DE270990C - - Google Patents

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DE270990C
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projectile
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hook
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D1/00Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
    • B64D1/02Dropping, ejecting, or releasing articles
    • B64D1/04Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Wh. GRUPPEK;
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1912 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet . eine Vorrichtung zum Abwerfen von Geschossen aus Luftfahrzeugen (Flugzeugen und Luftschiffen), deren Wesen darin besteht, daß mehrere Geschosse an einem Gestänge derartig aufgehängt sind, daß sie durch Bewegen des Gestänges nacheinander freigegeben werden. Ferner ist die Vorrichtung so ausgebildet, daß beim Freigeben eines Geschosses
ίο ein Organ zum Entsichern des Geschoßzünders selbsttätig in die Bahn des Geschosses eingerückt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in der Anwendung auf ein Flugzeug dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt eines Teiles des Flugzeugkörpers mit der Abwerfvorrichtung in Seitenansicht; <
Fig. 2 bis 6 veranschaulichen in größerem Maßstabe Schnitte nach 2-2, 3-3, 4-4, 5-5 und 6-6 der Fig. 1, von rechts gesehen;
Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht einer Einzelheit im Maßstabe der Fig. 2 bis 6.
In der Längsrichtung des im wesentlichen trogförmigen Querschnitt besitzenden Flugzeugkörpers A ist hinter den Sitzen G und G1 (Fig. 1) für den Führer und Beobachter eine Welle B (Fig. 1 bis 5) angeordnet, die in Lagerböcken C drehbar ist. Diese Welle dient zum Aufhängen von vier Sprenggeschossen D D1 Z)2 D3, die zu diesem Zwecke an ihren Böden je einen Haken d* (s. bes. Fig. 2 bis 5) tragen, der nach einem Viertelkreis gekrümmt ist. Die Geschosse hängen zwischen zwei senkrechten Längswänden A1 (Fig. 1 und 2) und 'zwei senkrechten Querwänden A2 (Fig. i) des Flugzeugkörpers A. Der Kopf jedes Geschosses trägt zwei einander diametral gegenüberliegende Rippen ds, mit denen die Geschösse in senkrechte Führungen a3 (Fig. 2) der Wände A1 eingreifen.
Die Welle B ist an den Stellen, die zum Angriffe der Haken di bestimmt sind, abgesetzt, so daß die Haken gegen eine Verschiebung in der Längsrichtung der Welle gesichert sind. Diese abgesetzten Teile der Welle B sind mit je einem halbzylindrischen Ausschnitte δ1 δ2 b3 bi versehen, deren jeder in der aus Fig. 2 bis 5 ersichtlichen Weise um je 45° zu den benachbarten Ausschnitten versetzt ist. Infolge dieser Anordnung hängen die Geschosse nur an halbzylindrischen Teilen δ5 δ8 δ7 δ8 der Welle B, und zwar derartig, daß die Welle, wenn sie aus ihrer in der Zeichnung wiedergegebenen Ruhelage im Sinne des Pfeiles χ (Fig. 2) um 45° gedreht wird, das Geschoß D freigibt, während die Geschosse D1 D2 D3 erst dann freigegeben werden, nachdem die Welle aus ihrer Ruhelage im gleichen Sinne um 90° bzw. 135 ° bzw. 180 ° gedreht worden ist.
Die Welle B trägt ein Kettenrad E, das unter Vermittelung einer Kette E1 mit einem Kettenrade E2 in zwangläufiger Verbindung steht. Das Kettenrad E2 sitzt auf einer Welle E3 (s. bes. Fig. 1), die in Lagern F ruht und vor dem Sitze G1 für den die Abwerfvorrichtung bedienenden Beobachter endet. An diesem Ende ist auf der Welle E3 ein Kettenrad E1 (Fig. 1 und 6) angeordnet, das unter Vermittelung einer Kette E6 mit einem Kettenrade Ee in Verbindung steht. Das Ket-
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tenrad Ee sitzt auf einer Welle H, die an einem Querstücke / gelagert ist und auf ihrem dem Sitze G1 zugekehrten Ende einen starr mit ihr verbundenen Handhebel L trägt. Dieser Handhebel kann nach dem Sitze G1 hin federn und an einer halbkreisförmigen Schiene K (s. bes. Fig. 6) entlang gleiten, die auf dem Querstücke / sitzt und durch Anschläge k1 k2 den Ausschlag des Hebels L begrenzt. In der
ίο Schiene K vorgesehene Rasten k3 kl k5 k6 k7, mit denen ein Vorsprung P- des Hebels L in Eingriff treten kann, gestatten, den Hebel in fünf Stellungen, die um je 45° gegeneinander versetzt sind, festzulegen.
Mit der Welle E3 steht unter Vermittelung eines auf ihr sitzenden Kettenrades E7, einer Kette Es und eines Kettenrades Zi9 eine in der Nähe der Geschoßköpfe angeordnete Welle M (Fig. i, 2 und 7) in zwangläufiger Verbindung.
Die Welle M verläuft parallel zur Welle B und ruht in Lagerböcken N.
Die zwangläufigen Verbindungen zwischen dem Handhebel L und den Wellen B M sind so gewählt, daß sich beim Umlegen des Handhebeis im Sinne des Pfeiles y (Fig. 6) die Wellen B M im Sinne der Pfeile χ und ζ (Fig. 2) drehen, und zwar um den gleichen Betrag, um welchen der Hebel L umgelegt wird.
Auf der Welle M sind in den Ebenen der Führungen a3 vier Haken P P1 P2 P3 (s. bes. Fig. 2 und 7) angeordnet, die dazu bestimmt sind, die Aufschlagzünder der Geschosse zu entsichern, wenn die Geschosse von der Welle B freigegeben worden sind und aus dem Flugzeug herabfallen.
Die Zünder der Geschosse besitzen einen Nadelbolzen R (Fig. 2), der aus dem Zünderkörper Q herausragt und an seinem aus dem Zünderkörper herausragenden Ende einen tellerförmigen Kopf r1 trägt. Eine Feder r2 sucht den Nadelbolzen R in der aus der Zeichnung ersichtlichen Transportstellung zu halten, in welcher er außerdem durch einen Vorstecker S, der in Bohrungen des Zünderkörpers und Nadelbolzens eingeführt ist, gegen die das Anstechen der Zündpille R3 bewirkende Verschiebung gesichert ist. Der Vorstecker S ist an seinem äußeren Ende zu einer Öse für den Eingriff des betreffenden Hakens P... P3 ausgebildet.
Die Haken P sind auf der Welle M drehbar, aber unverschiebbar angeordnet; sie werden aber durch je eine Feder fil, deren eines Ende in den Haken und deren anderes Ende in einen auf der Welle M starr befestigten Ring m1 eingreift, in den namentlich aus Fig. 2 ersichtlichen Winkelstellungen gehalten, in denen sie um 45 ° gegeneinander versetzt stehen.
In der Ruhelage nehmen die Teile der Abwerfvorrichtung die aus der Zeichnung ersichtliche Lage ein. Der Handhebel L steht in Eingriff mit der Rast k3 der Schiene K.
An der Welle B hängen vier Geschosse, deren Zünder durch die Vorstecker S gesichert sind. Die Haken P... P3 stehen so, daß die Welle M im Sinne des Pfeilesa (Fig. 2) um 45° gedreht werden muß, damit der Haken P in die Lage gelangt, in welcher sein freies Ende in Eingriff mit der öse des Zünder vorsteckers des zugehörigen Geschosses D gelangen kann.
Soll das Geschoß D abgeworfen werden, so legt der Beobachter den Hebel L im Sinne des Pfeiles y (Fig. 6) bis in diejenige Lage um, in welcher der Vorsprung I1 des Hebels in Eingriff mit der Rast kl der Schiene K tritt. Dies hat zur Folge, daß die Wellen B und M im Sinne der Pfeile χ und ζ (Fig. 2) um 45 ° gedreht werden, so. daß einerseits der Wellenteil δ5 den Haken dl des Geschosses D freigibt und andererseits der Haken P durch die eine der für die Rippen d5 des Geschosses D bestimmten Führungen a3 hindurch bis in die in Fig. 2 mit strichpunktierten Linien angedeutete Lage schwingt. Beim Herabfallen des Geschosses D gelangt der Haken P in Eingriff· ' mit der öse des Zündervorsteckers S, so daß dieser aus dem Zünder herausgerissen und der Zünder scharf wird. Beim Herabfallen des Geschosses D schwenkt der Geschoßkopf den Haken P zunächst entgegen der Wirkung seiner. Feder ^4 in der dem Sinne des Pfeiles ζ entgegengesetzten Richtung; hat das Geschoß das Luftfahrzeug verlassen, so kehrt der Haken unter der Wirkung seiner Feder wieder in die strichpunktiert angedeutete Lage zurück.
Wenn das Geschoß mit dem Kopfe r1 des Nadelbolzens R auf den Erdboden auf trifft, wird der Nadelbolzen entgegen der Wirkung der Feder r- verschoben und die Zündpille R3 angestochen. '
Sollen auch die übrigen Geschosse abgeworfen werden, so dreht der Beobachter den Handgriff L in die durch die Rasten k5 A6 W bestimmten Winkelstellungen. Hierbei gelangen die Haken P1 P2 P3 in ihre wirksamen Lagen, so daß sie beim Herabfallen der Geschosse deren Zünder entsichern.
Nach dem Abwerfen sämtlicher Geschosse ist die Welle B gegenüber ihrer aus der Zeichnung ersichtlichen Lage um i8o° verdreht, so daß die Wellenteile b5. . .b8 diejenigen Stellungen einnehmen, die auf der Zeichnung die zugehörigen Ausschnitte δ1... δ4 besitzen. Die Haken P... P3 ragen hierbei sämtlich in den Raum zwischen den Wänden A1 hinein. Bei der eben erwähnten Lage der Welle kann man an ihr neue Geschosse ohne weiteres dadurch aufhängen, daß man zunächst das zum Aufhängen auf den Wellenteil δ8 bestimmte Geschoß D3 bei der aus der Zeichnung ersichtlichen Richtung des Hakens dl von unten zwischen die Wände A1 einführt, bis in die
aus der Zeichnung ersichtliche Lage anhebt und sodann den Handhebel in der dem Sinne des Pfeiles y (Fig. 2) entgegengesetzten Richtung um 450 umlegt. (Beim Einführen des Geschosses zwischen die Wände A1 muß der Haken P3 entgegen der Wirkung seiner Feder pi zurückgeschwungen werden.) Sodann führt man in gleicher Weise die übrigen Geschosse in der Reihenfolge D2 D1 D zwischen die Wände A1 ein und legt nach dem Ein-, führen jedes Geschosses den Hebel um 45 ° in der eben angegebenen Richtung um.
Nach dem Aufhängen von vier Geschossen nehmen die Teile wieder die aus der Zeichnung ersichtliche Lage ein.
Ohne das Wesen der Erfindung zu ändern, könnte man die Abwerfvorrichtung auch für eine andere Anzahl von Geschossen einrichten. In diesem Falle müßten die zum Angriffe der Geschoßhaken d* bestimmten Teile der Welle B, die Haken zum Entsichern der Zünder und die an der Schiene K vorgesehenen Rasten für den Handhebel L unter einem anderen Winkel als 45° zueinander versetzt sein.
Auch könnte man an Stelle einer drehbaren Welle zum Aufhängen der Geschosse ein verschiebbares Gestänge anwenden, über das die Haken der, gegen Verschiebung in der Längsrichtung des Gestänges gesicherten Geschosse "greifen, und das mit Ausschnitten für den Durchtritt der Haken der Geschosse versehen ist. Die Ausschnitte des Gestänges müßten dann verschieden großen Abstand von den Haken der Geschosse besitzen, so daß bei einer Verschiebung des Gestänges um einen gewissen Betrag immer nur der Haken eines Geschosses durch den zugehörigen Ausschnitt des Gestänges hindurchtreten kann.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Abwerfen von Geschossen aus Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Geschosse mit an ihren Böden vorgesehenen Haken (d*) an einem Gestänge (B) aufgehängt sind, das mit gegeneinander versetzten Ausschnitten (b1 .. . bl) für. den Durchtritt der Haken versehen ist, so daß die Geschosse durch Bewegen des Gestänges nacheinander freigegeben werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (B) durch eine drehbare Welle gebildet wird, die mit einer zweiten Welle (M) in zwangläufiger Verbindung steht, auf der Organe (P: . . P3) zum Entsichern der Geschoßzünder derartig angeordnet sind, daß durch die das Freigeben der Geschosse bewirkende Drehung der Welle (B) die Entsicherungsorgane in die Bahn der herabfallenden Geschosse gebracht werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe zum Entsichern der Geschoßzünder durch Haken (P. . . Ps) gebildet werden, die mit ihrer Welle (M) durch Federn (ft*) in der Weise verbunden sind, daß sie der Drehbewegung
    * ihrer Welle (M) folgen, aber entgegen der Wirkung ihrer Feder dem herabfallenden Geschosse auszuweichen vermögen.
    Hierzu 1 Blatt. Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5260691A (en) * 1990-10-30 1993-11-09 Norm Pacific Automation Corp. Fire alarm device accompanied with air conditioner

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5260691A (en) * 1990-10-30 1993-11-09 Norm Pacific Automation Corp. Fire alarm device accompanied with air conditioner

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