DE26809C - Jacquardmaschine - Google Patents

Jacquardmaschine

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DE26809C
DE26809C DENDAT26809D DE26809DA DE26809C DE 26809 C DE26809 C DE 26809C DE NDAT26809 D DENDAT26809 D DE NDAT26809D DE 26809D A DE26809D A DE 26809DA DE 26809 C DE26809 C DE 26809C
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DE
Germany
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sinkers
knife
jacquard machine
raised
knives
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Active
Application number
DENDAT26809D
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English (en)
Original Assignee
J. THOMIS in Eccleshill und M. PRIESTLEY in Wibsey, Grafsch. York, England
Publication of DE26809C publication Critical patent/DE26809C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/06Double-lift jacquards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENT
■ KLASSE 86: Weberei.
Jacquardmaschine.
Der Zweck der Erfindung ist, die Bewegung des Harnischs einer Jacquard-Maschine oder der Litzen in einer solchen Art und Weise zu reguliren, dafs sowohl die zum Betrieb der Maschine nöthige Kraft wie auch die Abnutzung der Harnischschnüre vermindert wird, ferner dafs das Schiffchen zwei oder mehrere Einschufsfäden schiefsen kann, ohne dafs die Lage der Kettenfäden gewechselt wird, bis dieser Wechsel nöthig ist, um das Muster des Gewebes zu ändern, und dafs die Geschwindigkeit der arbeitenden Theile des Webstuhles eine gröfsere sein kann wie bei solchen mit den gewöhnlichen Jacquard-Maschinen.
In dem Gestell der Jacquard-Maschine sind doppelte oder einfache Platinen montirt, von welchen eine jede mit einer oder zwei Ausbiegungen versehen ist, welche, indem sie durch das Oehr der Nadel gehen oder auch in Berührung mit einem Messer kommen, den oder die Haken am oberen Ende oder den beiden Enden der Platine nach der Seite schieben, so dafs dieselben aufserhalb der Bahn des aufsteigenden Messers kommen; damit die einmal gehobenen Kettenfäden in ihrer gehobenen Stellung bleiben, bis eine Aenderung des Musters nothwendig ist, hat jede Platine noch einen unteren Haken, welcher beim Herabbewegen der gehobenen Platine sich auf das Messer eines unbeweglichen Messerrahmens setzt und von demselben getragen wird, bis er durch die Wirkung des Kartencylinders auf die Nadeln von dem Messer abgeschoben wird, so dafs die Platine fallen kann.
In beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die Endansicht derjenigen Theile einer gewöhnlichen Jacquard-Maschine vor, welche für die Beschreibung der Wirkung der neuen Platinen wesentlich sind.
Die auf- und abgehenden Messerkästen Ä und A' sind von der gewöhnlichen Construction und auch für die gewöhnlich übliche Art und Weise montirt und in Bewegung gesetzt.
Ebenso zeigen auch der die Karten tragende Cylinder, sowie die Nadeln keine Verschiedenheit von den gewöhnlichen Cylindern und Nadeln.
Die neuen Platinen D haben die in Fig. 2 dargestellte Gestalt; an jedem Schenkel befindet sich am oberen Ende ein Haken, unter welchen die Messer der Messerkästen A und A1 greifen und die Hebung der Platinen bewirken.
An einem Schenkel der Platine befindet sich aufserdem am unteren Theil ein Haken E, »Fufshaken« genannt, dessen Zweck ist, die Harnischschlitze in der Höhe zu halten, sobald mehrere Eintragfäden hinter einander eingeschossen werden.
Die Harnischschnüre oder Litzen, sind durch die Korden mit den Füfsen der Platinen verbunden. Diese Korden oder Platinenschnüre laufen durch ein Chorbrett nahe am Fufse der Jacquard-Maschine auf dieselbe Weise, wie es bei den gewöhnlichen Platinen der Fall ist.
Die neuen Platinen sind in der entsprechenden Höhe mit seitlichen Ausbiegungen F F versehen, welche bei dem Herabsinken der
Platine durch das Nadelöhr dem freien oberen Ende der Platine eine seitliche Bewegung mittheilen, infolge dessen die aufwärts steigenden Messer frei passiren und die Platinen ebenso ungehindert ihre Bewegung nach abwärts fortsetzen können.
Wenn die Platinen durch die Messer der Messerkästen A und A1 in ihre höchste Stellung gehoben worden sind, so stehen die Fufshaken E derselben etwas oberhalb der Messer G1 des unbeweglichen Messerkastens G. Beim Herabsinken der Platinen legen sich die Fufshaken E auf die Messer G1, die Platine bleibt in dieser gehobenen Stellung gleichzeitig mit dem mit ihr verbundenen Kettenfaden stehen, und zwar so lange, bis diejenigen Nadeln, durch deren Oehre die gehobenen Platinen hindurchpassiren, in der Richtung des Pfeiles durch die Karte des Cylinders zurückgestofsen werden.
Durch diese seitliche Bewegung der gehobenen Platinen gleiten aber die Fufsnaken von den Messern G1 des unbeweglichen Messerkastens G, worauf diese Platinen mit den mit ihnen verbundenen Kettenfäden herabgehen können.
Wenn irgend welche Platinen während des Einschiefsens von mehreren Eintragfäden in gehobener Stellung bleiben sollen, so werden diese Platinen gehoben, bis die Fufshaken E aufser Berührung mit den Messern G1 sind; bei dem Herabsinken des auf- und abwärtsgehenden Messerkastens bleiben die Platinen wieder so lange auf den Messern G1 sitzen, bis sie durch die Wirkung der Karte auf die Nadeln in der beschriebenen Art und Weise von den Messern G1 abgeschoben werden.
Fig. 3 stellt eine Platine mit zwei ungleich langen Schenkeln dar, welche sich für Jacquard-Maschinen eignet, bei welchen die auf- und abgehenden Messerkästen A und A1 nicht aneinander vorbeigehen.
Fig. 4 zeigt die Construction einer einfachen Platine.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Jacquard-Maschine, bei welcher die Platinen in gehobener Stellung dadurch gehalten werden können, dafs besondere an deren unterem Ende angebogene Haken E von den Messern G1 eines feststehenden Messerkastens gefangen werden.
    Hierzu Ί Blatt Zeichnungen.
DENDAT26809D Jacquardmaschine Active DE26809C (de)

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DENDAT26809D Active DE26809C (de) Jacquardmaschine

Country Status (1)

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DE (1) DE26809C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1137695B (de) * 1957-08-27 1962-10-04 Theo Kenk Doppelt hebende Jacquardmaschine

Cited By (1)

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