufige Art ausgeführt werden kann.
Das wie gewöhnlich zwischen einem Futter oder dem Dreizack des Spindelkastens und der Spitze des Reitstockes einer Drehbank eingespannte Arbeitsstück α wird in rotirende Bewegung gesetzt. Auf der Spindel b ist eine je nach der Schiefe der auf α zu erzeugenden Glieder verstellbare Scheibe c aufgesetzt, die also übereinstimmend mit α rotirt. Der Stichel d ist in einem Stichelhause e befestigt, welches sich durch eine Zahnstange f und ein Zahnsegment g vermittelst des Hebels h oben auf dem Rahmen i in radialer Richtung bewegen läfst. Das Zahnsegment g dreht sich mit seiner Achse in einem auf dem Hauptschlitten k, der sich auf den Wangen / der Drehbank führt, befestigten Lager m. Der Rahmen i oscillirt um den Zapfen ?', dessen Achse die Achse von α senkrecht schneidet, in einem Loche des Schuttes k, und trägt ein horizontales Zahnsegment η, dessen Mittelpunkt in der Achse des Zapfens ix liegt. Das Zahnsegment η steht in Eingriff mit der steilgängigen Schraube o, die sich vor der Drehbank in horizontaler Lage vom Spindelkasten nach dem Reitstock erstreckt, von welch letzterem sie drehbar in einem Auge geführt ist. Die Schraube ο ist vor dem Spindelkasten drehbar mit einer viereckigen Stange ol gekuppelt, welche in entsprechenden Lagern des Spindelkastens geführt wird und eine Gabel/ trägt, die um den äufseren Wulst der Scheibe oder des Rades c greift. Bei jeder Rotation der Spindel b wird demnach die Schraube ο, hin- und hergezogen und dadurch der Rahmen i sowie der Stichel d in Oscillationen versetzt. Die Oscillationen der Stichelspitze werden um so kleiner ausfallen, je mehr dieselbe durch den Hebel h der Achse von α genähert werden, aber der beschriebene Winkel wird in jeder Stellung derselbe sein, wodurch alle Gliederungen von α mit einander parallel sein müssen. Die
Längsbewegung des Stichels wird durch Verschieben des Schlittens k vermittelst Kurbel q, Zahnbetrieb r und an den Wangen / befestigter Zahnstange ί wie gewöhnlich bewirkt, wobei die Schraube ο sich in dem Zahnsegment wie in einer Mutter dreht, ohne an ihrer hin- und hergehenden Bewegung gehindert zu sein. Damit die Zahnstange f in den Zähnen des Zahnsegmentes g oscilliren und zu gleicher Zeit von letzterem verschoben werden kann, sind die Zähne beider Theile nach beiden Hirnflächen hin passend verjüngt zu halten. Es sei aber bemerkt, dafs sowohl diese Construction, als auch die der Verbindung der Schraube ο mit dem Segment η bezw. mit dem Schlitten k, auch durch andere, denselben Zweck erfüllende und im Maschinenbau wohlbekannte ersetzt werden kann.
Ebensogut wie derartige schiefe und zu einander parallele Gliederungen sich auf der Aufsen-* fläche eines Körpers anbringen lassen, lassen sich dergleichen auch in dem Innern eines Hohlkörpers ausdrehen, und zwar nicht blos in Holz, sondern unter zweckentsprechenden Aenderungen in Eisen oder anderem Material.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Das Verfahren, auf oder in einem rotirenden Körper α schief zur Achse stehende, unter einander parallele Gliederungen, wie Scheiben, Wülste, Nuthen, Hohlkehlen etc., auf einer Drehbank dadurch hervorzubringen, dafs der mit seinem Stichelhause e auf dem Rahmen i radial bewegbare Stichel d um einen Punkt oder Zapfen V schwingt, dessen Achse die Drehungsachse des Arbeitsstückes a vertical schneidet, welche oscillirende Bewegung des Stichels d durch eine eventuell auf der Spindel b verstellbare schiefe Scheibe c und eine von derselben in hin- und hergehende Bewegung gesetzte Stange oder Schraube ο und das Zahnsegment η oder eine andere passende Einrichtung hervorgebracht wird, während die Längsbewegung des Stichels d durch eine passende Verbindung des Drehpunktes, Zapfens P, mit dem Schlitten k, der sich durch die Handkurbel q auf den Wangen / verschieben läfst, erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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