DE256709C - - Google Patents
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H67/00—Electrically-operated selector switches
- H01H67/02—Multi-position wiper switches
- H01H67/04—Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
- H01H67/06—Rotary switches, i.e. having angularly movable wipers
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- Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)
- Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung zum selbsttätigen wahlweisen Verbinden
von Fernsprechleitungen und bezweckt in erster Linie, eine solche Anordnung der in Betracht
. 5 kommenden Stromkreise und Vorrichtungen zu treffen, daß die Herstellung der Verbindungen
mit größter Schnelligkeit und Genauigkeit bewirkt werden kann. Insbesondere bezieht sich
die Erfindung auf eine verbesserte Steuerungs-' art Von wahlweise einstellbaren Schaltern oder
Wählern, deren Schaltwagen oder die Kontaktbürsten tragendes Schaltglied in Abhängigkeit
von einem Elektromagneten, der seinerseits unter mittelbarem oder unmittelbarem Einflüsse einer entfernt oder getrennt gelegenen
Sendervorrichtung steht, durch eine mechanisch wirkende . Kraft, z. B. eine ständig
gedrehte Welle, in Drehung gesetzt bzw. verschoben wird;
Bei den bekannten ähnlichen Einrichtungen erfolgt die Einstellung des Wählers in der
Weise, daß beim Einstellen des zum Senderapparate gehörenden Schaltmechanismus bzw.
beim Zurückführen dieses Mechanismus aus -einer zuvor eingestellten Lage über die zum
Wähler führende Leitung eine Anzahl Stromstöße abgegeben wird, durch die entweder
der Wähler selbst oder Teile des Wählers so eingestellt werden, daß der Wähler unmittelbar
auf den gewünschten Kontakt 'gebracht oder hernach, wenn er mit einer mechanisch
wirkenden Kraft, z. B. einer ständig gedrehten Welle, gekuppelt wird, auf die durch die zuvor
eingestellten Auswählteile bestimmte Stelle bewegt wird. In letztgenanntem Falle, der hier
hauptsächlich in-Betracht kommt, werden die Vorteile, die ein Wähler, der zwecks rascher
Einstellung mit einer ständig gedrehten Welle gekuppelt werden kann, bietet, nicht genügend
ausgenutzt. Um diese Vorteile ganz zur Geltung zu bringen, wird bei der im nachstehenden
beschriebenen Einrichtung von einer Anordnung Gebrauch gemacht, die in gewisser Hinsicht umgekehrt wirkt wie die vorhin erwähnten
Einrichtungen. Der Schaltmechanismus des Senderapparats wird natürlich auch
hier zunächst auf einen gewünschten Punkt eingestellt, bzw. werden Vorkehrungen gemacht,
daß der Schaltmechanismus auf einer gewünschten Stelle zur Ruhe kommt; die Ein-Stellung
des an sich leicht beweglichen Sendermechanismus hat aber auf den Wähler keinen'
Einfluß. Dieser wird erst nach Einstellung des Sendermechanismus mit der ständig gedrehten
Welle verbunden und xalsdann rasch . in Bewegung gesetzt. Hierbei werden nun
rückwärts, d. h. vom Wähler zurück zum Senderapparat, die Stromverhältnisse in der den
Schaltmechanismus des Senderapparats enthaltenen Leitung mit Unterbrechungen so geändert,
daß der Sendermechanismus schrittweise aus der bzw. in die zuvor eingestellte Lage
bewegt wird, bei deren Erreichung dann die Stillsetzung des Wählers selbst erfolgt. Es
findet also sozusagen eine rückwärtige Stromstoßkontrolle von dem schweren, aber durch
die ständig gedrehte Welle in rasche Bewegung gesetzten Wähler nach dem zuvor unabhängig
eingestellten, leicht beweglichen Sendermechanismus statt.
Es sind bereits ähnlich wirkende Einrichtungen bekannt, bei denen zur Einstellung
des Wählers und des auf der Senderstelle be-
lb fmdlichen Schaltapparats ein besonderer, selbständig
angetriebener Ein- und Ausschalter, Steuerschalter genannt, zur Anwendung kommt,
der allen ■ Teilnehmern einer Umschaltestelle gemeinsam ist. Ferner sind Einrichtungen bekannt,
bei denen die Schaltanker der Magnete des einzustellenden Wählers bei ihren Bewegungen
eine Kontaktvorrichtung beeinflussen, die bewirkt, daß der Wähler schrittweise vorwärts,
der Schaltapparat des Senders dagegen
ao schrittweise rückwärts bewegt wird. Demgegenüber kennzeichnet sich der Gegenstand der
Erfindung dadurch, daß der bewegliche Teil oder das Schaltglied eines jeden Wählers mit
einer Kontaktvorrichtung mechanisch verbunden ist, die bei der Bewegung des Schaltgliedes
aus der Ruhelage auf bzw. über das Kontaktfeld des Wählers durch eine Anzahl Teile, die mit dem Kontaktfeld in fester Verbindung
stehen, nach Art einer Unterbrechervorrichtung nacheinander geöffnet und geschlossen
wird und hierbei in der zum Senderapparat zurückführenden und den schrittweise einstellbaren Mechanismus dieses Apparats enthaltenden
Leitung entsprechend dem Fortschreiten des Wählerschaltgliedes Stromänderungen bewirkt, durch die der zuvor eingestellte
Schaltmechanismus des Senderapparats in der oben erwähnten Weise so lange zurück-
oder weitergeschaltet wird, bis er die vorher bestimmte Bewegung ausgeführt hat und alsdann
die Stillsetzung des Wählerschaltgliedes veranlaßt. Vor den älteren Einrichtungen
kennzeichnet sich der Gegenstand der Erfindung durch seine große Einfachheit und weiter
durch den Vorteil, daß die Einstellung des Wählers mit großer Raschheit und Sicherheit
erfolgen kann, denn einerseits genügt es lediglich, den Stromkreis an dem eingestellten
Senderapparat zu schließen, worauf der an eine Triebkraft gekuppelte Wähler sofort in rasche
Bewegung gesetzt wird, und die gleichzeitig hiermit in Wirkung gebrachte Unterbrechervorrichtung
des Wählers die rasche Zurückführung des Schaltmechanismus am Senderapparat veranlaßt, andererseits gewährleistet
die mechanische Verbindung der Kontaktvorrichtung mit dem beweglichen Wählerschaltglied
selbst eine auch bei rascher Einstellbewegung des Schaltgliedes sichere Kontaktgäbe.
Um die beschriebene Wirkung in zweckmäßiger Weise zu ^ erzielen, sind die Steuermagnete,
die den Gang oder, die Wirkungsweise der Sendervorrichtung und des Wählers
regeln, in an sich bekannter Weise in ein und demselben Stromkreis angeordnet. Als Steuermagnet
für den Wähler dient gemäß der Erfindung ein Relais, das in einem Teil des Stromkreises, der unter dem Einfluß des Senderapparats
einen stetigen Strom zugeführt erhält," liegt und über seinen vorderen Kontakt den Stromkreis des die Bewegung des Wählerschaltgliedes
bewirkenden Elektromagneten regelt ; der Schaltmagnet des Senderapparats dagegen liegt in einem Teil des Stromkreises:,
der durch die bei der Bewegung des Wählerschaltgliedes in Wirkung gebrachte Unterbrechungsvorrichtung
in an sich bekannter Weise periodisch kurzgeschlossen wird. Auf diese Weise ist erreicht, daß nach Schließen
des erwähnten Stromkreises einerseits das Wählerschaltglied gleichmäßig vorwärts bewegt,
der Schaltmechanismus des Senderäpparats aber schrittweise eingestellt wird, und zwar
beides so lange bis der Stromkreis am Senderapparat nach einer vorher bestimmten Zeit
geöffnet wird.
Auf der Zeichnung ist ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt. Die Figur ist ein Schema der neuen Wählereinrichtung in Verbindung mit dem Senderapparat. Von diesem sind
jedoch nur die Teile angedeutet, die für die Wirkungsweise der neuen Einrichtung unmittelbar
in Betracht kommen.
Der Schaltwagen oder das die Bürsten tragende Schaltglied des in der Figur veranschaulichten
Wählers besteht aus einem Rahmen R, der an einer senkrechten, drehbaren Welle W befestigt
ist. An dem äußeren Ende des Wagens ist eine Anzahl Kontaktbürsten δ1, δ2, bp so angebracht,
daß die Bürsten über Sätze von Leitungskontakten kv k2 und kp, die in ein
konzentrisch zur Welle W liegendes Kontaktfeld isoliert eingesetzt sind, hinbewegt werden
können. Die Kontaktbürsten sind drehbar gelagert und können mit ihrem freien Ende
entweder so nach außen gedreht werden, daß sie mit den Spitzen der in ihrem Wege liegenden
Leitungskontakte in Berührung kornmen, oder so nach innen gedreht werden, daß sie die Leitungskontakte nicht berühren. Zu
diesem Zweck ist eine Anzahl Federzungen zv z2, zp vorgesehen, die an isolierten Metallplatten
S1, S2, Sp sitzen und gegen vorspringende
Ansätze der Bürsten so drücken, daß das freie Kontaktende der Bürsten bestrebt ist, sich
vorwärts nach außen zu drehen. Die Eederzungen dienen gleichzeitig dazu, eine stromleitende
Verbindung nach den Kontaktbürsten herzustellen. Jeder Bürstensatz umfaßt drei Bürsten, und die einander entsprechenden
Bürsten der verschiedenen Bürstensätze sind in Vielfachschaltung mit den Platten S1, s2, sp
verbunden, und zwar über die erwähnten Federzungen, die von den Platten ausgehen und
gegen die Bürsten drücken. Die Platten Sn, s2
und sp stehen andererseits mit den Leitungen L1, L2, Lp des Hauptstromkreises in elektrischer
Verbindung. Jeder Bürstensatz wird für gewöhnlich durch eine Falle f, die im Ruhezustand
über den hinteren Bürstenenden liegt, gegen den Druck der Federzungen Z1, Z2, zp gesichert
gehalten. Die Fallen f bestehen aus Isolierstücken, die auf federnden Armen α befestigt
sind. Diese Arme α bilden die freie}!
Enden oder Zungen einer an dem drehbaren Gestell R angebrachten Platte P. Um irgendeinen Bürstensatz in die Eingriffstellung zu
bringen, müssen seine Bürsten durch Auslösen der Falle f so freigegeben werden, dai3 sie sich
unter der Wirkung ihrer Federzungen Z1, z2, zp
in die Kontaktlage bewegen können. Dieses Auslösen kann durch eine Auslöseschiene AS
bewerkstelligt werden, die an einem Schaft S drehbar befestigt ist und eine Anzahl Vor-Sprünge
υ besitzt. Die Vorsprünge können in den Weg der ihnen entsprechenden Fallenarme α gebracht werden, indem die Auslöseschiene
AS auf ihrem Schaft 5 durch einen im nachstehenden als Bürstenwähler- oder Auslösemagnet
bezeichneten Magneten AM entsprechend gedreht wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist beabsichtigt, immer nur einen der vorhandenen
Bürstensätze auszuwählen und in die Eingriffstellung zu bringen. Um dies in einfacher
Weise zu erreichen, ist die Auslöseschiene unter einem solchen Winkel angebracht,
daß die Fallenarme α in dem Maße, wie der Rahmen R sich dreht, nacheinander auf die
ihnen entsprechenden Vorsprünge ν auftreffen. Die Auslöseschiene ^45 wird nun so bewegt,
daß sie ihre Vorsprünge υ nur für einen Augenblick in die Auslösestellung bringt, und
zwar dann, wenn das Ende des Fallenarmes, der zu dem gewünschten Bürstensatz gehört,
vor dem ihm entsprechenden Vorsprunge υ der Auslöseschiene angelangt ist. Wird ein Bürstensatz
auf diese Weise in die Eingriffstellung gebracht, so hat dies die Schließung eines lokalen
Stromkreises zur Folge. Zu diesem Zweck ist eine geerdete segmentartige Metallplatte
M auf dem Kontaktfelde in solcher Lage vorgesehen, daß die freien Enden der
ausgelösten Bürsten zunächst mit ihr in Berührung kommen. Diese Platte M erstreckt
sich über den ganzen Auslösebereich der Bürsten, d. h. sie reicht über den ganzen Bogen,
der von den Bürsten bestrichen wird, wenn ein Bürstensatz nach dem anderen in die Auslösestellung kommt. Erst hinter
der Platte -M beginnt, wie ersichtlich, das eigentliche Kontaktfeld mit den Leitungskontakten
A1, k2 und kp. Die Kontakte sind entsprechend
den Bürstensätzen in Sätzen von je drei Kontakten vorhanden und so in Reihen auf dem Kontaktfeld angeordnet, daß sie
nacheinander von den gedrehten Bürsten bestrichen werden.
Um die Bürsten,' wenn der Schaltwagen in seine Ruhestellung zurückkehrt, wieder in die
alte, gesperrte Lage zu bringen, ist eine Isolierschiene / vorgesehen, durch die die ausgelösten
Bürsten vor Erreichung der Ruhelage des Schaltgliedes entgegen der Kraft ihrer Federzungen Z1, Z2, zp hochgedrückt werden,
bis ihre zweckmäßig abgeschrägten hinteren Enden wieder hinter das Isolierstück f des
entsprechenden Fallenarmes α fassen.
Der zum Drehen des Bürstenträgers oder Schaltgliedes dienende Mechanismus setzt sich
im wesentlichen aus einer ständig gedrehten Welle Wx, einem Kupplungsmagneten Mw und
einer Kupplungsscheibe KS zusammen. Die Scheibe KS ist mit der Welle W verbunden,
jedoch in solcher Weise, daß sie eine kippende Bewegung ausführen und sich hierbei gegen
die eine oder die andere von zwei Reibungsrollen rv und rr legen kann. Die Rollen rv
und rr bestehen aus Eisen und können durch den Kupplungsmagneten Mw so magnetisiert
werden, daß sie die ebenfalls aus Eisen bestehende Kupplungsschiene KS anziehen.
Die Fläche der Scheibe KS ist nicht glatt gehalten, sondern derart abgestuft, daß
im Ruhezustand des Mechanismus der Abstand zwischen der Scheibenfläche und der
Reibungsrolle rv kleiner ist als der Abstand zwischen der Scheibenfläche und der auf der
anderen Seite der Scheibenachse befindlichen Reibungsrolle rr. Infolgedessen wird bei Erregung
des Kupplungsmagneten Mw die Scheibe KS mit der Reibungsrolle rv in Berührung
gebracht und von dieser Rolle so gedreht, daß das Schaltglied mit den Bürsten aus der Ruhestellung über das Kontaktfeld
bewegt wird. Sind die Bürsten um die erforderliche Entfernung vorwärts gedreht, so'
wird der Kupplungsmagnet Mw abgeschaltet. Hierdurch wird die Scheibe von der Reibungsrolle yv entkuppelt und durch eine geeignete
Feder /> aus der Kippstellung in ihre wagerechte
Lage zurückgeführt. Infolge der Drehung ist die Scheibe jetzt so verstellt, daß der Abstand zwischen ihr und der Reibungsrolle rr, die einen größeren Durchmesser als
die Rolle rv hat, nunmehr kleiner ist als der
Abstand zwischen ihr und der Reibungsrolle r„. Infolgedessen wird, wenn jetzt der Kupplungsmagnet Mw aufs neue erregt wird, die Scheibe
KS von der Rolle r,- angezogen und durch diese so gedreht, daß die Welle W und mit ihr das
Schaltglied in die Ruhelage zurückkehrt.
Mit dem drehbaren Teil des Wählers ist ' eine Daumenscheibe DS verbunden, durch die
. " ein Schalter umgelegt werden kann. Während der ersten Drehbewegung des Wählers und solange
die Wählerbürsten noch in dem Auslösebereiche sind, wird durch die Daumenscheibe
ein Schalterarm DA gegen einen Kontakt DC1 gelegt. Kommen'dagegen die Bürsten
aus dem Äuslösebereich heraus, so wird der
ίο Schalterarm von der Daumenscheibe freigegeben,
so daß er sich gegen einen Kontakt DC2 legen kann.
Der Wähler weist ferner noch gemäß der Erfindung eine Unterbrechervorrichtung auf,
die beim Drehen des Schaltgliedes in Tätigkeit gesetzt wird. Wie ersichtlich, ist an dem
Wählerrahmen, ähnlich wie die Bürsten δ1, δ2, bF, ein Hebel Hu drehbar befestigt, der an
seinem vorderen Ende eine kleine Rolle /„ trägt. Diese Rolle läuft beim Vorwärtsdrehen
des Wählerschaltgliedes über ein Zalmradsegment s„ hinweg, wodurch dem Hebel Hu
eine auf- und abwärts gehende . Bewegung erteilt wird, die zur Folge hat, daß der
Hebel einen Kontakt U1, U2 abwechselnd
schließt und öffnet. Mit dem Kontakt bzw. Kontaktarm M1 steht eine an dem Rahmen R
isoliert befestigte und gegen den Arm U1 drückende Federzunge Zn in dauernder elekirischer
Verbindung. Der Kontaktarm U1 ist ferner durch ein Isolierstück mit dem hinteren
Arm eines drehbaren Hebels Hf verbunden, dessen vorderer Arm auf dem glatten
Rand des Zahnradsegmentes su schleift. Infolge dieser Anordnung hängen die relativen
Stellungen der Kontakte U1, M2 in jeder Stellung
des Rahmens R lediglich von der relativen Entfernung der Rolle ru von dem Ranäe
des Zahnradsegments, auf dem die Rolle läuft, ab und sind unabhängig von leichten Ändederungen
in der radialen Entfernung zwischen dem Zahnradsegment und der Drehachse des Rahmens R. Die Öffnung und Schließung
der Kontakte U1, U2 erfolgt also genau in
Übereinstimmung mit der Teilung des Zahnradsegments S11. Gegen den Hebel Hf drückt
eine Federzunge z/, die ebenfalls an dem Rahmen
R isoliert befestigt und über den Hebel Hf, den Rand des Zahnradsegments s,„ die Rolle ru
sowie den Arm Hu mit dem Kontkt U2 elektrisch
verbunden ist. An die Federzungen Zn und Zf ist der Stromkreis angeschlossen, in
dem die durch die Kontakte
bewirkten
Unterbrechungen eintreten sollen.
Die Bürsten δ1, δ2, bp sind, wie schon erwähnt,
in Vielfachschaltung mit den Platten S1, S2, Sp verbunden, und zwar sitzen an der
Platte S1 alle die Federzungen Z1, die mit
allen Bürsten δ1 in Berührung sind. Ähnlich gehen von der Platte S2 die Federzungen Z2
aus, die gegen alle Bürsten δ2 drücken und von der Platte sp alle Federzungen zp, die
gegen alle Bürsten bp anliegen. Mit den Platten S1, S2, Sp sind die beiden Leitungsdrähte L1
und L2 und der Prüfdraht Lp des zu dem Wähler führenden Stromkreises verbunden.
Wie ersichtlich, können diese drei Drähte mit irgendeinem Satz der Leitungskontakte A1, k2, kp
in einer beliebigen Reihe in elektrische Verbindung gebracht werden, indem zuerst der
Bürstensatz, der zu der betreffenden Reihe gehört, in die. Eingriffstellung gebracht und
dann der Bürstenträger gedreht wird, bis die Bürsten auf dem gewünschten Kontaktsatz
angelangt sind. ■ ■ ■ . Die Zahl der Bürstensätze und desgleichen die
Zahl der in einer wagerechten Reihe liegenden Kontakte kann natürlich beliebig groß sein.
Der dargestellte Wähler ist beispielsweise für zehn Bürstensätze und zehn Leitungskontaktsätze
in jeder Reihe eingerichtet. Auf der Zeichnung sind jedoch aus Gründen der Einfachheit
nur zwei von den zehn Bürstensätzen und nur einige wenige von den Leitungskontakten
gezeigt. Man ist imstande, mittels des Wählers eine unter zehn Gruppen von Verbindungsleitungen auszuwählen, indem der
die Kontakte dieser Gruppe bestreichende Bürstensatz in die Eingriffstellung gebracht
wird, um dann bei einem Vorwärtsbewegen dieses Bürstensatzes die Leitungen der Gruppe
auf ihr Frei- und Besetztsein zu prüfen und den Bürstensatz auf dem Kontaktsatz einer
frei befundenen Leitung anzuhalten, so daß auf diese Weise die Verbindung von dem
Wählerstromkreis nach der freien Gruppenleitung hergestellt ist. Es sei hier bemerkt,
daß jede Verbindungsleitung mit einer Anzahl Wähler in Vielfachschaltung verbunden ist, so
daß jeder dieser Wähler zu der Leitung Zutritt hat. Wenn irgendeiner dieser Wähler
Anschluß an eine Verbindungsleitung gefunden hat, so wird an allen vielfachgeschalteten
Prüfkontakten der Leitung auf allen anderen Wählern der elektrische Zustand (im vorliegenden
Falle durch eine Erdung) so" geändert, daß keiner dieser anderen Wähler sich auf die
Leitung einstellen kann.
Die lokalen Steuerstromkreise des Wählers werden durch einen selbsttätigen Hilfsschaltermechanismus
geregelt, der im nachstehenden als Folgeschalter bezeichnet ist. Dieser Schalter
besteht im wesentlichen aus einer drehbaren Welle SG, die eine Anzahl verschiedenartig
gestalteter und versetzt angeordneter Daumen- oder Nockenscheiben trägt und durch Vermittlung einer elektromagnetischen.
Kupplung von einer' ständig gedrehten Welle Wf aus in Drehung versetzt werden kann.
Auf der Welle Wf ist zu diesem Zweck eine aus Eisen bestehende Reibungsscheibe Kf angebracht,
die bei Erregen des Kupplungs-
magneten Mf von einer alsdann magnetisierten eisernen Reibungsrolle Rf angezogen
wird. Die Rolle Rf ist auf der Schaltwelle SG befestigt und gewissermaßen als das drehbare
Polstück des Kupplungsmägneten Mf anzusehen. Wie sich aus dem Gesagten leicht
ergibt, wird die Rolle Rf und damit auch die Welle SG von der Scheibe Kf immer so lange
und so oft in Drehung versetzt, als der Knpplungsmagnet Mf erregt wird. Die erwähnten
Daumenscheiben sind über- bzw. nebeneinander auf der Welle SG angebracht. Jede Daumenscheibe
arbeitet mit einem ihr entsprechenden Schalterkontakt derart zusammen, daß eine im Bereiche der Scheibe liegende Kontaktfeder je nach der Stellung der Scheibe entweder
gegen einen außen angebrachten Kontakt gedrückt oder gegen einen innen gelegenen
Kontakt freigegeben wird. Die Schal-
ao terkontakte können auf diese Weise durch das bewegliche Schaltglied einer nach dem anderen
oder in den verschiedenartigsten Zusammenstellungen geöffnet und geschlossen werden. Außerdem ist noch ein besonderer
Schalterkontakt vorgesehen, durch den ein lokaler Stromkreis für den Kupplungsmagneten
Mf so geregelt wird, daß der Magnet, auch wenn der ihn anfänglich erregende Strom
durch einen der anderen Schalterkontakte abgeschaltet ist, noch weiter durch den lokalen
Strom so lange erregt gehalten wird, bis das Schaltglied SG die nächste gewünschte Schaltstellung
völlig eingenommen hat. Dieser lokale Schalterkontakt besteht aus einer unter der Wirkung einer Feder stehenden drehbar
gelagerten Kontaktfeder Cl, an der eine auf der gezahnten Daumenscheibe Dl laufende
Rolle Yf befestigt ist. Wenn die Rolle Yf auf
einem Zahn oder einem erhöhten Teil der Daumenscheibe Dl aufruht, so wird die Kontaktfeder
Cl gegen einen Kontakt C20 gelegt
und dadurch der lokale Stromkreis des Küpplungsmagneten Mf geschlossen. Die Zähne
der Scheibe Dl sind nach den Lücken zu abgeschrägt, so daß die Rolle yj, wenn sie oben
auf einem Zahn liegt, durch die Kraft ihrer Feder in die nächste Zahnlücke hinabgezogen
wird und auf diese Weise bestrebt ist, die Scheibe Dl noch so lange weiterzudrehen,
bis die Rdlle Yf ganz in der Zahnlücke liegt.
Das drehbare Schaltglied wird hierdurch immer genau in der Stellung, in der es anhalten
soll, zum Stillstand gebracht.
In dem Schema der Zeichnung sind die Schalterkontakte des Folgeschalters nicht ihrer
wirklichen Anordnung entsprechend dargestellt, sondern verteilt gezeichnet, um das Verständnis
der . Stromläufe zu erleichtern. Auch sind die verschiedenen Daumenscheiben bis auf die Scheibe Dl des lokalen Schalterkontakts
C20 weggelassen. Die von dem drehbaren Schaltglied eines jeden Folgeschalters
eingenommenen Stellungen, in denen irgendwelche Schalterkontakte (abgesehen von dem
Kontakt C20) geschlossen werden, sind neben
diesen Schalterkontakten durch Zahlen bezeichnet. In allen anderen, nicht durch die
beigefügten Zahlen gekennzeichneten Stellungen des Schaltgliedes sind die betreffenden
Schalterkontakte geöffnet zu denken. Beispielsweise ist der Schalterkontakt C21 in der
vom Schaltglied eingenommenen ersten, zweiten und dritten Stellung, die durch die nebenstehenden
Zahlen 1, 2 und 3 angedeutet sind, geschlossen, dagegen in allen anderen Stellungen
des Schaltgliedes offen. Wie schon erwähnt, hat der Folgeschalter einen besonderen,
durch die Daumenscheibe Dl geregelten Kontakt C20, über den ein lokaler Stromkreis für
den Kupplungsmagneten geschlossen gehalten wird, solange das Schaltglied sich zwischen
zwei Schaltstellungen befindet. Die neben diesen Schalterkontakt C20 gesetzten Zahlen
geben die Stellungen an, in denen der Kontakt geöffnet ist. Der Kontakt ist dagegen
dauernd geschlossen zu denken, wenn das Schaltglied sich zwischen den durch die Zahlen angegebenen Stellungen befindet. Die
neben den Schalterkontakt C20 gesetzten Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9 sollen also besagen,
daß der Kontakt C20 geöffnet ist in der ersten Stellung des Schaltgliedes, geschlossen
zwischen der zweiten und dritten Stellung, geöffnet in der zweiten Stellung usw.
Verläßt das Schaltglied die sechste Stellung, so wird der Kontakt C20 nicht eher wieder
geöffnet, als bis es die achte Stellung erreicht. Das Schaltglied bewegt sich also von
der sechsten Stellung in die achte, ohne angehalten zu werden.
Der Senderapparat, durch den die Auswählung bewirkt wird, und der auf einer Teilnehmerstelle
oder im Amt, und zwar in demselben oder in einem anderen Amt wie der Wähler, untergebracht sein kann, ist mit
seinen Einzelheiten nicht dargestellt. Statt dessen sind ganz schematisch verschiedene
Schalter gezeigt, mittels deren Änderungen in dem elektrischen Zustand des Hauptstromkreises
an einer entfernten oder getrennten Stelle genau so bewirkt werden können, wie es in Wirklichkeit mit dem Senderapparat geschieht.
Der Elektromagnet SR, der während des Vorgangs der Wählereinstellung, wie dargestellt,
in dem Stromkreis der Hauptleitung L1 liegt, kann so eingerichtet gedacht sein, daß
er entsprechend den in der Leitung L1 bewirkten Stromänderungen einen (nicht dargestellten)
Schaltmechanismus schrittweise weiterbewegt. Ferner mag angenommen werden,
daß dieser Schaltstromkreis durch den Elek-
—-
tromagneten AR geöffnet wird, wenn eine vorher bestimmte Anzahl Stromänderungen in der
Leitung L1 bewirkt ist.
Die Wirkungsweise der neuen Wählereinrichtung ist die folgende:
Der Schalterkontakt C21 des Folgeschalters
ist für gewöhnlich geschlossen und verbindet ein im nachstehenden als Wählerkontaktrelais
bezeichnetes Relais WR mit der Leitung L1,
ίο die — wie oben schon erwähnt — beispielsweise
durch einen Schaltmagneten Si? eines entfernten Senderapparates und über den Rückkontakt
eines ebenfalls an dem Senderapparat gelegenen Sperrelais AR Anschluß an Erde
hat. Wenn dieser Stromkreis an dem Senderapparat geschlossen wird, so wird das Wählerkontrollrelais
erregt. Es zieht infolgedessen seinen Anker an und schaltet über seinen Arbeitskontakt einen Strom ein, der von dem
freien Pol der geerdeten Batterie B2 über einen Widerstand g, den Kupplungsmagneten
Mf des Folgeschalters, den Schalterkontakt C22
des Folgeschalters, den Arbeitskontakt und Anker des Relais WR und Erde fließt. Der
durch diesen Strom erregte Kupplungsmagnet Mf veranlaßt, daß der Folgeschalter aus
der ersten Stellung in die zweite gedreht wird, wobei der Kontakt C22 geöffnet und der
Kontakt C23 geschlossen wird. Hierdurch kommt ein Strom zustande, der von der
Batterie Bs über den Kupplungsmagneten Mw
des Wählers, den Kontakt C23 des Folgeschalters,
den Arbeitskontakt und Anker des Relais WR und Erde verläuft. Der Kupplungsmagnet
Mw bringt nunmehr die Kupplungsscheibe KS in Berührung mit der Reibungsrolle
rv, und der Bürstenträger des Wählers
beginnt sich zu drehen. In dem Maße, wie bei dieser Drehung die Rolle rti des Unterbrechers
über das Zahnradsegment s„ hinwegläuft, wird der Kontakt U1, u2 abwechselnd
geschlossen und geöffnet. Bei jeder Schließung des Kontaktes wird über die Leitung Ln,
den Rückkontakt η des Auslösemagneten AM, den Schalterkontakt C24 des Folgeschalters,
den Unterbrecherkontakt U1, M2 und Erde ein
kurzschließender Nebenschluß zu dem entfernten Schaltmagneten SR gelegt. Auf diese
Weise wird bei der Drehung des Bürstenträgers, und zwar der Drehung entsprechend,
eine Anzahl Stromstöße zu dem Schaltmagneten gesandt. Diese Stromstöße werden gemäß
der Erfindung dazu benutzt, den Vorgang des Wählens, d. h. der Einstellung des Wählers zu regeln, und zwar in folgender
Weise: Bei jedem durch die vom Wähler in Gang gesetzten Unterbrechervorrichtung bewirkten
Stromstoß wird der Mechanismus des Senderapparates um einen Schritt weitergegeschaltet,,
so daß er sich beispielsweise entweder aus einer zuvor eingestellten Lage in die Ruhelage zurück oder aus der Ruhelage
in eine zuvor gekennzeichnete Lage, z. B. auf einen zuvor durch geeignete Potentialanlegung
gegen andere Kontakte unterschiedlich gemachten Kontakt bewegt. Erreicht der Mechanismus
unter der Wirkung der vom Wähler rückwärts abgelieferten Stromstöße die zuvor bestimmte Stellung, so wird am Senderapparat
durch das Relais AR der Leitungsstromkreis geöffnet. Diese öffnung erfolgt zu einem
Zeitpunkt, an dem der Unterbrecherkontakt uv U2 geschlossen ist. Das Wählerrelais WR
wird dann stromlos, wenn der Unterbrecherkontakt gleich darauf geöffnet wird.
■Sobald der Bürstenträger des Wählers in Drehung versetzt wird, schließt die Daumenscheibe
DS den Kontakt DA, DC1 und schaltet dadurch einen Strom ein, der von der Batterie
B2 über den Kupplungsmagneten Mf des Folgeschalters, den Schalterkontakt C25
des Folgeschalters, den Kontakt DC1,'DA und
Erde verläuft. Der Kupplungsmagnet Mf wird also erregt und veranlaßt, daß der Folgeschalter
in seine dritte Stellung bewegt wird. In dieser Stellung des Schalters kommt, sobald
das Wählerrelais WR bei der öffnung des Schaltstromkreises am Senderapparat stromlos
geworden ist, über den Rückkontakt des Relais ein Strom zustande, der seinen Weg
von der Batterie B2 über den Kupplungsmagneten Mf, den Schalterkontakt C26 des Folgeschalters,
den Rückkontakt des Relais WR und Erde nimmt. Infolgedessen wird der Folgeschalter
jetzt in seine vierte Stellung bewegt.
Solange das Relais PFi? erregt ist, liegt um den Auslösemagneten AM des Wählers ein über
den Vorderkontakt des Relais WR geschlossener Nebenschluß. Wird dieser Nebenschluß
beim Stromloswerden des Relais geöffnet, so wird der Auslösemagnet AM durch einen aus der
Batterie B3 über den Kupplungsmagneten Mw,
den Schalterkontakt C27 und Erde fließenden
Strom erregt. Da der Kupplungsmagnet Mw nach dem Gesagten unter Strom bleibt, wird
das Schaltglied des Wählers weitergedreht. Sobald bei dieser Drehung einer der Fallenarme f als erster auf die ihm entsprechende
Nase ν der Auslöseschiene AS trifft, wird er bzw. sein Isolierstück f um ein hinreichend
großes Stück bewegt, so daß die durch die betreffende Falle für gewöhnlich gesperrt gehaltenen
drei Bürsten δ1, &2, bp freigegeben und
durch ihre Federzungen Z1, z2, zp gegen die
geerdete Metallplatte M gelegt werden. WeI-eher
Satz von den vorhandenen Bürstensätzen auf die beschriebene Weise in die Eingriffstellung gebracht wird, hängt davon ab, um
wieviel Schaltschritte der Wähler vorwärts bewegt ist, bevor der Auslösemagnet AM erregt
wird. Sobald die Prüfbürste bp des Wählers die geerdete Metallplatte M berührt,
wird über den Schalterkontakt C23 des Folgeschalters
nach der Prüfbürste bp und Erde. ein das Wählerrelais WR erregen'der Strom
eingeschaltet. . Das Relais legt mittels seines Ankers wieder einen kurzschließenden Nebenschluß
zu dem Auslösemagneten AM, so daß dieser aufs neue stromlos wird.
Wenn der Bürstenträger des Wählers an der Stelle angelangt ist, an der alle Bürsten sich
ίο außerhalb des Auslösebereichs befinden, so
wird der Schalterarm DA von der Daumenscheibe DS freigegeben und gegen den Kontakt
DC2 gelegt. Hierdurch wird ein neuer, den Kupplungsmagneten Mf des Folgeschalters
enthaltender Stromkreis geschlossen, und zwar über den Schalterkontakt C29, den Kontakt Z)C2,
DA und Erde. Der Folgeschalter wird jetzt in seine fünfte Stellung bewegt, wobei der
Wähler den ausgelösten Bürstensatz über die Leitungskontakte der diesem Satz entsprechenden
Reihe bewegt, um nach einem freien Kontakt zu suchen. In der vierten und fünften Stellung des Folgeschalters, der bei
Verlassen seiner dritten Stellung den Schalter^ kontakt C21 geöffnet hat, wird das Wählerrelais
WR weiter durch einen Strom erregt gehalten, der aus der Batterie B1 über das Relais, den
Schalterkontakt C28 des Folgeschalters, die
Prüf bürste bp und von da entweder zu der geerdeten Platte M oder über die geerdeten
Prüfkontakte kp der besetzten Leitungen fließt.
Denn diese Prüfkontakte sollen, wie schon oben erwähnt, geerdet sein, wenn die zu ihnen
gehörende Leitung besetzt ist.
Beim Verlassen seiner vierten Stellung öffnet der Folgeschalter den Kontakt C27, der den
Stromkreis des Auslösemagneten AM regelt und macht dadurch den Kupplungsmagneten
Mw des Wählers von dem über den Vorderkontakt des Relais WR fließenden Strom abhängig.
Dieses Relais regelt jetzt also das weitere Vorrücken der Wählerbürsten beim Suchen nach einer freien Leitung.
Das Zahnradsegment s„ des Wählers ist, wie ersichtlich, mit einem langen Zahn Z1 versehen,
auf dem die Rolle ru des Unterbrechers läuft, wenn die Wählerbürsten sich zwischen
Ende des Auslösebereichs und Anfang des eigentlichen Kontaktfeldes bewegen. Läuft
die Rolle rtl auf dem langen Zahn Z1, so wird
die Nebenschlußleitung Ln geschlossen und das Relais WR erregt gehalten. Wenn dagegen
die Bürsten den ersten Leitungskontaktsatz erreichen, so fällt die Rolle ru in eine
Lücke des Zahnradsegments ein. Hierdurch wird der Unterbrecherkontakt U1, u2 unterbrochen,
. die Nebenschlußleitung Ln geöffnet und das Wählerrelais WR von einem Strom
abhängig gemacht, der über die Prüfbürste bp des ausgelösten Bürstensatzes und den Prüfkontakt
kp einer besetzt gefundenen Leitung nach Erde fließt. Das Prüf relais WR bleibt
infolgedessen beim Weiterdrehen des Wählerschaltgliedes so lange erregt, als die Prüf bürste bp
auf die Prüf kontakte besetzter Leitungen auftrifft. Dies ändert sich jedoch, wenn die
Prüfbürste auf dem Kontakt einer freien Leitung anlangt, deren Freisein in dem System,
in dem der dargestellte Wähler angewendet werden soll, dadurch gekennzeichnet ist, daß
der Prüfkontakt keine Verbindung nach Erde besitzt. Da jedesmal, wenn die Prüfbürste
auf einem Prüfkontakt ankommt, der das Relais WR enthaltende Stromkreis an dem
Unterbrecherkontakt ux, u2 vorübergehend geöffnet
wird, so muß das Relais, wie leicht einzusehen, stromlos werden, sobald von der Prüfbürste bp der nicht geerdete Kontakt kp
einer freien Leitung erreicht wird. Tritt dies ein, so läßt das Relais WR seinen Anker zurückfallen
und schaltet dadurch den Erregerstrom des Kupplungsmagneten Mw ab, so
daß die Wählerbürsten auf dem Kontaktsatz der frei befundenen Leitung stehenbleiben.
Gleichzeitig kommt über den Rückkontakt des Relais WR und den Schalterkontakt C26 des
Folgeschalters ein den Kupplungsmagneten Mf erregender Strom zustande, wodurch der Folgeschalter
in seine sechste Stellung bewegt wird.
Bei dem System, in dem die hier beschriebene Einrichtung Anwendung finden soll, ist
während der Zeit, in der eine Verbindung über die Leitungen L1, L2, Lp besteht, die
dritte Prüfleitung Lf an der entfernten Stelle geerdet. Auf der Zeichnung ist dies durch
die Erde E angedeutet. Über diese wird nun in der sechsten Stellung des Folgeschalters
ein kurzschließender Nebenschluß zu dem Kupplungsmagneten Mf gelegt, und zwar über
den Widerstand g, die Leitung Lk, den in der sechsten Stellung des Fqlgeschalters geschlossenen
Schalterkontakt C30 und die Leitung Lf.
Infolgedessen wird der Kupplungsmagnet Mf, der sonst über den Schalterkontakt C26 des
Folgeschalters und den Rückkontakt und Anker des Relais WR erregt werden würde, stromlos.
In der sechsten Stellung des Folgeschalters werden ferner auch die Schalterkontakte C31,
C32 geschlossen und dadurch die Leitungen L1
und i2 mit den Wählerbürsten b1, b2 bzw. den
Leitungskontakten A1, k2 verbunden. In ähnlicher
Weise wird die bei E geerdete Leitung
Lf über den Schalterkontakt C33 an die Prüfbürste
bp und den Prüfkontakt kp angelegt,
wodurch alle Prüfkontakte der durch den Wähler ausgesuchten Leitung mit Erde verbunden
und besetzt gemacht werden.
Die Zurückführung des eingestellten Wählers kann dadurch bewirkt werden, daß die Leitung
Lf an dem entfernten Ende der Verbindungsleitung von Erde getrennt wird. Da-
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für Selbstanschlußfernsprechämter,
bei denen die Wähler unter dem Einfluß einer ständig vorhandenen äußeren Triebkraft stehen und
dadurch eingestellt werden, daß der getrennt oder entfernt gelegene Senderapparat
durch im Amt erzeugte Stromänderungen, welche durch eine mit dem beweglichen Wählerschaltglied \?erbundene
Kontaktvorrichtung hervorgerufen werden, wieder in die Ruhelage geführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit dem Wählerschaltglied verbundene Kontaktvorrichtung bei der Einstellung des Wählers
einen den Schaltmagneten des Senderapparates enthaltenden Teil des gemeinschaftlichen
Stromkreises absatzweise kurzschließt, während der übrige, den Steuermagneten des Wählers enthaltende Teil des Stromkreises
stets geschlossen gehalten wird, so daß nach Schließen des gemeinschaftlichen Stromkreises das Wählerschaltglied gleichmäßig
weiterbewegt, der Senderapparat aber durch absatzweise Beeinflussung seines
Schaltmechanismus wieder in die Ruhelage geführt wird, wo der Stromkreis am Senderapparat geöffnet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der die Steuermagnete des Senderapparates
und des Wählers in demselben Stromkreise liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Wählerschaltglied
mechanisch verbundene Kontaktvorrichtung bei der Einstellung des Wählers einen den
Schaltmagneten des Senderapparates enthaltenden Teil des gemeinschaftlichen Stromkreises
absatzweise kurzschließt, während der übrige, den Steuermagneten des Wählers enthaltende Teil des Stromkreises stetig
geschlossen gehalten wird, so daß nach Schließen des gemeinschaftlichen Stromkreises
das Wählerschaltglied gleichmäßig weiterbewegt, der Schaltmechanismus des Senderapparates aber schrittweise eingestellt
wird, bis der Stromkreis in an sich bekannter Weise am Senderapparat geöffnet wird. .
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der in
bekannter Weise mittels Besetztpotentials bewirkten Wahleinstellung von Wählern die mit dem beweglichen Wählerschaltglied
verbundene Kontaktvorrichtung in der Stellung des Wählers zwischen den festen Kontaktsätzen immer geschlossen, in der
Stellung des Wählers auf den festen Kontaktsätzen aber immer geöffnet wird, so daß der die Bewegung des Wählers bei
Erregung veranlassende Steuermagnet auch
beim Übergang des Wählers von einem Kontaktsatz zum nächsten erregt bleibt,
bei der Wählerstellung auf einem Kontaktsatz aber nur von dem Prüfpotential desselben
abhängig ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung
des Wählers aus zwei an dem beweglichen Wählerschaltglied drehbar gelagerten, unter Federkraft stehenden Hebein
besteht, deren einer auf einer gezahnten, deren anderer auf einer glatten
Fläche des festen Wählergestelles läuft, und die infolgedessen bei der Schaltgliedbewegung
mit Unterbrechungen in Kontakt gebracht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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| US235487XA | 1913-01-13 | 1913-01-13 |
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- 1909-07-08 DE DE1909235487D patent/DE235487C/de not_active Expired
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- 1909-07-08 DE DE1909233734D patent/DE233734C/de not_active Expired
- 1909-07-08 DE DE1909256709D patent/DE256709C/de not_active Expired
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1914
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| FR467088A (fr) | 1914-06-03 |
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| GB190920839A (en) | 1910-01-13 |
| DE323301C (de) | 1920-07-20 |
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