DE273662C - - Google Patents

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DE273662C
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bellows
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L5/00Structural features of suction cleaners
    • A47L5/02Structural features of suction cleaners with user-driven air-pumps or compressors
    • A47L5/04Structural features of suction cleaners with user-driven air-pumps or compressors with pistons, bellows, or diaphragms, e.g. driven by the cleaner-supporting wheels

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  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 273662 KLASSE Qe. GRUPPE
PAUL POHL in WEHRDEN a. Saar.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1912 ab.
Es sind Staubabsaugevorrichtungen in Form von Balgdoppelgebläsen bereits bekannt, deren hauptsächlichste Fehler in nachstehendem bestehen :
Bei dem Bestreben, die Antriebskraft auf ein geringes zu beschränken, bringt man die Gleitführung in Wegfall und sucht für letztere einen Ersatz darin, daß man die mittleren Platten oder Böden der beiden Bälge zu einem
ίο gemeinsamen Mittelboden anordnet und diesen entsprechend der Bewegung des Kurbelantriebes achsial gelagert in Linie der Kurbelbewegungen schwingen läßt.
Unter ganz geringer Tourenzahl, wie solche unter Drehung eines Handkurbelrades mittels menschlicher Kraft gegeben ist, hat es Geltung, daß dieser Mittelboden bei Auf- und Abgang der Bälge, annähernd in gerader Linie des Gebläses bleibend, entsprechend den Kurbelbewegungen achsial mitschwingt. Soll nun unter Zuhilfenahme einer höheren Tourenzahl eine größere Leistung erzielt werden, dann entstehen bei dem raschen Auf- und Abgang der Bälge große Drucke auf die Zapfenlager des Mittelbodens, die die sonst stabilisierende Wirkung der Balgformung nicht mehr zu überwinden vermag; der Mittelboden kann in seinen Schwingungen der Kurbelbewegung nicht mehr folgen und es entstehen falsche Drucke in Richtung der Umfläche desselben, wodurch er schlappt und dadurch die ganze Balgformung in Unordnung bringt.
Mit diesem Augenblick wird natürlich die Gleitführungslosigkeit unzweckmäßig, denn ein Gebläse ohne Wirkung hat keinen Sinn.
Setzt man nun in umgekehrter Richtung die obere und untere Deckplatte der Bälge in einem Rahmen fest, läßt dann den Mittelboden in einer zu einer Führungsstange auslaufenden Gabel auf und ab schwingen, so rücken die Bälge unter einer für eine praktische Leistungserzeugung notwendigen höheren Tourenzahl ohne weiteres nach irgendeiner Seite dauernd aus, es wird also auch hier gleichfalls die angestrebte Gleitführungslosigkeit unzweckmäßig. Versuche, den schwingenden Mittelboden durch Spiralfederung in der richtigen Führungslage zu erhalten, zeigten einigermaßen annehmbare Ergebnisse, doch die geringste Ungleichheit der Federn bewirkt einen seitlichen Zug auf die Bälge und dabei eine Verzerrung mit schließlichem Bruch der Führungsgabel.
Alle diese Gleitführungsersatzmittel haben zudem den weiteren Nachteil des Auftretens klatschender Geräusche bei Zusammentreffen der Balgfalten, wozu sich noch ein stark pochendes Geräusch der schlappernden Metallteile der Bälge einstellt.
Bei dem nachstehend beschriebenen Geblase, welches auf der Zeichnung in
Fig. ι im Längsschnitt, in
Fig. 2 im Grundriß, in
Fig. 3 in Stirnansicht gegen eine Verbindungsstrebe und in ·
Fig. 4 in Seitenansicht gegen eine Verbindungsstrebe dargestellt ist, sind nun alle besagten Fehler ausnahmslos vermieden oder beseitigt.
Das obere Gebläse u mit der Bodenplatte *
ist mit dem Balken k fest verbunden; es hat sein eigenes Ansaugrohr f. Das untere Gebläse ν mit der Bodenplatte m ist mit dem Balken η fest verbunden; es hat ebenfalls sein eigenes Ansaugrohr o.
Die Balken k und η werden unbeweglich feststehend mit dem Maschinenrahmen q verbunden, wodurch zunächst ein fester Halt in der Mitte der Bälge erreicht wird.
ίο Die Bälge haben zylindrische Form und schließen mit dem Deckel s oben und t unten ab. Vier bei c verstellbare Streben b verbinden die Deckel s und t untereinander.
Die Triebstange α ist ebenfalls verstellbar durch die Stellmuttern e und f am Deckel s angeordnet.
Die zylindrische Form der Bälge, welche in den Falten mit endlosen Spannringen ausgelegt sind, kann nach keiner Seite ecken, gleichgültig, ob die Tourenzahl oder die Kurbelbewegungen rasche oder langsame sind, auf keinen Fall geraten die Bälge bei Zugrundelegung genauer Arbeit aus ihrer einfachen Strebenführung in Verbindung mit der Antriebsstange.
Die Ansaugventile g und h sind im Mittelpunkt der Bodenplatten, die Ausstoßventile d d und γ r in der bei der Balgbewegung wagrecht bleibenden Durchmesserlinie der Deckplatten angeordnet, so daß ungleichmäßige Drucke beim Ansaugen und Ausstoßen der Luft nicht auftreten können.
Mit den Stellvorrichtungen c, e f wird ein doppelter Zweck verfolgt, einmal der Ausgleich der im Leder auftretenden verschiedenen Dichten, welch letztere naturgemäß sind, das andere Mal die Einstellung einer bestimmten Leistung, für welche die Pumpe bestimmt ist.
Die Bälge werden wirtschaftlich nur schablonenmäßig hergestellt, dabei kommt es stets vor, daß ein Teil einer Form, eine dicke Stelle, ein anderer Teil eine dünne Stelle aufweist. Beide Stellen liegen sich vielleicht gegenüber; es tritt dadurch eine ungleichmäßige Spannung beim Aufgang des Balges in der Form ein, welche unter Umständen für ein allmähliches Verziehen und so wieder für einen Ausschlag des Pumpenkörpers grundlegend ist. Man kann nun, unbeachtet des Hubes, den schädlichen Raum der Pumpen, welcher durch die Faltenlagen entsteht, nutzbringend dazu verwerten, diese Fehler ohne weiteres abzustellen, indem man das Leder nicht, wie sonst üblich, stramm auf Spannung bringt.
In gleicher Weise kann die Regelungsvorrichtung dazu benutzt werden, die Leistung der Pumpe nach Belieben durch Verminderung oder Vermehrung des schädlichen Raumes festzusetzen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Staubabsaugevorrichtung mit zwei von gemeinsamer Kurbel angetriebenen, übereinander angeordneten, zylindrischen Saugbälgen, die unabhängig voneinander arbeiten und deren mittlere gegeneinander gekehrte Bodenplatten fest gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bälge (u, v) mit der Triebstange (a) ein starres System bilden und unmittelbar gleitführungslos an die Antriebskurbel angehängt sind.
2. Staubabsaugevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Balgdeckel ^s, t) voneinander und die Befestigung der Triebstange (a) an einem derselben verstellbar sind, um die Leistung der Bälge durch Änderung der schädlichen Räume regeln zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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