DE23683C - Sopran-Waldhorn - Google Patents

Sopran-Waldhorn

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DE23683C
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E. G. HEID-RICH in Breslau, Weidenstrafse 13
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D7/00General design of wind musical instruments
    • G10D7/10Lip-reed wind instruments, i.e. using the vibration of the musician's lips, e.g. cornets, trumpets, trombones or French horns

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die rechte, Fig. 2 die linke Seitenansicht des Sopran -Waldhorns dar. Unter einem Sopran-Waldhorn soll hier ein Waldhorn verstanden werden, das dem bisher üblichen Waldhorn in Ton, Klangfärbung, Bauart und Charakter analog ist, dagegen eine Octave höher als letzteres bei gleicher Tiefe zu spielen ist.
Die Verwendung des gewöhnlichen Waldhorns in hohen Lagen war bisher stets mit Schwierigkeiten verknüpft, so dafs niemals mit Sicherheit auf reine und correcte Wiedergabe hoher Töne über das dreigestrichene c und d hinaus selbst von guten Bläsern zu rechnen war. Das bisher für ein Sopran-Waldhorn ausgegebene Cornet ä Piston hat nichts dem AValdhorn ähnliches in seiner Klangfärbung, leitet vielmehr seinen Ursprung von dem Posthorn oder dem Signalhorn her, deren Charakter es auch entspricht.
Wird in das Mundstück b, Fig. 1 und 2, geblasen, so wird die Luft, bei Schlufs sämmtlicher Ventile I, II, III und IV, d. h. in der gezeichneten Stellung, in der Richtung der Pfeile zuerst durch Ventilgehäuse IV, dann durch I, II und III in die Hornröhre d entweichen. Wenn Ventil I durch den Drücker 1 geöffnet ist, so wird noch das RohrP, wenn Ventil II durch Drücker 2 geöffnet, das Rohr IP, wenn Ventil III durch Drücker 3 geöffnet, das Rohr IIP, und wenn endlich das Ventil IV durch Drücker 4 geöffnet, das Rohr IVa von der hineingeblasenen Luft jedesmal durchströmt werden.
Für das neue Sopran -Waldhorn wurde die höhere Octave des gewöhnlichen Waldhorns in F E Es D zu Grunde gelegt, so dafs selbst ein mittelmäfsiger Bläser auf diesem Sopran-Waldhorn den für gewöhnliches Waldhorn geschriebenen Dreiklang c e g c e g c leicht und sicher eine Octave höher blasen kann. Da die gewählte Tonlage eine Octave höher ist als gewöhnlich, so mufste das neue Instrument eine bedeutend kürzere Röhre d als die bisherigen Waldhörner in F E Es D erhalten; zur Wahrung des Waldhorntones wurden die geringeren Rohrlängen durch bedeutend gröfsere Weite ausgeglichen. Um aber selbst die aufsergewöhnlich tiefsten Lagen eines gewöhnlichen Waldhorns auch auf dem Sopran -Waldhorn sicher hervorbringen zu können, d. h. die Lücke von g bis c der kleinen Octave auszufüllen, ist das besondere Ventil IV angebracht, welches den Ton des Sopran-Waldhorns um eine Quart herabstimmt, wenn man beim Blasen den Drücker 4, welcher durch eine Drahtsaite c mit dem Ventil IV verbunden ist, andrückt. Es wird hierdurch die Leitung IVa mit dem Hauptrohr in Verbindung gesetzt.
Die an jedem Waldhorn befindlichen drei Ventile I, II und III werden stabil genannt, weil sie an den unter einander fest verbundenen Ventilröhren angelöthet und auch mit ihren Drückern 1, 2 und 3 durch Schubstangen fest verbunden sind, so dafs sie durch den Musiker vom Instrument nicht abgenommen werden können. Das Ventil IV ist wohl auf seiner Ventilröhre angelöthet, mit dem Drücker 4 jedoch nur durch die eingeklemmte Drahtsaite c verbunden , und da seine Ventilröhre im Rohr IVa lose eingeschoben ist, so kann der Musiker in den Fällen, wo er auf die tiefsten Töne des Sopran-Waldhorns verzichtet, nach-
dem er die eingeklemmte Drahtsaite c gelöst hat, die Ventilröhre sammt dem Ventil IV aus dem Rohr IVa herausziehen und die Verbindung durch einen gewöhnlichen Emschiebebogen ohne Ventil herstellen.
Wenn jedoch ein Sopran -Waldhorn für gleichzeitigen Gebrauch der höchsten und der tiefsten Lagen der vorstehend bezeichneten Töne gebaut werden soll, so kann das Ventil IV als ein ebenso festes, also stabiles viertes Ventil, wie die drei Ventile I, II und III, an entsprechender Stelle fest, nicht abnehmbar, angebracht werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Sopran-Waldhorn, welches sich eine Octave höher als das gewöhnliche Waldhorn in F E Es D bei gleicher Tiefe spielen läfst, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung bedeutend weiterer, verkürzter Röhren, der stabilen Ventile I, II und III und des Ventils IV in der durch Zeichnung und Beschreibung speciell dargelegten neuen combinirten Anordnung.
2. Die Anwendung des Ventils IV bei einem Sopran-Waldhorn als viertes stabiles Ventil.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT23683D Sopran-Waldhorn Active DE23683C (de)

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