DE2633474C3 - Vorrichtung zum Ablegen eines fadenförmigen Gutes bzw. eines Fadenkabels in einen Behälter o.dgl. endlos, oder in Form von Teilen begrenzter Länge - Google Patents
Vorrichtung zum Ablegen eines fadenförmigen Gutes bzw. eines Fadenkabels in einen Behälter o.dgl. endlos, oder in Form von Teilen begrenzter LängeInfo
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Landscapes
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ablegen eines fadenförmigen Gutes bzw. eines Fadenkabels in
einen Behälter od. dgl., endlos oder in Form von Teilen von begrenzter Länge (Stapelfasern).
Zum kontinuierlichen Ablegen von Textilfaden und -kabeln in Behälter werden bei langsam laufenden
Materialien bisher zweiseitig auf das Kabel einwirkende Rollen- oder Bändchenlieferwerke benutzt, bei schnell
laufenden Textilkabeln miteinander mehr oder weniger kämmende Zahnräder oder Räder mit Spezialkonstruktionen,
die das Kabel kontinuierlich in die Klemmlinie einziehen und auf der anderen Seite symmetrisch
auswerfen. Zur Vermeidung von Fadenwicklern kann die Zentrifugalventilatorwirkung der Zahnräder noch
dadurch unterstützt werden, daß im Grund zwischen den Zähnen Schlitze angebracht sind, die aus dem
Zahnradinnern kommende Luft von beiden Seiten gegen das Kabel bläst, wodurch die Ventilatorwirkung
unterstützt wird, so daß keine Einzelfädchen mehr an den Radoberflächen hängen bleiben können. Alle diese
Systeme finden ihre Geschwindigkeitsgrenze einmal in der zu hohen Luftverwirbelung, die zu einem Verwirren
und/oder Auflösen des Textilkabels führt und in der zu hohen Lineargeschwindigkeit der Textilkabel das beim
Auftreffen auf das bereits abgelegte Kabel durch die eigene kinetische Energie in die vielen Einzelfädchen
zerplatzt und verwirrt. Diese obere Geschwindigkeitsgrenze liegt bei bisher ausgeführten Konstruktionen
meistens zwischen 1200 und 2400 m/min Kabelgeschwindigkeit.
Zum Schneiden von Textilkabeln zu Stapelfasern sind unterschiedliche Verfahren und Maschinen in der
Anwendung. Vor allem haben sich zwei Systems bewährt Bei dem einen wird das Kabel durch zwei
gegeneinander pressende rotierende Schlitzscheiben erfaßt wobei rotierende Schlagmesser beim Schlagen
durch die Schlitze das Kabel zerschneiden. Dieses System hat seine praktische Begrenzung bei Geschwindigkeiten
zwischen 200 und 300 m/min. Bei dem anderen System wird das Textilkabel auf die nach außen
gerichteten Messerkanten eines Messerrades aufgewikkelt und durch Druck einer Rolle von außen auf das
aufgewickelte Kabel an den Auflagepunkten auf den Messerkanten zerquetscht oder durch axiale Bewegung
der Messer gleitend zerschnitten, wobei die so geschnittenen kurzen Faserenden in das Radinnere
gedrückt werden und von dort als Fasern abtransportiert werden. Die Geschwindigkeiten der Schneidmaschinen
nach diesem System sind bei 300—400 m/min begrenzt; Geschwindigkeiten über 600 m/min sind für
dieses System praktisch nicht möglich.
Es besteht also das Problem, beim Ablegen eines fadenförmigen Gutes bzw. eines Fadenkabels in einen
Behälter od. dgl., daß der Ablegevorgang bei höheren
Geschwindigkeiten mit Sicherheit geordnet vor sich geht wobei der abzulegende Faden oder das Fadenkabel
endlos bleibt oder in Teile von vorbestimmter Länge übergeführt wird. Daraus resultiert die Aufgabe der
Erfindung. Diese Aufgabe wird darin gesehen, eine Vorrichtung zum Ablegen eines fadenförmigen Gutes
bzw. eines Fadenkabels in einen Behälter od. dgl., endlos oder in Form von Teilen begrenzter Länge (Stapelfasern)
zu schaffen, welche eine hohe Zuführgeschwindigkeit des fadenförmigen Gutes erlaubt. Die Aufgabe ist
durch den Stand der Technik nicht bekannt und auch nicht nahegelegt. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt
gemäß dem Patentanspruch 1.
In der DE-AS 15 74 370 ist eine Vorrichtung zum ringförmigen Ablegen von fadenförmigem Gut in
auswechselbare Vorratsbehälter beschrieben, bei der das fadenförmige Gut oberhalb des Vorratsbehäiters
über eine umlaufende Führungsrolle in Windungen auf eine feststehende Speichertrommel aufgewickelt und
mittels am Umfang der Speichertrommel stufenförmig anliegender Stützelemente (Rollen) gehalten wird,
wobei das unterste Stützelement den Ablaufpunkt für die in den Vorratsbehälter einzulegenden Windungen
bildet. Durch das Umlaufen eines auf einer umlaufenden Scheibe angeordneten Taumelscheibe soll erreicht
werden, daß diese in ihrer jeweils tiefsten Stellung auf die oberste Windung des fadenförmigen Gutes drückt.
Eine solche Aufwickelvorrichtung zum ringförmigen Ablegen ist nur für ein verhältnismäßig steifes
fadenförmiges Gut brauchbar, z. B. für isolierte, Elektrozwecke dienende Drähte. Um zu verhindern, daß
die Windungen sich gegeneinander verschieben oder mehr oder weniger überlagern, sind die seitlichen
Führungen zusätzlich mit Stützringen ausgerüstet, die am Umfang der Speichertrommel treppenförmig
angeordnet sind, damit das Weiterrutschen der Windungen auf der feststehenden Speichertrommel möglichst
geordnet vor sich geht. Außerdem wird noch zusätzlich "ine zur Speichertrommel gerichtete Zugkraft auf das
tadenförmige Gut ausgeübt. Eine solche Vorrichtung ist für ein der Anmeldung zugrundeliegendes fadenförmiges
Gut, nämlich für extrudierte Textilfaden oder -kabel
nicht geeignet Vor allem kann die bekannte Vorrichtung
nicht mit hohen Geschwindigkeiten betrieben werden. Schließlich ist ein Unterteilen des fadenförmigen
Gutes nicht vorgesehea
Durch die CH-PS 3 32 761 ist es bekannt, ein fadenförmiges Gut auf einer sich drehenden Trommel
zu Stapelfasern zu zerschneiden. Hierbei wird ein Fadenstrang über den Umfang einer umlaufenden
Trommel gelegt, wobei der Fadenstrang zwischen zvei
im Winkel xaeinander angeordneten Messern vorgesehen ist, von denen mindestens ein Messer hin- und
herbewegt wird. Bei der bekannten Schneidvorrichtung
ist es erforderlich, daß das Fadenkabel in einem vorbereiteten Flachband der umlaufenden Trommel
zugeführt wird. Das Schneiden des Flachkabels zu Stapelfasern erfolgt, ohne daß das Flachband eine
vollständige Windung um die umlaufende Trommel ausgeführt hat. Es handelt sich bei der bekannten
Vorrichtung um eine reine Schneidvorrichtung, die keine Anregung zu dem Erfindungsgegenstand bietet.
Die erfindungsgemäße Maßnahme ermöglicht nicht nur das Ablegen von Textilfaden feiner und feinster
Titer bzw. von Fadenkabeln, die sich aus diesen feinen und feinsten Textilfaden zusammensetzen, beim Zuführen
mit einer sehr hohen Lineargeschwindigkeit zu der Ablegevorrichtung in der Weise, daß die auf der
Wickelwalze aufgebrachten Windungen zur einwandfreien Ablage kommen, wobei effektiv keine Restgeschwindigkeit
mehr vorhanden ist, sondern auch noch die weitere Maßnahme der Herstellung von Stapelfasern
unmittelbar während des Ablegevorganges. Die erfindungsgemäße Kombination bewirkt ein einwandfreies
und zuverlässiges Ablegen der Textilfaden feiner und feinster Titer, ohne daß die Gefahr eines
gegenseitigen Verschiebens der Textilfaden bzw. -kabel und/oder eines Verquetschens oder Verwirrens beim
Ablegevorgang gegeben ist, wobei mit sehr hohen linearen Kabelzuführungsgeschwindigkeiten bis zu
10 000 m/min gearbeitet werden kann. Das einwandfreie Funktionieren des Ablegevorganges bietet weiterhin
die Gewähr, daß in einwandfreier Weise Stapelfasern erzeugt werden können. Das ordnungsgemäße
Ablegen der Textilkabel mit dem Zerschneiden dieser zu Stapelfasern ist in der Vorrichtung baulich integriert.
Bei der Wickelvorrichtung mit und ohne Schneidvorrichtung ist man praktisch von physikalisch unkontrollierbaren
Einflüssen unabhängig, wie z. B. Reibung des Kabels zu der Wickelwalze, die durch Spinnprr.paration,
Fadenreibung untereinander, Schrumpf- und Zentrifugalkraft beeinflußt wird.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich durch die Merkmale der weiteren Unteransprüche.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele nachstehend erläutert.
Gemäß A b b. 1 wird ein Textilkabel 1 mittels der mit gleichmäßiger Umfangsgeschwindigkeit laufenden Galetten
2 mit entsprechend hoher Geschwindigkeit von der Schmelzspinnmaschine oder Trockenspinnmaschine
oder von einer Streckeinrich :u;ig abgezogen und bei 1
der Wickelvorrichtung zugeführt. Diese Wickelvorrichtung besteht aus einer Wickelwalze 3, die im oberen Teil
aus axial angeordneten Stäben besteht und im unteren Teil konisch jiusgeführt ist. Die Stäbe kämmen in
Schlitzen einer Wickeldrückscheibe 5.
Wickelwalze 3 und Wickeldrückscheibe 5 werden gemeinsam vc>n einem Drehmonenten geregelten
Motor 4 angetrieben. Bei entsprechender Zuführung des Kabels la wickelt sich dieses in der von der
Wickelwalze 3 und Wickeldrückscheibe 5 gebildeten Ecke auf. Gleichzeitig wird die Wickelwalze 3 durch
einen Exzenter 7 mit einem kleinen Hub schnell hin und her bewegt, was mittels der Längslager 6 möglich ist.
Beim Aufwärtsgang der Wickelwalze 3 wird der gerade gebildete Wickel an der Wickeldrückscheibe 5 in axialer
Richtung auf der Wickelwalze 3 verschoben und beim
ίο Abwärtsgang mit nach unten genommen, so daß sich in
der Ecke zwischen der Walze 3 und der Scheibe 5 durch die fortlaufende Drehbewegung einer neuer Wickel
bilden kann, der wiederum durch den Exzenterdoppelhub nach unten transportiert wird usw. Jeder nach unten
geschobene Wickel drückt aber auch die vorher gebildeten und nach unten geschobenen Wickel weiter
nach unten. Diese verlieren nun infolge der Konizität der Wickelwalze 3 ihre Haftreibung zueinander, so daß
sie schließlich bei 8 frei herunter in die Kanne 9 fallen.
Bei einem Versuch mit dieser Vorrichtung betrug die Zulaufgeschwindigkeit des Kabels 1 120 m/sec, der
Durchmesser der Walzen 2 im Mittel 254,65 mm, die Drehzahl derselben also 9000 U/min. In dem Textilkabel
la stellte sich eine Spannung von 0,3 g/dtex ein mittels einer Umfanggeschwindigkeit der Wickelwalze 3 von
121,3m/sec. Das zulaufende Kabel von ca. 20 000dtex
(entsprechend einem losen Außendurchmesser von ca. 2,3 mm) wurde je Umschlingung um die Wickelwalze 3,
d. h. je ca. 804 mm Fadenlänge um je ca. 2,3 mm nach unten geschoben. Die Vertikalgeschwindigkeit der
Fadenspirale betrug nur noch ca. 0,343 m/sec. Hierzu waren 1800 Doppelhub/min des Exzenters 7 mit einem
Hubweg von ca. 1 mm erforderlich. Für den Ablegeeffekt ist wichtig, daß die lineare Fadengeschwindigkeit
von 120 m/sec. auf eine Vertikalgeschwindigkeit der Spirale von ca. V350 dieses Wertes erniedrigt wurde, so
daß am Auftreffpunkt der Spirale auf den Behälterboden oder auf die Oberfläche des Behälterinhaltes die in
vertikaler Richtung wirkende kinetische Energie des Fadens fast ganz herausgenommen wurde.
Bei einem zweiten Versuch mit 2000 U/min der Walze 3 und der Scheibe 5 und einem Wickeldurchmesser
auf 3 von 50 mm und einer Fadenstärke von ca. 1200dtex ergab sich eine Wickelgeschwindigkeit von
ca. 5,2 m/sec, eine abwärts gerichtete Geschwindigkeit des Wickels von ca. 0,46 mm je Umdrehung von 3 bzw.
von ca. 3 mm je m Faden bei einer Doppelhubzahl des Exzenters von 1700/min bei 1 mm Hub.
Die Verhältnisse änderten sich auch nur wenig, wenn
so die in vorstehendem Versuch senkrecht angeordnete Achse AA fast oder genau horizotal gelegt wurde. Die
Fadenspirale 8 schob sich dann bis zum Verlassen der konischen Wickelwalze in Richtung auf das dünnere
Ende derselben zu, um dann, immer noch als Fadenspirale, langsam in die Kanne 9 herunterzufallen.
Eine konstruktive Variante des Ablegekopfes aus A b b. 1 zeigt die A b b. 2. Das Textilkabel läuft bei la zu,
wird von der Zahn-Wickelwalze 3 aufgewickelt, von der Wickeldrückscheibe IS, die in dem Längslager 6
oszillierend auf und ab bewegt wird, in Richtung auf das dünnere Konusende zu verschoben und fällt, sobald die
Haftreibung aufhört, nach unten. Die Zähne 11 des Wickelrades 3 ragen dabei durch Schlitze 12 der
Wickeldrückscheibe 15 nach unten. Zur Vermeidung zu starker Ventilatorwirkung der Zähne U bei gemeinsamer
hoher Drehzahl von 3 und 15 ist innen ein Ring 13 an den Zähnen 11 befestigt. Der Korb 14 stellt einen
stehenden Schutzring und/oder -Käfig um die schnell
rotierenden Teile dar.
In den vorbeschriebenen Fällen wurde zwar die Geschwindigkeit der Fadenspirale in Richtung ihrer
Längsachse auf etwa Vioo bis Viooo der Fadenzuführgeschwindigkeit
reduziert, doch blieb die Fadengeschwindigkeit selbst in Tangentialrichtung zur Spirale ungeändert.
Geringfügige Änderungen dieser Fadengeschwindigkeit können dadurch entstehen, daß der bei hoher
Geschwindigkeit von einigen tausend m/min bei 1 ankommende Faden infolge der gerade erfolgten
Verstreckung auf dem Wege zu 8 wieder schrumpft, d. h. seine Länge wieder verkürzt. Dieser Effekt liegt
normalerweise in der Größenordnung von 0—20% der linearen Fadenlänge, kann bei Sonderfällen aber auch
ein Vielfaches hiervon erreichen.
Bei den Ausbildungen nach A b b. 1 und 2 kann wahlweise eine Schneideinrichtung zur Herstellung von
Stapelfasern vorgesehen werden.
Anhand von A b b. 3 ist eine Vorrichtung beschrieben, bei der die evt. sehr große lineare Fadengeschwindigkeit
zu null gemacht wird, so daß durch die Wickeldrückscheibe 35 nur eine in Richtung der Achse
AA gehende Geschwindigkeit der Textilspirale erzeugt wird, deren Größenordnung mehrere Zehnerpotenzen
kleiner ist als die Fadenzuführgeschwindigkeit. Der von den Walzen (2 aus Abb. 1) kommende Faden Xa wird
mittels eines Flyers 31 auf das Ende eines stehenden Domes 32 in der mit der Wickeldrückscheibe 35
gebildeten Ecke bei 33 aufgewickelt. In Schlitzen des Domes 32 kämmt diese nicht rotierende Wickeldrückscheibe
35, die mittels der Stange 36 und des Exzenters 37 oszillierend hin und her bewegt wird. Auch hierbei
schiebt die Wickeldrückscheibe 35 die Fadenwindungen von 33 in Richtung auf das dünnere Konusende des
Domes 32 zu, von dem sie dann, sobald die Haftreibung zwischen Dorn 32 und Fadenwindung 33 aufgehoben ist
ohne jede Fadengeschwindigkeit in Umfangsrichtung der Spirale oder in Tagentenrichtung an den spiralig
gelegten Faden, herunterfallen können oder heruntergenommen werden können.
Eine weitere Ausführung zeigt die A b b. 4. Das zulaufende Textilkabel la wird zur Inbetriebsetzung mit
der Preßluftdüse 41 angesaugt und durch das rotierende Rohr 42, den Flyer, auf die stehende Wickelwalze 43
gespult Die Preßluft zu 41 wird sofort, nachdem der spulende Faden auf der stehenden Wickelwalze 43
gefaßt hat, abgestellt, da der Faden oder das Kabel dann durch das Aufspulen eingezogen werden. Die Wickeldriickscheibe
45, die mittels des oder der Exzenter 47 pulsierend hin und her bewegt wird, schiebt die
gebildeten Wickel 46 in Richtung auf das dünnere Konusende, wo sie von schnell rotierenden Messerscheibenrändern
48 in Stapelfasern zerschnitten werden, deren Länge dem Abstand der Messerscheibenräder
bzw. der Schlitze, in denen diese Messer auf der Wickelwalze laufen, entspricht. Ein gleichmäßiger auf
dem Umfang verteilter Messer- bzw. Schlitzabstand ergibt eine gleichmäßige Stapellängenverteilung, ein
ungleichmäßiger Abstand eine entsprechend ungleichmäßige Stapellängenverteilung. Die geschnittenen
Faserstapel 49 fallen dann bei 50 in einen Behälter oder eine Förderleitung oder werden abgesaugt.
Bei bestimmter Formgebung der Konizität der Wickelwalze 43 kann man auch auf die Wickeldrückscheibe
45 und deren durch den Exzenter 47 hervorgerufene pulsierende Bewegung verzichten. Die
Konizität der Wickelwalze 43 ist so auszuführen, daß die Wickel 46 durch die Fadenspannung des auflaufenden
Fadens oder Kabels la den Konus herunter in Richtung
auf das dünnere Ende zu bewegt werden.
Bei der Vorrichtung gemäß A b b. 5 wird der Faden oder das Kabel la schließlich von innen mittels eines
schnell rotierenden Flyers 52, dessen Antrieb durch den Motor M erfolgt, in die konische und feststehende
Wickelwalze 53 eingelegt und durch die Wickeldrückscheibe 55 und deren durch die Exzenter 57 hervorgerufene
pulsierende Bewegung als Wickel 58 in Richtung auf das weitere Konusende gedrückt, von wo die
Textilwickel 58 herausfallen, sobald der Konusdurchmesser innen größer wird als der Wickelumfang. Die
einzelnen Stege der Wickeldrückscheibe 55 bewegen sich dabei in Schlitzen der stehenden Wickelwalze 53
und der jeweilig durch den Flyer 52 in der Ecke zwischen 53 und 55 gebildete Wickel wird um den Hub
der Wickeldrückscheibe 55 nach unten weitergedrückt und fördert dabei ebenfalls die vorher bereits gebildeten
Wickel weiter. Bei 10 000 Umdrehungen/min des Flyers 52 und 0,1 m Radius (innen) der stehenden Wickelwalze
beträgt die am Faden ziehende Zentrifugalkraft zwischen Austritt des rotierenden Flyers 52 und der
inneren Wickelwalzenwand ca. das 3000-fache des Fadengewichtes. Die Preßluftdüse 51 dient auch hier nur
dem Einfädeln zur Inbetriebsetzung.
Selbstverständlich kann man auch bei einer Vorrichtung gemäß A b b. 5 die in der stehenden Wickelwalze
gebildeten Textilwickel ähnlich wie bei Abb.4 in Stapelfasern zerschneiden. Hierzu sind auf dem Umfang
von 53 der A b b. 5 Schlitze anzubringen, durch die von außen schnell rotierende Messerscheibenräder durchgreifen
und die die Wickel zerschneiden. Zur Verbesserung des Halteeffektes der Textilwickel bzw. Fasern an
der Innenwand von 53 kann man mitlaufende Förderoder Anpreßbänder einbauen, die zwischen je 2 Messerscheibenrädern
die Fasern von innen gegen die Wand drücken und die erst nach vollendetem Schnitt die
Fasern freigeben und selbst wieder zurücklaufen.
Ähnlich den Ausführungen nach A b b. 4 und 5 kann auch bei der Ausführung nach A b b. 3 eine Schneideinrichtung
zum Schneiden von Stapelfasern angeordnet werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:ί. Vorrichtung zum Ablegen eines fadenförmigen Gutes bzw. eines Fadenkabels in einen Behälter od. dgl., endlos, oder in Form von Teilen von begrenzter Länge (Stapelfasern) unter Verwendung einer an sich bekannten aus Wickelkörper (3,32,43, 53) und Drückeinrichtung (5, 15, 35, 45, 55) für das fadenförmige Gut (la^bestehenden Speichereinrichtung, mit welcher wahlweise zur Herstellung von Stapelfasern eine an sich bekannte Schneideinrichtung (48) einsetzbar ist
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß daß die Drückeinrichtung (5,15,35,45, 55) aus einem scheibenartigen Teil besteht und daß Drückeinrichtung (5, 15, 35, 45, 55) und Wickelkörper (3,32, -43,53) in Achsrichtung des letzteren eine hin- und hergehende Bewegung relativ zueinander ausführen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkörper (53) hohl ausgebildet ist und daß das fadenförmige Gut (la) auf seine Innenfläche mittels eines in den Wickelkörper (53) reichenden an sich bekannten Flyer (52) aufbringbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkörper (3, 32, 43, 53) in seiner Achsrichtung verlaufende Schlitze aufweist, in welche die Schneideinrichtung (48) greift.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung einen rotierenden und einen daran anschließenden feststehenden Wickelkörper aufweist und daß die Schneideinrichtung (48) mit dem feststehenden Wickelkörper zusammenwirkt.10
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| US4880177A (en) * | 1987-11-07 | 1989-11-14 | Barmag, Ag | Yarn withdrawal apparatus |
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1976
- 1976-07-26 DE DE19762633474 patent/DE2633474C3/de not_active Expired
Also Published As
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