DE256709C - - Google Patents

Info

Publication number
DE256709C
DE256709C DE1909256709D DE256709DA DE256709C DE 256709 C DE256709 C DE 256709C DE 1909256709 D DE1909256709 D DE 1909256709D DE 256709D A DE256709D A DE 256709DA DE 256709 C DE256709 C DE 256709C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
selector
switch
circuit
magnet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1909256709D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Application granted granted Critical
Publication of DE256709C publication Critical patent/DE256709C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02Multi-position wiper switches
    • H01H67/04Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
    • H01H67/06Rotary switches, i.e. having angularly movable wipers

Landscapes

  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)
  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung zum selbsttätigen wahlweisen Verbinden von Fernsprechleitungen und bezweckt in erster Linie, eine solche Anordnung der in Betracht
. 5 kommenden Stromkreise und Vorrichtungen zu treffen, daß die Herstellung der Verbindungen mit größter Schnelligkeit und Genauigkeit bewirkt werden kann. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine verbesserte Steuerungs-' art Von wahlweise einstellbaren Schaltern oder Wählern, deren Schaltwagen oder die Kontaktbürsten tragendes Schaltglied in Abhängigkeit von einem Elektromagneten, der seinerseits unter mittelbarem oder unmittelbarem Einflüsse einer entfernt oder getrennt gelegenen Sendervorrichtung steht, durch eine mechanisch wirkende . Kraft, z. B. eine ständig gedrehte Welle, in Drehung gesetzt bzw. verschoben wird;
Bei den bekannten ähnlichen Einrichtungen erfolgt die Einstellung des Wählers in der Weise, daß beim Einstellen des zum Senderapparate gehörenden Schaltmechanismus bzw. beim Zurückführen dieses Mechanismus aus -einer zuvor eingestellten Lage über die zum Wähler führende Leitung eine Anzahl Stromstöße abgegeben wird, durch die entweder der Wähler selbst oder Teile des Wählers so eingestellt werden, daß der Wähler unmittelbar auf den gewünschten Kontakt 'gebracht oder hernach, wenn er mit einer mechanisch wirkenden Kraft, z. B. einer ständig gedrehten Welle, gekuppelt wird, auf die durch die zuvor eingestellten Auswählteile bestimmte Stelle bewegt wird. In letztgenanntem Falle, der hier hauptsächlich in-Betracht kommt, werden die Vorteile, die ein Wähler, der zwecks rascher Einstellung mit einer ständig gedrehten Welle gekuppelt werden kann, bietet, nicht genügend ausgenutzt. Um diese Vorteile ganz zur Geltung zu bringen, wird bei der im nachstehenden beschriebenen Einrichtung von einer Anordnung Gebrauch gemacht, die in gewisser Hinsicht umgekehrt wirkt wie die vorhin erwähnten Einrichtungen. Der Schaltmechanismus des Senderapparats wird natürlich auch hier zunächst auf einen gewünschten Punkt eingestellt, bzw. werden Vorkehrungen gemacht, daß der Schaltmechanismus auf einer gewünschten Stelle zur Ruhe kommt; die Ein-Stellung des an sich leicht beweglichen Sendermechanismus hat aber auf den Wähler keinen' Einfluß. Dieser wird erst nach Einstellung des Sendermechanismus mit der ständig gedrehten Welle verbunden und xalsdann rasch . in Bewegung gesetzt. Hierbei werden nun rückwärts, d. h. vom Wähler zurück zum Senderapparat, die Stromverhältnisse in der den Schaltmechanismus des Senderapparats enthaltenen Leitung mit Unterbrechungen so geändert, daß der Sendermechanismus schrittweise aus der bzw. in die zuvor eingestellte Lage bewegt wird, bei deren Erreichung dann die Stillsetzung des Wählers selbst erfolgt. Es
findet also sozusagen eine rückwärtige Stromstoßkontrolle von dem schweren, aber durch die ständig gedrehte Welle in rasche Bewegung gesetzten Wähler nach dem zuvor unabhängig eingestellten, leicht beweglichen Sendermechanismus statt.
Es sind bereits ähnlich wirkende Einrichtungen bekannt, bei denen zur Einstellung des Wählers und des auf der Senderstelle be-
lb fmdlichen Schaltapparats ein besonderer, selbständig angetriebener Ein- und Ausschalter, Steuerschalter genannt, zur Anwendung kommt, der allen ■ Teilnehmern einer Umschaltestelle gemeinsam ist. Ferner sind Einrichtungen bekannt, bei denen die Schaltanker der Magnete des einzustellenden Wählers bei ihren Bewegungen eine Kontaktvorrichtung beeinflussen, die bewirkt, daß der Wähler schrittweise vorwärts, der Schaltapparat des Senders dagegen
ao schrittweise rückwärts bewegt wird. Demgegenüber kennzeichnet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß der bewegliche Teil oder das Schaltglied eines jeden Wählers mit einer Kontaktvorrichtung mechanisch verbunden ist, die bei der Bewegung des Schaltgliedes aus der Ruhelage auf bzw. über das Kontaktfeld des Wählers durch eine Anzahl Teile, die mit dem Kontaktfeld in fester Verbindung stehen, nach Art einer Unterbrechervorrichtung nacheinander geöffnet und geschlossen wird und hierbei in der zum Senderapparat zurückführenden und den schrittweise einstellbaren Mechanismus dieses Apparats enthaltenden Leitung entsprechend dem Fortschreiten des Wählerschaltgliedes Stromänderungen bewirkt, durch die der zuvor eingestellte Schaltmechanismus des Senderapparats in der oben erwähnten Weise so lange zurück- oder weitergeschaltet wird, bis er die vorher bestimmte Bewegung ausgeführt hat und alsdann die Stillsetzung des Wählerschaltgliedes veranlaßt. Vor den älteren Einrichtungen kennzeichnet sich der Gegenstand der Erfindung durch seine große Einfachheit und weiter durch den Vorteil, daß die Einstellung des Wählers mit großer Raschheit und Sicherheit erfolgen kann, denn einerseits genügt es lediglich, den Stromkreis an dem eingestellten Senderapparat zu schließen, worauf der an eine Triebkraft gekuppelte Wähler sofort in rasche Bewegung gesetzt wird, und die gleichzeitig hiermit in Wirkung gebrachte Unterbrechervorrichtung des Wählers die rasche Zurückführung des Schaltmechanismus am Senderapparat veranlaßt, andererseits gewährleistet die mechanische Verbindung der Kontaktvorrichtung mit dem beweglichen Wählerschaltglied selbst eine auch bei rascher Einstellbewegung des Schaltgliedes sichere Kontaktgäbe.
Um die beschriebene Wirkung in zweckmäßiger Weise zu ^ erzielen, sind die Steuermagnete, die den Gang oder, die Wirkungsweise der Sendervorrichtung und des Wählers regeln, in an sich bekannter Weise in ein und demselben Stromkreis angeordnet. Als Steuermagnet für den Wähler dient gemäß der Erfindung ein Relais, das in einem Teil des Stromkreises, der unter dem Einfluß des Senderapparats einen stetigen Strom zugeführt erhält," liegt und über seinen vorderen Kontakt den Stromkreis des die Bewegung des Wählerschaltgliedes bewirkenden Elektromagneten regelt ; der Schaltmagnet des Senderapparats dagegen liegt in einem Teil des Stromkreises:, der durch die bei der Bewegung des Wählerschaltgliedes in Wirkung gebrachte Unterbrechungsvorrichtung in an sich bekannter Weise periodisch kurzgeschlossen wird. Auf diese Weise ist erreicht, daß nach Schließen des erwähnten Stromkreises einerseits das Wählerschaltglied gleichmäßig vorwärts bewegt, der Schaltmechanismus des Senderäpparats aber schrittweise eingestellt wird, und zwar beides so lange bis der Stromkreis am Senderapparat nach einer vorher bestimmten Zeit geöffnet wird.
Auf der Zeichnung ist ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Die Figur ist ein Schema der neuen Wählereinrichtung in Verbindung mit dem Senderapparat. Von diesem sind jedoch nur die Teile angedeutet, die für die Wirkungsweise der neuen Einrichtung unmittelbar in Betracht kommen.
Der Schaltwagen oder das die Bürsten tragende Schaltglied des in der Figur veranschaulichten Wählers besteht aus einem Rahmen R, der an einer senkrechten, drehbaren Welle W befestigt ist. An dem äußeren Ende des Wagens ist eine Anzahl Kontaktbürsten δ1, δ2, bp so angebracht, daß die Bürsten über Sätze von Leitungskontakten kv k2 und kp, die in ein konzentrisch zur Welle W liegendes Kontaktfeld isoliert eingesetzt sind, hinbewegt werden können. Die Kontaktbürsten sind drehbar gelagert und können mit ihrem freien Ende entweder so nach außen gedreht werden, daß sie mit den Spitzen der in ihrem Wege liegenden Leitungskontakte in Berührung kornmen, oder so nach innen gedreht werden, daß sie die Leitungskontakte nicht berühren. Zu diesem Zweck ist eine Anzahl Federzungen zv z2, zp vorgesehen, die an isolierten Metallplatten S1, S2, Sp sitzen und gegen vorspringende Ansätze der Bürsten so drücken, daß das freie Kontaktende der Bürsten bestrebt ist, sich vorwärts nach außen zu drehen. Die Eederzungen dienen gleichzeitig dazu, eine stromleitende Verbindung nach den Kontaktbürsten herzustellen. Jeder Bürstensatz umfaßt drei Bürsten, und die einander entsprechenden
Bürsten der verschiedenen Bürstensätze sind in Vielfachschaltung mit den Platten S1, s2, sp verbunden, und zwar über die erwähnten Federzungen, die von den Platten ausgehen und gegen die Bürsten drücken. Die Platten Sn, s2 und sp stehen andererseits mit den Leitungen L1, L2, Lp des Hauptstromkreises in elektrischer Verbindung. Jeder Bürstensatz wird für gewöhnlich durch eine Falle f, die im Ruhezustand über den hinteren Bürstenenden liegt, gegen den Druck der Federzungen Z1, Z2, zp gesichert gehalten. Die Fallen f bestehen aus Isolierstücken, die auf federnden Armen α befestigt sind. Diese Arme α bilden die freie}!
Enden oder Zungen einer an dem drehbaren Gestell R angebrachten Platte P. Um irgendeinen Bürstensatz in die Eingriffstellung zu bringen, müssen seine Bürsten durch Auslösen der Falle f so freigegeben werden, dai3 sie sich unter der Wirkung ihrer Federzungen Z1, z2, zp in die Kontaktlage bewegen können. Dieses Auslösen kann durch eine Auslöseschiene AS bewerkstelligt werden, die an einem Schaft S drehbar befestigt ist und eine Anzahl Vor-Sprünge υ besitzt. Die Vorsprünge können in den Weg der ihnen entsprechenden Fallenarme α gebracht werden, indem die Auslöseschiene AS auf ihrem Schaft 5 durch einen im nachstehenden als Bürstenwähler- oder Auslösemagnet bezeichneten Magneten AM entsprechend gedreht wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist beabsichtigt, immer nur einen der vorhandenen Bürstensätze auszuwählen und in die Eingriffstellung zu bringen. Um dies in einfacher Weise zu erreichen, ist die Auslöseschiene unter einem solchen Winkel angebracht, daß die Fallenarme α in dem Maße, wie der Rahmen R sich dreht, nacheinander auf die ihnen entsprechenden Vorsprünge ν auftreffen. Die Auslöseschiene ^45 wird nun so bewegt, daß sie ihre Vorsprünge υ nur für einen Augenblick in die Auslösestellung bringt, und zwar dann, wenn das Ende des Fallenarmes, der zu dem gewünschten Bürstensatz gehört, vor dem ihm entsprechenden Vorsprunge υ der Auslöseschiene angelangt ist. Wird ein Bürstensatz auf diese Weise in die Eingriffstellung gebracht, so hat dies die Schließung eines lokalen Stromkreises zur Folge. Zu diesem Zweck ist eine geerdete segmentartige Metallplatte M auf dem Kontaktfelde in solcher Lage vorgesehen, daß die freien Enden der ausgelösten Bürsten zunächst mit ihr in Berührung kommen. Diese Platte M erstreckt sich über den ganzen Auslösebereich der Bürsten, d. h. sie reicht über den ganzen Bogen, der von den Bürsten bestrichen wird, wenn ein Bürstensatz nach dem anderen in die Auslösestellung kommt. Erst hinter der Platte -M beginnt, wie ersichtlich, das eigentliche Kontaktfeld mit den Leitungskontakten A1, k2 und kp. Die Kontakte sind entsprechend den Bürstensätzen in Sätzen von je drei Kontakten vorhanden und so in Reihen auf dem Kontaktfeld angeordnet, daß sie nacheinander von den gedrehten Bürsten bestrichen werden.
Um die Bürsten,' wenn der Schaltwagen in seine Ruhestellung zurückkehrt, wieder in die alte, gesperrte Lage zu bringen, ist eine Isolierschiene / vorgesehen, durch die die ausgelösten Bürsten vor Erreichung der Ruhelage des Schaltgliedes entgegen der Kraft ihrer Federzungen Z1, Z2, zp hochgedrückt werden, bis ihre zweckmäßig abgeschrägten hinteren Enden wieder hinter das Isolierstück f des entsprechenden Fallenarmes α fassen.
Der zum Drehen des Bürstenträgers oder Schaltgliedes dienende Mechanismus setzt sich im wesentlichen aus einer ständig gedrehten Welle Wx, einem Kupplungsmagneten Mw und einer Kupplungsscheibe KS zusammen. Die Scheibe KS ist mit der Welle W verbunden, jedoch in solcher Weise, daß sie eine kippende Bewegung ausführen und sich hierbei gegen die eine oder die andere von zwei Reibungsrollen rv und rr legen kann. Die Rollen rv und rr bestehen aus Eisen und können durch den Kupplungsmagneten Mw so magnetisiert werden, daß sie die ebenfalls aus Eisen bestehende Kupplungsschiene KS anziehen. Die Fläche der Scheibe KS ist nicht glatt gehalten, sondern derart abgestuft, daß im Ruhezustand des Mechanismus der Abstand zwischen der Scheibenfläche und der Reibungsrolle rv kleiner ist als der Abstand zwischen der Scheibenfläche und der auf der anderen Seite der Scheibenachse befindlichen Reibungsrolle rr. Infolgedessen wird bei Erregung des Kupplungsmagneten Mw die Scheibe KS mit der Reibungsrolle rv in Berührung gebracht und von dieser Rolle so gedreht, daß das Schaltglied mit den Bürsten aus der Ruhestellung über das Kontaktfeld bewegt wird. Sind die Bürsten um die erforderliche Entfernung vorwärts gedreht, so' wird der Kupplungsmagnet Mw abgeschaltet. Hierdurch wird die Scheibe von der Reibungsrolle yv entkuppelt und durch eine geeignete Feder /> aus der Kippstellung in ihre wagerechte Lage zurückgeführt. Infolge der Drehung ist die Scheibe jetzt so verstellt, daß der Abstand zwischen ihr und der Reibungsrolle rr, die einen größeren Durchmesser als die Rolle rv hat, nunmehr kleiner ist als der Abstand zwischen ihr und der Reibungsrolle r„. Infolgedessen wird, wenn jetzt der Kupplungsmagnet Mw aufs neue erregt wird, die Scheibe KS von der Rolle r,- angezogen und durch diese so gedreht, daß die Welle W und mit ihr das Schaltglied in die Ruhelage zurückkehrt.
Mit dem drehbaren Teil des Wählers ist ' eine Daumenscheibe DS verbunden, durch die
. " ein Schalter umgelegt werden kann. Während der ersten Drehbewegung des Wählers und solange die Wählerbürsten noch in dem Auslösebereiche sind, wird durch die Daumenscheibe ein Schalterarm DA gegen einen Kontakt DC1 gelegt. Kommen'dagegen die Bürsten aus dem Äuslösebereich heraus, so wird der
ίο Schalterarm von der Daumenscheibe freigegeben, so daß er sich gegen einen Kontakt DC2 legen kann.
Der Wähler weist ferner noch gemäß der Erfindung eine Unterbrechervorrichtung auf, die beim Drehen des Schaltgliedes in Tätigkeit gesetzt wird. Wie ersichtlich, ist an dem Wählerrahmen, ähnlich wie die Bürsten δ1, δ2, bF, ein Hebel Hu drehbar befestigt, der an seinem vorderen Ende eine kleine Rolle /„ trägt. Diese Rolle läuft beim Vorwärtsdrehen des Wählerschaltgliedes über ein Zalmradsegment s„ hinweg, wodurch dem Hebel Hu eine auf- und abwärts gehende . Bewegung erteilt wird, die zur Folge hat, daß der Hebel einen Kontakt U1, U2 abwechselnd schließt und öffnet. Mit dem Kontakt bzw. Kontaktarm M1 steht eine an dem Rahmen R isoliert befestigte und gegen den Arm U1 drückende Federzunge Zn in dauernder elekirischer Verbindung. Der Kontaktarm U1 ist ferner durch ein Isolierstück mit dem hinteren Arm eines drehbaren Hebels Hf verbunden, dessen vorderer Arm auf dem glatten Rand des Zahnradsegmentes su schleift. Infolge dieser Anordnung hängen die relativen Stellungen der Kontakte U1, M2 in jeder Stellung des Rahmens R lediglich von der relativen Entfernung der Rolle ru von dem Ranäe des Zahnradsegments, auf dem die Rolle läuft, ab und sind unabhängig von leichten Ändederungen in der radialen Entfernung zwischen dem Zahnradsegment und der Drehachse des Rahmens R. Die Öffnung und Schließung der Kontakte U1, U2 erfolgt also genau in Übereinstimmung mit der Teilung des Zahnradsegments S11. Gegen den Hebel Hf drückt eine Federzunge z/, die ebenfalls an dem Rahmen R isoliert befestigt und über den Hebel Hf, den Rand des Zahnradsegments s,„ die Rolle ru sowie den Arm Hu mit dem Kontkt U2 elektrisch verbunden ist. An die Federzungen Zn und Zf ist der Stromkreis angeschlossen, in dem die durch die Kontakte
bewirkten
Unterbrechungen eintreten sollen.
Die Bürsten δ1, δ2, bp sind, wie schon erwähnt, in Vielfachschaltung mit den Platten S1, S2, Sp verbunden, und zwar sitzen an der Platte S1 alle die Federzungen Z1, die mit allen Bürsten δ1 in Berührung sind. Ähnlich gehen von der Platte S2 die Federzungen Z2 aus, die gegen alle Bürsten δ2 drücken und von der Platte sp alle Federzungen zp, die gegen alle Bürsten bp anliegen. Mit den Platten S1, S2, Sp sind die beiden Leitungsdrähte L1 und L2 und der Prüfdraht Lp des zu dem Wähler führenden Stromkreises verbunden. Wie ersichtlich, können diese drei Drähte mit irgendeinem Satz der Leitungskontakte A1, k2, kp in einer beliebigen Reihe in elektrische Verbindung gebracht werden, indem zuerst der Bürstensatz, der zu der betreffenden Reihe gehört, in die. Eingriffstellung gebracht und dann der Bürstenträger gedreht wird, bis die Bürsten auf dem gewünschten Kontaktsatz angelangt sind. ■ ■ ■ . Die Zahl der Bürstensätze und desgleichen die Zahl der in einer wagerechten Reihe liegenden Kontakte kann natürlich beliebig groß sein. Der dargestellte Wähler ist beispielsweise für zehn Bürstensätze und zehn Leitungskontaktsätze in jeder Reihe eingerichtet. Auf der Zeichnung sind jedoch aus Gründen der Einfachheit nur zwei von den zehn Bürstensätzen und nur einige wenige von den Leitungskontakten gezeigt. Man ist imstande, mittels des Wählers eine unter zehn Gruppen von Verbindungsleitungen auszuwählen, indem der die Kontakte dieser Gruppe bestreichende Bürstensatz in die Eingriffstellung gebracht wird, um dann bei einem Vorwärtsbewegen dieses Bürstensatzes die Leitungen der Gruppe auf ihr Frei- und Besetztsein zu prüfen und den Bürstensatz auf dem Kontaktsatz einer frei befundenen Leitung anzuhalten, so daß auf diese Weise die Verbindung von dem Wählerstromkreis nach der freien Gruppenleitung hergestellt ist. Es sei hier bemerkt, daß jede Verbindungsleitung mit einer Anzahl Wähler in Vielfachschaltung verbunden ist, so daß jeder dieser Wähler zu der Leitung Zutritt hat. Wenn irgendeiner dieser Wähler Anschluß an eine Verbindungsleitung gefunden hat, so wird an allen vielfachgeschalteten Prüfkontakten der Leitung auf allen anderen Wählern der elektrische Zustand (im vorliegenden Falle durch eine Erdung) so" geändert, daß keiner dieser anderen Wähler sich auf die Leitung einstellen kann.
Die lokalen Steuerstromkreise des Wählers werden durch einen selbsttätigen Hilfsschaltermechanismus geregelt, der im nachstehenden als Folgeschalter bezeichnet ist. Dieser Schalter besteht im wesentlichen aus einer drehbaren Welle SG, die eine Anzahl verschiedenartig gestalteter und versetzt angeordneter Daumen- oder Nockenscheiben trägt und durch Vermittlung einer elektromagnetischen. Kupplung von einer' ständig gedrehten Welle Wf aus in Drehung versetzt werden kann. Auf der Welle Wf ist zu diesem Zweck eine aus Eisen bestehende Reibungsscheibe Kf angebracht, die bei Erregen des Kupplungs-
magneten Mf von einer alsdann magnetisierten eisernen Reibungsrolle Rf angezogen wird. Die Rolle Rf ist auf der Schaltwelle SG befestigt und gewissermaßen als das drehbare Polstück des Kupplungsmägneten Mf anzusehen. Wie sich aus dem Gesagten leicht ergibt, wird die Rolle Rf und damit auch die Welle SG von der Scheibe Kf immer so lange und so oft in Drehung versetzt, als der Knpplungsmagnet Mf erregt wird. Die erwähnten Daumenscheiben sind über- bzw. nebeneinander auf der Welle SG angebracht. Jede Daumenscheibe arbeitet mit einem ihr entsprechenden Schalterkontakt derart zusammen, daß eine im Bereiche der Scheibe liegende Kontaktfeder je nach der Stellung der Scheibe entweder gegen einen außen angebrachten Kontakt gedrückt oder gegen einen innen gelegenen Kontakt freigegeben wird. Die Schal-
ao terkontakte können auf diese Weise durch das bewegliche Schaltglied einer nach dem anderen oder in den verschiedenartigsten Zusammenstellungen geöffnet und geschlossen werden. Außerdem ist noch ein besonderer Schalterkontakt vorgesehen, durch den ein lokaler Stromkreis für den Kupplungsmagneten Mf so geregelt wird, daß der Magnet, auch wenn der ihn anfänglich erregende Strom durch einen der anderen Schalterkontakte abgeschaltet ist, noch weiter durch den lokalen Strom so lange erregt gehalten wird, bis das Schaltglied SG die nächste gewünschte Schaltstellung völlig eingenommen hat. Dieser lokale Schalterkontakt besteht aus einer unter der Wirkung einer Feder stehenden drehbar gelagerten Kontaktfeder Cl, an der eine auf der gezahnten Daumenscheibe Dl laufende Rolle Yf befestigt ist. Wenn die Rolle Yf auf einem Zahn oder einem erhöhten Teil der Daumenscheibe Dl aufruht, so wird die Kontaktfeder Cl gegen einen Kontakt C20 gelegt und dadurch der lokale Stromkreis des Küpplungsmagneten Mf geschlossen. Die Zähne der Scheibe Dl sind nach den Lücken zu abgeschrägt, so daß die Rolle yj, wenn sie oben auf einem Zahn liegt, durch die Kraft ihrer Feder in die nächste Zahnlücke hinabgezogen wird und auf diese Weise bestrebt ist, die Scheibe Dl noch so lange weiterzudrehen, bis die Rdlle Yf ganz in der Zahnlücke liegt. Das drehbare Schaltglied wird hierdurch immer genau in der Stellung, in der es anhalten soll, zum Stillstand gebracht.
In dem Schema der Zeichnung sind die Schalterkontakte des Folgeschalters nicht ihrer wirklichen Anordnung entsprechend dargestellt, sondern verteilt gezeichnet, um das Verständnis der . Stromläufe zu erleichtern. Auch sind die verschiedenen Daumenscheiben bis auf die Scheibe Dl des lokalen Schalterkontakts C20 weggelassen. Die von dem drehbaren Schaltglied eines jeden Folgeschalters eingenommenen Stellungen, in denen irgendwelche Schalterkontakte (abgesehen von dem Kontakt C20) geschlossen werden, sind neben diesen Schalterkontakten durch Zahlen bezeichnet. In allen anderen, nicht durch die beigefügten Zahlen gekennzeichneten Stellungen des Schaltgliedes sind die betreffenden Schalterkontakte geöffnet zu denken. Beispielsweise ist der Schalterkontakt C21 in der vom Schaltglied eingenommenen ersten, zweiten und dritten Stellung, die durch die nebenstehenden Zahlen 1, 2 und 3 angedeutet sind, geschlossen, dagegen in allen anderen Stellungen des Schaltgliedes offen. Wie schon erwähnt, hat der Folgeschalter einen besonderen, durch die Daumenscheibe Dl geregelten Kontakt C20, über den ein lokaler Stromkreis für den Kupplungsmagneten geschlossen gehalten wird, solange das Schaltglied sich zwischen zwei Schaltstellungen befindet. Die neben diesen Schalterkontakt C20 gesetzten Zahlen geben die Stellungen an, in denen der Kontakt geöffnet ist. Der Kontakt ist dagegen dauernd geschlossen zu denken, wenn das Schaltglied sich zwischen den durch die Zahlen angegebenen Stellungen befindet. Die neben den Schalterkontakt C20 gesetzten Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9 sollen also besagen, daß der Kontakt C20 geöffnet ist in der ersten Stellung des Schaltgliedes, geschlossen zwischen der zweiten und dritten Stellung, geöffnet in der zweiten Stellung usw. Verläßt das Schaltglied die sechste Stellung, so wird der Kontakt C20 nicht eher wieder geöffnet, als bis es die achte Stellung erreicht. Das Schaltglied bewegt sich also von der sechsten Stellung in die achte, ohne angehalten zu werden.
Der Senderapparat, durch den die Auswählung bewirkt wird, und der auf einer Teilnehmerstelle oder im Amt, und zwar in demselben oder in einem anderen Amt wie der Wähler, untergebracht sein kann, ist mit seinen Einzelheiten nicht dargestellt. Statt dessen sind ganz schematisch verschiedene Schalter gezeigt, mittels deren Änderungen in dem elektrischen Zustand des Hauptstromkreises an einer entfernten oder getrennten Stelle genau so bewirkt werden können, wie es in Wirklichkeit mit dem Senderapparat geschieht.
Der Elektromagnet SR, der während des Vorgangs der Wählereinstellung, wie dargestellt, in dem Stromkreis der Hauptleitung L1 liegt, kann so eingerichtet gedacht sein, daß er entsprechend den in der Leitung L1 bewirkten Stromänderungen einen (nicht dargestellten) Schaltmechanismus schrittweise weiterbewegt. Ferner mag angenommen werden, daß dieser Schaltstromkreis durch den Elek-
—-
tromagneten AR geöffnet wird, wenn eine vorher bestimmte Anzahl Stromänderungen in der Leitung L1 bewirkt ist.
Die Wirkungsweise der neuen Wählereinrichtung ist die folgende:
Der Schalterkontakt C21 des Folgeschalters ist für gewöhnlich geschlossen und verbindet ein im nachstehenden als Wählerkontaktrelais bezeichnetes Relais WR mit der Leitung L1,
ίο die — wie oben schon erwähnt — beispielsweise durch einen Schaltmagneten Si? eines entfernten Senderapparates und über den Rückkontakt eines ebenfalls an dem Senderapparat gelegenen Sperrelais AR Anschluß an Erde hat. Wenn dieser Stromkreis an dem Senderapparat geschlossen wird, so wird das Wählerkontrollrelais erregt. Es zieht infolgedessen seinen Anker an und schaltet über seinen Arbeitskontakt einen Strom ein, der von dem freien Pol der geerdeten Batterie B2 über einen Widerstand g, den Kupplungsmagneten Mf des Folgeschalters, den Schalterkontakt C22 des Folgeschalters, den Arbeitskontakt und Anker des Relais WR und Erde fließt. Der durch diesen Strom erregte Kupplungsmagnet Mf veranlaßt, daß der Folgeschalter aus der ersten Stellung in die zweite gedreht wird, wobei der Kontakt C22 geöffnet und der Kontakt C23 geschlossen wird. Hierdurch kommt ein Strom zustande, der von der Batterie Bs über den Kupplungsmagneten Mw des Wählers, den Kontakt C23 des Folgeschalters, den Arbeitskontakt und Anker des Relais WR und Erde verläuft. Der Kupplungsmagnet Mw bringt nunmehr die Kupplungsscheibe KS in Berührung mit der Reibungsrolle rv, und der Bürstenträger des Wählers beginnt sich zu drehen. In dem Maße, wie bei dieser Drehung die Rolle rti des Unterbrechers über das Zahnradsegment s„ hinwegläuft, wird der Kontakt U1, u2 abwechselnd geschlossen und geöffnet. Bei jeder Schließung des Kontaktes wird über die Leitung Ln, den Rückkontakt η des Auslösemagneten AM, den Schalterkontakt C24 des Folgeschalters, den Unterbrecherkontakt U1, M2 und Erde ein kurzschließender Nebenschluß zu dem entfernten Schaltmagneten SR gelegt. Auf diese Weise wird bei der Drehung des Bürstenträgers, und zwar der Drehung entsprechend, eine Anzahl Stromstöße zu dem Schaltmagneten gesandt. Diese Stromstöße werden gemäß der Erfindung dazu benutzt, den Vorgang des Wählens, d. h. der Einstellung des Wählers zu regeln, und zwar in folgender Weise: Bei jedem durch die vom Wähler in Gang gesetzten Unterbrechervorrichtung bewirkten Stromstoß wird der Mechanismus des Senderapparates um einen Schritt weitergegeschaltet,, so daß er sich beispielsweise entweder aus einer zuvor eingestellten Lage in die Ruhelage zurück oder aus der Ruhelage in eine zuvor gekennzeichnete Lage, z. B. auf einen zuvor durch geeignete Potentialanlegung gegen andere Kontakte unterschiedlich gemachten Kontakt bewegt. Erreicht der Mechanismus unter der Wirkung der vom Wähler rückwärts abgelieferten Stromstöße die zuvor bestimmte Stellung, so wird am Senderapparat durch das Relais AR der Leitungsstromkreis geöffnet. Diese öffnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Unterbrecherkontakt uv U2 geschlossen ist. Das Wählerrelais WR wird dann stromlos, wenn der Unterbrecherkontakt gleich darauf geöffnet wird.
■Sobald der Bürstenträger des Wählers in Drehung versetzt wird, schließt die Daumenscheibe DS den Kontakt DA, DC1 und schaltet dadurch einen Strom ein, der von der Batterie B2 über den Kupplungsmagneten Mf des Folgeschalters, den Schalterkontakt C25 des Folgeschalters, den Kontakt DC1,'DA und Erde verläuft. Der Kupplungsmagnet Mf wird also erregt und veranlaßt, daß der Folgeschalter in seine dritte Stellung bewegt wird. In dieser Stellung des Schalters kommt, sobald das Wählerrelais WR bei der öffnung des Schaltstromkreises am Senderapparat stromlos geworden ist, über den Rückkontakt des Relais ein Strom zustande, der seinen Weg von der Batterie B2 über den Kupplungsmagneten Mf, den Schalterkontakt C26 des Folgeschalters, den Rückkontakt des Relais WR und Erde nimmt. Infolgedessen wird der Folgeschalter jetzt in seine vierte Stellung bewegt.
Solange das Relais PFi? erregt ist, liegt um den Auslösemagneten AM des Wählers ein über den Vorderkontakt des Relais WR geschlossener Nebenschluß. Wird dieser Nebenschluß beim Stromloswerden des Relais geöffnet, so wird der Auslösemagnet AM durch einen aus der Batterie B3 über den Kupplungsmagneten Mw, den Schalterkontakt C27 und Erde fließenden Strom erregt. Da der Kupplungsmagnet Mw nach dem Gesagten unter Strom bleibt, wird das Schaltglied des Wählers weitergedreht. Sobald bei dieser Drehung einer der Fallenarme f als erster auf die ihm entsprechende Nase ν der Auslöseschiene AS trifft, wird er bzw. sein Isolierstück f um ein hinreichend großes Stück bewegt, so daß die durch die betreffende Falle für gewöhnlich gesperrt gehaltenen drei Bürsten δ1, &2, bp freigegeben und durch ihre Federzungen Z1, z2, zp gegen die geerdete Metallplatte M gelegt werden. WeI-eher Satz von den vorhandenen Bürstensätzen auf die beschriebene Weise in die Eingriffstellung gebracht wird, hängt davon ab, um wieviel Schaltschritte der Wähler vorwärts bewegt ist, bevor der Auslösemagnet AM erregt wird. Sobald die Prüfbürste bp des Wählers die geerdete Metallplatte M berührt,
wird über den Schalterkontakt C23 des Folgeschalters nach der Prüfbürste bp und Erde. ein das Wählerrelais WR erregen'der Strom eingeschaltet. . Das Relais legt mittels seines Ankers wieder einen kurzschließenden Nebenschluß zu dem Auslösemagneten AM, so daß dieser aufs neue stromlos wird.
Wenn der Bürstenträger des Wählers an der Stelle angelangt ist, an der alle Bürsten sich
ίο außerhalb des Auslösebereichs befinden, so wird der Schalterarm DA von der Daumenscheibe DS freigegeben und gegen den Kontakt DC2 gelegt. Hierdurch wird ein neuer, den Kupplungsmagneten Mf des Folgeschalters enthaltender Stromkreis geschlossen, und zwar über den Schalterkontakt C29, den Kontakt Z)C2, DA und Erde. Der Folgeschalter wird jetzt in seine fünfte Stellung bewegt, wobei der Wähler den ausgelösten Bürstensatz über die Leitungskontakte der diesem Satz entsprechenden Reihe bewegt, um nach einem freien Kontakt zu suchen. In der vierten und fünften Stellung des Folgeschalters, der bei Verlassen seiner dritten Stellung den Schalter^ kontakt C21 geöffnet hat, wird das Wählerrelais WR weiter durch einen Strom erregt gehalten, der aus der Batterie B1 über das Relais, den Schalterkontakt C28 des Folgeschalters, die Prüf bürste bp und von da entweder zu der geerdeten Platte M oder über die geerdeten Prüfkontakte kp der besetzten Leitungen fließt. Denn diese Prüfkontakte sollen, wie schon oben erwähnt, geerdet sein, wenn die zu ihnen gehörende Leitung besetzt ist.
Beim Verlassen seiner vierten Stellung öffnet der Folgeschalter den Kontakt C27, der den Stromkreis des Auslösemagneten AM regelt und macht dadurch den Kupplungsmagneten Mw des Wählers von dem über den Vorderkontakt des Relais WR fließenden Strom abhängig. Dieses Relais regelt jetzt also das weitere Vorrücken der Wählerbürsten beim Suchen nach einer freien Leitung.
Das Zahnradsegment s„ des Wählers ist, wie ersichtlich, mit einem langen Zahn Z1 versehen, auf dem die Rolle ru des Unterbrechers läuft, wenn die Wählerbürsten sich zwischen Ende des Auslösebereichs und Anfang des eigentlichen Kontaktfeldes bewegen. Läuft die Rolle rtl auf dem langen Zahn Z1, so wird die Nebenschlußleitung Ln geschlossen und das Relais WR erregt gehalten. Wenn dagegen die Bürsten den ersten Leitungskontaktsatz erreichen, so fällt die Rolle ru in eine Lücke des Zahnradsegments ein. Hierdurch wird der Unterbrecherkontakt U1, u2 unterbrochen, . die Nebenschlußleitung Ln geöffnet und das Wählerrelais WR von einem Strom abhängig gemacht, der über die Prüfbürste bp des ausgelösten Bürstensatzes und den Prüfkontakt kp einer besetzt gefundenen Leitung nach Erde fließt. Das Prüf relais WR bleibt infolgedessen beim Weiterdrehen des Wählerschaltgliedes so lange erregt, als die Prüf bürste bp auf die Prüf kontakte besetzter Leitungen auftrifft. Dies ändert sich jedoch, wenn die Prüfbürste auf dem Kontakt einer freien Leitung anlangt, deren Freisein in dem System, in dem der dargestellte Wähler angewendet werden soll, dadurch gekennzeichnet ist, daß der Prüfkontakt keine Verbindung nach Erde besitzt. Da jedesmal, wenn die Prüfbürste auf einem Prüfkontakt ankommt, der das Relais WR enthaltende Stromkreis an dem Unterbrecherkontakt ux, u2 vorübergehend geöffnet wird, so muß das Relais, wie leicht einzusehen, stromlos werden, sobald von der Prüfbürste bp der nicht geerdete Kontakt kp einer freien Leitung erreicht wird. Tritt dies ein, so läßt das Relais WR seinen Anker zurückfallen und schaltet dadurch den Erregerstrom des Kupplungsmagneten Mw ab, so daß die Wählerbürsten auf dem Kontaktsatz der frei befundenen Leitung stehenbleiben. Gleichzeitig kommt über den Rückkontakt des Relais WR und den Schalterkontakt C26 des Folgeschalters ein den Kupplungsmagneten Mf erregender Strom zustande, wodurch der Folgeschalter in seine sechste Stellung bewegt wird.
Bei dem System, in dem die hier beschriebene Einrichtung Anwendung finden soll, ist während der Zeit, in der eine Verbindung über die Leitungen L1, L2, Lp besteht, die dritte Prüfleitung Lf an der entfernten Stelle geerdet. Auf der Zeichnung ist dies durch die Erde E angedeutet. Über diese wird nun in der sechsten Stellung des Folgeschalters ein kurzschließender Nebenschluß zu dem Kupplungsmagneten Mf gelegt, und zwar über den Widerstand g, die Leitung Lk, den in der sechsten Stellung des Fqlgeschalters geschlossenen Schalterkontakt C30 und die Leitung Lf.
Infolgedessen wird der Kupplungsmagnet Mf, der sonst über den Schalterkontakt C26 des Folgeschalters und den Rückkontakt und Anker des Relais WR erregt werden würde, stromlos.
In der sechsten Stellung des Folgeschalters werden ferner auch die Schalterkontakte C31, C32 geschlossen und dadurch die Leitungen L1 und i2 mit den Wählerbürsten b1, b2 bzw. den Leitungskontakten A1, k2 verbunden. In ähnlicher Weise wird die bei E geerdete Leitung Lf über den Schalterkontakt C33 an die Prüfbürste bp und den Prüfkontakt kp angelegt, wodurch alle Prüfkontakte der durch den Wähler ausgesuchten Leitung mit Erde verbunden und besetzt gemacht werden.
Die Zurückführung des eingestellten Wählers kann dadurch bewirkt werden, daß die Leitung Lf an dem entfernten Ende der Verbindungsleitung von Erde getrennt wird. Da-

Claims (4)

durch wird der um den Kupplungsmagneten Mf bestehende Nebenschluß aufgehoben und der Magnet aufs neue durch den über den Schalterkontakt C20 und den Rückkontakt des Relais WR fließenden Strom erregt. Da der in dem lokalen Stromkreise des Kupplungsmagneten liegende Schalterkontakt C20 in der siebenten Stellung des Folgeschalters nicht geöffnet ist, wird der Folgeschalter ohne Aufenthalt aus der sechsten in die achte Stellung bewegt. In der letzten Stellung wird über den Schalterkontakt C34 und den Rückkontakt des Relais M7J? ein durch den Kupplungsmagneten Mw des Wählers fließender Strom eingeschaltet. Da die Kupplungsscheibe KS mit ihrer Fläche jetzt näher an der Leitungsrolle r,-als an der Rolle r,, liegt, wird bei Erregung des Kupplungsmagneten die Scheibe von der Rolle rr angezogen und durch diese in die Ruhelage zurückgedreht. Wenn bei dieser Rückwärtsbewegung die Daumenscheibe DS den Kontaktarm DA aufs neue gegen den Kontakt DC1 legt, wird ein Strom eingeschaltet, der aus der Batterie B2 über den Kupplungsmagneten Mf, den Schalterkontakt C25, den Kontakt DC1, DA und Erde läuft. Der Folgeschall er wird infolgedessen in seine neunte Stellung bewegt. In dieser Stellung bleibt der Stromkreis des Kupplungsmagneten Mw noch geschlossen. Sobald nun der Bürstenträger des Wählers seine Ruhelage fast erreicht hat, wird der Kontaktarm DA von der Daumenscheibe DS freigegeben und an den Kontakt DC2 gelegt. Hierdurch wird der Kupplungsmagnet Mf aufs neue durch einen über den Schalterkontakt C29 und den Kontakt DC2, DA fließenden Strom erregt und der Folgeschalter aus seiner neunten Stellung in seine erste oder Ruhestellung bewegt. Beim Verlassen der neunten Stellung wird der Kontakt C34 geöffnet und dadurch der den Kupplungsmagneten Mw erregende Strom angeschaltet. Kurz bevor das Schaltglied des Wählers seine Ruhestellung erreicht, werden die ausgelösten Bürsten b1, b2 und bp durch die Isolierschiene / in die Sperrstellung hinter die Falle f zurückgedrückt. Infolgedessen nehmen jetzt alle Teile wieder ihre normale Stellung ein und sind zur Ausführung einer neuen Verbindung bereit. Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispielsweise könnten statt des Folgeschalters und seiner Schalterkontakte auch, wie sonst üblich, zweckentsprechend erregte und stromlos gemachte Relais benutzt werden. Ferner könnte die beschriebene Anordnung auch in Verbindung mit Wählern benutzt werden, die als Zehner-, Einer- und Schlußwähler zur Auswahl der Zehner usw. verwendet werden. Pa ten τ-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Selbstanschlußfernsprechämter, bei denen die Wähler unter dem Einfluß einer ständig vorhandenen äußeren Triebkraft stehen und dadurch eingestellt werden, daß der getrennt oder entfernt gelegene Senderapparat durch im Amt erzeugte Stromänderungen, welche durch eine mit dem beweglichen Wählerschaltglied \?erbundene Kontaktvorrichtung hervorgerufen werden, wieder in die Ruhelage geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Wählerschaltglied verbundene Kontaktvorrichtung bei der Einstellung des Wählers einen den Schaltmagneten des Senderapparates enthaltenden Teil des gemeinschaftlichen Stromkreises absatzweise kurzschließt, während der übrige, den Steuermagneten des Wählers enthaltende Teil des Stromkreises stets geschlossen gehalten wird, so daß nach Schließen des gemeinschaftlichen Stromkreises das Wählerschaltglied gleichmäßig weiterbewegt, der Senderapparat aber durch absatzweise Beeinflussung seines Schaltmechanismus wieder in die Ruhelage geführt wird, wo der Stromkreis am Senderapparat geöffnet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der die Steuermagnete des Senderapparates und des Wählers in demselben Stromkreise liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Wählerschaltglied mechanisch verbundene Kontaktvorrichtung bei der Einstellung des Wählers einen den Schaltmagneten des Senderapparates enthaltenden Teil des gemeinschaftlichen Stromkreises absatzweise kurzschließt, während der übrige, den Steuermagneten des Wählers enthaltende Teil des Stromkreises stetig geschlossen gehalten wird, so daß nach Schließen des gemeinschaftlichen Stromkreises das Wählerschaltglied gleichmäßig weiterbewegt, der Schaltmechanismus des Senderapparates aber schrittweise eingestellt wird, bis der Stromkreis in an sich bekannter Weise am Senderapparat geöffnet wird. .
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der in bekannter Weise mittels Besetztpotentials bewirkten Wahleinstellung von Wählern die mit dem beweglichen Wählerschaltglied verbundene Kontaktvorrichtung in der Stellung des Wählers zwischen den festen Kontaktsätzen immer geschlossen, in der Stellung des Wählers auf den festen Kontaktsätzen aber immer geöffnet wird, so daß der die Bewegung des Wählers bei Erregung veranlassende Steuermagnet auch
beim Übergang des Wählers von einem Kontaktsatz zum nächsten erregt bleibt, bei der Wählerstellung auf einem Kontaktsatz aber nur von dem Prüfpotential desselben abhängig ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung des Wählers aus zwei an dem beweglichen Wählerschaltglied drehbar gelagerten, unter Federkraft stehenden Hebein besteht, deren einer auf einer gezahnten, deren anderer auf einer glatten Fläche des festen Wählergestelles läuft, und die infolgedessen bei der Schaltgliedbewegung mit Unterbrechungen in Kontakt gebracht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1909256709D 1913-01-13 1909-07-08 Expired DE256709C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US235487XA 1913-01-13 1913-01-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE256709C true DE256709C (de) 1913-02-20

Family

ID=32823184

Family Applications (6)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1909235487D Expired DE235487C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1909234166D Expired DE234166C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1909233734D Expired DE233734C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1909256709D Expired DE256709C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1914322998D Expired DE322998C (de) 1913-01-13 1914-01-12 Waehler zum selbsttaetigen Verbinden von Fernsprechleitungen
DE1916323301D Expired DE323301C (de) 1913-01-13 1916-08-23 Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlagen

Family Applications Before (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1909235487D Expired DE235487C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1909234166D Expired DE234166C (de) 1913-01-13 1909-07-08
DE1909233734D Expired DE233734C (de) 1913-01-13 1909-07-08

Family Applications After (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1914322998D Expired DE322998C (de) 1913-01-13 1914-01-12 Waehler zum selbsttaetigen Verbinden von Fernsprechleitungen
DE1916323301D Expired DE323301C (de) 1913-01-13 1916-08-23 Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlagen

Country Status (3)

Country Link
DE (6) DE235487C (de)
FR (1) FR467088A (de)
GB (2) GB190920839A (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5382604A (en) * 1991-10-07 1995-01-17 Shell Oil Company Crosslinked epoxy functionalized polydiene block polymers and adhesives
USH1517H (en) * 1993-07-12 1996-02-06 Shell Oil Company Radiation curable printing ink composition
US5536772A (en) * 1993-06-18 1996-07-16 Shell Oil Company Radiation cured conjugated diene block copolymer compositions
US5686535A (en) * 1991-04-29 1997-11-11 Shell Oil Company Viscous conjugated diene block copolymers

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2745132A (en) * 1953-09-25 1956-05-15 Philco Corp Door mounting and latching means
US2913758A (en) * 1955-04-21 1959-11-24 Jervis Corp Latch apparatus for right- and left-hand doors
DE4203933A1 (de) * 1992-02-11 1993-08-12 Koenig & Bauer Ag Verschwenkbarer farbmessertraeger fuer rotationsdruckmaschinen

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5686535A (en) * 1991-04-29 1997-11-11 Shell Oil Company Viscous conjugated diene block copolymers
US5382604A (en) * 1991-10-07 1995-01-17 Shell Oil Company Crosslinked epoxy functionalized polydiene block polymers and adhesives
US5536772A (en) * 1993-06-18 1996-07-16 Shell Oil Company Radiation cured conjugated diene block copolymer compositions
USH1517H (en) * 1993-07-12 1996-02-06 Shell Oil Company Radiation curable printing ink composition

Also Published As

Publication number Publication date
DE322998C (de) 1920-07-13
FR467088A (fr) 1914-06-03
DE235487C (de) 1911-06-13
DE234166C (de) 1911-11-02
GB190920840A (en) 1910-06-30
DE233734C (de) 1911-04-21
GB190920839A (en) 1910-01-13
DE323301C (de) 1920-07-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE256709C (de)
DE874321C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb
AT44415B (de) Schaltung zum selbsttätigen Verbinden von Fernsprechleitungen.
AT42815B (de) Schaltung zum selbsttätigen wahlweisen Verbinden von Fernsprechleitungen.
DE608284C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anrufsuchern
DE215982C (de)
DE853468C (de) Muenzfernsprecher fuer Selbstwaehlfernverkehr
DE322105C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen anrufende Leitungen mittels selbsttaetiger Schaltwerke an Verbindungsstromkreise angeschlossen werden
DE452242C (de) Schaltungsanordnung fuer Speichersender in Fernsprechanlagen
DE1942914C3 (de) Programmgebereinrichtung für eine Wegsteuerung
DE399151C (de) Fernsprechanlage mit elektromechanisch gesteuerten Schaltvorrichtungen
DE700647C (de) Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernueberwachung von verstellbaren Organen
DE259830C (de)
DE401385C (de) Waehlereinrichtung fuer Fernsprechanlagen
DE277313C (de)
AT66041B (de) Automatisches oder halbautomatisches Telephonsystem.
DE496312C (de) Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige Fernsprechanlagen mit Leitungswaehlern, deren Kontaktarme nur Bewegungen in einer Richtung ausfuehren
DE73838C (de) Vorrichtung zur elektrischen Zeichengebung (Drucktelegraph)
DE417933C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen
DE598958C (de) Muenzpruefer mit verstellbarer Muenzenlaufbahn fuer Selbstkassierer, insbesondere fuer Muenzfernsprecher
DE962445C (de) Waehlereinrichtung fuer automatische Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE322157C (de) Vorrichtung zur Aufspeicherung von Einstellstromstoessen und zur Regelung der Waehlereinstellung in Fernsprechanlagen
DE385949C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit elektromechanisch gesteuerten Verbindungseinrichtungen und in Gruppen geteilten Leitungen
DE310810C (de)
DE631911C (de) Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen ueber dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb