DE270784C - - Google Patents

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DE270784C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41GARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
    • A41G1/00Artificial flowers, fruit, leaves, or trees; Garlands
    • A41G1/02Implements, apparatus, or machines for making artificial flowers, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 270784 KLASSE Ze. GRUPPE
MEY & CO. in SEBNITZ i. S.
Maschine zum Anstielen von künstlichen Blüten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Anstielen von künstlichen Blüten. Das Wesen der Maschine besteht darin, daß das aus einer Formplatte entnommene Blütenblatt in den Unterstempel der Blütenpresse getragen, darin durch eine beide Stempel durchsetzende Klemmvorrichtung festgehalten, durch eine Nadel gelocht, durch eine Stielvorschub- und Abschneidevorrichtung angestielt und ίο dann durch Senken des Oberstempels gepreßt wird, worauf die angestielte Blüte nach Zurückgehen des Oberstempels durch Anheben des unteren Teiles der Klemmvorrichtung aus dem Unterstempel ausgehoben, durch eine den Stiel fassende Zange zur Seite bewegt, das Blütenblatt durch eine Gabel bis an das obere, mit Leim zu betupfende Ende des Stieles hochgeschoben und die gestielte Blüte endlich durch eine zweite Zange auf ein Förderband abgeworfen wird.
Auf den Zeichnungen zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die innere Einrichtung,
Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 2,
Fig. 4 eine Stirnansicht der Blütenpresse nebst Anstielvorrichtung, aus der Ebene A-A in der Pfeilrichtung der Fig. 1 gesehen,
Fig. 4a und 4b Einzelheiten,
Fig. 5 eine Seitenansicht zu Fig. 4, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 a einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 5,
Fig. 6 eine Aufsicht auf die Ablegevorrichtung,
Fig. 7 eine Seitenansicht zu Fig. 6, teilweise im Schnitt.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die zum Anstielen der Blüten dienenden, miteinander arbeitenden Einzelvorrichtungen in einer größeren Anzahl nebeneinander vorhanden und gruppenweise miteinander verbunden, so daß sie gemeinschaftlich durch ein und dasselbe Hebelgestänge in Tätigkeit gesetzt werden können. In der Beschreibung ist daher nur je eine Einzel vorrichtung nach ihrer Wirkungsweise und ihrem Zusammenhang mit den anderen Teilen erläutert.
ι ist der auf einem Querbalken 2 des Maschinengestelles 3 ruhende Unterstempel, 4 der an einer senkrecht verschiebbaren, zwischen zwei Säulen 5 (Fig. 4) geführten Schiene 6 befestigte Oberstempel der Blütenpresse. Der Boden des Unterstempels hat eine zentrische Bohrung zur Aufnahme und Führung eines den Tragbalken durchsetzenden, mit einer verschiebbaren Schiene 7 (Fig. 4 und 5) verbundenen Röhrchens 8, während der ebenfalls zentrisch durchbohrte Oberstempel einen trichterförmigen Einsatz 9 hat, der durch Blattfedern 10 senkrecht federnd gesichert ist, so daß das von einem Zuträger 11 (Fig. 1) in den Unterstempel einzubringende Blütenblatt 12 schon vor dem Pressen zwischen dem federnden Einsatz 9 des Oberstempels und dem ihm als Widerlager dienenden Röhrchen 8 zum Anstielen festgeklemmt werden kann. Die Tragschiene 7 ist durch ein Gelenk 13 mit einem Hebelarm 14 verbunden, der unter Einwirkung eines Exzenters 15 (Fig. 4 und 5) gehoben und gesenkt werden kann.
70
Der Zuträger ii besteht aus einem mit einer Luftpumpe 16 (Fig. i) durch ein Rohr z6a verbundenen Saugtaster, der durch Hebelgestänge 17, iya, 18 und i8a taktweise in der senkrechten und in der wagerechten Ebene in der Weise bewegt werden kann, daß er sich beim ersten Takt auf das Blütenblatt senkt, um es unter Einwirkung der Luftpumpe, anzusaugen, worauf er sich beim zwei-
1.0 ten Takt wieder hebt, im dritten Takt eine Vorwärtsbewegung macht, sich dann im vierten Takt auf den Unterstempel der Blütenpresse senkt und das Blütenblatt bei gleichzeitig erfolgender Abstellung der Pumpe losläßt, um im fünften Takt wieder hochzusteigen und im sechsten Takt in seine ursprüngliche Stellung zurückzugehen. Zu diesem Zweck ist der Taster 11 an einer Welle 79 schwingbar befestigt, deren Lagerbock 47 auf einem mit einem Gelenkhebel 18 verbundenen Schlitten 78 befestigt ist, während ■ über dem Taster eine gefederte, mit einem Druckansatz 28^ versehene Druckleiste 28 vorgesehen ist, an welcher der Hebel 17 angreift. Beim Drehen der Welle 80 trifft zunächst die Kurve 8ia der Scheibe 81 die Nase des am Hebel 17" befestigten Armes 20 und drückt den Hebel nieder, wodurch auch der Hebel 17 abwärts bewegt wird und hierbei die Druckleiste 28 auf den Taster 11 drückt, so daß sich dieser auf das in einer inzwischen in bekannter Weise untergeschobenen Formplatte 21 befindliche Blütenblatt senkt; sobald aber die Kurve 8ia die Nase des Armes 20 überglitten hat, bewegt sich das (Hebelgestänge 17, iya un-ter Einwirkung der Feder 22 wieder zurück und gibt den immer nach oben strebenden Taster frei, so daß dieser das angesaugte Blütenblatt von der Formplatte abheben kann.
In diesem Augenblick schlägt der Finger 82" der Scheibe 82 gegen den um den Bolzen 83 schwingbaren Hebel 18 und bewegt dadurch den Tasterschlitten vorwärts bis über die Presse 1; gleich darauf wirkt aber auch die Kurve 81* der Scheibe 81 gegen den Arm 20 des Hebels iya und senkt dadurch den Taster zum zweiten Male in dem Augenblick, in welchem er über der Presse steht, um ihn dann, nachdem er durch Abstellung der Luftpumpe das Blütenblatt in die Presse abgelegt hat, wie beim ersten Male wieder abzuheben, worauf der Finger 23 der Scheibe 82 den um den Bolzen 84 schwingbaren Hebel ΐδ3 trifft, der den Taster in seine Anfangstellung zurückbringt. Ist dies geschehen, so senkt sich der Oberstempel 4 unter Einwirkung des Wagebalkens 24 (Fig. ι und 3) und des Hebelgestänges 25 (Fig. 4) bis auf das Blütenblatt, wodurch dieses zwischen den Röhrchen 8 und 9 festgeklemmt wird.
Der Nachschub der zwischen senkrechten Führungsschienen 26 aufgestapelten, gefüllten Formplatten 21 erfolgt in bekannter Weise durch krallenförmig ausgebildete, vor- und rückwärts bewegbare Greifer (nicht gezeichnet), die bei jedem Vorwärtsschub immer die unterste Formplatte erfassen und unter die Mündung des Saugtasters tragen. Die vorgeschobene Formplatte fällt sofort nach ihrer Entleerung durch eine sich unter Einwirkung eines Hebels 27 im geeigneten Augenblick öffnende, in bekannter Weise, ähnlich wie bei Münzapparaten, Warenautomaten u. dgl., eingerichtete und daher hier nicht gezeichnete Klappe auf ein in einen Sammelbehälter führendes Gleitbrett 29.
Zum Anstielen des im Unterstempel zwischen den Röhrchen 8 und 9 festgeklemmten Blütenblattes dient eine Lochvorrichtung und eine mit einer Abschneidevorrichtung verbundene Stielvorschubvorrichtung.
Die Lochvorrichtung besteht aus einer Nadel 30 (Fig. 4 und 5), die an einem in einer Schlittenführung 31" des Trägers 31 wagerecht verschiebbaren Balken 32 befestigt ist. Auf dem Balken 32 ist eine an ihren Enden mit Rollen 33s versehene Achse 33 befestigt. Die Rollen greifen in Winkelnuten 34s der Wangen 34 ein, in denen sie durch ein an dem Träger 31 angreifendes, von dem Wagebalken 69 beeinflußtes Gestänge 68 zunächst schräg und dann senkrecht nach unten und zurück bewegt werden können. Beim Eintritt der Achsenrollen in den senkrechten Teil der Winkelnuten stellt sich die Nadel 30 zentrisch über dem Oberstempel der Blütenpresse ein, so daß sie bei der darauf folgenden senkrechten Bewegung durch den Einsatz 9 in das mit diesem in Fühlung befindliche Röhrchen 8 eintritt und hierbei das Blütenblatt durchsticht, um dann sofort in ihre ursprüngliche Stellung zurückzugehen und dadurch einerseits dem Saugtaster 11 zu seiner Vorwärtsbewegung, andererseits der nach Zurücktreten des Tasters in Wirkung tretenden Stielvorschub- und Abschneidevorrichtung Platz zu machen.
Die Stielvorschubvorrichtung besteht aus einem Zubringer, einem Abschneider und einem Abnehmer, der gleichzeitig als Anstieler dient. Jede dieser drei Vorrichtungen besteht aus einem mit mehreren Durchlaßöffnungen für die von Rollen 39 sich abwickelnden Stielfäden 40 (Pielen) versehenen Balken 35, 36,37 und einer wagerecht bewegbaren Wange 35", 36a, 37a (Fig. 4 und 5). Die Wangen sind unter Zwischenschaltung von Federn durch ein Paar in den BaI ken enden verschiebbar eingesetzte Bolzen 67 (Fig. 1 und 4 b) mit Abstand an den Balken befestigt. Die Seitenwangen des Zubringers 35 und des Abnehmers 37 sind mit wagerecht eingesetzten Nadeln 43 (Fig. 4 a) ausgerüstet, die in Seitenöffnungen
der Balken eingreifen und bei einer Verschiebung der Wangen gegen die Balken in deren Stielführungen eintreten, um die Pielen festzuhalten, in welcher Stellung sie durch Sperrfedern 44 gesichert werden können, während die Wange des Abschneiders 36 mit bis über die Stielführungen hinaus führbaren Abstechmessern 45 versehen ist (Fig. 4b). Der Zubringer 35 und der Abnehmer 37 bewegen sich unter Einwirkung der Hebelgestänge 38 bzw. 41 in entgegengesetzter Richtung bis zum Abschneider, der an einem Paar mit Puffern 42 versehenen Säulen 5 befestigt ist, und zwar steht das zum Bewegen des Zubringers dienende Hebelgestänge 38 unter Einwirkung eines Exzenters 19. In der Fig. 1 steht der Zubringer in seiner höchsten Stellung, in welcher die Piele festgesteckt ist. Sobald die Kurvenscheibe 19 bei ihrer Drehung mit ihrer Ausnehmung 19s. in den Bereich des am Hebel 38 sitzenden Winkelarmes 38" tritt, wird in demselben Augenblick der Nocken 38* von einem auf einer Welle 73 sitzenden Finger 74 getroffen, wodurch der Winkelarm 38^ in die Ausnehmung 19" der Kurvenscheibe hineingeführt wird, so daß der Hebel 38 den Zubringer 35 niederbewegt. Bei weiterer Drehung der Kurvenscheibe 19 wird der Arm 38^ wieder aus der Ausnehmung 19^ herausgedrängt, wodurch der Hebel 38 und damit auch der Zubringer wieder zurückbewegt wird.
Der zum Bewegen des Abnehmers dienende Hebel 41 dagegen ist mit dem gebogenen Hebel 75 verbunden, der um den Bolzen 76 schwingt und von der Kurvenscheibe 77 gesteuert wird. Beim Drehen dieser Kurvenscheibe wird der hintere Arm des Hebels 75 abwechselnd niedergedrückt und wieder gehoben und dadurch der Abnehmer auf und nieder bewegt.
Vor Beginn der Arbeit muß der Stielfaden 40 von Hand durch die drei Balken 35, 36, 37 gefädelt werden. In der Anfangstellung steht der Zubringer 35 nahe am *> Abschneider 36, während der Abnehmer 37 ganz dicht unter dem Abschneider steht. Beim Durchfädeln des Stielfadens durch die drei Balken 35, 36, 37 von Hand ist die Nadel des Abnehmers unter Benutzung der Sperrfeder ebenfalls von Hand in das eingefädelte Stielende einzustechen, während die Nadel des Zubringers 35 außer Tätigkeit bleibt. Sobald nun die Maschine durch Drehung der Kurbelwelle 70 angetrieben wird, schlägt zunächst der Hebelarm 46 (Fig. 4 und 5) gegen die Wange 36" des Abschneiders 36 an und schneidet den Stielfaden durch, worauf der Abnehmer 37 nach Zurücktreten des Messers durch das Hebelgestänge 41 nach unten bewegt wird, um das in ihm festgesteckte, abgetrennte Stielende (die Piele) durch den Oberstempel der Presse und durch das Blütenmuster in das Röhrchen 8 einzuführen, während sich der Zubringer 35 nach oben begibt. Beim Niedergehen des Abnehmers 37 wird auch der Oberstempel unter Einwirkung des mit dem Gestänge 25 verbundenen Balkens 24 (Fig. 1) gesenkt, so daß er in den Unterstempel eintritt, in welchem er durch ein auf das gepolsterte Ende 24" des Wagebalkens einwirkendes Exzenter 48 (Fig. 3) mit elastischem Druck noch vollends festgedrückt wird. Während dieses Vorganges ist der Zubringer 35 durch das Hebelgestänge hochgehoben und der Hebel 46 von der Kurvenscheibe 49 so gesteuert worden, daß er in der höchsten Stellung des Zubringers mit seinem Finger 50 gegen die Wange 35" angeschlagen,; sie dadurch gegen den Balken 35 bewegt und durch die Sperrnase 44 in dieser Stellung gesichert hat, wodurch der Stiel festgesteckt worden ist. Nach erfolgter Pressung der Blüte wird der Oberstempel unter Einwirkung des nun wieder umgekehrt sich bewegenden Balkens 24 aus dem Unterstempel gehoben, während der Abnehmer 37 durch das Hebelgestänge 41, 75 ebenfalls aufwärts bewegt wird. Das Röhrchen 8 folgt unter Einwirkung des Hebelarmes 14 (Fig. 5) dieser Bewegung, bis die Blüte aus dem Unterstempel ausgehoben ist, in welchem Augenblick der Finger 51 des Hebels 46 gegen die Sperrnase des Abnehmers 37 anschlägt und diese auslöst,- wobei die Nadel zurücktritt und dadurch den Stiel freigibt. Während dieses Vorganges senkt sich auch der Zubringer 35 wieder und führt dem Abnehmer ein neues Stielende zu, wobei die Nadel des Zubringers durch Anschlagen der Sperrnase gegen den Hebelfinger 52 ausgelöst wird, während die Nadel des Abnehmers 37 gleichzeitig durch Anschlagen des Fingeransatzes 53 gegen die Wange 37^ mit dem Stiel in Eingriff gebracht und gesichert, gleichzeitig aber auch der Stiel durch Anschlagen des Hebelbalkens 46 gegen die Wange 36^ abgeschnitten wird. Damit der gegen die Wange des Abnehmers 37 drükkende Fingeransatz 53 den Hebelbalken 46 nicht hindern kann, gegen die Wange φα des Abschneiders 36 anzuschlagen und die Abschneidevorrichtung in Tätigkeit zu setzen, ist üo der Finger 53 am Hebel 46 gelenkig angebracht und vorn so verlängert, daß er beim Einstechen der Nadel des. Abnehmers 37, d. h. beim Anschlagen seines Ansatzes gegen die Wange 37", mit seinem vorderen, abgeschrägten Ende an einer schiefen Ebene 54 des Balkens 37 (Fig. 5) in die Höhe geführt wird, so daß der Ansatz nach erfolgtem Anstecken des Stieles von der Wange 37^ loskommt, worauf sich der Hebelbalken 46 ungehindert weiter bewegen kann, um die Abschneidevorrichtung in Tätigkeit zu setzen. Jetzt tritt der Ab-
nehmer 37, wie bereits beschrieben, wieder j nach unten, und der Zubringer 35 holt von j oben nach, wobei sich immer auch wieder die i Arbeit des Hebels 46 wiederholt.
Sobald der Abnehmer 37 nach Einfügen des Stieles in die Blüte wieder hoch geht, um den nächsten Stiel zu holen und die Blüte, wie bereits oben beschrieben, durch das Röhrchen 8 ausgehoben worden ist, tritt unter Einwirkung des Hebelgestänges 55 (Fig. 1) eine Zange 56 vor, die zunächst das Röhrchen 8 dicht unterhalb der Blüte faßt, worauf das an deren Träger festsitzende Röhrchen durch Senken des Trägers zurückgezogen wird.
Gleichzeitig wird das Zangenmaul durch von Kniehebeln 57, 58, 59 bewegte, gegen die Zangenschenkel drückende Kegel 60 geschlossen und dadurch der Stiel ■ festgeklemmt (Fig. 6 und 7). Jetzt tritt die Zange wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurück und nimmt den Stiel mit der daran befindlichen Blüte mit (Fig. 5). In diesem Augenblick wird durch ein Hebelgestänge 61 eine Gabel 62 dicht unter die angestielte Blüte geführt und durch das Hebelgestänge 61 so weit angehoben, daß die Blüte bis an das vorher mit Leim zu betupfende obere Ende ihres Stieles befördert wird (Hg· 5).
Das Betupfen mit Leim kann von Hand oder in anderer bekannter Weise erfolgen.
Ist die Blüte angehoben und festgeleimt, so tritt eine zweite Zange 63 in Tätigkeit, deren Maul über die Gabel 62 nach vorn gleitet (Fig. 5 und 6) und hierbei durch einen an der Gabel befestigten Stift 64 geöffnet wird, so daß es den Blütenstiel fassen kann. In diesem Augenblick springt der Gabelstift in Ausnehmungen 65 der Maulbacken ein, wodurch sich das Maul schließt und den Blütenstiel festklemmt, während die Gabel 62 in ihre Ruhestellung zurücktritt. Hierauf tritt auch die Zange 63 ihre Rückwärtsbewegung an und nimmt die angestielte Blüte mit. Kurz vor Beendigung ihrer Rückwärtsbewegung öffnet sich die Zange unter Einwirkung von an Streben 71 angebrachten, gegen ihre Schenkel anschlagenden Stiften 72 und wirft dadurch die Blume auf ein Förderband 66 ab.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zum Anstielen von künstlichen Blüten, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einer Formplatte (21) entnommene Blütenblatt (12) in den Unterstempel (1) der Blütenpresse getragen, darin durch eine beide Stempel durchsetzende Klemmvorrichtung (8, 9) festgehalten, durch eine Nadel (30) gelocht, durch eine Stielvorschub- und Abschneidevorrichtung (35, 37 bzw. 36) angestielt und dann durch Senken des Oberstempels gepreßt wird, worauf die angestielte Blüte nach Zurücktreten des Oberstempels durch Anheben des unteren Teiles (8) der Klemmvorrichtung aus dem Unterstempel gehoben, durch eine den Stiel fassende Zange (56) zur Seite bewegt, das Blütenblatt durch eine Gabel (62) bis an das obere mit Leim zu betupfende Ende des Stieles i hochgeschoben und die gestielte Blüte endlich durch eine zweite Zange (63) auf ein Förderband (66) abgeworfen wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterstempel (1) der Blütenpresse von einem senkrecht bewegbaren Röhrchen (8) durchsetzt ist, während der Oberstempel (4) einen zentrisch eingesetzten trichterförmigen, senkrecht federnden Einsatz (9) hat, so daß das in den Unterstempel eingebrachte Blütenblatt (12) vor dem Drücken zwischen dem Röhrchen
    (8) und dem Einsatz (9) zum Lochen und Anstielen festgeklemmt und nach erfolgtem Anstielen und darauf folgendem Drücken beim Hochgehen des Oberstempels durch das hierbei angehobene Röhrchen (8) aus der Presse gehoben werden kann.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lochen des eingeklemmten Blütenblattes (12) neben der Blütenpresse eine an einem verschiebbaren Balken (32) befestigte Nadel (jo) angeordnet ist, die sich zunächst in die Achse der Blütenpresse einstellt, dann senkrecht abwärts abgeht und hierbei das Blütenblatt locht, um hierauf wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückzutreten.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stielzuführungs- und Abschneidevorrichtung aus zwei in entgegengesetzter Richtung senkrecht bewegbaren Balken (35, 37) und einem zwischen diesen beiden festgelagerten Balken (36) besteht, die mit Durchlaßöffnungen für den von einer Rolle (39) sich abwickelnden Stielfaden (40) versehen sind und je eine seitlich mit Abstand angebrachte, unter Federwirkung stehende, gegen den Balken bewegbare Wange (35a, y]a, 36s) haben, von denen die an den beweglichen Balken (35, 37) angeordneten mit in die Balken eingreifenden Nadeln (43) versehen sind, während die an den feststehenden Balken (36) geführte mit einem in den Balken eindringenden Messer (45) ausgerüstet ist, so daß der durchgezogene Stielfaden durch abwechselnde Bewegung der beiden äußeren Wangen (35", 37s) gegen ihre Balken in diesen abwechselnd festgehalten und bei der Bewegung der BaI-ken schrittweise nach unten befördert werden kann, worauf das Stielende durch das
    Messer (45) der Abschneidevorrichtung abgestochen wird.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- und Abstellen der Nadeln (43) und des Messers (45) ein mit Fingern versehener Hebel (46) angeordnet ist, der so gesteuert wird, daß die Sperrungen (44) abwechselnd geöffnet und geschlossen werden.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer der zum Fortschaffen der angestielten und aus der Presse ausgehobenen Blüte dienenden Zange (56) beim Vorgehen zunächst das die Blüte noch unterstützende und das untere Stielende enthaltende Röhrchen (8) umfassen, um erst dann nach Zurücktreten des Röhrchens (8) das frei gewordene Stielende einzuklemmen und auf dem Rückweg mitzunehmen.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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WO2021094423A1 (en) 2019-11-14 2021-05-20 Merck Patent Gmbh Dnq-type photoresist composition including alkali-soluble acrylic resins

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