DE27229C - Verfahren zur Bereitung von Sprengstoffen - Google Patents

Verfahren zur Bereitung von Sprengstoffen

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DE27229C
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W. REUNERT in Annen in Westfalen
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C06—EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008—Compounding the ingredient

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1883 ab.
Zur Bereitung des Sprengstoffes werden 7 5 Gewichtstheile Kalisalpeter, 13 Gewichtstheile Kohle von weichem Holz, fein gepulvert, 9 Gewichtstheile Schwefel, ebenfalls fein gepulvert, und 3 Gewichtstheile Weizen- oder Stärkemehl gemischt.
100 kg dieser Mischung werden mit 6 bis 8 1 Wasser zu einem compacten Teige angemacht und dann in den auf beiliegender Zeichnung dargestellten Dampfapparat gebracht. Dieser Apparat besteht aus einer Trommel A mit einer durch einen Deckel verschliefsbaren Einfüll- bezw. Entleerimgsöffhung a, welche Trommel auf einer hohlen Achse b sitzt und mit dieser in Lagern c c1 rotirt. Das eine Ende der Achse ist massiv · und trägt die Riemscheiben dd', von denen die eine Los-, die andere Festscheibe ist. Das andere Ende der Achse b kann in der Stopfbüchse ί eines festliegenden Rohres r rotiren. Derjenige Theil der Achse b, welcher innerhalb der Trommel A liegt, ist mit feinen Durchlochungen versehen, so dafs durch das Rohr r zugeleiteter Dampf in das Innere der Trommel A dringen kann, während sie rotirt.
In diesen Apparat bringt man nun den wie oben angegeben hergestellten Teig und läfst nach Verschlufs der Emfüllöffnung Dampf von 2 Y2 bis 3 Atmosphären Spannung einströmen; die Trommel wird dabei in Rotation versetzt, während der Inhalt ins Kochen geräth, wodurch eine äufserst innige Mischung der einzelnen Bestandtheile der Masse entsteht.
Falls ein besonders rasch wirkender Sprengstoff erzielt werden soll, setzt man in diesem Stadium noch etwas Glycerin oder chlorsaures Kalium oder von beiden hinzu und läfst die Trommel, unter Einwirkung des Dampfes noch etwa Y2 Stunde weiter rotiren.
Der Vortheil des Verfahrens beruht in der innigsten Verbindung der einzelnen Stoffe, wie sie auf dem gewöhnlichen Wege nie zu erreichen ist. Man vermeidet auf diese Weise, dafs einzelne Theile sich nicht mit einander mischen und Körner bilden, die gar nicht zur Explosion gelangen, wie dies bei der gewöhnlichen Methode vorkommt.
Nach dieser Behandlung der Masse läfst man dieselbe aus der Trommel laufen und erkalten und prefst sie darauf in Patronen von beliebiger Form und Gröfse, welche man auf Hürden lagern und trocknen läfst; sie sind dann zum Gebrauch fertig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei der Bereitung eines aus den angegebenen Bestandtheilen und wesentlich in den angegebenen Mengenverhältnissen bestehenden Sprengstoffes die Behandlung des Teiges in einer rotirenden Trommel A mit hohler, im Innern der Trommel perforirten Achse b, durch welche gespannter Dampf eingeführt wird, zum Zweck innigster Mischung der Bestandtheile des Sprengstoffes.
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