DE27510C - Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente mit Zungenstimmen - Google Patents

Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente mit Zungenstimmen

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DE27510C
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DE
Germany
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tongues
organs
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similar instruments
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DENDAT27510D
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English (en)
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J. B. HAMILTON in Studland-Street, Hammersmith, London, Grafschaft Middlesex, England
Publication of DE27510C publication Critical patent/DE27510C/de
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/04Reservoirs

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1883 ab.
Bei Musikinstrumenten, bei welchen die Ventile vor den Zungen angebracht werden sollen, wie es bei Orgeln mit Pfeifenstimmen gebräuchlich, ist es erforderlich, die Zungen in möglichste Nähe der Ventilklappen zu verlegen, weil der Raum zwischen denselben sonst zu grofs wird und dem prompten Ansprechen der Töne hinderlich ist. Dieser Forderung zu genügen, ohne dafs dabei durch Verminderung der Materialstärke die zum guten Functioniren der Ventile nothwendige Geradheit und Steifigkeit der die Scheidewände der Windlade bildenden Stäbe eine Beeinträchtigung erfährt, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
Fig. ι zeigt einen Querschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 den Grundrifs von einem Theile eines Instrumentes.
Es sind α die Scheidewände oder Stäbe der Windlade, b die Zungen und c die Ventile. Die Windlade ist mit der die Ventile tragenden Platte fest verbunden. Damit die Zungen ohne schädliche Schwächung der Stäbe α möglichst nahe den Ventilen c angeordnet werden können und leicht zugänglich bleiben, sind zwischen besagte Stäbe α hölzerne Füllstücke D eingesetzt. Jedes dieser Füllstücke trägt alle die von einem und demselben Ventil bedienten Zungen, und oberhalb jeder Zunge enthält es ein Loch d, welches nach der in gewöhnlicher Weise mittelst eines Schiebers / verschliefsbaren Oeffhung e führt. Damit die Füllstücke sicher in ihrer Lage verharren und nicht die Zungen mit den Ventilklappen in Collision bringen, sind sie an jedem Ende mit Ansätzen d2 versehen, Fig. 2, durch welche sie gegen die obere Platte g gehalten werden und welche zudem vorn und hinten einen luftdichten Verschlufs vermitteln.
Damit sich der Ton, nachdem der Luftstrom die Zunge, das Füllstück und die Oeffnung im Schieber passirt hat, ordentlich entfaltet, ist über der Deckplatte, unter welcher die Schieber f sich befinden, ein Aufsatzstück H mit Löchern h angeordnet, die mit den Zungen correspondiren und eine dem Tonumfang des Instrumentes entsprechende Weite besitzen. Um den Tonumfang zu erhöhen, ohne die Länge des Instrumentes vergröfsern zu brauchen, sind zu jeder Seite dieser Löcher h andere Löcher h%. angeordnet, welche abwechselnd durch Oeffnungen h% mit den vorigen communiciren, Fig. 3, und infolge dessen doppelt so grofs als diese gemacht werden können. Durch Einführung von Stöpseln in die kleinen Löcher h ist es ermöglicht, die Gröfse der Communicationsöffnungen h% zu verändern. Diese Stöpsel, welche zum Verschieben oder zum Drehen eingerichtet sein können, lassen sich auch in Form einer Röhre i, Fig. 2, ausführen, durch deren Länge und Stellung der Ton innerhalb weiter Grenzen variirt werden kann. Auch für die grofsen Löcher /z2 sind stellbare Stöpsel oder Röhren anwendbar, wie bei Ϊ1, Fig. 3, angedeutet. Im allgemeinen aber empfiehlt sich, die Dicke des Stückes H vom Bafs nach den Oberstimmen zu abnehmen zu lassen, Fig. 1, so dafs die Tiefe der Löcher /r und h ein für alle Mal feststeht.
Um die von Natur schwer ansprechenden Töne künstlich schneller auf den Windstrom reagiren zu machen, ist auf dem Ventil eine leichte Feder k, Fig. 2, angeordnet, welche in
der geschlossenen Lage des Ventils die Zunge ein wenig in ihre Oeffhung hineindrückt, so dafs dieselbe beim Oeffnen des Ventils etwas zurückfedert und dadurch die zur Hervorbringung des Tones erforderlichen Schwingungen einleitet. Diese Feder k wirkt vortheilhaft auf einen kleinen, an der Zunge befestigten Ansatz /. Sie ist gebogen und mit ihrem freien "Ende in die Ventilklappe eingelassen, damit die Zungen nicht mit ihr in Collision gerathen können. Ueberdies ist sie mit Leder oder anderem weichen Material k2 bekleidet, welches jedes störende Geräusch unterdrückt.
Es kann, wie M, Fig. i, andeutet, auch über einer ganzen Gruppe von Tönen ein besonderer Aufsatz angebracht werden, welcher die Form einer Röhre erhält und, indem er sich durch die ganze Länge des Instrumentes erstreckt, mit allen Löchern der zu einem und demselben Register gehörigen Stimmen communicirt. Eine solche Röhre M wird sich nach der Seite der Oberstimmen erweitern, so dafs den hohen Tönen die weite, offene Mündung, dagegen den tiefen die Rohrlänge, welche mit der Zunahme der Tiefe der Töne wächst, zu Gute kommt. Dafs die Erfindung sowohl bei einfachen, als auch bei doppelten und sonstigen von der gewöhnlichen Construction abweichenden Zungen anwendbar ist, bedarf kaum der Erwähnung.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Eine Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente mit Zungenstimmen, bei welcher zur thunlichsten Einschränkung des Zwischenraumes zwischen den Ventilen und den Zungen die niedrig gehaltenen Scheidewände α durch herausnehmbare, die Löcher d enthaltende Füllstücke D, welche alle zu einem Ventil gehörigen Zungen tragen, ausgesteift sind, und bei welcher das Aufsatzstück II derart mit Schallröhren versehen ist, dafs immer eine engere Röhre h mit einer weiteren Röhre h2 in Verbindung steht. Hierbei kann zur Erzielung des leichteren Ansprechens der Zungen die Feder k angeordnet sein, welche sich gegen den Ansatz / der Zungen lehnt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT27510D Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente mit Zungenstimmen Active DE27510C (de)

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