DE2612C - Hydraulische Bremse für Eisenbahnwagen - Google Patents

Hydraulische Bremse für Eisenbahnwagen

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DE2612C
DE2612C DENDAT2612D DE2612DA DE2612C DE 2612 C DE2612 C DE 2612C DE NDAT2612 D DENDAT2612 D DE NDAT2612D DE 2612D A DE2612D A DE 2612DA DE 2612 C DE2612 C DE 2612C
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Germany
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DENDAT2612D
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English (en)
Original Assignee
J WOODS in Melbourne (Australien)
Publication of DE2612C publication Critical patent/DE2612C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/24Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
    • B60T13/26Compressed-air systems
    • B60T13/40Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems
    • B60T13/44Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems with two-chamber booster units

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Braking Arrangements (AREA)

Description

1S78.
Klasse 20.
JOHN WOODS in MELBOURNE (Australien). Hydraulische Bremse für Eisenbahnwagen.
Patentirt. im Deutschen Reiche vom 9. März 1878 ab.
Bei der vorliegenden continuirlichen Eisenbahnbremse werden die Bremsklötze durch hydraulischen Druck (mit Hülfe eines an jedem Wagen angebrachten Windkessels) gegen die Räder gedrückt. Dieser Druck wird durch einen gleichen hydraulischen Druck in einer Rohrleitung im Gleichgewicht gehalten. Die Leitung steht mit den Windkesseln aller Wagen und aufserdem auch noch mit dem Windkessel der Maschine in Verbindung. Wenn nun der Druck in dieser Leitung durch einen Zufall oder absichtlich aufgehoben wird, so preist der in den Wagen-Windkessel herrschende, nicht mehr im Gleichgewicht gehaltene Druck die Bremsklötze mit Hülfe einer beliebigen Vorrichtung gegen die Radbandagen. Der .Druck in den Wagenwindkesseln, sowie in dem Windkessel der Maschine, wird dadurch erzeugt, dafs man Wasser in den Windkessel der Maschine und von dort in eine längs des ganzen Zuges unter den Wagen herlaufende Hochdruckrohrleitung treibt. Von der Rohrleitung wird das Wasser durch Zweigröhren in die Windkessel der Wagen getrieben, so dafs in diesen, in der Rohrleitung und in dem Windkessel der Maschine der gleiche Druck herrscht. Um nun diesen Druck in dem Windkessel der Maschine, zu erhalten, ist an jedem Zweigrohr ein Ventil angebracht, welches die Rückkehr des Druckes nach der Hauptleitung verhindert und auf diese Weise den für die Bewegung der Bremsklötze erforderlichen Druck absperrt. Sobald der Druck in der Hauptleitung aufhört, tritt dieser abgesperrte Druck in Wirksamkeit und prefst gegen einen Kolben, der alsdann die Bremsklötze durch eine Hebelverbindung an die Radbandagen ansetzt. Der Druck in der Hauptleitung wird entweder willkürlich durch Oeffnen eines Hahnes oder durch einen Bruch der Hauptleitung aufgehoben.
Der Druck in den Windkesseln wird entweder mit Hülfe der gewöhnlichen Speisepumpe der Maschine oder mit Hülfe des Injectors derselben hergestellt, und kann auf diese Weise bis auf die Höhe des Dampfdruckes im Kessel gebracht werden, diesen aber natürlich nicht über-, steigen.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein seitlicher Aufrifs, theilweise im Schnitt, einer Maschine nebst Tender und Wagen, welche mit der neuen Bremse versehen sind;
Fig. 2 eine Endansicht eines Wagens mit weggebrochenem Endtheil;
Fig. 3 ist ein Grundrifs desselben;
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt des Absperrventils ;
Fig. 5 ein senkrechter Schnitt durch das selbsttätige Umsteuerungsventil;
Fig. 6 ist ein Grundrifs des Maschinen-Windkessels und seiner Verbindungsteile.
A ist der Maschinen-Windkessel, welcher entweder von der Speisepumpe durch das Rohr A', oder von dem Injector durch das Rohr A"1 mit Wasser versehen wird. A3 ist ein Dreiweghahn, welcher durch die Handhabe A4 bewegt wird. B ist die Haupt-Hochdruckleitung mit biegsamen Verbindungsstücken B1 zwischen den Wagen des Zuges. D ist ein Zweigrohr, welches in dem Boden des Wagen-Windkessels E mündet. £>' ist das Abschlufsventil. F ist ein weiteres Zweigrohr, welches von der Hauptleitung nach dem oberen Theile G des selbsttätigen Umsteuerventils führt. G1 ist eine in diesem Ventile befindliche biegsame Scheidewand. G2 ist ein Rohr, welches von dem Boden des Wagen-Windkessels nach dem Boden des besagten Ventils führt; im letzterem befindet sich das Ventil G\ Das Rohr GA führt zu dem Cylinder H, und <95 ist ein Ausflufs für das abfliefsende Wasser. Der Kolben IT1 steht durch den Bolzen IP mit den Stangen IP in Verbindung, welche die Bremsklötze in Bewegung setzen. G0 ist ein Handhebel und G7 eine Stange, mit Hülfe deren das Ventil G3 auf seinen Sitz geprefst wird, um die Bremsklötze von den Rädern zu entfernen.
Die Bremsvorrichtung wirkt folgendermaafsen:
Zuerst wird Wasser in die Windkessel und in die Leitung getrieben; dieses Wasser treibt alle Luft aus der Rohrleitung in die Windkessel, woselbst dieselbe comprimirt wird und später die Kraft für die Bewegung der Bremse abgiebt. Die Wasserzuführung wird so lange fortgesetzt, bis ein hinlänglicher Druck erreicht ist. Die Bremsen sind nunmehr offen und bleiben es, so lange als der Druck in dem Hauptrohre anhält. Dieser Druck kann willkürlich vom Locomotivführer aufgehoben werden, indem er durch Drehen der Handhabe AA den Hahn A3 öffnet
und das Wasser aus der Hauptleitung abläfst, während der Maschinen-Windkessel abgesperrt wird. Die comprimirte Luft der Wagen-Windkessel expandirt alsdann und treibt das Wasser durch das Rohr G2 gegen die untere Seite des Ventils G3. Dieses wird emporgehoben, da der Druck in dem oberen Theile G aufgehört hat, und läfst das Wasser durch das Rohr GA gegen die untere Fläche des Kolbens If1 drucken. Letzterer hebt sich und prefst die Bremsklötze gegen die Räder.
Der Druck in der Hauptleitung kann auch aufgehoben werden, wenn die Verbindung dieser Leitung undicht oder ihr Zusammenhang ganz gestört wird, Wenn also ein Theil des Zuges durch irgend einen Zufall von diesem sich loslösen würde, so wurden augenblicklich die Bremsen in Wirksamkeit treten.
Sollen die Bremsklötze von den Rädern abgehoben werden, so dreht man den Dreiweghahn A3 so, dafs der in dem Maschinen-Windkessel enthaltene Druck in die Hauptrohrleitung übergeht und gleichzeitig aufs neue Wasser eingetrieben wird. Der entstehende Druck prefst die biegsame Scheidew.and in dem selbstthätigen Umsteuerungsventil nieder und das unter demselben liegende Ventil G3 auf seinen Sitz, so dafs die Verbindung zwischen dem Windkessel und dem Cylinder H wieder unterbrochen wird. Das in dem Cylinder enthaltene Wasser entweicht alsdann durch die Ausflufsöffhung G°, und der. Kolben M' fallt durch sein Eigengewicht oder infolge der Wirkung einer Feder wieder herunter.
Die Bremsen können auch vom Zugführer gehandhabt werden, wenn man an irgend einer passenden Stelle der Leitung einen weiteren Ausflufshahn anbringt.
Der Windkessel der Maschine ist mit einem Manometer versehen. Der Erfinder behält sich vor, statt des Wassers auch Luft in die Windkessel zu pumpen.
Die beschriebenen mechanischen Vorrichtungen können natürlich auch geändert werden, ohne dafs hierdurch das Princip der Erfindung alterirt würde.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Construction von Eisenbahnbremsen, bei welchen hydraulischer Druck in Wagen-Windkesseln erzeugt und durch Gegendruck in einer, allen Windkesseln gemeinschaftlichen, Häuptleitung im Gleichgewicht gehalten wird, so zwar, dafs, wenn dieser Gegendruck aufgehoben wird, der in den Windkesseln vorhandene Druck auf die Bremsklötze wirken und diese gegen die Räder drücken kann.
  2. 2. Die oben beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten dern unter, ι erwähnten Zwecke dienenden mechanischen Vorrichtim-gen. Dieselben bestehen der HaT.iptsa.che nach aus dem. Windkessel A,, der Hauptrohrleitung B, den Zweigröhren, JP, : den Wagen-Windkesseln E, dem Absperrventil D \ dem Zweigrohr F, dem- selbstthätigen Umsteuerungsventil, den Röhren G2 und G \ dem Cylinder H und dem Kolben H1..
  3. 3... Die Erzeugung des. hydraulischen. Druckes für vorliegende Bremse mit. Hülfe der Speisepumpe oder des· Injectors der Maschine,, wie beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT2612D Hydraulische Bremse für Eisenbahnwagen Active DE2612C (de)

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