DE255245C - - Google Patents

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DE255245C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Sitten --€£emplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 255245 KLASSE 21 α. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. November 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Rufeinrichtungen in dreiadrigen Fernsprechämtern, die beim Stöpselstecken angeschaltet und durch ein in der dritten Stöpselader angeordnetes, vom Anrufrelais des Teilnehmers abhängiges Relais in der dritten Stöpselader beim Melden des Teilnehmers abgeschaltet werden.
Die Erfindung hat eine Anordnung zum
ίο Gegenstande, durch die verhindert wird, daß etwa beim Stöpseln auf eine durch einen Anruf bereits besetzte Leitung vorübergehend Rufstrom an diese gelegt werden kann. Gemäß der Erfindung werden im Schnurstromkreise Schalteinrichtungen vorgesehen, die an ihren Kontakten Stromkreise, die die Rufanschaltung veranlassen, erst schließen, nachdem das die Abschaltung einleitende Relais die Teilnehmerleitung daraufhin geprüft hat, ob das Anrufrelais erregt ist oder nicht. Im ersteren Falle wird die Rufeinrichtung unwirksam gemacht.
Gemäß der Erfindung wird hierfür eine Gegenwindung des die Abschaltung einleitenden, als Differentialrelais ausgebildeten Relais zugleich oder zeitlich vor einem Hilfsrelais eingeschaltet oder von letzterem vor Schließung eines Kontaktes in den Stromkreis des Rufschaltrelais eingeschaltet.
Wenn bei dem durch Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung der Verbindungsstöpsel ι in die Klinke 2 der zum Teilnehmer 3 führenden Leitung gesteckt wird, so fließt Strom von.der Batterie 4 über ein Relais 5, die Wicklung 6 eines zur Einleitung der Rufabschaltung dienenden Relais 7, den Stöpselteil 8, Leitung 9 und, je nachdem der Anker des Anruf relais 10 der zum Teilnehmer 3 führenden Leitung in Arbeitslage oder Ruhe ist, über eine oder beide Wicklungen eines Relais 11 nach Erde. Das Relais 5 wird infolge des Stromflusses erregt und setzt durch Anzug seines Ankers 12 gleichzeitig ein Relais 13 und eine zweite Wicklung 14 des Relais 7 unter Strom.'
Die durch den Anker 12 eingeschaltete Wicklung 14 wirkt im entgegengesetzten Sinne wie die Wicklung 6 auf das Relais ein. Die beiden Wicklungen sind dabei so abgeglichen, daß der Anker 20 des Relais 7 abfällt bzw. in Ruhe verbleibt, wenn von den Wicklungen des Relais 11 nur die hochohmige Wicklung 15 in Reihe mit 6 eingeschaltet ist, während die zweite . Wicklung des Relais 11 infolge Ansprechens des Anrufrelais 10 abgetrennt ist. Im anderen Falle, d. h. also, wenn das Anrufrelais 10 unerregt ist, hält die Wicklung 6 das Relais 7 trotz der Gegenwirkung der Wicklung 14 erregt. Das Relais 7 beginnt seine Prüfarbeit also mit dem Augenblick, in dem der Anker 12 geschlossen wird.
Das zugleich mit der Wicklung 14 eingeschaltete Relais 13 bereitet über einen Arbeitskontakt seines Ankers 16 Stromkreise für das
Rufstromanschaltrelais 17 und das Rufabschaltrelais 18 vor. Der Arbeitskontakt von 16 wird jedoch erst einen Augenblick später geschlossen, als das Relais 7 in den zur Leitungsprüfung geeigneten Zustand gebracht wurde. Dieser Augenblick genügt, durch das Relais 7 die Prüfung der Leitung ausführen zu lassen. Gegebenenfalls kann eine längere Zeit für den Prüfvorgang dadurch verfügbar gemacht werden, daß man eine Kettenschaltung anwendet, d. h. durch das Hilfsrelais 13 zunächst ein oder mehrere sich nacheinander einschaltende weitere Hilfsrelais beeinflussen läßt, deren letztes erst beim Ansprechen den Kontakt 16 schließt. War eine umlaufende Kontaktvorrichtung 19, welche die wiederholte Erregung des Rufrelais 17 zu regeln bestimmt ist, im Augenblick des Stöpselsteckens in Kontaktstellung, derart, daß sogleich mit dem Schließen des Kpntaktes 16 das Rufrelais 17 unter Strom gesetzt werden würde — bei dieser Stellung ist die Gefahr der unzulässigen Rufstromgabe am größten —, so könnte doch, falls der Stöpsel 1 in die Klinke einer besetzten Leitung gesteckt wäre, jetzt ein Rufen nicht eintreten. Denn das Relais 7 hätte dann seinen Anker 20 losgelassen, der an seinem Ruhekontakt den Stromkreis für das Ruf abschal tr elais 18 vorbereitet haben würde. In dem Augenblick, wo 16 seinen Arbeitskontakt schließt, würde auch das Relais 18 unter Strom gesetzt werden und durch seinen Anker 21 das Rufrelais 17 wieder abschalten, bevor es die Rufmaschine 22 an die Sprechadern der Teilnehmerleitung anschalten könnte.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel schaltet das beim Stöpselstecken unter Strom gesetzte Relais 5 nur das Relais 13 ein. Dieses besitzt einen unter der Einwirkung einer Verzögerungsvorrichtung 23 stehenden Anker 24, der auf seinem Anzugswege zunächst einen Kontakt 25 schließt, über den die Gegenwicklung 14 des Relais 7 eingeschaltet und ein Stromkreis über das Rufabschaltrelais 18 vorbereitet wird. Erst kurze Zeit nach der Schließung von 25 schließt der Anker den Kontakt 26 und bereitet damit den Stromkreis für das Ruf relais 17 vor. In der Zwischenzeit hat das Relais 7 Zeit gehabt, die Teilnehmerleitung zu
prüfen, und das Relais" 18 ist, falls die Teilnehmerleitung besetzt war, durch den abfallenden Anker von 7 unter Strom gesetzt und hat die Vollendung des Anrufstrom- 55 kreises durch Anzug seines Ankers 21 verhindert.
In den beiden Beispielen sind nur die Einrichtungen dargestellt worden, die für die Einleitung der Rufstromgebung in Frage kommen. Um die Schaltung betriebsfähig zu machen, müssen noch Einrichtungen vorgesehen sein, die verhindern, daß das Relais 7 während des Rufens, das ebenso wie das Melden des Teilnehmers eine Erregung des Anrufrelais veranlaßt, die Rufstromgabe unterbricht. Der Einfachheit halber sind diese Einrichtungen, da sie für den Erfindungsgegenstand nicht von Bedeutung sind, hier nicht berücksichtigt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für dreiadrige Fernsprechämter mit selbsttätiger, beim Stöpselstecken in Tätigkeit gesetzter Rufeinrichtung, deren Abschaltung durch ein in der dritten Stöpselader angeordnetes, vom Teilnehmerrelais beeinflußtes Relais eingeleitet wird, bei welcher das die Abschaltung einleitende Relais als Differentialrelais ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein beim Stöpselstecken unter Strom gesetztes Relais (5) die zweite im Ruhezustand stromlose Gegenwicklung (14) des Differentialrelais (7) einschaltet, während der die Rufstromanschaltung vorbereitende Kontakt (16) erst durch ein zugleich mit der Gegenwicklung oder nach dieser eingeschaltetes Hilfsrelais (13) bzw. nach Ansprechen mehrerer sich nacheinander einschaltender Hilfsrelais geschlossen wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach dem Stöpselstecken wirkendes Relais (13) seinen Anker (24) derart bewegt, daß er zunächst das die Leitung prüfende Relais (7) (z.B. durch Einschalten einer Gegenwicklung 14) in den Prüfzustand bringt und erst nach einiger Zeit den Kontakt (26) schließt, über den die Rufanschaltung vorbereitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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