DE263403C - - Google Patents
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- DE263403C DE263403C DENDAT263403D DE263403DA DE263403C DE 263403 C DE263403 C DE 263403C DE NDAT263403 D DENDAT263403 D DE NDAT263403D DE 263403D A DE263403D A DE 263403DA DE 263403 C DE263403 C DE 263403C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- H05B7/00—Heating by electric discharge
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-
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- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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- H—ELECTRICITY
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B7/00—Heating by electric discharge
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Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21/*. GRUPPE
JACOB DIAMANT in ROZNIATO^ Galizien, und GUSTAV WALD in BERLIN.
einen Funkenring bildet.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1913 ab.
Den Erfindungsgegenstand bildet ein Ofen derjenigen bekannten Art, bei welchem die
Schmelzarbeit durch einen Funkenring vollzogen wird, den der untere Rand eines trichterförmigen
Behälters mit einer senkrechten, zentralen Elektrode bildet.
Das wesentlich Neue besteht nun gemäß der Erfindung darin, daß der die zentral angeordnete
feste Elektrode umschließende Beschickungstrichter eine Drehbewegung erhält,
durch welche die zu schmelzende Masse in unausgesetzter Bewegung erhalten wird, wodurch
Stockungen in dem Nachschub des Materials vermieden und ein zuverlässiger, kontinuierlicher
Betrieb gesichert wird. Die Drehung des Beschickungstrichters um die senkrechte Elektrodenachse kann sowohl eine fortlaufende
als auch eine wechselnde sein, wie z. B. eine halbe Drehung nach links und
rechts. Sie kann auch mit Vorrichtungen verknüpft sein, durch die der Beschickungstrichter
bei seiner Drehung gleichzeitig etwas gehoben und gesenkt wird, wodurch der Zweck
der Einrichtung, die. pulverförmige Masse dem Funkenring gleichmäßig und rasch zuzuführen,
noch mehr gefördert wird. Gemäß der Erfindung ist ferner ein Teil des Beschickungstrichters in einen mit einem Hohlkegel versehenen
Herd eingelassen, wodurch ein freies Entweichen der Reaktionsgase nach oben möglich
wird.
35
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel,
und zwar zeigt
Fig. ι den Aufriß des elektrischen Schmelzofens,
Fig. 2 eine dazugehörige Draufsicht,
Fig. 3 die Seitenansicht des drehbar eingerichteten Beschickungstrichters.
Fig. 4 endlich veranschaulicht eine Abänderungsform der Drehbahn für den Beschickungstrichter.
In der Zeichnung ist der Ofen in ein Gestell ι eingebaut. In den mit einem kegelförmigen
Hohlraum versehenen Herd 2 ragt zum Teil der Beschickungstrichter 3 ein, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit Rollen
9 auf einer kreisförmig geschlossenen Führungsbahn 8 ruht. In diesen Trichter. 3 ragt
ein zylindrischer, gegebenenfalls mit schraubenartig gewundenen Leitflächen 10" versehener
zentraler Hohlkörper 10, dessen oberes Ende in einem Lagerbock 11 festgehalten wird, und
dessen unteres Ende als Fassung für die Elektrodenkohle 12 dient. In das unterste Ende
des Trichters 3 ist ein Elektrodenring 13, gleichfalls aus Elektrodenkohle bestehend, eingebettet
oder auf irgendeine andere Art eingepaßt. Der Trichter 3 trägt an seinem äußeren
Umfange an irgendeiner Stelle einen Schleifring 15, der im Betrieb fortwährend von
dem Stromabgeber 16 berührt wird. An-
55
dererseits ist der zentrale Hohlkörper io oben'
zweckmäßig im Bock ii mit der Elektrizitätsquelle für hochgespannten Strom leitend
verbunden.
Es erscheint zweckmäßig, in den Beschickungstrichter 3 noch einen zweiten Trichter
4 einzusetzen, der aus isolierendem Material, z. B. Ton, Porzellan u. dgl., bestehen
kann und auswechselbar ist und nach Ab-" nutzung oder Unbrauchbarwerden immer wieder
erneuert werden kann. Dadurch, daß der Einsatztrichter aus isolierendem Material
besteht, wird der Eintritt von Kurzschluß so gut wie ausgeschlossen. In diesen Trichter 4
können nach unten zu nach einer Schraubenlinie gewundene Leitflächen 3" eingesetzt sein,
die im Verein mit den in entgegengesetzter Richtung verlaufenden Schrauben flächen io"
auf das Material nach Art einer Kegelmühle auflockernd und auflösend wirken und somit
in sehr wirksamer Weise die Klumpenbildung verhindern: Diese Leitflächen können aber
auch unmittelbar in den Trichter 3 eingesetzt sein, wenn man von einem besonderen Einsatztrichter
4 Abstand nehmen will.
Um den Beschickungstrichter 3 in Bewegung zu setzen, kann man Riemenbetrieb, Zahnräder
oder Kurbelgetriebe o. dgl. in Anwendung bringen. In der Zeichnung ist der Antrieb
durch einen Zahnkranz 5 gedacht, der mit einem Rade 6 einer stehenden Welle 7 in Eingriff gebracht ist. Diese stehende
Welle 7 kann mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Vorgelege in Verbindung
gebracht werden, welches seine Drehung durch eine Handkurbel oder durch einen Motor, z. B.
einen Elektromotor, empfängt. Der Zahnkranz 5 ist mit dem Trichter 3 fest verbunden,
und die Lager für die Rollen 9 können mit ihm aus einem Stück gegossen sein. Wird
durch Drehung der Welle 7 in Richtung des Pfeiles (Fig. 2) das Zahnrad 6 in Drehung versetzt,
so erhält der ganze Trichter eine unausgesetzt rotierende Bewegung, wobei die Rollen 9 auf der geschlossenen Kreisbahn 8
laufen. Es ist aber nicht unbedingt notwendig, daß die Drehung des Trichters 3 eine
fortlaufende ist, vielmehr wäre eine Ausführungsform wohl denkbar, bei der der Trichter
3 nur eine Teildrehung macht und in entgegengesetzter Richtung wieder zurückgeht,
also nach Art der Quirle arbeitet. Während der Drehung schleift der Ring 15 an dem
Stift 16, von welchem er den Strom abnimmt.
Die Drehung des Trichters 3 kann auch noch mit einer kleinen Aufwärts- und Abwärtsbewegung
desselben kombiniert sein. In diesem Falle würde die Ringbahn 8, 8", wie
Fig. 4 zeigt, wellenförmig ausgestaltet sein, und wenn man z. B. vier Rollen 9 für den
ganzen Trichter voraussetzt, würden dann immer alle'vier Rollen gleichzeitig die tiefste
Stelle der Bahn und ebenso alle vier Rollen gleichzeitig die höchste Stelle der Bahn durchlaufen.
Die Differenz der beiden Höhen xentspräche dann dem MaOe, in welchem der Trichter bei je einer Umdrehung gehoben und
gesenkt wird.
Die Schmelzarbeit soll erst beginnen, wenn der Beschickungstrichter bis oben voll gefüllt
ist und in Bewegung gesetzt wird. Alsdann tritt das geschmolzene Gut durch den trichterförmigen
Hohlraum des Herdes 2 in den Ablauf 13, wo es von dem Schmelzkasten 14 aufgefangen
wird. Hierbei entweichen die Reaktionsgase in Richtung der eingezeichneten Pfeile durch den kegelförmigen Kanal 18 nach
oben.
Der Verwendungszweck dieses Ofens ist ein vielseitiger. Insbesondere eignet er sich vorteilhaft
zum Schmelzen und Reduzieren von Aluminiumoxyd, Calciumkarbid, Siliciumkarbid auf kontinuierlichem Wege, ebenso auch zum
Schmelzen strengflüssiger Metalle und zur Reduktion schwer reduzierbarer Oxyde. Damit
ist aber das Anwendungsgebiet des Ofens noch nicht erschöpft. Es könnte auch das Brennen
von Zement o. dgl. in Frage kommen.
Claims (6)
1. Elektrischer Ofen, bei welchem der an die Stromquelle angeschlossene Beschickungstrichter
an seiner Austrittsstelle mit einer zentralen Elektrode einen Funkenring bildet, dadurch gekennzeichnet, daß
der Beschickungstrichter drehbar eingerichtet ist, damit während des Schmelzprozesses
das Beschickungsmateriäl unter dem Einfluß einer unausgesetzten Bewegung
in feiner Verteilung dem Funkenring zuströmt. '
2. Elektrischer Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschickungstrichter
und auch der Träger der mittleren Elektrode mit schraubenförmig gewundenen Leitflächen versehen sind,
so daß das Material den Trichter in spiraligen Gängen, wie in einer Kegelbrechmühle,
durchläuft.
3. Elektrischer Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschickungstrichter
(3) zum Teil in einen mit kegelförmigem Hohlraum versehenen Herd (2) derart hineinragt, daß die Reaktionsgase
durch einen von dem Trichter und dem Herd gebildeten trichterförmigen Kanal (18) nach oben frei entweichen können.
4· Elektrischer Ofen nach Ansprüchen ι
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Beschickungstrichter (3) noch ein besonderer auswechselbarer Trichter (4) aus isolierendem
Material eingesetzt ist.
5. Elektrischer Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trichter
(3) mittels Rollen (9) auf einer ringförmigen Bahn (8) ruht, auf der er durch einen geeigneten Antrieb in Drehung versetzt
wird.
6. Elektrischer Ofen nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
ringförmige Bahn (8) wellenförmige Erhöhungen (8") hat, durch die beim Umlauf der Rollen (9) dem Trichter außer
der Drehbewegung noch eine auf und ab steigende Bewegung erteilt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE263403C true DE263403C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT263403D Active DE263403C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE263403C (de) |
-
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- DE DENDAT263403D patent/DE263403C/de active Active
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