DE261081C - - Google Patents

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DE261081C
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mercury
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pyrazolone
mercury oxide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/103Mercury compounds without C-Mercury linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Mp. GRUPPE
LEON GIVAUDAN in GENF und EMIL SCHEITLIN in BASEL.
CHS
40
45
(vgl. Patentschrift 193632, Kl. 12 p) auf Quecksilberoxyd so lange in der Wärme einwirken, bis das Quecksilberoxyd nahezu ganz in Lösung gegangen ist, so erhält man eine neue Verbin-
I.
CH,
CH3-N
"C
1 5
-NH-SO3Hg
CO
Formel II ist sehr wahrscheinlich die richtige. Nach Formel I müßte nämlich das Quecksilberoxyd erst auf Kosten eines Teiles der organischen Substanz zu Quecksilberoxydul reduziert werden.
Tatsächlich erhält man auch bei Anwendung unreiner Ausgangsstoffe oder durch Zusatz von Reduktionsmitteln Produkte, welche einen bedeutend höheren Quecksilbergehalt aufweisen, in denen also auch die S03ff-Gruppe
dung, welche Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel und Quecksilber enthält.
Für die Verbindung können folgende Konstitutionsformeln in Betracht kommen:
II.
-SO3H
11 ^Hg-OH
CO.
55
60
teilweise oder ganz durch Quecksilber abgesättigt ist.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich insofern grundsätzlich von dem im Chem. Zentralblatt 1908, II, S. 1037/38, und der britischen Patentschrift 28583/1910 beschriebenen Verfahren, als dort lediglich von Pyrazolonderivaten ausgegangen wird, in denen die 4-St ellung unsubstituiert ist, während der Ausgangsstoff des vorliegenden Verfahrens an
Stelle des Wasserstoffatoms in 4-Stellung den Sulfaminrest enthält.
Beispiel:
Zu aus 270 g Quecksilberchlorid mit der berechneten Menge Alkali ausgefälltem Quecksilberoxyd gibt man 300 g reines 1 - Phenyl-2 · 3-dimethyl-4-sulfamino-5-pyrazolon und etwa 10 1 Wasser. Man erwärmt auf dem Wasserbade bis die gelbe Farbe des Quecksilberoxyds verschwunden und das Oxyd zum größten Teil in Lösung gegangen ist. Man saugt hierauf heiß vom Ungelösten ab und kühlt rasch ab; der kristallinische Niederschlag wird hierauf von der Mutterlauge getrennt, das Produkt gut ausgewaschen und bei etwa 60° getrocknet.
Der erhaltene Körper ist weiß, kristallinisch und gegen Licht ziemlich unempfindlich. Er ist in Wasser und anderen Lösungsmitteln schwer- und nach dem Trocknen so gut wie unlöslich. In konzentrierter Schwefelsäure löst er sich ziemlich leicht und scheinbar ohne Zersetzung, beim Erhitzen zersetzt er sich unter Abscheidung von Kohle. Er besitzt einen Quecksilbergehalt von 41 Prozent Hg.
Behandelt man die Verbindung mit verdünnten wäßrigen Alkalien, so fällt ein Teil des Quecksilbers als Oxydul aus, während ein quecksilberhaltiger Körper mit einem Gehalt von 24 Prozent Hg in Lösung geht.
Stellt man sich vor, daß bei Absättigung der SO3H- Gruppe durch Natriumhydroxyd 2 Moleküle unter 'Abscheidung von Wasser und der Hälfte Quecksilber als Oxydul zusammentreten, so verlangt die Theorie für einen solchen Körper 24 Prozent Hg, was durch die Analyse betätigt wird.
Das Quecksilber der zuletzt erwähnten Verbindung ist durch Schwefelammonium oder durch Schwefelwasserstoff fällbar.
Es hat sich gezeigt, daß der Körper bei sehr geringer Giftigkeit eine ausgezeichnete spirillocide Wirkung besitzt, daß also Heildosis und toxische Dosis der neuen Verbindung sehr weit auseinander liegen. Der Körper eignet sich daher vorzüglich zur Behandlung luetischer Erkrankungen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: k0
    Verfahren zur Darstellung einer Quecksilberverbindung der Pyrazolonreihe, darin bestehend, daß man Quecksilberoxyd und ι - Phenyl - 2 · 3- dimethyl -4- sulf amino-5-pyrazolon in wäßriger Lösung oder Suspension so lange in der Wärme einwirken läßt, bis das Ouecksilberoxyd nahezu ganz in Lösung gegangen ist.
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