DE272840C - - Google Patents

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DE272840C
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ratchet
flame
evening
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 272840 KLASSE 4 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1912 ab.
Bei allen Laternen, welche mit zwei Flammen ausgerüstet sind, ist es gebräuchlich, beide Flammen gleichzeitig, und zwar bei eintretender Dunkelheit anzuzünden, eine Flamme während der Nachtzeit nach Beendigung des Abendverkehrs wieder zu löschen und die andere Flamme bis zum Morgen fort brennen zu lassen. Sind nun die zweiflammigen Laternen mit Gasdruck-Fernzündern ausgerüstet, wie sie z. B. durch
ίο das Patent 145050 bekannt geworden sind, so wird die Gaszufuhr zu den Brennern durch zwei Ventile geregelt, deren Öffnen und Schließen durch die Zahnung je eines Schaltrades bedingt wird.
Die bekannten Doppel-Fernzünder sind weiter so ausgebildet, daß das eine Ventil stets die Gaszufuhr zur Nachtflamme, d. h. zu jener Flamme, welche vom Abend bis zum Anbruch des Morgens brennt, und das zweite Ventil die Gaszufuhr zu der Abendflamme regelt, d. h. zu jener Flamme, welche nur während der Abendstunden brennt. Diese Bauart der Fernzünder bedingt, daß die Zahnung der beiden in einem Doppelfernzünder angeordneten Schalträder verschieden ausgebildet ist.
Bei diesen Doppel-Fernzündern tritt nun der Nachteil ein, daß stets ein und dieselbe Flamme während der ganzen Nacht brennt und die Abendflamme nur wenige Brennstunden hindurch leuchtet. Die Folge hiervon ist, daß die Glühkörper der beiden Flammen ungleichmäßig beansprucht werden und derjenige der Nachtflamme schon eine geringere Leuchtkraft besitzt, wenn der Glühkörper der Abendflamme noch wenig beansprucht worden ist. Dieser Übelstand macht sich durch eine ungleichmäßige Lichtstärke der beiden Flammen während der Abendstunden unangenehm bemerkbar.
Dieser Nachteil soll nun durch den neuen Doppel-Fernzünder nach der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß er. selbsttätig die beiden in einer Laterne angeordneten Flammen von Tag zu Tag abwechselnd als Nacht- und Abendflamme schaltet. Zu diesem Zwecke werden zur Betätigung der Ventile innerhalb des Fernzünders zwei Schalträder mit bestimmter Zahnteilung verwendet, welche einander völlig gleichen, aber in bestimmter Weise gegeneinander versetzt angeordnet sind.
Die Zahnung der Schalträder ist so ausgebildet, daß, im Sinne des Uhrzeigers folgend, einem Doppelzahn eine Doppellücke, dieser ein einfacher Zahn und diesem einfache Lücke folgt. Beträgt die Zahnteilung des Schaltrades nur sechs, so zeigt der Schaltradrand nur je einen Doppel- und einen einfachen Zahn nebst einer doppelten und einer 'einfachen Lücke. Ist die Zahnteilung des Schaltrades z. B. zwölf, so folgen in der angegebenen Reihenfolge die doppelte Anzahl von Zähnen und Lücken bestimmter Größe.
Der Grad, um welchen die beiden einander gleichen Schalträder gegeneinander versetzt sind, ist abhängig von der Größe der Mehrfachen, welche für die Zahnteilung verwendet ist. Ist diese gleich 1, so daß die Zahnteilung gleich 6 ist, so sind die beiden Schalträder um
i8o° gegeneinander zu versetzen. Ist die Mehrfache größer als i, so ist der Winkel, um welchen die beiden Schalträder gegeneinander zu versetzen sind, gleich i8o° dividiert durch die Vielfache. Ist z. B. die Zahnteilung 12, so ist der Winkel, um welchen die beiden Schalträder gegeneinander zu versetzen sind, gleich 900. In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Gasdruck-Doppel-Fernzünder im Längsschnitt dargestellt.
Fig. 2 zeigt denselben Fernzünder im Schnitt nach der Linie A-B.
Fig. 3 zeigt ein einzelnes Schaltrad mit der Zahnteilung 6 und
Fig. 4 ein einzelnes Schaltrad mit der Zahnteilung 12.
Das Gas tritt durch die Öffnung 1 in den Doppel-Fernzünder. Auf eine Membran 2 wirkt auf der einen Seite der Gasdruck, während auf der anderen Seite der jeweilige Luftdruck einwirken kann. Die Membran 2 steht durch einen Bolzen 3 mit einem zweiarmigen Hebel 4 in Verbindung, an dessen einen Schenkel 5 der Bolzen 3 und an den anderen Schenkel 6 die Klinke 7 angelenkt ist. Wird vom Gaswerk aus eine Druckwelle in das Versorgungsgebiet gesandt, so wird die Membran 2 nach außen gedrückt und ihre Bewegung durch den Bolzen 3 und den Doppelhebel 4 auf die Klinke 7 übertragen, so daß diese das Nockenrad 8 um.ein bestimmtes Stück dreht. Geht die Druckwelle wieder zurück, so führt die Membran eine entgegengesetzte Bewegung aus. Die Klinke 7 gleitet um eine Zahnbreite zurück und fällt selbsttätig wieder in die nächstfolgende Zahnlücke ein. Das Nockenräd 8 ist fest mit der Welle 9 verbunden, auf welcher weiter zwei einander gleiche Schalträder 10 und 11 befestigt sind. Oberhalb eines jeden Schaltrades ist ein Stift 12 und 13 vorgesehen, welche an je einer Platte 14 und 15 befestigt sind, die um die Achsen 16 und 17 drehbar angeordnet sind. Kommen die Stifte 12 und 13 auf einen Zahn des Schaltrades zu stehen, so werden die Platten 14 und 15 und damit die Ventile 18 und 19 angehoben. Fallen bei der Weiterdrehung der Schalträder 10 und
11 die Stifte 12 und 13 in eine Zahnlücke, so sinken auch die Platten 14 und 15 wieder zurück, und die Ventile 18 und 19 werden geschlossen.
Um nun das Zünden und Löschen der beiden durch diesen Fernzünder gespeisten Flammen so zu regeln, daß sie abwechselnd als Tag- und Nachtflamme arbeiten, sind die Schalträder 10 und 11 z. B. in der in Fig. 5 und 4 dargestellten Weise ausgebildet. Der Zahnteilung des Schaltrades in Fig. 3 liegt die Zahl 6' zugrunde, während für die des Schaltrades in Fig. 4 die Zahl
12 angenommen ist. Bei den Schalträdern folgt im Sinne des Uhrzeigers dem Doppelzahn 20 eine Doppellücke 21, dieser der einfache Zahn 22, diesem die einfache Lücke 23 und so fort. Bei den Schalträdern in Fig. 1 und 2 ist die Zahnteilung 12 angenommen worden, und die beiden Schalträder sind um 90 ° gegeneinander versetzt auf der Welle 9 angeordnet.
Gelangt nun eine Druckwelle in den Fernzünder, so wird das Nockenrad 8 und gleichzeitig die beiden Schalträder 10 und 11 eine bestimmte Drehung ausführen, welche ihrer Teilung entsprechend bemessen sein muß, und zwar so, daß die Schalträder z. B. bei einer Zwölfteilung um ein Zwölftel ihres Umfanges gedreht werden. Bei dieser Drehung soll nun z. B. der Doppelzahn 20 den Stift 12 anheben und damit das Ventil 18 öffnen. Gleichzeitig wird vom Schaltrad 11 durch dessen einfachen Zahn 22 der Stift 13 gehoben und damit das Ventil 19 geöffnet. Durch diese eine Welle ist also die Gaszufuhr zu beiden Flammen freigegeben worden. Wird nun z. B. nach Beendigung des Abendverkehrs eine zweite Druckwelle gegeben, so wird diese die beiden Schalträder 10 und 11 wiederum um ein Zwölftel drehen. Hierbei wird der Stift 12 auf dem Doppelzahn 20 gleiten, so daß das-Ventil 18 geöffnet bleibt, d. h. die an das Ventil 18 angeschlossene Flamme brennt als Nachtflamme. Durch die gleiche Drehung wird das Schaltrad 11 um das gleiche Maß herumgedreht. Hierdurch aber fällt der Stift 13 in die Zahnlücke 23, das Ventil 19 wird geschlossen. Die an dieses Ventil angeschlossene Gasflamme erlischt also, d. h. sie brennt als Abendflamme. Bei einer weiteren Druckwelle wird sich das Nockenrad 8 und damit die beiden Schalträder 10 und 11 wiederum um ein Zwölftel drehen. Hierbei fällt der Stift 12 in die Zahn lücke 23 des Schaltrades 10, während der Stift 13 in der Doppelzahnlücke 21 des Schaltrades 11 weiter gleitet. Hierdurch wird bewirkt, daß die noch brennende Nachtflamme gelöscht wird, während die Gaszufuhr zur Abendflamme unterbrochen bleibt.
Durch eine vierte Druckwelle, welche in den Abendstunden des zweiten Tages gegeben wird, wird nunmehr der Stift 12 durch den Zahn 22 angehoben, während der Stift 13 durch den Zahn 20 angehoben wird. Hierdurch wird also die Gaszufuhr zu beiden Flammen wiederum freigegeben. Wird nun während der Nachtzeit eine weitere Druckwelle gegeben, so fällt der Stift 12 in die Zahnlücke 20, während der Stift 13 auf dem Doppelzahn 21 entlang gleitet. Die Gaszufuhr durch das Ventil 18 hört also auf, während die durch das Ventil 19 fortbesteht. Die an das Ventil 18 angeschlossene Flamme brennt also in dieser Nacht als Abendflamme, während die an das Ventil 19 angeschlossene Flamme, als Nachtflamme fortbrennt. Durch die beim Hellwerden am Morgen gegebene
Druckwelle werden die beiden Schalträder wiederum um ein Zwölftel gedreht, und hierbei gleitet der Stift 12 in der Zahnlücke 20 des Schaltrades 10, während der Stift 13 in die Zahnlücke 23 fällt, d.h. die Abendflamme bleibt gelöscht, während auch die Nachtflamme jetzt gelöscht wird. Durch die am nächsten Abend gegebene Druckwelle beginnt das Spiel von neuem.

Claims (2)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    i. Gasdruck-Doppel-Fernzünder, bei welchem die Ventile für die Nacht- Und Abendlampen durch Fortschaltung je eines Schalt-
    rades geöffnet und geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalträder gleiche Verzahnung, haben und um einen Winkel gegeneinander versetzt sind, welcher gleich dem Bruch ist, dessen Zähler 180 ° und dessen Nenner die Vielfache ist, mit welcher 6 vervielfacht die verwendete Zahnteilung der Schalträder ergibt.
  2. 2. Gasdruck-Doppel-Fernzünder nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnteilung so gewählt ist, daß im Sinne des Uhrzeigers einem Doppelzahn eine Doppelzahnlücke, dieser ein einfacher Zahn, diesem eine einfache Lücke und dieser wiederum ein Doppelzahn usf. folgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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