DE258751C - - Google Patents

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DE258751C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/32Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins
    • D06P3/3273Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins preparing azo dyes on the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258751 KLASSE Sm. GRUPPE
Verfahren zum Färben von Leder. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juni 1912 ab.
Die zum Färben von Leder bisher benutzten Farbstoffe besitzen in verschiedener Beziehung Nachteile. Die basischen Farbstoffe verlangen ein vorhergehendes Beizen des Leders. Sie sind wenig seifenbeständig und größtenteils sehr lichtunecht. Die Mehrzahl der substantiven Farbstoffe ist säureempfindlich und nicht genügend waschecht. Die sauren Farbstoffe, auch die nachchromierten, besitzen
ίο gleichfalls zumeist nicht die erforderliche Waschechtheit.
Von einem guten Färbeverfahren wird aber verlangt, daß es sich bequem und mit sicherem Erfolge ausführen läßt, und daß es Lederfärbungen ergibt, die bei genügender Lichtechtheit wasch-, säure- und seif en echt sind.
Die Seifenechtheit ist besonders wichtig bei Lederarten, die vor dem Fertigstellen geseift oder mit einer Seifenölemulsion gefettet werden müssen. Man hat sich bisher damit zu helfen gesucht, daß man z. B. zum Fetten von gefärbtem Chromleder eine möglichst wenig Seife enthaltende Emulsion benutzte, ohne indes die Erhaltung des Farbtones und die Geschmeidigkeit des Leders gleichzeitig in befriedigender Weise zu erreichen.
Es wurde nun gefunden, daß ein Färbeverfahren, das für Baumwolle seit langer Zeit gebräuchlich ist, mit dem aber in der Lederfärberei bisher keine Versuche angestellt worden sind, in hervorragendem Maße den gekennzeichneten Ansprüchen genügt.
Es besteht darin, substantive Farbstoffe, die sich mit Diazoverbindungen kuppeln lassen, z. B. »Paranilfarben«, auf chromgares oder chromiertes Leder aufzufärben und mit Diazoverbindungen, vorzugsweise Nitrodiazobenzol, nachzubehandeln. Durch diese Nachbehandlung wird die Nuance der direkten Färbung vertieft und die Echtheit der Färbungen erheblich erhöht.
Der Erfolg ist insofern überraschend, als man nicht annehmen konnte, daß Leder als tierisches Produkt sich ähnlich der pflanzlichen Faser verhalten würde, um so mehr, als das genannte Färbeverfahren auf Wolle keine Anwendung findet.
Das Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert:
i. Entsäuertes chromgares Leder wird mit ι Prozent Paranilgelb G bei 50 ° gefärbt. Man spült hierauf und behandelt auf frischem Bade 20 Minuten lang bei 10 bis 20 ° mit Paranitrodiazobenzollösung, und zwar nimmt man auf ι kg Falzgewicht j I Lösung, hergestellt aus 5 g Paranitranilin, 15 g Salzsäure 22 ° Be. und 3,3 g Natriumnitrit, der man vor dem Gebrauch noch 300 ecm ioprozentige Natriumacetatlösung zusetzt. Hierauf wird das gelbgefärbte Leder gut gespült und mit 2 Prozent Seife und 1,5 Prozent Klauenöl gefettet.
■ 2. Sämischleder wird in üblicher Weise durch Waschen mit Soda vom Fett befreit, gespült und vier Stunden lang mit einer Chrom alaunlösung 2° Be. bei gewöhnlicher Temperatur behandelt. Hierauf wird mit Paranilbraun R gefärbt und wie nach Beispiel ι mit Nitrodiazobenzol entwickelt, gespült und zum Schluß geseift. Man erhält ein waschechtes Braun.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Färben von Leder, darin bestehend, daß man chromgares oder chromiertes Leder mit Substantiven Farbstoffen färbt, die sich mit Diazoverbindungen kuppeln lassen und die Färbungen mit Diazoverbindungen, vorzugsweise Nitrodiazobenzol, nachbehandelt.
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