DE262159C - - Google Patents
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- DE262159C DE262159C DENDAT262159D DE262159DA DE262159C DE 262159 C DE262159 C DE 262159C DE NDAT262159 D DENDAT262159 D DE NDAT262159D DE 262159D A DE262159D A DE 262159DA DE 262159 C DE262159 C DE 262159C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/02—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action
- B66B1/06—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
- B66B1/08—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric with devices, e.g. handles or levers, in the cars or cages for direct control of movements
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Stopping Of Electric Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'-Ja 262159-KLASSE 35 a. GRUPPE
Selbsttätiges Bremsverfahren für elektrische Aufzüge.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1912 ab.
Bei Aufzügen, die mit größerer Geschwindigkeit fahren und dabei schwere Lasten befördern
sollen, ist es schwierig, an genau vorgeschriebenen Punkten zu halten. Trotz schnellwirkender Bremsvorrichtungen wird der
Aufzugskorb bei großer Belastung stets wegen seiner Massenträgheit um ein erhebliches Maß
über die Endstellung hinausfahren, wenn der Ausschaltkontakt für den Motor und für das
ίο Einfallen der Bremse so angeordnet ist, daß
der Aufzug beim Leergang in der erwünschten Stellung hält. Man läßt deshalb derartige
Aufzüge, häufig schon bevor sie die Haltestelle erreichen, mit verminderter Geschwindigkeit
fahren, so daß der Bremsweg sowohl bei Leergang als bei voller Belastung nur gering ist
und daher größere Genauigkeit in der Erreichung der richtigen Haltestellung erzielt wird.
Ein absolut genaues Erreichen des vorgeschriebenen Punktes ist auch bei dieser Methode
nicht möglich. Je nach der Größe der Aufzugslast bleibt der Korb innerhalb eines
gewissen Bereiches nahe der Sollstellung stehen. Dagegen besitzt die geschilderte An-Ordnung
den erheblichen Nachteil, daß die mittlere Fahrgeschwindigkeit durch das vorzeitige
Aufhören der großen Geschwindigkeit erheblich vermindert wird.
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet ein selbsttätiges Bremsverfahren für derartige Aufzüge,
das keiner Geschwindigkeitsverminderung vor dem Einfahren in die Haltestelle bedarf.
Der Aüfzugskorb soll vielmehr mit voller Geschwindigkeit in jede Haltestelle einfahren,
so daß alle Zeitverluste durch vorzeitiges Verlangsamen des Ganges in Fortfall kommen.
Dagegen soll, falls der Korb etwa bei großer Belastung infolge seiner Massenträgheit
eine bestimmte Grenze überfährt, die Drehrichtung des Antriebsmotors möglichst schnell
umgesteuert werden, so daß der Korb sich wieder langsam zurückbewegt und beim alsbaldigen
Eintreffen in seiner richtigen Stellung anhält. Da der Aufzug beim Überfahren dieser Endstellung in jedem Falle nur eine
geringe Schnelligkeit besitzt, so ist mit dem Zurückfahren in die richtige Stellung nur ein
minimaler Zeitverlust verknüpft.
Die Umkehrung der Drehrichtung des Aufzugsmotors, der zweckmäßig von einem Steuergenerator
in Leonardschaltung angetrieben wird, soll dadurch bewirkt werden, daß das Feld dieses Generators umgekehrt wird. Man
kann beispielsweise auf diesem Generator eine besondere, von den Hauptwicklungen unabhängige
Feldwicklung anbringen, die nur beim Überfahren der Endschalter vom Strom durchflossen
wird, und zwar in entgegengesetzter Richtung wie vorher die Haupt wicklungen. Um das Magnetfeld möglichst schnell auf
seinen endgültigen Wert zu bringen, kann man vor diese zusätzliche Wicklung große Widerstände
schalten, so daß die Zeitkonstante des Stromkreises sehr klein wird. Selbstverständlich
ist auch jede andere Methode der Schnellerregung anwendbar.
Um zu vermeiden, daß nach Umkehrung der Drehrichtung und beim Einfahren in die
richtige" Haltestellung der Aufzugsmotor gegen die Wirkung der bereits eingefallenen Bremse
arbeiten muß, erregt man den Bremsmagneten, der das Einfallen der Bremse verhindert,
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zweckmäßig von dem Strome, der zum Umkehren der Erregung des Steuergenerators
dient. Die Bremse wird dann beim Arbeiten des Motors in umgekehrter Richtung wieder
gelüftet und kann erst wieder in der gewollten Endstellung des Aufzuges einfallen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, α bedeutet die
Aufzugstrommel, f den Förderkorb und m den
ίο die Fördertrommel antreibenden Aufzugsmotor.
g ist dessen Steuergenerator mit der Hauptfeldwicklung h, die auf bekannte Weise geregelt
werden kann, und der zusätzlichen Feldwicklung z. Durch Endschalter e1; e2, die
durch Anschläge S1, S2 vom Förderkorbe beeinflußt
werden, wird die zusätzliche Feldwicklung des Steuergenerators über einen großen
Widerstand w an Spannung gelegt, so daß ihr Feld mit großer Geschwindigkeit entsteht.
Selbstverständlich kann das hier beschriebene Verfahren für beliebig viel Haltestellen
des Aufzuges und auch für beide Fahrtrichtungen benutzt werden.
Claims (3)
1. Selbsttätiges Bremsverfahren für elekirische Aufzüge, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Einfahren in eine Haltestelle und Überfahren des Endschalters durch diesen eine Umkehrung der Drehrichtung
des Antriebsmotors bewirkt wird, wobei die Felderregung des den Motor in Leonardschaltung speisenden Steuergenerators in
möglichst kurzer Zeit, z. B. unter Vorschaltung erheblichen Widerstandes, auf entgegengesetzte Richtung gebracht wird.
2. Steuergenerator für Aufzugsmotoren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine besondere, von den Hauptwicklungen unabhängige Feldwicklung, deren Strom lediglich zum Umkehren des Feldes dient.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsmagnet,
der das Einfallen der Bremse verhindert, von dem Strom erregt wird, der das Umkehren der Erregung des Steuergenerators
bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE262159C true DE262159C (de) |
Family
ID=519649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT262159D Active DE262159C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE262159C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1638998B1 (de) * | 1964-10-20 | 1970-05-27 | Dunkermotoren Praez Skleinstmo | Elektromotorische Antriebsvorrichtung für Jalousien u.dgl. |
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- DE DENDAT262159D patent/DE262159C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1638998B1 (de) * | 1964-10-20 | 1970-05-27 | Dunkermotoren Praez Skleinstmo | Elektromotorische Antriebsvorrichtung für Jalousien u.dgl. |
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