DE79355C - Maschine zur Erzeugung von Stopfen - Google Patents

Maschine zur Erzeugung von Stopfen

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DE79355C
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DE
Germany
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rotation
axis
knife rest
workpiece
stoppers
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT79355D
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English (en)
Original Assignee
O. TELESIO. Cornigliano, Ligure b. Genua, Ital
Publication of DE79355C publication Critical patent/DE79355C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J5/00Mechanical working of cork

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Maschine zur Erzeugung von Stopfen. Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Juni 1894 ab.
Diese Erfindung bezweckt die Herstellung von Korkstopfen von beliebiger, vorher bestimmter Form und besteht in einer Maschine, welche um so vortheilhafter arbeitet, als die zu erzeugende Form sich von der. Gestalt eines Rotationskörpers entfernt. Einer der häufigsten Fälle ist der, dafs es sich um die Herstellung von Stopfen mit fast rechteckigem, an den Kanten abgerundetem Profil handelt, also von Stopfen, welche man mit Rücksicht auf weitgehendste Ausnutzung des Materials und Erzeugung von möglichst wenig Abfällen bisher immer mit der Hand herstellte. Die vorliegende Maschine gestattet die Herstellung der verschiedenartigsten Formen durch einfache Auswechselung eines Stückes von nur unbedeutendem Kostenpreis. Infolge der Geringfügigkeit der Ausgabe kann man viele derartige Stücke in Anwendung bringen und infolge dessen eine ebenso vollständige Ausnutzung des Korkes erreichen, wie bei der Handarbeit.
Eine einzige Maschine genügt z. B. zur Herstellung sowohl der gröfsten als auch der kleinsten im Handel verlangten Stopfen.
Zum Unterschiede von dem bisher Erreichten kann man mit vorliegender Maschine Stopfen mit jedem beliebigen unregelmäfsigen Umfang erzeugen, wenn man die Klinge des das Korkstück schneidenden Messers unbeweglich anordnet und das Werkstück derart vorschiebt, dafs es' sich abwechselnd der Schneide nähert und von derselben wieder entfernt, entsprechend einem von dem zu erzeugenden Profil abhängigen Gesetze.
Unterläfst man die Verschiebung des zu schneidenden Stopfens, so erzielt man genau cylindrische oder genau konische Stopfen, je nachdem die Klinge horizontal oder geneigt gestellt ist.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar stellt:
Fig. ι einen verticalen Längsschnitt durch die Maschine dar, während
Fig. 2 einen Querschnitt durch die letztere wiedergiebt.
Fig. 3 veranschaulicht eine Aufsicht auf die Maschine, und
Fig. 4 und 5 beziehen sich auf eine Construetionsabänderung derselben.
Auf einer schwalbenschwanzförmigen Führung 2 läfst man durch Hand vermittelst der Muffe 4 das die Führung 2 umspannende und die zum Zerschneiden des bei 1, 1' festgehaltenen Korkstückes dienende Klinge 5 tragende Messerbänkchen gleiten. Die Stellung des Messers in Bezug auf das Messerbänkchen 3, sowie die Stellung des Messerbänkchens zur Führung 2 sind regulirbar.
Hieraus folgt, dafs der Abstand des Messers 5 von der Umlaufsachse des Korkstückes immer der gleiche bleiben kann, welches auch immer die Abnutzung der Werkstücke sein möge.
Die Führung 2 wird an den Enden der Arbeitsbank von zwei auf die Streben 8 aufgeschraubten Platten 6 getragen. Die letzteren tragen ihrerseits die Stützen 7 für die Führung 2. Die Streben 8, 8 können in verschiedenen Höhenlagen an den beiden Bankköpfen derart -befestigt werden, dafs der Abstand der Klinge 5 von dem Korkstück wechseln kann, sobald der Durchmesser der. zu erzeugenden Stopfen einer sehr beträchtlichen Abweichung unterliegt.
Handelt es sich darum, Stopfen herzustellen, welche eine stark konische Form besitzen, so kann man auch die eine der Streben in Bezug auf die andere derart höher stellen, dafs die Führung 2 an Stelle der Horizontälstellung, welche sie für gewöhnlich einnimmt, eine geneigte Lage erhalt.
Indessen mufs bemerkt werden, dafs man zur verticalen Verstellung der Streben 8 nur greift, wenn man eine beträchtliche Veränderung in den Abmessungen der zu fabricirenden Stopfen vornimmt. Im Verlauf der Fabrikation einer bestimmten Art der Stopfen sowie, in derjenigen eines einzelnen Stückes selbst ist es erforderlich, so wenig als möglich das Messer 5 senkrecht zu verstellen. Im Allgemeinen bearbeitet man das Korkstück thatsächlich mit zwei auf einander folgend angreifenden Messern; mit dem ersten; derselben ,arbeitet man den Stopfen aus dem Groben heraus, während man mit dem zweiten alles Uebrige entfernt, um die endgiltige Form des Stopfens zu erhalten. Die geringe Verticalverstellung,., welche dem Messer 5 ertheilt werden mufs, damit dasselbe diese Bedingung erfüllt, wird dadurch erzielt, dafs man die Führung 2,2 ebenso wie die Stützen 7, 7 auf den Unterlagsplatten 6, 6 der Längsrichtung nach rechts oder links gleiten läfst. .
Infolge der geneigten Ebenen ab, welchen entlang die Stützen 7 auf den Platten 6 gestützt sind, wird die Führung 2, sobald man sie nach rechts gleiten läfst, gehoben und senkt sich, sobald man sie nach links (Fig. 1) gleiten läfst, indem sie sich infolge Parallelität der beiden Platten a b stets horizontal erhält.
Man läfst die Führung 2 in der Längsrichtung gleiten, indem man die Kurbel 9 bethätigt, welche unter Mitwirkung der Welle 1 o, der Kurbel 11 und des auf der Führung 2 selbst befestigten, geschlitzten Armes 12 ihre Wirkung auf die Führung 2 überträgt.
Nimmt man vorläufig von jeder Stellungsänderung der umlaufenden Welle des Korkstückes Abstand und nimmt an, dafs diese Achse, d. h. diejenige der Spitzen 1 und 1x, zwischen welchen der Stopfen eingespannt gehalten wird, eine unveränderliche Stellung beibehält, und betrachtet, in welcher Weise die wechselweise Bewegung der Muffe 4, des Messerbänkchens 3 und des Messers 5 beim Umlauf des zu schneidenden Stopfens stattfindet, so ergiebt sich Folgendes:
Das Messerbänkchen ist an seiner Unterseite mit einem Coulissenarm 13 versehen, auf welchem Knöpfe von verschiedener Höhe vorgesehen sind. Der eine dieser Knöpfe steht in Eingriff mit einer Aussparung des Hebels 14, welcher sich um die Achse 1 5 zu drehen vermag, Auf diesem Hebel sitzt aufserdem eine Sperrklinke 16.
Das Messerbänkchen nimmt bei der Vorwärtsbewegung nach links den Arm 1 3 mit, welcher seinerseits wieder den Hebel 14 mitnimmt. Der letztere versetzt unter Mitwirkung der Sperrklinke 16 das auf seiner Achse 15 aufgekeilte Schaltrad 17 in Umdrehung. Die Bewegung der Achse 15 wird dann unter Vermittelung der Winkelräderkuppelung 19 auf eine stehende Welle 18 übertragen, die ihrerseits wieder ihre Bewegung unter Vermittelung von Winkelrädern 20, 20 und Stirnrädern 21 auf die biegsame Welle 22 überträgt, an deren Enden die das zu schneidende Korkstück tragenden Spitzen 1 sitzen.
Die Spitzen 1J, welche dieses Stück an der anderen Seite halten, werden durch diese Bewegung mitgenommen und drehen sich mit dem Block 23 auf dem Träger 24. Eine Feder 25 sucht die Platte 26, welche dien Träger 24 trägt, so dicht als möglich an den Spitzen 1 zu erhalten und infolge dessen werden die Spitzen 1 tief in das zu schneidende Korkstück eingedrückt. ■,.
Nachdem der Stopfen vollendet ist, dreht man den bei 28 drehbar gelagerten, die Platte 26 unter Mitwirkung der kleinen Kurbelstange 29 zurückziehenden Hebelgriff 27 sowie die Stütze 24 nach rechts und befreit dieSpitzen i1 von dem Stopfen. Hierauf setzt man auf die Spitzen ι ein neues Werkstück auf und überläfst den Handgriff 27 sich selbst.
Die Feder 25 führt alsdann die Stücke 26 und 24 nach links zurück und läfst die Spitzen 1 * in das soeben eingeschaltete Werkstück eintreten, welches nunmehr bereit ist, durch die Welle 22 in Umdrehung versetzt zu werden.
Zu bemerken ist, dafs die Umlaufsgeschwindigkeit dadurch geregelt, werden kann, dafs man den einen oder anderen der auf dem Arm 13 angeordneten Knöpfe in die Aussparung des Hebels 14 eintreten läfst.
Handelt es sich um die Herstellung von grofsen Stopfen, so wird die Bewegung des Hebels 14 auf die Welle 15 unter Mitwirkung der Sperrklinke 16 und des Sperrrades 17 in der beschriebenen Weise übertragen.
In diesem Falle erhält das zu schneidende Werkstück Umdrehungsbewegung nur während des Vorgehens des Messerbänkchens, während bei der Rückwärtsbewegung desselben die Klinke 16 lose über die Zähne des Sperrrades 17 gleitet, ohne dieses mitzunehmen. Bei der Herstellung kleiner Stopfen schaltet man dagegen das Gesperre aus. ·
Was nun die Mittel anbelangt, vermittelst deren die Entfernung der Spitzen 1, i1 vom Messer je nach der dem Stopfen zu gebenden Gestalt vermehrt oder vermindert werden kann, so ist Folgendes zu bemerken:
Das rechte, einen Block 30 mit den Spitzen 1 tragende Ende der biegsamen Welle 22, welche
man ebenso gut durch eine starre Welle mit in Führungen senkrecht gleitenden Stützen ersetzen kann, dreht sich im Innern eines in der senkrecht verstellbaren Stütze 32 vorgesehenen Lagers 31. Eine Feder 33 treibt die Stütze 32, das Lager 31 und den Block 30 von unten nach oben, indem sie nöthigenfalls die Welle 2*2 biegt (oder, wenn eine starre Welle vorhanden ist, deren Lager von unten nach oben verschiebt). Die Stütze 32 sucht infolge dessen die höchstmögliche Stellung einzunehmen, in welcher die Innenseite c d des durch diese Stütze gebildeten Rahmens mit dem Umfang des auf der Welle 35 aufgesetzten Hebedaumens 34 in Berührung kommt. Die Welle 3 5 trägt das Winkelrad 20 und wird von diesem aus in Umdrehung versetzt.
Ordnet man eine geeignete Anzahl von Hebedaumen 34 von verschiedenen Längen an, so kann man während der Arbeit selbstverständlich die Entfernung der Spitzen von der Messerklinge beständig wechseln lassen.
Ein an der Stütze 32 mit einem Ende eingefügter, mit der anderen Seite an der Stütze 24 entlang gleitender und in die mit dem Träger des Blockes 23 aus einem Stück gefertigte Hülse 37 eingreifender Bolzen 36 zwingt die Spitzen i1, an den Höhen Variationen der Spitzen ι derart theilzunehmen, dafs die Umlaufsachse des zu schneidenden Werkstückes, indem sie, dem in dem Rahmen c d wirkenden Hebedaumen entsprechend, ihre Höhenlage verändert, doch stets horizontal bleibt.
Vorliegende Maschine kann in derselben Weise angewendet werden, wie eine gewöhnliche, zur Erzeugung cylindrischer Stopfen dienende, wenn man die Stütze 32 unbeweglich anordnet, indem man sie. der Einwirkung des Hebedaumens 34 entzieht.
Die beständige Verstellung der Umlaufsachse des Werkstückes kann auch durch verschiedene andere Anordnungen herbeigeführt werden. In den Fig. 4 und 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform veranschaulicht. Das Messerbänkchen 3 ist in seinem Innern mit einem wellenförmigen Profil efg him versehen, welches aufser einer Hin- und Herbewegung des Messerbänkchens 3 eine senkrecht schwingende Bewegung auf den Arm 38 überträgt, welcher letztere vermittelst einer Feder oder einer ähnlichen Vorrichtung mit dem Bänkchen 3 in stetiger Berührung erhalten wird. Die verticale Verstellbarkeit des Armes 38 wird auf die Stütze 32 übertragen, welche auf der bei 40 drehbar angeordneten Achse 39 sitzt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zur Erzeugung von Stopfen in beliebiger Form, gekennzeichnet durch die Verstellbarkeit der Rotationsachse des zu schneidenden Werkstückes in vorher bestimmter. Gesetzmäfsigkeit derart, dafs die Verstellbarkeit während der Bewegung selbst beständig erfolgt.
  2. 2. Eine Maschine nach Anspruch 1., bei welcher . die verticale Verstellbarkeit der Rotationsachse des Werkstückes während der Bearbeitung desselben dadurch erzielt wird, dafs der eine (30) der unter Federwirkung stehenden Mitnehmerköpfe durch Hebedaumen oder durch das profilirte Messerbänkchen (3) selbst während seiner Umdrehung auf einander folgend gehoben wird und dabei durch Vermittelung eines Verbindungsbolzens (36) den zweiten Mitnehmerkopf (23) derart verschiebt, dafs die Rotationsachse stets horizontal bleibt.
  3. 3. Eine Maschine nach Anspruch 1. und 2., gekennzeichnet durch die regulirbare Uebertragung der Bewegung vom Messerbänkchen (3) auf die Mitnehmerköpfe (23,30) des Werkstückes durch einen auf der Achse eines Sperrrades (17) und Zahnrades (19) sitzenden, mit zur Regulirung der Geschwindigkeit an Stiften (13) des Messerbänkchens angreifendem Führungsschlitz versehenen, eine Sperrklinke (16) tragenden Hebel (14) derart, dafs vom Messerbänkchen aus ,die Umdrehung. des Sperrrades und Zahnrades (19) bewirkt und durch Räderübersetzung (20, 21) auf die den Mitnehmerkopf (30) tragende Spindel (22) übertragen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT79355D Maschine zur Erzeugung von Stopfen Expired - Lifetime DE79355C (de)

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