DE263176C - - Google Patents

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DE263176C
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ring
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B37/00Permutation or combination locks; Puzzle locks
    • E05B37/02Permutation or combination locks; Puzzle locks with tumbler discs or rings arranged on a single axis, each disc being adjustable independently of the others

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  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
3ATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 263176 KLASSE 68 a. GRUPPE
NORBERT POLLAK in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1912 ab.
Zeichenschlösser mit aus kuppelbaren Ringen bestehenden, voneinander unabhängigen Zuhaltungen, also jeweilig beim Öffnen einzustellender Losungszahl (oder Wort), können
S ohne wenigstens teilweise Zerstörung nicht geöffnet werden, wenn das Losungswort ver-
. gessen, wurde.
Diesen Ubelstand zu beseitigen und die Auffindung der Losungszahl, also die Öffnung des
ίο Schlosses ohne Zerstörung auch nur von Teilen zu ermöglichen, ist Zweck vorliegender Erfindung, die darin besteht, daß jeder innere Zuhaltungsring und der äußere Schloßkörper mit einer von der Schloßachse gleichweit entfernten Durchbohrung versehen sind, so daß bei einer bestimmten Stellung der einzelnen Ringe zueinander alle Durchbohrungen einen durchgehenden Kanal bilden, in welchen ein Bolzen, eine Nadel o. dgl. von außen eingeführt
ao werden kann. Die Aneinanderreihung der diesen Bohrungen der Ringe entsprechenden bzw. benachbarten Zeichen ergibt, wenn von der Öffnungslage der äußeren und der inneren Zuhaltungsringe ausgegangen wird, eine bestimmte Zahl bzw. ein Wort, welches gemäß vorliegender Erfindung ermöglicht, bei gegeneinander versetzter Lage der äußeren Zahlenringe das in Verlust geratene, das Schloß öffnende Losungswort bzw. die Zahl dadurch aufzufinden, daß diese Zahl von der bei der Lage der inneren Ringe, bei welcher die Nadel sämtliche Durchbohrungen (also auch die des Schloßkörpers) durchsetzt, an der Kennmarke abgelesenen Zahl abgezogen wird.
Sind die äußeren Ringe anstatt mit Zahlen mit Buchstaben versehen, so kann in ähnlicher Weise, mit Hilfe einer entsprechenden graphischen Darstellung, das vergessene Losungswort leicht aufgefunden werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 ein mit der neuen Einrichtung ausgerüstetes Zahlenschloß im Schaubild, teilweise geschnitten, Fig. 2 die äußeren Ringe in Abwicklung in der Lage, in der die Durchbohrungen der inneren Ringe in einer Flucht liegen, Fig. 3 die äußeren Ringe in Abwicklung bei der Entriegelungsstellung des Schlosses und Fig. 4 eine Tabelle zur Ermöglichung der Auffindung des vergessenen Kennwortes bei Ausführung des Erfindungsgegenstandes als Buchstabenschloß mit vier Ringen und je zwölf Buchstaben.
α bezeichnet die hohle Achse des Schlosses, auf welcher vier mit Längsnuten d ausgerüstete innere Ringe b sitzen, die von den Zahlenringen c umgeben sind. Von letzteren ist jeder auf seinem Umfange mit den Zahlen 0 bis 9 versehen, g bezeichnet die Kupplungsrasten der inneren Ringe b, χ die Öffnungen der inneren Ringe b, y den durch eine nicht dargestellte Bohrung des Schloßkopfes ζ in die Öffnungen χ einführ baren Bolzen. υ ist die Kennmarke. Die Achsen der einzelnen Löcher χ sind der Schloßachse parallel und in gleicher Entfernung von derselben angeordnet. Die Löcher χ sind ferner mit Bezug auf die ihnen benachbarte Rast g an der gleichen Stelle angeordnet, und zwar bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die Längsnuten d ihrer Ringe 5 folgendermaßen:
Das Loch χ des vordersten Ringes sitzt bei
der vierten Rast, von der Nut d aus gezählt, das Loch χ des zweiten Ringes b bei der siebenten Rast, dasjenige des dritten Ringes bei der zweiten Rast und schließlich das Loch des vierten Ringes bei der fünften Rast.
Dementsprechend ist die geheime Losungszahl dieses Zahlenschlosses 4725.
Es sei zunächst angenommen, daß die einzelnen Zahlenringe c gegeneinander so versetzt sind, daß in der Entriegelurigsstellung des Schlosses (Fig. 3) an der Kennmarke die Zahl S243 abgelesen wird, welche dementsprechend die Losungszahl des Schlosses darstellt. Um im Falle eines Vergessens dieser Losung dieselbe aufzufinden, werden die einzelnen Ringe b mittels der mit ihnen gekuppelten Ringe c\ c2, c3 und c* derart gedreht, daß der Bolzen y durch sämtliche Löcher χ in das Schloß eingeführt werden kann. In diesem Falle (Fig. 2) wird sich bei der Kennmarke ν die Zahl 2968 einstellen. Zieht man nun von dieser abgelesenen Zahl die geheime Losungszahl, d. i. 4725, ab, so erhält man als Resultat die vergessene Losungszahl 8243.
Durch Einstellen dieser Losungszahl an der Kennmarke ν wird nun die Entriegelungsstellung der Sperringe herbeigeführt, so daß das Schloß geöffnet werden kann.
Die Löcher χ können auch von der Längsnut d der Ringe b in gleicher Entfernung angeordnet sein, so daß die geheime Losungszahl aus gleichen Ziffern besteht.
Werden statt der Zahlen Buchstaben an den Ringen verwendet, dann ist der Vorgang beim Suchen des Losungswortes der folgende: Als Beispiel ist ein aus vier kuppelbaren Doppelringen bestehendes Kombinationsschloß gewählt, dessen äußere Ringe statt der zehn arabischen Ziffern (o bis 9) die ersten zwölf Buchstaben des Alphabetes tragen, und zwar bei allen vier äußeren Ringen in derselben Reihenfolge und in gleichen Abständen.
Die inneren Ringe sind z. B. an folgenden Stellen durchbohrt: Ring I bei der dritten, Ring II bei der sechsten, Ring III bei der ersten und Ring IV bei der vierten Rast, von der nicht einbezogenen Nut aus in der gleichen Richtung gezählt (vgl. Fig. 4), woselbst die Ziffern II bis V die Ringe I bis IV bedeuten.
Die Ursprungs- oder Ausgangsstellung, in welcher das Schloß offen ist, sei in vorliegendem Beispiel die folgende: Die vier äußeren Ringe zeigen bei der Einstellmarke durchweg den Buchstaben A, somit das »Kennwort« AAAA. Es kann natürlich auch ein anderer Buchstabe als erster der Ausgangsstellung gewählt werden; unerläßlich ist es nur (der Einfachheit halber), daß das Kennwort der Ausgangsstellung aus vier gleichen Buchstaben (Ziffern, Zeichen) besteht.
Dreht man nun die vier äußeren Ringe (und mit ihnen natürlich auch die vier inneren Ringe, da jeder äußere Ring mit dem in ihm befindlichen inneren Ring gekuppelt ist), so lange, bis die vier Durchbohrungen der inneren Ringe in einer Geraden liegen, also einen alle vier Ringe gerade durchsetzenden Kanal bilden, und dieser Kanal unter die Einstellmarke zu liegen kommt, so ist das nun an der Einstellmarke ablesbare Kennwort nicht mehr AAAA, sondern im vorliegenden Falle DGBE, denn bei der dritten Rast in Übereinstimmung mit dem Beispiel des Zahlenschlosses (von der Nut an, aber ohne diese gezählt) befindet sich der Buchstabe D, bei der sechsten Rast G, bei der ersten Rast B und bei der vierten Rast E auf den äußeren Ringen.
Und dieses sich ergebende Kennwort ist der »Geheimschlüssel« dieses einen Zeichensehlosses. Befinden sich die Bohrungen der inneren Ringe an einer anderen Stelle (mit Bezug auf die Nut), so ergibt sich natürlich auch ein anderer »Geheimschlüssel«.
Jetzt kann das Kombinationsschloß in gewohnlicher Weise benutzt, d. h. es kann, wie früher beschrieben, ein neues Kennwort als öffnender Schlüssel gebildet und mit diesem Kennworte das Schloß jederzeit geöffnet werden. Wenn aber das Kennwort vergessen wird, dann tritt der Geheimschlüssel in Wirksamkeit, der sich bei dem einzelnen Schloß nie ändert, da ja die Entfernung der Bohrung jedes Ringes von der Nut d des letzteren stets die gleiche bleibt. Mit seiner Hilfe kann das letzte, das Schloß öffnende, aber vergessene Kennwort entweder graphisch konstruiert oder mittels einer Art von Subtraktion (die auch für Zeichen gilt) berechnet werden.
Die graphische Konstruktion des Kennwortes (Fig. 4) ist im vorliegenden Falle die folgende: Die Tabelle besteht aus 13 Zeilen und fünf Rubriken (Fig. 4). In die erste Rubrik werden untereinander die zwölf (auf jedem Ringe befindlichen) Buchstaben, beginnend mit demjenigen Buchstaben, welcher in viermaliger Wiederholung die Anfangsstellung gebildet hat, eingetragen; in diesem Falle wird mit »A« begonnen. Die Rubriken II, III, IV und V repräsentieren die Mantelflächen der vier äuße- 11Q ren Ringe.
Nun wird in diese Rubriken II, III, IV und V der Geheimschlüssel DGBE eingezeichnet, indem in der Rubrik II (d. i. 1. Ring) bei D, in der Rubrik III (2. Ring) bei G, in der Rubrik IV bei B und in der Rubrik V bei E ein Punkt (Sinnbild der bezüglichen Durchbohrung) gemacht wird.
Hierauf wird durch den Fuß des Schlosses eine Nadel in den durch Drehung.der Ringpaare nach dem Gefühl hergestellten Kanal eingeführt. Wenn das geschehen, werden an
der Einstellmarke die auf den vier Ringen in gerader Linie sich ergebenden vier Buchstaben abgelesen. Diese sind z.B. HBKF. Nun schreibt man das H zum Punkt in der II. Rubrik, das B zum Punkt in der III., das K und das F ebenso in die IV. und V. Rubrik und vervollständigt in jeder Rubrik nach abwärts die Buchstabenreihe bis in die mit Schlüssel bezeichnete Zeile. Die. in dieser Zeile
ίο befindlichen vier Buchstaben geben das vergessene, das Schloß öffnende Kennwort an.
Wenn anstatt der zwölf Buchstaben die zwölf Zahlen ο bis ii gesetzt werden, so kann der vergessene Schlüssel auch berechnet werden, und zwar durch folgende Subtraktion:
Bei der Einstellmarke wurde mit Hilfe der Nadeln abgelesen HBKF, d.i. 7195. Der Geheimschlüssel ist D G B E, d. i. 3 6 1 4.
Man zieht nun den Geheimschlüssel von obiger Zahl ab:
7\95
3 614, das ergibt
die Differenz 4781,
welche vier Zahlen wieder den Buchstaben EHJB entsprechen, wodurch das Resultat laut der graphischen Darstellung erhalten wird. Naturgemäß erfolgt die Rechnung nicht nach dem dekadischen, sondern nach dem Zwölfersystem, weshalb zu der kleinsten Zahl des Minuenden nicht 10, sondern 12 hinzugezählt werden muß.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung an Zeichenschlössern mit aus kuppelbaren Ringen bestehenden, voneinander unabhängigen Zuhaltungen, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Zuhaltungsringe (b) und der äußere Schloßkörper mit im gleichen Abstande von der Schloßachse liegenden Durchbohrungen (x) versehen sind, welche bei einer bestimmten Stellung der Ringe zueinander einen durchgehenden, das Einführen einer Nadel o. dgl. (y) ermöglichenden Kanal bilden, zum Zwecke, mit Hilfe eines geheimen Zahlen- oder Buchstabenschlüssels die vergessene Kennzahl oder das Kennwort auffinden zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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